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­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

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LadySnow

27, Weiblich

  8. Pocketbook Writer

Neuling

Beitr├Ąge: 1298

Re: ­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

von LadySnow am 03.05.2021 11:57

Wer ist Dein Schreibpartner: YamiJerrad
Wann ist das Play entstanden? : 30.08.2018 (von LadySnow noch mit altem Account)
Trigger Warnung (sofern ben├Âtigt): Gewalt, Krieg, Blut, Mord
*Genre: Fantasy, Mittelalter, Drama, Romance
*Was ist davor passiert: 
Info vorab: Dieses PRS ist aus einem GRS entstanden! 
Jakob und Sonea lernten sich in einer Zeit kennen und lieben, in der ein Krieg nicht mehr fern war. Unruhen ersch├╝tterte das Land und vorallem die Stadt in der die Halbelfe Sonea lebte. Beherrscht von einem guten Koenig und einer wundervollen K├Ânigin, war Vaeron eine Stadt in der Wesen ihren Platz hatten und in der Gesellschaft voll und ganz akzeptiert wurden. Doch jede Gesellschaft hat ihre Gegner und die waren nicht mehr fern. Sie unterwanderten die Stadt und planten ihren Angriff auf alles was ihnen schon lange ein Dorn im Auge war.┬á
Am Tag des Angriffs herrscht ein undurchdringliches Chaos. Freunde werden zu Feinden, Liebhaber zu erbitterten Kontrahenten....


Aktionsbeitrag: "Jakob"by YamiJerrad
Prolog:
Vor zwei Monaten:
Es war Nacht, doch die Stat war in heller Aufruhr. In einem der Wohnviertel tobte ein erbitterter Kampf in Stra├čen und Gassen... Es war bereits ├╝ber einen Monat her, dass Sonea Rache an dem D├Ąmonen ge├╝bt hatte, welcher der K├Ânigin ihr Leben nahm... man h├Ątte diese Zeit im nachhinein als die einfache Zeit betrachten k├Ânnen... doch nun war alles anders... Abbadon hatte sich organisiert und hatte schon viele Anh├Ąnger aus der ├ľffentlichkeit... diese Nacht war ein Blutbad. Nat├╝rlich hatte sich Jakob mal wieder eingemischt, auf der Seite des K├Ânigs, und ws noch wichtiger war, auf Soneas Seite. Doch in den engen Gassen waren die beiden getrennt worden. Jakob hatte sich auf die D├Ącher gemacht, feindliche Sch├╝tzen auszuschalten. Einer, zwei... das war kein Problem, doch bald schon hatte er mit ├╝ber einem Dutzend von Bogen und Armbrustsch├╝tzen zu tun, die von ein paar D├Ąchern weiter auf ihn schossen. Er musste andauernd Deckung hinter einem Schornstein nehmen.┬á
So konnte das nicht weitergehen. ihm waren schon die Pfeile ausgegangen, also musste er nun mit Magie welche formen... Pfeile aus glei├čendem Licht, wenn er sie ├╝berlud konnten sie gar explodieren... Jakob lies seinen Magiekreislauf schneller rotieren und ├╝berlud ihn auch, in der Iris seiner Augen leuchtete Kreisf├Ârmig das Licht des Sternenmeeres... drei Pfeile reichten aus, die gegen├╝berliegenden D├Ącher waren zerst├Ârt und mit ihnen die Feinde. Jetzt schnell runter... in einer Seitengasse gelandet, rannte er los, immer wieder auf mitglieder Abbadons sto├čend. Doch wo waren die Garden? Wo war Sonea? Die n├Ąchste Gasse... nur Feinde, viele... Jakob spannte den Bogen...┬á
da geschah es... er bemerkte die Gestalt nur aus dem Augenwinkel. Im Kampfreflex drehte er sich um und scho├č. Ein lautes Pfeifen ging durch die Luft. Der Pfeil traf sein neues Ziel. Doch halt, dieses Ziel war gar kein Feind... Es war Marylynn! Getroffen ging sie zu Boden w├Ąhrend der Pfeil hinter ihr in die Wand einschlug und explodierte. Das glei├čende Licht verbrannte Lynn zus├Ątzlich. Als Jakob erkannte, was er gerade getan hatte, sank er auf die Knie und lie├č den Bogen fallen. Die Gasse war versperrt, doch es waren ja nicht die Feinde, die Jakob sorgen machten, sondern Lynn, welche halb verbrannt auf dem Boden lag und schwer atmete, w├Ąhrend sie ihn ansah. Jakob konnte nichts tun. Er war mit seinen magischen Kr├Ąften am ende, mit denen er ihr ohnehin nicht h├Ątte helfen k├Ânnen... das schwere gef├╝hl der Schuld ├╝berkam ihn


Reaktionsbeitrag: "Sonea" by LadySnow
Hatten Jakob und sie eben noch Seite an Seite gekaempft, so waren sie wenige Sekunden spaeter getrennt wordwn und hatten sich aus den Augen verloren. Das Einzige, was Sonea sah war Blut und Tod. Ihre blonden Haare waren dreckig und getraenkt in Rot. Sie war froh darueber gewesen, dass Jakob auf ihrer Seite gestanden hatte und doch sah es so aus, als wuerde jeden Moment diese Welt untergehen. Die Garden verloren, Vaeron verlor und sie bekam den Befhel zum Rueckzug, doch die Halbelfe dachte nicht daran, zu gehen, bevor sie nicht ihren Liebhaber, ihren Freund gefunden hatte. Sie rannte, toetete mit den Dolchen, die Jacob ihr gefertigt hatte. Dann schaute die Blonde auf und sah ein gleissendes Licht und sie wusste genau, dass es nur er sein konnte. Wieder rannte sie los, schlachtete wie eine Furie ohne Gnade alles ab, was sich ihr in den Weg stellte.
Und dann stand sie da. Blutverschmiert, mit einigen Wunden und eigentlich total am Ende. Sie lief auf Jakob zu, doch wurde immer langsamer und langsamer, bis sie erkannte, wer dort vor ihm auf dem Boden lag. "Lynn...", hauchte sie und fiel auf die Knie vor der Frau, ihrer besten Freundin, die ja eigentlich haette unsterblich sein sollen, doch vebrannt und dem Tode nah hier lag. Traenen sammelten sich in Soneas Augen. Sie hoerte wie Lynn roechelte, kaum Luft bekam und auch wenn sie ein Vampir war... Sie wuerde sich niemals davon erholen koennen. "Ich liebe dich Lynn, wir...", fluesterte die junge Frau, schluchzte und hob den Dolch. Dann stach sie zu, mitten ins Herz ihrer besten Freundin. "Wir sehen uns auf der anderen Seite..." Ihre Worte waren nur ein Hauch, nur ein Wispern im Schatten der Gasse. Sie zog den Dolch wieder heraus, ihre Hand zitterte und sie sah zu, wie Lynns Koerper sich langsam in Asche aufloeste. Mit traenenueberstroemtem Gesicht sah sie auf und schaute Jacob an. "Du hast sie getoetet.", stellte sie fest und ihre Stimme war leise und ruhig mit einem minimalen zittrigen Unterton. "Du hast mir die einzige Freundin genommen, die ich hatte!" Sie wurde lauter und ja, Sonea war unglaublich wuetend. Und sie war traurig. In ihren Haende ln lagen noch immer ihre Dolche. Sie stand auf und hoffte nur, dass ihre Beine nicht nachgaben. "Wir haben verloren, der Rueckzug wurde befohlen. Es gibt nichts mehr, dass irgendwie wichtig ist.", murmelte die Halbfelfe und blickte ihren eigentlichen Freund, den Mann, den sie wahrscheinlich liebte, starr und mit unbaendiger Wut in den grauen Augen an. Sie hatte nichts mehr zu verlieren. Ihr Leben hatte sich in Rauch und Blut aufgeloest, sie wuerde eine Gejagte sein und wenn sie sie gefangen nahmen, wuerde sie umgebracht werden. Was zaehlte es also.... Und so stellte sie sich nun gegen ihn. Gegen Jakob, den sie doch eigentlich liebte. Doch er hatte Lynn umgebracht mit seiner verdammten Magie. Mit dem Handruecken wischte sich Sonea die Traenen ab, dann stuermte sie los, auf Jakob zu. Ihre Dolche in den Haenden und angriffsbereit...

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Acezerantis

29, Weiblich

  5. Blogger

Neuling

Beitr├Ąge: 91

Re: ­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

von Acezerantis am 04.05.2021 00:03

Mein Schreibpartner fürs Leben: Vel <3

Das Play startete am: 14.03.2021

Genre: Romance | Fantasy | Comedy | Drama-Baby

Was vorher geschah:
Die Erde n├Ąhert sich seinem Untergang, denn der einhundertsiebenundachtzigste Teufelsbrut war es unheimlich langweilig.┬á
Leider hatte Teufel Junior die Rechnung ganz bestimmt nicht mit der┬ásouver├Ąnen┬áund ├Ąu├čerst motivierten Partnervermittlungsagentur Cupid Matchmaker Inc. gemacht, dessen Auftrag es war, die b├Âsartigste und niedertr├Ąchtigste Kreatur (Centum) erfolgreich mit seinem h├Âllischen Match Lilith zu verkuppeln. Um die Liebe etwas anzukurbeln und der Sache auf die Spr├╝nge zu helfen (schlie├člich hatten die Vermittler nicht gerade viel Zeit gehabt), lockten Cupid und seine flei├čigen Cupids (Eva, Noah und Monika) Centum in eine Falle, um ihm dort ein ├╝beraus fragw├╝rdiges Serum (Dopamin) zu verabreichen, dessen Wirkung erst mit einem Kuss, seine volle Effektivit├Ąt entfaltet.┬á

Plan: Eva spritzt heimlich Centum das Dopamin, Lilith k├╝sst den Teufelsbraten, besagter Braten verliebt sich und die Erde - und dessen Bewohner - d├╝rfen noch etwas weiter existieren. Happy End.
Spoiler: L├Ąuft leider nicht alles wie geplant.

-
Aktionsbeitrag [Vel]: 

Die afroamerikanische Sch├Ânheit hatte alles versucht, bei seiner Ber├╝hrung nicht anzuspannen. Doch es war schier unm├Âglich. Sie f├╝hlte einen tiefsitzenden Hass. Seine provokanten H├Ąnde lie├čen nicht ab, auch nicht, als sie diese in z├╝chtigere Gegenden lotste. Allein aus diesem Grund drehte sie sich ver├Ąchtlich schnaubend um, dann l├Ąchelte sie ihn gespielt an und erkannte etwas bodenlos B├Âses in seinen dunklen Iriden aufblitzen.
"Centum", warnte sie ihn leise an seinen Lippen und beugte ihr Oberk├Ârper in m├Âglicher Distanz zu ihm.

Ehe sie sich versah, fixierte er sie im fachm├Ąnnischen Polizeigriff. Ohne Probleme hatte er sie umgedreht und unter Kontrolle. Schmerzhaft schnaubte sie auf, doch versuchte sie kein einziges Ger├Ąusch von sich zu geben. Das pure Chaos brach aus. Dieser Tumult k├╝ndigte sich in Form von platzenden Flaschen an und dann die panischen Schreie auf Grund des gef├Ąhrlichen Feuerkreises. Menschen schrieen und gerieten in Panik. Das ausgebrochene Feuer lie├č Eva nerv├Âs werden. Sie hatte keinerlei Fluchtm├Âglichkeiten,- das gefiel ihr kein Bisschen.

Der dritte Tag. Dunkelheit und Enge. Trostlosigkeit. Die abgemagerte Frau legte ihre zitternden H├Ąnde an eine h├Âlzerne Wand vor sich. Lediglich der kleine Lichtblick, der sich ergab, wenn die Kiste am oberen Rand ge├Âffnet wurde, gew├Ąhrten ihr eine kurze Einsicht. Sie sah ihre dreckigen, verschwitzten H├Ąnde.
"Bitte lass mich raus", flehte sie mit br├╝chiger, trockener Stimme. Sie weinte nicht mehr.
"Eben hattest du einen wundersch├Ânen Glanz in deinen Augen, Mona."
Ihr Leib zitterte und war dehydriert. (note: Ausschnitt aus ihrer traumatischen Vergangenheit)

"Lass mich los", presste sie durch zusammengebissenen Z├Ąhnen hervor.
"Hat dir keiner gesagt, dass man nicht mit dem Teufel spielt?"
Dann hob sie ihren Blick und sah in die Ferne. Pl├Âtzlich fluchte er - er fluchte? Warum? Als sich sein Griff sogar lockerte, entriss sich Eva aus diesem und drehte sich sofort zur personifizierten Boshaftigkeit.
Da stand er, w├╝tend und mit einem Pfeil in seiner gro├čen Hand. Die afrikanische Sch├Ânheit realisierte langsam. Sie folgte dem zornigen Blick ihres Gegen├╝bers und sah in die blauen Augen Cupids. Dann sah sie wieder in die dunklen, funkelnden Augen ihres gr├Â├čten Feindes.

Monika gab ihr die n├Âtige Information, dass Lilith nirgends auffindbar war. Nun h├Ârte Eva nichts mehr. Es herrschte in ihrer Illusion absolute Stille - nur der falsche Priester vor ihr stand da. Es kam ihr vor, als w├╝rde sie von einer st├Ąrkeren Macht geleitet werden, als sie sich ihm langsam n├Ąherte. In ihrem Ausdruck erkannte man weder Angst, Zorn, Liebe oder irgendein anderes Gef├╝hl. Es war ein Ausdruck der absoluten Gleichg├╝ltigkeit.
Sie umfasste mit beiden H├Ąnden seine bebende Faust und entnahm ihn den Pfeil.
Noch einmal blickte sie an seiner Schulter vorbei zu Cupid und nun spiegelte sich eine Traurigkeit in ihren bernsteinfarbenen Iriden wieder.
Den Pfeil lie├č sie zu Boden fallen und sie nutzte die kurze Verwunderung Centums, um sich mit ihm zu Boden fallen zu lassen.
Tr├Ąnen rollten ihre Wange herab, denn sie hatte gro├če Angst, welche Konsequenzen es f├╝r sie tragen w├╝rde. Doch diese Angst ├╝berwand sie, welche sich rittlings auf seinen Scho├č setzte und ihre Hand um seinen Hals griff.
Dasselbe Bild wie in ihrem Albtraum entstand. Es wurde vor - oder besser gesagt - unter ihr wahr.

Dann erst beugte sie sich zu diesem Mann, den sie zutiefst verachtete, herab und k├╝sste ihn widerwillig. Damit opferte sie ihre eventuelle Freiheit und Sorglosigkeit, doch die Rettung der Welt hing buchst├Ąblich davon ab.

-
Reaktionsbeitrag [Acezerantis]:

Es waren diese einen seltenen Momente, wo der Mann, der zwar die wahre Liebe oft mit angesehen, doch dessen Bedeutung und Kraft nie am eigenen Leib erlebt hatte, die den alten Engel zweifeln lie├č, dass er selber f├╝r die wahre Liebe geschaffen war. Die Liebe kam in vielerlei Formen und Intensit├Ąten; oft als fl├╝chtige Verliebtheit, manchmal als starke Anziehung und selten als wahre Aufopferung. Als Cupid, die, von der falschen Liebe, zerbrochene Frau in seinen Armen hielt, wusste der Ur├Ąlteste mit der Klarheit eines sonnigen, warmen Sommertages, mit welcher Art der Form und Intensit├Ąt er konfrontiert war. Ehrf├╝rchtig strich er der jungen Frau, mit seinen Fingern, ├╝ber das atemberaubende Gesicht, dessen Sch├Ânheit - selbst durch den Dreck - nicht getr├╝bt war. Dieses zerbrechliche Wesen war der Grund, warum er so lange hier auf dieser Erde verweilt hatte, diese Erkenntnis traf den Engel h├Ąrter, als alle seine zielsicheren Pfeile es jemals konnten.

Sie alleine war jedes Opfer wert gewesen, das er bereit war, zu geben.

Als Monika panisch Eva darum bat irgendetwas zu tun, hatte sie definitiv - und bei allen verfickten Zuckerherzen dieser Welt - nicht das gemeint. Wie zur Salzs├Ąule erstarrt, beobachtete die blonde Vermittlerin, durch ihr teures High-Tech Fernglas, wie die agile Agentin sich erst aus dem fachm├Ąnnischen Polizeigriff befreite, um schlie├člich die abgelenkte, teuflische Zielperson ├á la Krav Maga-Technik (beeindruckend) zu Boden zu bringen. Sie w├╝rde doch nicht ernsthaft - "Eva! Nein, nein, nein! Abbruch!", versuchte Monika das ├╝berst├╝rzte Handeln von Eva noch zu unterbinden, doch bevor sich irgendeiner der Anwesenden Zeugen versah, hatte die Agentin es tats├Ąchlich ernsthaft getan. Eva k├╝sste Centum.

Etwas schien zu brechen; und als Cupid nach der Ursache, des pl├Âtzlichen, un├╝berh├Ârbaren Ger├Ąuschs, suchte, erkannte der wahrhaftige Liebesgott, dass er den eigentlich ├Ąu├čerst druckstabilen Holzbogen in seiner Hand, entzwei gebrochen hatte.
Oh, dachte der blonde Mann lediglich und mit einer schlichten Handbewegung, schleuderte er die restlichen Teile beiseite. Seine eisernen, blauen Augen, hefteten sich auf dieses skurrile Bild, dass stechend und un├╝bersehbar provokant, vor seinen Blick sich erbot. Der Plan war aufgegangen - zwar anders, als urspr├╝nglich vorgesehen, doch das Resultat w├╝rde das gleiche sein.
Und obwohl alles nach seinem Plan zu laufen schien, bemerkte Cupid, wie sich seine H├Ąnde zu angespannten F├Ąusten bildeten, dessen Kraft sogar einen, aus hartem Buchenholz bestehenden, Langbogen m├╝helos auseinander brach.

F├╝r einen Bruchteil einer Sekunde, war die Rettung dieser hoffnungslosen Welt und dessen Bewohner, dem blonden, eigentlich rational denkenden Mann, egal.

Centum, hatte das starke Bed├╝rfnis nach frittiertem, saftigen H├╝hnchen, als seine diabolisch funkelten Augen, die des gefl├╝gelten Robin Hood's traf. Doch bevor er zur Tat ├╝bergehen oder sich ein passendes Rezept aus dem Internet raussuchen konnte, wurde seine Balance, durch beeindruckend gelenkige Beine, beeintr├Ąchtigt. ├ťberrascht landete der falsche Priester unsanft auf seinen R├╝cken und bevor er sich erneut fassen konnte, setzte sich seine Angreiferin ungeniert rittlings auf seinen Scho├č. Diese Tatsache alleine, verbl├╝ffte Centum nicht ann├Ąhert so sehr, wie die n├Ąchste unfassbare Untat, die das unartige K├Ątzchen an ihm aus├╝bte.
├ťberaus weiche, volle Lippen, pressten sich auf seinen und der intensive Duft nach Kokosnuss umh├╝llte seine Sinne. Etwas schwer definierbares, breitete sich in des Teufels K├Ârper aus; und was er anfangs als wohlige, ihm bekannte, Lust, interpretierte, schlug buchst├Ąblich in Sekunden in etwas um, dass er noch nie in seinem gef├╝hlslosen Leben, gef├╝hlt hatte. Sein Herz raste. Und das mit der Geschwindigkeit eines verdammten Hochgeschwindigkeitszuges. Centum packte die Frau auf ihm, an ihrem grazilen Hals, bevor er seine ung├╝nstige Position unter ihr, ├Ąnderte. Unsanft unterwarf er die - in Lack und Leder gekleidete - Frau und seine nun zornigen Augen begegneten ihren...ja wirklich, ├Ąu├čerst bezauberten, braunen Augen.
Ein unwillkommenes aber warmes Gef├╝hl, breitete sich in seiner Bauchgegend aus, w├Ąhrend er die Frau, wie ein verdammter Vollidiot, anstarrte. Ihre Ausstrahlung erinnerte die Ausgeburt der H├Âlle, an einen warmen Sonnenuntergang und - er verpasste sich selber eine saftige Backpfeife. Wie von einer Giftschlange gebissen, l├Âste er seinen Griff um ihren zarten Schwanenhals, dessen Farbe ihn an s├╝├če, hei├če Schokolade - und er schlug sich erneut ins Gesicht.
Schnell richtete sich Centum wieder auf seine Beine und fuhr sich mit beiden H├Ąnden durch sein Haar. Verwirrt ├╝ber seine Unf├Ąhigkeit, seine eigenen Gedanken und Willen unter Kontrolle zu bekommen, fuhr sein erboster Blick zu der Agentin, die offensichtlich Schuld an seinem erb├Ąrmlichen Zustand trug. Was hat dieses Mistst├╝ck mit ihm angestellt?
"Du.", grollte Centum fuchsteufelswild und sein anklagender Zeigefinger richtete sich auf Catwoman h├Âchstpers├Ânlich.
"Warum habe ich jetzt das urpl├Âtzliche schei├č Bed├╝rfnis mit dir eine verfickte, hei├če Schokolade zu trinken?"

"Das nennt man Liebe.", erwiderte der blonde, gro├čgewachsene Mann hinter Eva, der ihr eine gro├če Hand auf die Schulter legte. Ein L├Ącheln, das nicht die kalten, blauen Augen vom Cupid erreichten, breitete sich auf seinem Gesicht aus.

"Herzlichen Gl├╝ckwunsch, Einhundertsiebenundachtzig, du bist nun erfolgreich vermittelt."

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.05.2021 00:07.

Intoxicantly

22, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Neuling

Beitr├Ąge: 1986

Re: ­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

von Intoxicantly am 05.05.2021 20:59

Wer ist Dein Schreibpartner: daughter┬áÔÖą
Wann ist das Play entstanden?: 28.05.2018
Genre: Drama, Crime, Romance
Was ist davor passiert:
Die Charaktere befinden sich im Gerichtsaal f├╝r einen ungekl├Ąrten Autounfall von vor sechs Jahren f├╝r den Tate Evans ihr Vater ÔÇô John Evans ÔÇô als Angeklagter mit den Anklagepunkten Vertuschung eines Unfalls und Bestechung eines Beamten steht.
Lange Zeit dachte Tate, dass sie f├╝r diesen Unfall verantwortlich war, da sie an diesem Tag unter Einfl├╝ssen stand und keine klare Erinnerung mehr hatte. Ihr Vater war an diesem Tag in der Vergangenheit mit ihr im Auto, der ihr diese L├╝ge als Wahrheit eintrichterte.
Aufgrund eines aktuellen Mordfalls, welcher unter Detective Carters Leitung steht/stand, hat dieser den Unfall aus der Vergangenheit genauer recherchiert, nachdem Tate sich ihm offenbart hat. Mit Herausfinden der Wahrheit verhaftete er ihren Vater. Gerade sitzt Tate im Zeugenstand, Detective Carter als Besucher in der hintersten Sitzreihe. Zwischen den beiden Charakteren ist keine romantische Handlung passiert, jedoch bestehen unausgesprochene Worte, die sich im gesamten Prozess ÔÇô des eigentlichen Falls ergeben haben.

Aktionsbeitrag: Detective Nathanial Alexander Carter by daughter
Es war reine Folter in diesem Raum zu sein und gleichzeitig konnte ich mir nicht vorstellen, sie alleine zu lassen - selbst wenn ihr meine Anwesenheit egal sein w├╝rde. Selbst, wenn sie mich gar nicht wahrnehmen w├╝rde. Ich wand meinen Blick von ihr ab - denn wenn ich sie sehen w├╝rde - w├Ąhrend ihr unter Druck der Schmerz und die Traurigkeit im Gesicht anzusehen war, dann.. Dann w├╝rden meine Emotionen ├╝ber dem Verstand stehen - und ein zweites Mal konnte ich mir das nicht erlauben. Es war nicht meine Verantwortung. Und w├Ąhrend ich feige meinen Blick von ihr abwand, konnte ich h├Âren, wie sie zerbrach - mit jeder weiteren Frage, die der Anwalt auf sie loslie├č. Ich hatte sie hierher gebracht - gezwungen fast schon, dass sie ihre Aussage machen w├╝rde. Es war meine Schuld, dass sie nun da vorne sitzen musste - entbl├Â├čt vor allen und ich konnte ihr nicht helfen. Ich sollte nicht. Und f├╝r was das Ganze? An dem schmierigen L├Ącheln, dass John Evans trug konnte ich schon erahnen, wie dieser Prozess ausgehen w├╝rde - was war wohl das gro├če Finale? Was war es wohl, dass ihn so selbstsicher machte - sicher nicht die Liebe zu seiner Tochter. "Nun Ms. Evans - also sagen sie uns gerade, dass sie als Minderj├Ąhrige unter dem Einfluss von Alkohol standen - zudem auch noch so viel, dass sie sich gar nicht mehr erinnern konnten, ob sie am Steuer sa├čen oder ihr Vater." "Ms. Evans, sie sind seit mehr als zwei Jahren clean - korrekt?" "Also stimmen sie zu, dass sie seit etwa zwei Jahren bis zum heutigen Tag nicht unter dem Einfluss jeglicher Drogen standen?" "Nun Ms. Evans - wenn sie sich doch so sicher damit sein konnten. Erkl├Ąren sie uns doch, wie sie schlie├člich betrunken in der Wohnung von Detective Carter gelandet sind. Vielleicht hat ja Detective Carter sie abgef├╝llt, hm? Oder sie wollten ihn abf├╝llen? Nat├╝rlich! Denn so war es einfacher ihm ihre Story zu vermitteln - sodass er f├╝r sie l├╝gen w├╝rde." "Oder wollen sie mir etwa erz├Ąhlen, dass sie sich zuvor nicht im privaten - au├čerhalb der Ermittlungen - mit Detective Carter getroffen haben? Bestimmt nennen sie einander schon beim Vornamen, oder nicht?" Es f├╝hlte sich an, als w├╝rde sich mein Magen umdrehen - immer und immer wieder. Obwohl ich meinen Blick nicht nach vorne richtete, konnte ich f├╝hlen, dass sie sich jeder der Anwesenden nach mir umgesehen hatte. Und wenn ich k├Ânnte, w├╝rde ich verschwinden. Hier und jetzt. Denn wenn die ├Âffentliche Blo├čstellung am Zeugenstand noch nicht genug war, dann war jetzt wohl der richtige Zeitpunkt, um alles rauszulassen. Jetzt, wo Tate Evans alles mitanh├Âren w├╝rde. Meine Wangen liefen leicht rot an - genug, um mir die Scham anzusehen. Ein Detective - ein Beamter des Staates New York, welcher von einem Anwalt vor Gericht blo├čgestellt wird - Jones hatte Recht gehabt. Ich war kein guter Detective - denn sonst h├Ątte ich es niemals so weit kommen lassen. Und obwohl Tate Evans all das nicht verdient hatte, sch├Ąmte ich mich zu sehr - um nicht das letzte St├╝ckchen Integrit├Ąt zu verlieren also schwieg ich - da sowieso niemand auf mich achtete.

Reaktionsbeitrag: Tate Evans by Intoxicantly
Die Fragen von Mister Lewis nahmen nicht ab. Im Gegenteil mit jeder Sekunde stellte er eine weitere Frage, mit welcher er mich vor allen Anwesenden blo├čstellte. Gleichzeitig baute sich immer gr├Â├čer werdende Verzweiflung in mir an, gegen die ich nicht antreten konnte. Ob ich seit zwei Jahren clean war. Arschloch. Sicher wusste er, dass das Gegenteil der Fall war. Was sollte ich sagen? Sollte ich l├╝gen? Konnte ich l├╝gen? Ich brachte kein Wort heraus, stattdessen sah ich meinen Vater an. Die ganze Zeit hatte ich versucht zu vermeiden ihn anzusehen, aber ich konnte nicht mehr. Meine Wut war zu gro├č, um sie in Worte zu packen In meinen Augen war die pure Abneigung ihm gegen├╝ber zu sehen. Wieso machte er all das? Wieso lie├č er zu, dass sein Anwalt sein Kind so vorf├╝hrte? Stopp- Ich war nicht sein Kind, das war der Grund. Ich sp├╝rte einen dicken Knoten in meinem Hals, was mir das Reden erschwerte. Langsam versuchte ich mich zu beruhigen, versuchte die Menschen im Zeugenstand nicht anzusehen. Jeder einzelne Blick haftete auf mir. ÔÇ×Was spielt das f├╝r eine Rolle?", erwiderte ich langsam, wollte die Frage dabei umgehen. Pl├Âtzlich sprach Mister Lewis von Detective Carter. Wie ich in seiner Wohnung war. Woher wusste er von diesem Abend? Wieso tat John Evans das alles? Ob mein Make-Up meine R├Âte im Gesicht verdeckte? Verdammt, ich wurde an den Pranger gestellt und jeder hier war in der Lage mich zu analysieren. Durch mich hindurch zu sehen, zu erkennen, dass ich nicht mehr clean war und vermutlich Gef├╝hle f├╝r einen Detective hegte. Selbstverst├Ąndlich wollte Mister Lewis die Spitze erreichen und alles verdrehen. ÔÇ×Ihre Fantasie ist bl├╝hend. Meine Mutter ist an diesem Tag beerdigt wordenÔÇô " Zugleich hatte ich erfahren, dass mein Vater nicht mein Vater war, ich hatte sterben und die engen Menschen um mich herum meiden wollen. ÔÇ×Miss Evans, es geht gerade nicht um ihre Mutter. Es geht um Sie. Wie sie vor sechs Jahren als Minderj├Ąhrige betrunken gefahren sind. Wie Sie eine Beziehung zu einem Beamten angefangen haben, um die Ermittlungen zu manipulieren, zu-" ÔÇô ÔÇ×Mister Lewis! Es reicht!" Mister Williams Stimme klang durch den ganzen Saal. Was. WAS?! Was hatte ich gerade geh├Ârt? Mein Herz raste schon lange nicht mehr im normalen Rhythmus, aber gerade hatte ich den Eindruck dieses Rasen bis zum Hals zu sp├╝ren. Nicht einmal den Blick nach hinten zu Detective Carter wagte ich. Ich war besch├Ąmt ├╝ber all die gefallenen Worte. Dieser Bastard-Anwalt hatte es geschafft mich als das darzustellen, was ich nicht war. Was war, wenn Detective Carter diesen Worten Glauben schenkte und dachte, ich h├Ątte alles eingef├Ądelt? Mein K├Ârper zitterte, und das Gef├╝hl von Verlorenheit machte sich wieder in mir breit. Wieso sa├č ich immer noch hier? Mister Lewis seine Befragung endete, dennoch konnte ich nicht erleichtert ausatmen. Das w├╝rde ich erst, wenn ich diesen Tag verga├č. Die schlechten Erinnerungen nahmen immer mehr zu, w├Ąhrend die guten Erinnerungen abnahmen. Der Staatsanwalt erhob sich, er hatte auch noch einige Fragen an mich. Obwohl er versuchte die Situation zu retten, war es verschwendete Zeit. Und f├╝r mich f├╝hlte es sich im Zeugenstand wie die H├Âlle h├Âchstpers├Ânlich an. Meine Nerven und mein Stolz lagen auf dem Boden, beides zertrampelt. Es dauerte zu lange bis ich endlich aus diesem verdammten Zeugenstand entlassen und auf meinem Platz wieder platz neben durfte. Dabei wollte ich nicht Mal mehr hier sein, von all diesen Leuten angestarrt werden. In dem Moment, wo ich mich neben Trey setzte, traf mich die n├Ąchste Realit├Ąt ÔÇô der Gerichtsprozess meiner Mutter, es w├╝rde so viel Blut vergossen werden. Das hier war ein Vorgeschmack. Ich wollte zu Detective Carter schauen, weil es im n├Ąchsten Gerichtsprozess h├Ąsslicher werden w├╝rde. Tat es jedoch nicht, weil mein Zorn und mein Schamgef├╝hl nicht auf mein Herz h├Ârten. Ich sp├╝rte, wie mein ├Ąlterer Bruder seine Hand auf meinen R├╝cken legte. ÔÇ×H├Âr auf.", fl├╝sterte ich zu harsch, denn Trost und Zuneigung sorgten im Moment f├╝r das Gegenteil. Ich w├╝rde immer schwacher werden und die Beherrschung verlieren. Obwohl verzweifelt sein genauso schlimm war, wollte ich lieber w├╝tend sein. Wie oft wurde ich in den Medien schon blo├čgestellt und wie oft hatte es mich nicht gek├╝mmert? Jetzt wusste ich warum, alles wurde f├╝r diesen Tag aufgehoben.

"You are so brave and quiet
I forget you are suffering."

- Ernest Hemingway


Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.05.2021 21:20.

Hope.

22, Weiblich

  13. Award Winning Author

Koordinator der Eventmanager

Ambitionierter Teilnehmer

Beitr├Ąge: 1497

Re: ­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

von Hope. am 06.05.2021 00:31

Wer ist Dein Schreibpartner: @Herbstwind ÔÖą
Wann ist das Play entstanden? 30.09.2016
Trigger Warnung: FSK 18: Gewalt, Misshandlung, Drogen

Genre: Drama, Romanze
Was ist davor passiert: Kennengelernt haben sich Daniel und Evelyn (Ivy) auf einem etwas anderem Weg: Ivy wurde von ihrem damaligen Freund zur Prostitution gezwungen, dabei wurde sie ├Âfters von ihm unter Drogen gesetzt. Eines Tages kippte sie auf der Stra├če um, Daniel, ein Polizist in New York, fing sie auf und brachte sie erstmal zu sich. Ivy trennte sich mit seiner Hilfe und nach einigen Strapazen von ihrem kriminellen Freund und gewann den Prozess gegen ihn, etwas sp├Ąter kamen Dan und Ivy zusammen. Ihr Exfreund, der nun hinter Gittern sitzt, will sich r├Ąchen und plant eine Entf├╝hrungsaktion, die ein Freund von ihm ausf├╝hrt. Ivy wird entf├╝hrt, Dan setzt alles daran sie zu finden. In den folgenden Beitr├Ągen hat er es geschafft sie zu finden und will sie aus dem kleinen Raum befreien, nicht wissend, dass der Entf├╝hrer doch so nah ist. Zum Gl├╝ck ist ein Kollege und zugleich Dans bester Freund zur perfekten Zeit eingetroffen.

 

Aktionsbeitrag: (Hope.)
Daniel Miller

 
Drei Tage waren bereits vergangen und um ehrlich zu sein hatte ich immer noch keine Ahnung wo Ivy war und das obwohl alle nach ihr suchten. Das war eben der Vorteil, wenn man selbst bei der Polizei arbeitete, der Fall bekam mitunter h├Âchste Priorit├Ąt und meine Kollegen arbeiteten teilweise noch in ihrer Freizeit und versuchten rauszubekommen wo sie war, wof├╝r ich mich sp├Ąter wirklich bedanken musste, aber dar├╝ber w├╝rde ich mir wann anders Gedanken machen, denn im Moment hatte ich nicht den Kopf daf├╝r. Ich dachte ununterbrochen an Ivy und ├╝berlegte wo sie sein k├Ânnte, aber ich hatte keine einzige Spur. Ich wusste nicht einmal, ob sie noch in New York war oder ganz wo anders und das machte mich fertig, vor allem, weil ich auch nicht wusste wie es ihr ging. Lebte sie ├╝berhaupt noch? An sowas wollte ich eigentlich gar nicht denken, aber diese Gedanken kamen einem leider, wenn man sich so verr├╝ckt machte. Verdammt, sie konnte mich doch nicht einfach so alleine lassen, was sollte ich ohne sie machen? Gerade war ich noch auf dem Revier, machte aber Pause und stand mit einer Zigarette drau├čen. Daf├╝r hasste ich mich auch, ich hatte angefangen zu rauchen, diesmal nur leider nicht spontan oder ab und zu. Mittlerweile hatte ich das Gef├╝hl ich w├╝rde durchdrehen, wenn ich nicht gleich rauchen w├╝rde. Dabei hoffte ich zwar noch, dass das nur in dieser Situation war, aber mal ehrlich: Es war immer total schwer aufzuh├Âren, vor allem, weil ich ja schon vorher immer mal wieder geraucht hatte. Ich dachte tats├Ąchlich mal an nichts, als auf einmal ein Kollege zu mir kam. ÔÇ×Es kann sein, dass wir sie gefunden haben. Wir warten noch auf Kollegen, die sind noch unterwegs und wir brauchen sie. Dann fahren wir aber direkt los", sagte er und sofort weiteten sich meine Augen und ich fragte ihn aus. Ich bekam alle Infos und ging dann nochmal schnell an meinen Platz, holte meine Waffe und auch meine kugelsichere Weste. Mein Kollege versuchte mich aufzuhalten, aber als ob ich jetzt ganz ruhig abwarten w├╝rde, w├Ąhrend Ivy bei komischen Typen gefangen war. Es war nicht sicher, ob sie da war, aber ein Versuch war es wert. Sie befand sich noch in New York laut den Informationen die ich hatte und das war schon mal gut. Es dauerte gar nicht so lange bis ich da war und so stieg ich sofort aus dem Auto und betat das Lagerhaus. Hier war alles total leer, dennoch hatte ich meine Waffe gez├╝ckt und war wachsam, schlie├člich hatte ich keine Lust jemanden zu ├╝bersehen und dann verletzt zu werden, denn dann konnte ich vergessen, dass ich sie jemals fand. Als ich weiter ging, stand ich auf einmal vor einer gro├čen T├╝r mit einem Zahlenschloss, danach ging es aber nicht weiter. Mist! ÔÇ×Ivy?", rief ich, in der Hoffnung, dass sie hier irgendwo war, doch ich bekam keine Antwort. Ich wollte mich gerade zum Gehen wenden, als ich auf einmal ihre Stimme h├Ârte, die nach Hilfe rief. Sie klang so verzweifelt, das tat mir im Herzen weh. ÔÇ×Ivy, bleib ruhig. Ich bin hier", versuchte ich sie zu beruhigen. Die Kombination kannte ich nicht und ansonsten konnte ich die T├╝r nicht ├Âffnen. Ich ├╝berlegte, ob ich die T├╝r eventuell aufschie├čen konnte, doch da h├Ârte ich wieder Ivys Stimme, die mir die Kombination sagte. Schnell tippte ich die vier Zahlen ein und tats├Ąchlich ├Âffnete sich die T├╝r. Sofort fiel sie mir um den Hals und umarmte mich fest, weshalb auch ich sofort meine Arme um sie legte und sie an mich dr├╝ckte, wobei ich immer noch aufpasste, denn sie wirkte so geschw├Ącht und ich wollte ihr nicht weh tun. ÔÇ×Ich bin so froh, dass ich dich gefunden habe", murmelte ich und vergrub mein Gesicht in ihren Haaren. Zugegeben roch sie nicht mehr ganz so frisch, aber das war mir egal. Ich war so froh und gl├╝cklich, dass ich sie wieder hatte und am liebsten w├╝rde ich sie gar nicht mehr loslassen, aber schlie├člich mussten wir hier noch raus. ÔÇ×Nicht weinen. Alles wird gut. Ich verspreche es dir", murmelte ich und k├╝sste sie auf die Stirn. ÔÇ×Wir sind bald zuhause und dann lass ich dich nie wieder los", meinte ich noch, sah in ihre Augen, l├Âste mich dann aber von ihr um mir die kugelsichere Weste auszuziehen. Noch bevor sie fragen konnte was ich da tat, zog ich ihr diese an und sah sie dann eindringlich an. ÔÇ×Ich wei├č, dass du es hasst, wenn du auf jemanden h├Âren musst und normalerweise das Gegenteil machst. Ich flehe dich aber einmal an, dass du einfach das machst was ich dir sage, ja? Ich muss mich auf dich verlassen k├Ânnen. Meine Kollegen kommen erst sp├Ąter und der Typ muss hier noch sein, ich habe aber auch keine Ahnung, ob er alleine ist oder noch einen Partner hat. Deswegen h├Âr einmal auf mich ohne nachzufragen oder zu z├Âgern", sagte ich ihr und hoffte, dass sie sich einmal dazu durchringen konnte. Anschlie├čend deutete ich ihr mir zu folgen und passte auf, dass sie immer hinter mir blieb, denn von da konnte uns niemand angreifen und sie war sicher. Wir waren fast drau├čen, als auf einmal jemand um die Ecke kam und eine Waffe auf uns richtete, besser gesagt auf mich, denn Ivy war eh hinter mir und da sollte sie auch bleiben was ich ihr sagte. ÔÇ×Du kleine Schlampe wirst nicht abhauen. Ich mach das ganz bestimmt nicht f├╝r Alex, wenn es dann eh fehlschl├Ągt. Dein Freund hier wird wohl leider ohne dich gehen m├╝ssen. Vielleicht erlaubt Alex mir in der Situation aber auch dich zu erschie├čen. Er h├Ątte es ja auch fast getan. Manieren wirst du wohl nie haben, auch wenn du wirklich gut mit deinem Mund umgehen kannst", sagte er und richtete die Waffe auf Ivy, ehe ich bemerkte, dass er seinen Finger langsam auf den Abzug legte. Noch bevor ich etwas zu Ivy sagen konnte, zog ich sie, leider unsanft, weg als ich auch schon den Schuss h├Ârte und kurz darauf ziemlich heftige Schmerzen in meiner Bauchgegend sp├╝rte. ÔÇ×Ach, mach was ihr wollt. Unwahrscheinlich, dass er das ├╝berleben wird und wenn er tot ist, wirst du eh kein sch├Ânes Leben mehr haben", sagte er grinsend, richtete die Waffe trotzdem nochmal auf Ivy, weshalb ich nicht lange z├Âgerte, meine Waffe wieder nahm und auf ihn schoss. Gl├╝cklicherweise traf ich nur sein Bein, denn auch wenn er ein widerliches Arschloch war, wollte ich kein Menschenleben auf dem Gewissen haben. Der Schuss reichte trotzdem, dass er fluchend versuchte abzuhauen. Solange war ich noch an der Wand angelehnt, sp├╝rte aber, dass der Schmerz immer schlimmer wurde. Mein Kreislauf sackte zusammen, ich hatte ├╝berall kalten Schwei├č und es dauerte nicht mehr lange bis meine Knie nachgaben und ich auf den Boden sackte. Schwach sah ich Ivy an und dr├╝ckte ihr die Waffe in die Hand, schlie├člich wusste ich ja nicht, ob der nochmal zur├╝ckkommen w├╝rde und wenn doch, sollte sie sich wenigstens verteidigen k├Ânnen. ÔÇ×Meine Kollegen kommen bald...Es tut mir leid", sagte ich, wobei es eher ein fl├╝stern war. Ich versuchte auf die Wunde zu dr├╝cken, damit ich nicht noch mehr Blut verlor, aber dass ich immer schw├Ącher wurde, war daf├╝r nicht f├Ârderlich und schon kurz wurden auch meine Arme schlaff und ich bemerkte wie alles um mich rum schwarz wurde.

Reaktionsbeitrag: (Herbstwind)
Evelyn Meyer

Es war so sch├Ân wieder in Daniels Armen sein zu k├Ânnen. Seine Worte beruhigten mich, also nickte ich tapfer. Wir mussten hier schlie├člich zuerst raus, und das am besten so schnell es ging. Als Dan jedoch pl├Âtzlich seine kugelsichere Weste auszog, sah ich ihn mit offenem Mund an. Er reichte sie mir die Weste und ich verschr├Ąnkte direkt die Arme und wollte protestieren, doch Dan bat mich direkt auf so eine liebe Weise darum, auf ihn zu h├Âren. "Dan, bitte, das ist gef├Ąhrlich.", widersprach ich eher kleinlaut, doch er gab nicht auf. Ich hatte keine Energie mehr zu widersprechen, also lie├č ich mir von Daniel in die Weste helfen und nahm gleich daraufhin seine freie Hand.
Wir liefen los, anscheinend kannte er den Weg hier raus. Ich blieb hinter Daniel, so wie er es wollte, auch wenn mir dabei nicht wirklich wohl war. Als um eine Ecke bogen, stand da aber pl├Âtzlich genau der Typ, der mich auch hierhergebracht hatte. Er hatte seine Waffe dabei und richtete sie auf uns beide. Ich schluckte und lie├č Daniels Hand los. Nein, er durfte uns nichts tun! Wieso erschoss Dan ihn denn nicht einfach? Ich konnte schon Tageslicht erahnen, wir waren also beinahe hier raus, warum musste dieser schmierige Kerl genau jetzt hier sein?! Seine Worte jagten mir einen eiskalten Schauer ├╝ber den ganzen K├Ârper. Ohne l├Ąnger zu z├Âgern, l├Âste ich mich aus meiner Starre und stellte mich vor Daniel, schlie├člich hatte er keine kugelsichere Weste mehr an, sondern sie mir gegeben. Als ich sah wie Typ bereit dazu war abzudr├╝cken, schloss ich einfach meine Augen und rechnete schon mit einem Schuss, doch ehe ich mich versah, wurde ich pl├Âtzlich herumgerissen, sodass ich mich wieder halb hinter Daniel befand. Ich hatte M├╝he nicht umzufallen durch die hastige Bewegung, doch grade, als ich sicher stand, h├Ârte ich einen Schuss. Geschockt sah ich zu Daniel, der sich an der Wand abst├╝tzte. Keine Ahnung was dann passierte, doch Dan schoss auf den Typen, von dem jedoch nur Schmerzensschreie zu h├Âren waren. Daniel sank zu Boden und sofort ├╝berlief mich Panik, als ich das viele Blut sah. "Dan!", kreischte ich panisch und kniete mich neben ihm hin. Dieses Arschloch hatte ihn angeschossen! "Oh Gott, Dan, bitte halt durch, das wird wieder.", sagte ich panisch und strich sanft ├╝ber sein Haar, ehe ich seine Hand nehmen wollte, doch er dr├╝ckte mir nur die Waffe in die Hand. Dabei war mir so gar nicht wohl, weswegen ich sie gleich wieder ablegte und stattdessen seine Hand griff und mich zu ihm beugte. Seine Worte trieben mir die Tr├Ąnen in die Augen. "W-Was tut dir leid? Daniel? Schatz?", fragte ich und als ich sah, wie seine Augen sich langsam schlossen, r├╝ttelte ich verzweifelt an seiner Schulter. "Nicht einschlafen, Dan! Bitte, bleib bei mir!" Ich schluchzte unkontrolliert auf und versuchte weiter ihn bei Bewusstsein zu halten. Leider ohne Erfolg, seine Augen fielen immer wieder zu. "Ich liebe dich, Dan!", schluchzte ich und strich noch einmal ├╝ber seine Haare.
Als ich dann ein schmerzerf├╝lltes St├Âhnen h├Ârte, drehte ich meinen Kopf direkt wieder zu dem Typen und sah, dass er die Waffe auf mich richtete. Panisch suchte ich am Boden nach Dans Waffe, war jedoch nicht so schnell. "Nein, bitte...", flehte ich mit zitternder Stimme, als auch schon ein Schuss ert├Ânte - und ich sah wie der Typ nun endg├╝ltig zu Boden ging. Mit gro├čen Augen sah ich zu Dean, der pl├Âtzlich um die Ecke kam. "Oh Schei├če! Ivy, komm her!", sagte er, doch ich k├╝mmerte mich nur wieder hysterisch weinend um Daniel. "Du musst ihm h-helfen.", schluchzte ich weiter. "Der Notarzt steht schon drau├čen, er wird gleich weggebracht, aber jetzt musst du hier sofort raus, ja? Bitte, Ivy.", sagte Dean, doch da ich mich nicht bewegte, hob er mich einfach hoch und trug mich raus. "Nein! DAN!!!", kreischte ich und versuchte mich loszurei├čen um zu ihm zu k├Ânnen, doch Deans griff war fester, als ich es erwartet hatte. Drau├čen warteten Sanit├Ąter, doch in meiner Panik schrie ich auch diese an und kratzte einen davon blutig, bis Dean endlich mit ihnen redete und sie nach drinnen liefen und mich in Ruhe lie├čen. Als ich mich beruhigt hatte, setzte Dean mich neben einem Polizeiwagen ab und sah mich an. "Bist du verletzt, brauchst du etwas?", fragte er eindringlich, doch ich sch├╝ttelte direkt den Kopf. "Sie m├╝ssen Daniel ins Krankenhaus bringen... Dan!", rief ich wieder als ich sah, wie er auf der Trage rausgebracht und zum Krankenwagen transportiert wurde. Dean ├Âffnete die Autot├╝r. "Ist ja gut, setz dich rein, ich frage zu welchem Krankenhaus sie ihn bringen und dann fahren wir mit Blaulicht hinterher, okay? Aber jetzt reinsetzen und keinen ├ärger machen, dann bist du schnell bei ihm.", versprach Dean mit ruhiger Stimme, also nickte ich und tat, was er von mir wollte. Ein paar Sekunden sp├Ąter sa├č er dann auch wie versprochen bei mir und raste mit Blaulicht und Sirenen dem Krankenwagen nach in Richtung des n├Ąchsten Krankenhauses, w├Ąhrend ich auf dem Beifahrersitz sa├č und vor mich hin schluchzte.

"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."

-Albert Einstein-


Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.05.2021 00:35.

Alaska

23, Weiblich

  8. Pocketbook Writer

Neuling

Beitr├Ąge: 1533

Re: ­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

von Alaska am 06.05.2021 02:33

Wer ist Dein Schreibpartner: Speziell in dieser Szene die Charaktere der liebevollen Schreiber @Kea , @EvilHero , @MioSan & @CeeMoon . 
Wann ist das Play entstanden? Am 11.08.2020
Trigger Warnung: H├Ąusliche Gewalt, Alkoholmissbrauch
Genre: Action, Fantasy, Drama, Romance, Friendship
Was ist davor passiert:┬áDieser Beitrag entstammt dem Gruppenrollenspiel Avatar in der Neuzeit, an dem wir mit sehr viel Herzblut schreiben. Die Welt ist ein Mix aus der klassischen Avatar-Welt und der Gegenw├Ąrtigen, in der wir leben.┬á
Nach einer vergleichsweise langen Ruhepause brach mit einem Mal wieder Chaos in New York aus. Die Spannungen zwischen B├Ąndigern und Nicht-B├Ąndigern waren st├Ąrker als zuvor. Das Team Avatar wurde dringend ben├Âtigt, um einen Aufstand in einer Klinik zu deeskalieren, der drohte, au├čer Kontrolle zu geraten. Nach dem Einsatz, der alle Teammitglieder an seine Grenzen gebracht hat, wurden die Charaktere Luan, Chester, Marianna (Annie) und Lizzy von Cole, einem Freund des Teams, abgeholt. Gerade rechtzeitig, um sie von den Reportern, die die Klinik seit Beginn des Einsatzes belagerten, zu retten. Der Avatar, Abby, zog weiter, um an einer anderen Stelle auszuhelfen. In diesem Beitrag realisiert Annie nach einem Flashback, wie viel ihr das Team bedeutet und dass sie in ihnen eine Familie, wie sie sie nie hatte, gefunden hat.┬á


Aktionsbeitrag:

Marianna


Ihre Bitte, eine Wand hochzuziehen, schien an den Erdb├Ąndiger durchgekommen zu sein, was sie erleichtert aufseufzen lie├č als das Blitzlichtgewitter und die ganzen aufgeregten Reporter mit einem Mal von ihnen getrennt wurden. Bevor das Trio sich eine weitere Strategie ├╝berlegen konnte, wie sie es am Besten hier heraus schafften, tauchte pl├Âtzlich Cole vor ihnen auf. Eigentlich h├Ątte Marianna ihn gegr├╝├čt, keine Ahnung, ihn vor Freude dar├╝ber in den Arm genommen, dass er hier war und sie alle rausholte, aber in ihr herrschte nach wie vor nur diese entfernte Gef├╝hl von Taubheit, das sie einfach nicht greifen konnte. Ein Resultat der j├╝ngsten Ereignisse. Daher konnte sie ihm nur ein gespieltes, schiefes L├Ącheln schenken, bevor ihre Mundwinkel wieder nach unten sanken. Er brachte die drei zu seinem Auto und auch Chester stie├č wieder zu ihnen, nachdem Cole ihn zwischen Reportern und Polizisten wieder aufgesammelt hat. Hand in Hand mit den beiden stieg sie stumm ins Auto. Weil der Platz nicht reichte, nahm Marianna Lizzy auf den Scho├č und sie setzten sich in die hintere Mitte des Wagens. Rechts von ihr, noch immer ihre Hand haltend, sa├č Luan und Chester nahm den Platz links von ihr ein. ,, Bring uns hier raus .. '', murmelte sie zu Cole, doch es kam so still ├╝ber ihre Lippen, dass sie sich einen Moment gar nicht sicher war, ob er es ├╝berhaupt geh├Ârt hat.
W├Ąhrend er das Auto in Bewegung brachte, achtete die Feuerb├Ąndigerin gar nicht mehr auf die Reporter, die sich an den Wagen hefteten, in der Hoffnung, dass jemand von ihnen das Fenster herunterlie├č. Marianna legte ihren Kopf mit der Wange an Lizzys R├╝cken und schloss die Augen. Ihre beste Freundin roch nach Blut, diversen Chemikalien und anderen unsch├Ânen Dingen - doch zwischen diesem Mantel des Schreckens roch sie auch noch ein kleines bisschen nach sich selbst, was Annie zumindest ein wenig beruhigte. Sie wusste, Lizzy war jetzt hier und w├╝rde so schnell nicht mehr verschwinden. W├Ąhrend sie langsam zur Ruhe kam und merkte, wie kraftlos sich ihr K├Ârper nach der ganzen Aufregung anf├╝hlte, nahm sie alles um sich herum nur ganz entfernt wahr. Einzig und allein ein Lied, das gerade zuf├Ąllig auf leiser Laust├Ąrke aus dem Radio s├Ąuselte, drang ged├Ąmpft zu ihr hindurch. Shape Of My Heart von Sting. Bei diesem Lied breitete sich sofort ein Gef├╝hl von Nostalgie in ihr aus. Vor ihrem inneren Auge sah sie sich zur├╝ckversetzt in eine Zeit, in der sie noch in dieser sch├Ąbigen Wohnung in Phoenix, Arizona zusammen mit ihren biologischen Eltern lebte. Ihre Wohnung zu der Zeit geh├Ârte zu jenen Wohnblocks, in denen die ├Ąrmsten der Armen gerade so untergebracht wurden, auf unmenschlich wenig Platz und mit einer extrem hohen Kriminalit├Ątsrate. Sie erinnerte sich daran, dass ihre Mutter sie nie auf dem hauseigenen Spielplatz spielen lie├č, weil die Drogenjunkies dort herumlungerten und an jeder Ecke benutzte Spritzen, Kondome und leere Alkoholflaschen herumlagen. Niemand k├╝mmerte sich darum, wieso auch. Sie waren sowieso nur der Abschaum der Gesellschaft. Italienische Fl├╝chtlinge, die den gro├čen amerikanischen Traum leben wollten. Genauso viel wert wie der Dreck am Stra├čenrand.
Es war ein sonniger, hei├čer Tag, so wie die meisten Tage in Arizona. Annie trug ein rosa Kleid mit Puff├Ąrmeln, eines der Lieblingsteile ihrer Mutter f├╝r sie. Aber eigentlich trug sie viel lieber Hosen und Rosa war auch nicht ihre Lieblingsfarbe. Zusammen mit ihren Freundinnen kam sie gerade zur├╝ck von der Grundschule. Sie gingen jeden Morgen zusammen hin - und jeden Mittag zusammen wieder zur├╝ck, weil die Kinder in ihrer Gegend so sicherer waren, als wenn jeder von ihnen alleine ginge. Sobald sie ihren Wohnblock erreichte, verabschiedete sie sich von den anderen M├Ądchen mit dicken Umarmungen und K├╝sschen auf die Wangen. Annie erinnerte sich, wie es in dem Treppenhaus nach Alkohol, Urin und vorallem Zigaretten stank, w├Ąhrend das kleine M├Ądchen alle Etagen bis ganz nach oben hinaufstieg. Der Fahrstuhl war schon lange au├čer Betrieb - wer wusste, ob er ├╝berhaupt irgendwann einmal funktioniert hat. Je n├Ąher sie ihrer Wohnung kam, desto deutlicher und h├Ârbarer wurde die Musik, die aus ihrem Zuhause in die G├Ąnge schallte. Dies bedeutete, ihr Vater war zuhause und sa├č gerade auf dem Balkon, h├Ârte wahrscheinlich wieder seine Lieblingsmusik. Sie kannte jedes der Lieder, die ihr Vater auf und ab h├Ârte, doch Sting war seine gro├če Passion.
Er war der Lieblingss├Ąnger ihres Vaters. Vorallem Shape Of My Heart hat es ihm angetan.┬áGenauso auch an diesem hei├čen Mittag im sonnengeliebten Phoenix. Nachdem sie ihren Schulrucksack und die kleinen Schuhe im Flur gelassen hat, wusste sie noch, dass sie direkt auf den Balkon zuging .. dabei passierte sie das Wohnzimmer, wo ihre Mutter auf dem Sofa mit dem R├╝cken zu ihr gewandt lag. Das kleine M├Ądchen ging zu ihrer Mutter her├╝ber, um ihr einen Kuss zur Begr├╝├čung auf die Stirn zu dr├╝cken. Dabei starrte diese mit einem leeren Blick und einer aufgeplatzten Lippe geradewegs durch sie hindurch. Auf den Kuss reagierte sie nur mit dem Zucken ihrer Wimper. Annie nahm eine Serviette von dem Tisch neben dem Sofa und legte sie stumm ihrer Mutter in die Hand, f├╝r die aufgeplatzte Lippe. Es roch bestialisch in der Wohnung, nur die sperrangelweit ge├Âffnete Balkont├╝r schaffte etwas frische Luft in den Raum. Sie erinnerte sich daran, dass sie sich danach auf ihren Vater zubewegte, zum Balkon. Sobald sie um die Ecke blickte, sah sie ihn auf einem Gartenstuhl sitzen, seinen Kurzen auf dem kleinen Abstelltisch hinstellen und die kleine Annie kritisch be├Ąugen. Sofort gefror ihr trotz der Hitze das Blut in den Adern. Er blickte auf seine Armbanduhr und sagte nichts, w├Ąhrend er entschied, was er mit ihr anstellen sollte. Nur das Singen im Sting im Hintergrund und das seichte Rascheln der Baumkronen, die im Wind erzitterten war alles, was die Stille durchbrach. Er gab ein unzufriedenes Schnauben von sich, w├Ąhrend er sich wortlos von seinem G├╝rtel entledigte. ,, Du bist 3 Minuten zu sp├Ąt. '', brachte er lallend ├╝ber die Lippen und faltete in aller Ruhe den G├╝rtel zusammen, sodass er gut in seiner Hand lag, f├╝r das, was nun folgte.
Ihr Herz schlug schneller und drohte, aus ihrer Brust zu springen. Und doch blieb sie wie festgefroren an der Stelle stehen, wo sie auch eben noch stand. Denn sie wusste, dass sie davor nicht fliehen konnte. Sie konnte nur die Augen schlie├čen, und sich vorstellen, dass sie gerade an einem anderen Ort war und all das gerade nicht passierte.

I know that the spades are the swords of a soldier
I know that the clubs are weapons of war
I know that diamonds mean money for this art
But that's not the shape of my heart

Marianna ist gar nicht aufgefallen, dass ihr die Tr├Ąnen ungehemmt ├╝ber die Wangen liefen und Lizzys R├╝cken ben├Ąssten. Erst, als Luan sich panisch neben ihr regte und ihre Hand erneut zudr├╝ckte, tauchte sie aus ihrer Trance wieder auf. Sofort dr├╝ckte auch sie seine Hand, sodass er wusste, dass sie da war. Sie wollte ihm sagen, dass alles okay war und dass es Abby gut ging. Doch nichts war gerade okay und ob es Abby in diesem Moment gut ging, konnte sie nicht sagen. Sie wollte ihn nicht anl├╝gen. Also lie├č sie es einfach und strich wortlos mit dem Daumen ├╝ber seinen Handr├╝cken, w├Ąhrend sie seine Hand hielt. Chester sah auch gar nicht gut aus. Er setzte stockend zu einer Frage an und lie├č es gleich wieder sein. Auch wenn sie nicht geh├Ârt hatte, was er gerade aussprechen wollte, so konnte sie es sich denken. Annie wusste nicht, ob er es auch brauchte, doch sie legte ihre Hand einfach auf seine und dr├╝ckte leicht zu, um auch ihn wissen zu lassen, dass er nicht alleine war. Dieses Team war neben ihren Adoptiveltern alles, was sie hatte, was sie in ihr Herz gelassen hat und wenn es auseinanderfiel, dann w├╝rde auch sie wie eine Vase aus Porzellan in ihre Einzelteile zersplittern. Sie waren wie eine Familie. Eine Selbstgew├Ąhlte. Wenn sie litten, dann litt auch sie. Wie ein Schwamm nahm sie ihr Leid auf und versuchte einfach, es so hinzubekommen, dass es mit ihnen allen klappte. Dass sie funktionieren. Es sollte einfach funktionieren. Mehr wollte sie nicht.

┬╗┬áIn my defense, your honor, I simply do not vibe with the law.┬á┬ź┬á


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CheshireCat_86

71, Weiblich

  12. Famous Novelist

Amateur-Unterhalter

Beitr├Ąge: 12895

Re: ­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

von CheshireCat_86 am 06.05.2021 09:59

Wer ist Dein Schreibpartner: Shirty
Wann ist das Play entstanden?: 03.01.2021
Trigger Warnung (sofern ben├Âtigt): Gewalt, Verletzungen, Tod
Genre: 19th Century, Drama, Romantik,

Was ist davor passiert:
Aiden Edward und seine Schwester Alessia Grace sind f├╝r die diesj├Ąhrige Ball-Saison nach London gereist, damit die junge Dame in die Gesellschaft eingef├╝hrt werden kann. Denn das oberste Ziel des Herzoges ist, sie zu verheiraten und sich seiner Leidenschaft ÔÇô seinen Unternehmungen und Handelsrouten ÔÇô zu widmen. Um sich besser in der Gesellschaft zurechtzufinden entscheidet er, dass eine seiner Dienerinnen, welche ausgesprochen versierte Umgangsformen hegt, ihr alles n├Âtige beibringt, denn die junge Dame ist vieles, aber sicher keine Lady. Und doch wird sie bei der Einf├╝hrung in die Ballsaison von der K├Ânigin selbst als ÔÇ×ungeschliffener Diamant" betitelt. Eine gro├če Ehre, aber eine noch gr├Â├čere Ehre. Denn nun versuchen alle heiratsf├Ąhigen M├Ąnner, ein Treffen zu arrangieren, jeder will sich br├╝sten, den ÔÇ×ungeschliffenen Diamanten" zu erobern. Doch der einzige, von dem es sich die junge Lady w├╝nscht ÔÇô dem Earl of Richmond -, der hat keinerlei Interesse. Er ist verhaftet und verankert in der Vergangenheit und leidet t├Ąglich darunter seiner Schwester, die sich selbst gerichtet hatte, nicht geholfen zu haben. Auch andere Geister der Vergangenheit belasten den Earl und auch wenn er die Lady sehr sch├Ątzt, in ihr eine gute Freundin entdeckt, will er ihr nicht mehr geben. Und so kommt es, wie es kommen muss, der Herzog entscheidet, dass ein wirklich verm├Âgender Kandidat seine Schwester n├Ąher kennenlernen soll. Alessia ist alles andere als begeistert, k├Ânnte der Mann vom Alter her beinahe ihr Vater sein! Doch sie muss sich dem Willen ihres Bruders f├╝gen, denn weder vom Earl noch ihrer so liebgewonnen Freundin, ihrer Gesellschaftsdame, kann sie auf Unterst├╝tzung hoffen... und so befinden wir uns nun an dem Abend, der alles ver├Ąndern sollte...

 

Aktionsbeitrag von CheshireCat (mit den Charakteren Aidan & Alessia):

Alessia: #Spoiler#Am n├Ąchsten Morgen wurde sie durch Aidan geweckt, der die T├╝r aufknallte. Sie blinzelte und fand Cassim neben sie, die sie ganz festhielt. Wie sie es versprochen hatte. Und Alessia musste l├Ącheln. Allerdings hatte sie in Cassims Kleid Knitter eingemacht, weil sie sich so festgehalten hat. Aidan scheuchte sie auf, weil sie Baden sollte. Nachher w├╝rde die Schneiderin kommen wegen des h├╝bschen Kleides, dass er ihr rausgesucht hatte. Sie runzelte die Stirn, nickte aber ergeben und krabbelte st├Âhnend aus dem Bett. Nicht ohne vorher Cassims Hand sanft und dankbar zu dr├╝cken. Und dann vergingen die Stunden wie im Flug. Aidan meinte es wohl wirklich ernst. Die Schneiderin kam, passte ein wirklich h├╝bsches Kleid an. Es war der letzte Schrei, es war blau-gr├╝n, hatte eine A-Form und betonte ihre zierliche Taille, auf die Seide und die Spitze waren aufwendig Blumen gestickt. Diese Margriten und Rosen flocht eine geschickte Dienerin ihr auch ins Haar, dass halb offen, halb hochgesteckt war. Und w├Ąre der Anlass nicht so langweilig und be├Ąngstigend, dann h├Ątte sie das Kleid geliebt. Cassim war w├Ąhrend sie baden musste und angezogen bzw. frisiert wurde, immer wieder bei ihr geblieben. Sie hatte ihr den Sitz-Ring gebracht, damit sie beim Frisieren besser sitzen konnte und Alessia sah an ihrem Gesicht, als sie sich anzog, dass sie wohl wirklich blaue Flecke am Po haben musste. Sie schwiegen ├╝ber diese Tatsache allerdings beide. Als es klingelte zuckte sie sichtlich zusammen. Es war schon so sp├Ąt. Ihr Blick huschte zu Cassim, die ihr sanft die Hand auf die Schulter legte. Sie erkl├Ąrte ihr, dass es Cayden w├Ąre... und ihr Herz f├╝hlte sich einerseits beschwingt und auf der anderen Seite todtraurig an. Und so verging die Zeit und als es kurz vor der Zeit war, folgte sie in dem Kleid Cassim runter. Was Aidan sagte h├Ârte sie gar nicht, als Cayden hinter ihm aus dem Herrenzimmer kam, hing sich ihr Blick zaghaft an den hochgewachsenen Mann. Aber er hatte seine Maske auf und die w├╝rde sie ihm so gerne aus dem Gesicht wischen. Aidan meinte, sie solle schnell im Stehen etwas essen, am besten trockenes Brot, damit sie das Kleid nicht versauen w├╝rde. Als w├╝rde sie nicht essen k├Ânnen. Sie biss sich auf die Zunge, aber bevor irgendwer etwas h├Ątte sagen k├Ânnen klingelte es erneut und der Lord holte sie ab... sie sah zu Cassim. Den Ring hatte sie nicht dabei, aber deswegen hatte sie keine Angst...doch dann sa├č sie in der Kutsche und au├čer so lange Cassim und Cayden nachzusehen, bis sie um die Ecke verschwunden waren, konnte sie nichts tun. Mit Aidan hatte sie kein Wort mehr gewechselt seit gestern... Sie kamen an dem Zirkus an. Im Minutentackt hielten Kutschen der Adligen. Es w├Ąre sicher unheimlich spannend gewesen, w├Ąre nicht der Lord neben ihr so furchtbar uninteressant. Sie waren nun 30 Minuten in der Kutsche und sie f├╝hlte sich schon, als h├Ątte sie eine ganze Nacht durchgetanzt. Er hatte ihr minuti├Âs die Geburt seiner neuen Boodhounds erkl├Ąrt. Einmal fragte sie nach, ob er nicht eine andere Rasse letztes mal erw├Ąhnte, da meinte er nur. ÔÇ×Ich habe viele Hunderassen, eine perfekter als die andere ÔÇô aber das tut nichts zur Sache..." und dann kam er wieder zur├╝ck auf die Geburt... er war beinahe fanatisch, so detailliert erz├Ąhlte er ihr es, und bei Gott, es klang so, als w├╝rde sie das keinem Tier antun wollen...Als sie ankamen, stieg er aus und half ihr aus der Kutsche. Die Anstandsdame, die Aidan mitgeschickt hatte, stieg hinter ihnen aus. Die Themen schienen ihr egal, solange er sich ihr anst├Ąndig gegen├╝ber benahm. Der Zirkus ÔÇô unter anderem ein Lichtspielhaus ÔÇô war ein riesiges aus Holz gebautes u-f├Ârmiges Geb├Ąude, in das immer mehr Menschen durch eine Dreht├╝r dr├Ąngten. Von au├čen sah es beinahe unbedeutend und langweilig aus. Kaum zu glauben, dass, es seit wenigen Wochen der Hotspot in London war. Hier musste man sein, der Place to be. Im Inneren war es wie eine M├Ąrchenwelt. Dicke Teppiche, die Holzw├Ąnde hinter d├╝nnen Seidentapeten versteckt und viele flie├čende Stoffe, die das ganze Wirken lie├čen wie in einem Palast, der eine absurde Mischung aus 1000 und 1 Nacht und Versailles darstellte. Links war das Lichthaus ÔÇô wo man sich bewegende Bilder ansehen konnte. Rechts waren viele kleine Tische, an denen exquisite Produkte angeboten wurden. Er f├╝hrte sie herum, als w├Ąre er ein Gockel.... Sie h├Ątte wetten wollen, er wuchs in der Zeit, wo man sie zusammen sah. Sie w├╝rde im Gegenzug lieber kleiner werden. In der Eingangshalle ÔÇô sozusagen dem Boden es U's ÔÇô kaufte er ihr eine Rose und sie sahen in der einen Ecke einem Magier zu, der eine Frau schweben lie├č... in der anderen Ecke spielte ein Streichquartett heitere Melodien und er begr├╝├čte allerlei M├Ąnner, die sie nicht kannte. Er band sie auch nicht in die Gespr├Ąche hinein, sondern stellte sie nur mit ihrem Titel vor. Das w├╝rde es bedeuten, wenn sie heiratete? Sie w├Ąre nur noch h├╝bsches Beiwerk das keinen eigenen Mund mehr haben sollte. Sie ├Âffnete den Mund, wollte gerade einfach ungefragt sich an dem Gespr├Ąch beteiligen. Aber dann fiel ihr ihr Versprechen an Cayden ein.... Wie er vor ihr im Sessel sa├č, wie sie ihn k├╝sste und dann meinte, dass sie sich erwachsen verhalten w├╝rde... sie blickte ihm tief in die Augen. Wie gl├╝cklich sie in diesem Moment war. ÔÇ×MyLady..." wurde sie etwas unsanft aus den Gedanken gerissen. Verwirrt sah sie den Lord an. Er bot ihr ungeduldig den Arm und sah sie tadelnd an. Sie nahm seinen Arm an und lie├č sich ins Lichtspielhaus ziehen, wo sie hinten an der Wand standen, weil die Sitze bereits besetzt waren. Diese bewegten Bilder, dieser Kinematograph, waren beeindruckend. Zu sehen war eine Lok, wie sie in den Bahnhof einfuhr. Auf sie zu... und sie sp├╝rte, wie sie zusammenzuckte, weil sie doch erwartete, dass diese sie umfahren w├╝rde. Als dem nicht so war, musste sie selbst ├╝ber sich lachen... sie war so fasziniert, dass sie gar nicht merkte, dass der Lord gar nicht mehr neben ihr stand. Verwirrt blickte sie sich um. Und entdeckte seine Figur am Ausgang des Raumes, der mit schweren Brokatvorh├Ąngen abgetrennt war, damit es dunkler wurde. Sie folgte ihm, ihrer Neugier folgend. Sie fand ihn nicht gleich. Doch seine Stimme konnte sie allzu deutlich h├Âren. ÔÇ×.... Sehr ruhig und gut gezogen. Sie wird es einem einfach machen sie zu ertragen. Und wer kann sich schon gl├╝cklich sch├Ątzen, den ungeschliffenen Diamanten zu besitzen.... H├Ątte ja gedacht, dass der Earl of Richmound sie bekommt, immerhin sind sie Freunde... aber dieser kaltherzige Pirat wird wohl nicht mal wissen, was liebe ist, wenn man ihn draufschubsen w├╝rde..." sie ballte die F├Ąuste. H├Ârte die Lacher der anderen M├Ąnner. Sie w├╝rde ihnen gerne die Meinung sagen, dass dieser Mann sicher anst├Ąndiger und aufrichtiger war, als diese Bagage zusammen! Aber sie w├╝rde keine Szene machen... das machten Erwachsene nicht... auch wenn sie es bedauerte... aber sie musste weg, musste Raum zwischen diese Ignoranten und sich bringen... wo war eigentlich ihre Anstandsdame? Sollte sie nicht aufpassen, dass sie nichts dummes tat? Nun, umso besser. Sie suchte sich den Weg zur├╝ck in den Eingangsbereich. Aidan hatte ja gesagt, sie sollten gegen Mitternacht wieder kommen...fr├╝her w├╝rde der Kutscher kaum hier sein... und London war sicher in diesem Kleid und alleine kein besonders guter Platz... also ging sie in den anderen Raum. Den Verkaufsraum und schlenderte von Tisch zu Tisch. Ab und an wurde sie nett angesprochen ÔÇô woher die anderen sie alle kannten? Sie war gerade hinten in der Ecke, in der herrlich duftende ├ľle verkauft wurden, als ein Schrei die sanften Kl├Ąnge der Musik zerrissen. Alle drehten sich um. Sie nat├╝rlich auch. Aber sie war kleiner als die anderen ÔÇô sie sah au├čer R├╝cken kaum etwas. Doch die Unruhe be├Ąngstigte sie und so glitt sie auf der Suche nach dem Lord an der Wand zur├╝ck. Sie wollte heim, die Menge im Raum murmelte etwas von Feuer...sie kam gerade in der Eingangshalle an, als sie verstand was die anderen Raunten und wieso die Menschenmenge so in Bewegung kam. Lange Flammen z├╝ngelten an der Decke aus dem linken Trackt, in dem der Kinematograph stand. Sie sah den Lord und er kam auf sie zu. Packte sie schmerzhaft beim Arm. ÔÇ×Wieso seid ihr nicht wo ich euch gelassen habe!" bellte er sie an. Sie ├Âffnete erschrocken den Mund ├╝ber diesen unerwarteten Ausbruch. Sie wurde gegen ihn Gedr├╝ckt, als die Menge im rechten Fl├╝gel nun auch begann zu verstehen in welcher Gefahr sie sich befanden... Einige der Vorh├Ąnge des rechten Fl├╝gels begannen bereits zu brennen... er zerrte sie mit und sie w├Ąre wohl hingefallen, h├Ątte er sie nicht so schmerzhaft mit Richtung einzigem Ausgang gezerrt. Doch die Dreht├╝r war langsam... und es dauerte bis die Leute nach und nach rauskamen... nat├╝rliche sollten die Verletzten bevorzugt behandelt werden. Und das wurden sie... bis ÔÇô ja bis eine Frau, v├Âllig in Flammen stehend, sich windend und schreiend ÔÇô aus dem lichterloh brennenden linken Fl├╝gen gest├╝rzt kam und die M├Ąnner sie mit ihren Gehst├Âcken weg ÔÇô zur├╝ck in die Flammen - schubsten. Ihr wurde f├Ârmlich die Luft aus den Lungen gedr├╝ckt, als die Menschen begannen zu dr├Ąngeln und sich jeder Einzelne selbst der N├Ąchste war. Lady Huffring ÔÇô Alessia erkannte sie, weil Cassim ihr auf dem Ball zuhause sagte, dass diese immer gelbe Kleider und Federn trug, ihr pers├Ânliches Erkennungszeichen, war in der Menge vor ihnen. Doch irgendwann ging sie zu Boden. Die Menge bewegte sich weiter und sie h├Ârte die Schreie, h├Ârte den Schmerz, doch die Schreie wurden leiser und als Alessia ├╝ber den leblosen K├Ârper gedr├╝ckt wurde, regte sich die Frau schon nicht mehr. Sie wollte nicht, aber sie konnte sich aus dieser Masse nicht befreien... sie bewegte sich mit der Menschenmenge oder w├╝rde wie Lady Huffing enden. Dann jedoch kam die Menge f├╝r einen qu├Ąlenden Moment zum Stocken und der Lord zerrte sie Richtung der Wand, Richtung der brennenden Vorh├Ąnge... sie schrie, h├Ârte nur halb, dass sich die Dreht├╝r nicht mehr bewegte. Sie kam sich f├╝r einen Moment vor wie ein Spielball. Neben ihr schlug ein Lord mit seinem Gehstock eine Frau, damit er n├Ąher zur T├╝r kam... etwas am Rande sah sich der Lord um. Dann lie├č er sie los. Wollte er sie alleine lassen. Sie griff nach ihm, er schlug ihr ins Gesicht. Ihre Augen weiteten sich mit Entsetzen. ÔÇ×Ihr habt es versprochen! Mich sicher heim zu bringen!" schrie sie entsetzt. Ihre eigene Stimme dr├Âhnte in ihren Ohren. Er schnaubte abf├Ąllig. ÔÇ×Ich muss sehen, dass meine Linie ├╝berlebt!" er schubste sie und nur, weil sie sich an seinem Unterarm festkrallte, fiel sie nicht, sie zerriss den Stoff des Jacketts und kratze seinen Unterarm blutig, dann war er weg... nun ja, sie sah noch, wie er eine andere Frau ÔÇô sie meinte es war diese Odette, die Cousine des Viscounts of Sussex ÔÇô schubste, diese stolperte, versuchte sich festzuhalten und ihn mit ihrem Bein hart gegen das Schienbein trat, ehe sie gegen den Brennenden Vorhang fiel und sofort fing das Seidenkleid Feuer. Sie hielt sich den Mund zu. Sie w├╝rde sterben... sie w├╝rde sterben!!! Sie wich zur├╝ck und zog sich so tiefer in den rechten Fl├╝gel, der immer mehr verrauchte. Sie sah nur verletzte Frauen und zwei Herren, die wohl einen Herzinfarkt hatten... weinende Ehefrauen, daneben... sie sah sich desorientiert um. Das Atmen wurde zur Qual... ihre Augen tr├Ąnten... immer noch dr├Ąngten die meisten der Anwesenden in die Eingangshalle. Andere hatten bereits aufgegeben und sa├čen zusammengekauert in der Mitte des Raumes. Die Frauen beteten dort... aber sie wollte nicht sterben! Sie wollte Cayden wiedersehen. Sie musste verzweifelt auflachen. Der Kerl wegen dem sie artig hier war, an den musste sie ausgerechnet jetzt denken?! Sie m├╝sste Aidan sagen, dass sie es ihm ja gesagt hatte.... Tr├Ąnen brannten ihr in den Augen. Sie sp├╝rte wie ihre m├╝hsam erzwungene Ruhe immer mehr riss... als es krachte und eine Feuerwalze aus dem Eingangsbereich auch die Decke hier in Flammen setzte wimmerte sie. Die anderen, die mit ihr im Feuer eingeschlossen waren dr├Ąngten zur├╝ck als dem Eingangsbereich... sie wich tiefer in den Fl├╝gel zur├╝ck. Ein Fehler, denn durch die Hitze platzten die Flaschen mit ├ľl. Hei├čes ├ľl spritzte, Glas flog herum. Eine Frau bekam das meiste ab, ging wimmernd in die Knie. Sie bekam einiges am Arm ab, das ├ľl fra├č sich in den Stoff und verbrannte die Haut. Die Scherben schnitten die in den Arm. Sie verkroch sich unter einem Tisch. Machte sich klein. Es tat weh...als eine brennende Frau gegen den Tisch rannte und hinfiel griff diese in ihrem Todeskampf nach Alessia. Das ver├Ąngstigte M├Ądchen versuchte weg zu robben. Konnte den Blick nicht von der Frau lassen, sah, wie sie sich wand, wie sie mit brennenden Handstummeln nach ihr Griff, w├Ąhrend die Flammen ihren K├Ârper und Haare auffra├čen bis auch ihr Gesicht eingeh├╝llt war. Sie schrie, als die Frau sie am Bein ber├╝hrte. Im Todeskampf nach Hilfe suchte. Panisch begann sie den brennenden und zuckenden K├Ârper von sich zu treten. Die feinen Sch├╝hchen fra├čen sich mit ungekannten Qualen in ihre Fu├čsohlen. Doch der K├Ârper regte sich nicht mehr und kam nicht mehr nach.... Sie gab ihr vermeintlich sicheres Versteck auf. Ein Balken, der durch das Feuer nicht mehr fest war, brach hinab und schlug eine Schneise zwischen die dort sitzenden und betenden Frauen. Einige lebten, andere hatten das Gl├╝ck direkt tot zu sein... die anderen Frauen stoben auseinander. Wussten nicht was tun... sie wusste es auch nicht... und ÔÇô wahrscheinlich nur weil sie kniete ÔÇô bemerkte sie in diesem Augenblick etwas im Augenwinkel. Ein kleines Abluftgitter, dass Ratten aufhalten sollte rein zu kommen... Sie rappelte sich auf und ihre Beine gaben nach, als ihre geplagten F├╝├če den Dienst versagten. Auf H├Ąnden und Knien krabbelte sie dort hin. Schob mit Kr├Ąften, die sie bis dato nicht wusste, dass sie diese besa├č, den Tisch weg und begann an dem Gitter zu zerren... es lockerte sich... doch es w├╝rde zu lange dauern... das Metall fra├č sich in ihre Finger, die scharfen Ecken schnitten ihr in die H├Ąnde und Finger. Warmes Blut ergoss sich. Machte alles glitschig... doch sie konnte ÔÇô sie wollte nicht aufgeben! Der Rauch wurde unertr├Ąglich, sie bekam immer schlechter Luft, ihre Lungen brannten.... Sie zog, sie zerrte... eine andere Frau war wohl aufmerksam geworden... sie kam, sie zogen und zerrten... als sie aufsah sah sie in das verweinte Gesicht einer ├Ąlteren und etwas rundlichen Frau. Ihre Anstandsdame!! Sie sah die Frau an und war so dankbar ein bekanntes, nicht verbranntes Gesicht zu sehen... die Frau dr├╝ckte sie fest an sich. ÔÇ×Geht..." dr├Ąngte diese trotzdem und schob sie in den kleinen Schacht. Sie h├Ârte das Holz schon knacksen vom nahenden Feuer, sie sp├╝rte die Hitze, der Rauch lie├č sie sich benommen f├╝hlen... das unbehandelte Holz riss ihr ├╝berall Splitter in die Haut. Sie roch wie etwas kokelte, konnte nicht sagen ob sie es war, oder der Geruch von den verbrennenden Menschen hinter ihr kam.... Als sie fast drau├čen war, schrie sie verzweifelt auf. Wieder ein Gitter. Sie w├╝rde es in diesem engen Schacht nicht l├Âsen k├Ânnen... ihre Finger krallten sich trotzdem verzweifelt an das Gitter.... Sie schrie so gut es in dem Qualm ging. Und dann sp├╝rte sie Finger ÔÇô fremde Finger. Ein Mann rief, dass hier ein Kind w├Ąre... nur halb bekam sie noch mit, wie das Gitter aus ihren Fingern glitt. Erst als 2 starke H├Ąnde ihre Handgelenkte umpackten und sie rauszerrten kam sie etwas mehr zu sich.. denn die Schnittwunden protestierten schwer... ÔÇ×Mehr...Frauen..." kr├Ąchzte sie und wurde abgelegt. Doch ihr Instinkt dr├Ąngte sie weiter zu kriechen, weg von hier...weg von dem Feuer, dem Tod, den Erinnerungen... Sie h├Ârte, wie hinter ihr Leute schrien, dass dort Frauen sind, eine andere Stimme, dass die nicht mehr zu retten sein, der Schacht sei zu schmal... sie war gerade auf der Mitte der kleinen Seitengasse, als das Geb├Ąude einen markersch├╝tternden Laut von sich gab und komplett in sich zusammenfiel. Die Druckwelle und die Flammen, die so herausschossen, katapultierten sie gegen eine Hauswand. Sie sp├╝rte, wie sie einige Meter fiel und zwischen M├╝lltonnen im Kellergeschoss - dem Dienstboten Eingang - des angrenzenden Hauses zum Liegen kam... dann wurde sie in eine tiefe Dunkelheit gerissen....#Endspoiler#

Aidan:
#Spoiler#Diese Nacht schlief er alleine. Nun eigentlich schlief er nicht, er hoffte und wartete lange auf Cassim, aber sie kam nicht. Um 2 stand er auf und suchte nach ihr. Er fand sie schlafend bei Alessia. Sie hatte die Arme sch├╝tzend um seine Schwester gelegt, als wolle sie diese vor allem ├ťbel dieser Welt sch├╝tzen. Also lie├č er sie schlafen. Vielleicht tat es beiden gut... und wecken wollte er Cassim wirklich nicht. Er seufzte leise und schloss die T├╝r lautlos.
Erst am n├Ąchsten Tag als es schon sp├Ąter Vormittag war, riss ihm etwas der Geduldsfaden, denn beide schienen es zu genie├čen zusammen zu schlafen. Sie waren nicht mal beim Fr├╝hst├╝ck gewesen. Er brummte und ├Âffnete sehr temperamentvoll die T├╝r. W├Ąhrend Cassim wohl einen Moment zur Orientierung brauchte, war seine Schwester beinahe ├Ąngstlich sofort wach. ÔÇ×Wir haben gleich halb 11 ÔÇô geh endlich baden Alessia, die Schneiderin kommt wegen deinem neuen Kleid. Ich habe mir erlaubt, dass sie ein h├╝bsches Kleid bringen soll, dass deine Vorz├╝ge besser ins rechte Licht r├╝cken." Meinte er ruhig. Als sie aus dem Bett krabbelte sah er bereits, dass Cassim von den ├äu├čerungen mal wieder nicht begeistert war. Er seufzte. ÔÇ×Guten Morgen..." meinte er vertr├Ąglicher zu ihr... als Alessia im Bad verschwand sah er zu Cassim. ÔÇ×Ich hab dein Fr├╝hst├╝ck noch unten stehen lassen, falls du Hunger hast..." meinte er sanft und l├Ąchelte. Dann lie├č er Cassim aber auch erstmal alleine und dann passierte alles Schlag auf Schlag. Die Schneiderin kam, machte letzte Ab├Ąnderungen, die eine Dienerin frisierte und h├╝bschte Alessia auf. Alles unter Cassims Argusaugen. Einmal ging er zu ihr und umarmte sie von hinten, k├╝sste ihre Wange. ÔÇ×Du mutierst zur Glucke..." neckte er sanft und liebevoll. Seit ihrem Streit war Cayden nicht da gewesen und wahrscheinlich kam er nur um Alessia zu unterst├╝tzen. Er verstand seinen Freund nicht. Er w├╝rde ja sagen, dass er sich benahm als sei er verknallt. Aber das w├╝rde Cayden nicht stehen, er kannte seinen Freund immer sehr fokussiert und ernst, so wie jetzt jedenfalls und gerade nach dem Vorfall... so kannte er ihn nicht. Und wahrscheinlich war es Cassim und ihrer Art zu verdanken, dass sie sich nicht wieder gestritten haben, als Alessia dann von Cassim selbst runter geleitet wurde... ÔÇ×Du siehst so sch├Ân aus wie Mutter, sie w├Ąre so stolz auf dich, wenn sie dich jetzt als baldige Ehefrau und Braut sehen k├Ânnte" meinte er aufmunternd und ehrlich. Aber Alessia schein es gar nicht zu h├Âren, dabei wollte er sich nett sein! Aber sie sah nur Cayden an. Sie sollte sich seinen Freund aus dem Kopf schlagen. Er w├╝rde sie nicht heiraten. Sie w├╝rde auch mit dem etwas ├Ąlteren Mann irgendwann gl├╝cklich. Das glaubte er fest. ÔÇ×Du solltest noch was essen, jetzt wo du unten bist. Vielleicht brot, dann kannst du keine Flecken machen. Warte ich..." doch gerade als Aidan nach einem D├Âner schicken wollte, klingelte es und er lie├č den Lord ins Haus. Dieser sah wohlwollend nickend Alessia an, bot ihr galant den Arm und f├╝hrte sie zur Kutsche. Cayden schien erst als Alessia sich etwas steifer und m├╝hevoller in die Kutsche zu setzen, dass etwas nicht stimmte. Aber er ging nicht darauf ein. Er ging rein, als die Kutsche losfuhr. Er verstand weder Cassim noch Cayden, die noch eine Weile and der T├╝r standen und zur├╝ckblickten. Sie war weg, sie w├╝rde bald wiederkommen, was f├╝r ein Geschiss beide machten. Kein Wunder, dass Alessia so weichlich und jammerte. Aber gut, es war ein unverf├Ąngliches Treffen in der ├ľffentlichkeit. Er hatte ihr eine Anstandsdame mitgegeben, sie w├╝rde schon aufpassen, dass Alessia nichts Dummes machte und das der Lord ├╝bergriffig w├╝rde, dass konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen.
Cassim, Cayden und er hatten f├╝rstlich zu abendgegessen. Nun ja, Cayden war ruhiger als sonst ÔÇô vielleicht aber auch beleidigt -und Cassim hatte kaum was gegessen. Nun sa├čen sie im Wohnzimmer und spielten eine Partie Karten. Er bemerkte an sich aber auch, dass er aufgeregt war, nachdem Alessia so brav und artig war, rechnete er trotzdem damit, dass der Lord sie gleich wieder absetzen w├╝rde, weil sie ihm dauernd Widerworte gab oder weil sie frech wurde. Aber es passierte nichts. Es war nun schon fast eineinhalb Stunden vergangen... als Cassim erneut gewonnen hatte lachte er und streckte sich. ÔÇ×Ich glaube, heute ist nicht mein Tag, hoffen wir, dass dieses Pech im Spiel bedeutet, dass sonst alles gut l├Ąuft." Meinte er am├╝siert und nickte ihr zu. ÔÇ×Noch eine Runde." Meinte er grinsend und schenkte Cayden einen Brandy nach und sich Whiskey. Cassim hatte noch Wein und so lie├č er sie erstmal aus, w├Ąhrend sie wieder aufs Neue Karten ausgab. Komisch, seit dem Streit vermied er es bewusst vor Cayden Alessias Namen zu sagen... als w├Ąre das der Z├╝nder, der die Bombe erneut zum Explodieren bringen w├╝rde... Drau├čen wurde es laut, Glocken und Sirenen ert├Ânten. Kurz sah er auf. ÔÇ×Muss wohl wieder eine der gro├čen Firmen in Brand geraten sein. Ich sag euch ja, nicht jeder Fortschritt ist gut.... Wenn Menschen 15-20 Stunden am Tag arbeiten sollen, dass kann einfach nicht gut gehen. Gerade, wenn die meisten dann an diesen Hoch├Âfen arbeiten." Meinte er und sch├╝ttelte bedauernd den Kopf. Es gab ├Âfters Feuer in den Fabriken. Die Technik der Maschinen war sehr neu und jung... es w├╝rde noch Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis dies besser wurde und die Menschen nicht wie die Fliegen starben. Deswegen waren viele Menschen dieser neuen Technologie auch sehr skeptisch gegen├╝ber. Er selbst sah ihn ihnen eine gro├če Chance. Gerade erst hatte er ein Dampfschiff in Frankreich besucht. Auch die Kohleantriebe waren sehr spannend, w├╝rden sie doch die Reisen schneller erm├Âglichen als wie bisher.... Aber ÔÇô es waren Prototypen.... Es w├Ąre noch ein weiter Weg bis er so eine Flotte h├Ątte, aber tr├Ąumen konnte man ja. Die T├╝r wurde aufgerissen und er sah ungehalten den Hausverwalter des Stadthauses an. ÔÇ×MyLord!" er war ÔÇô trotz seiner dunklen Hautfarbe ÔÇô blass. ÔÇ×Was wollen sie Simmons?" erkundigte sich der Duke ungehalten. ÔÇ×Der Zirkus..... der...der..." Aidan sah ihn genervt an. ÔÇ×Der der der....Der WAS Simmons." Meinte er ernst. ÔÇ×Feuer...." Hauchte dieser und in dem Moment legten sich bleierne Fesseln um Aidans Herz. Er stand so ruckartig auf, dass der Stuhl umfiel. Mit gro├čen Schritten lief er raus. Er musste nicht lange suchen. In der Richtung, in der der Zirkus lag, war alles hell erleuchtet von Feuerschein und eine gro├če Rauchs├Ąule stieg gegen Himmel. Er stolperte entsetzt zur├╝ck. Sein Kopf wollte es nicht wirklich wahrhaben wollen. Was hatte er getan? ÔÇ×Ally..." kr├Ąchzte er. Er zog sich kein Jackett an, er lief in Hose, Hemd und Hosentr├Ągern raus, in den kleinen Unterstand f├╝r die Pferde, in denen auch die zwei von Cassim und Cayden standen. Er zwang seinem Wallach hektisch das Zaumzeug auf und schwang sich ohne Sattel auf das Tier, dass durch seine innere Zerrissenheit, nerv├Âs den Kopf schlug und mit den Augen rollte. Er sah zu Cassim, die an seiner Seite auftauchte. Cayden verga├č er f├╝r den Augenblick. Er zog Cassim hinter sich aufs Pferd und jagte los. Dass Cayden genauso folgte, realisierte er nicht. Schon am Beginn der Stra├če waren verletzte Menschen, wurden behandelt. Der Zirkus stand zwischen H├Ąusern auf einen Platz, nur getrennt durch die gro├če Hauptstra├če und kleinere seitenstr├Ą├čchen. W├Ąhrend Anwohner gaffend an den Fenstern standen oder den Verletzten halfen, versuchte er sich einen ├ťberblick zu verschaffen. Schon hier ├Ątzte der Rauch in den Augen und lie├č sie tr├Ąnen. Er band seinen Wallach an eine Laterne. ÔÇ×Ally!!" br├╝llte er. Sah sich um ob sich jemand r├╝hrte. Er begann z├╝gig und mit analysierendem Blick durch die Leicht-, Schwer- und Schwerstverletzten zu gehen. Ein paar der Menschen waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und w├╝rden wohl nicht mehr lange leben... ÔÇ×Ally!" rief er abermals. Nach 10 Minuten kamen sie am Brand an. Er legte entsetzt die Hand vor den Mund. Es roch nach verbranntem Fleisch, Holz und Tod. Er dachte bis dahin, er hatte viel Leid gesehen... dieser Anblick der Toten und verst├╝mmelten Menschen schockierte ihn. ÔÇ×ALLY!" er drehte sich um sich selbst. Auf dem B├╝rgersteig versuchten Anwohner eine hochschwangere Frau am Leben zu halten.... Der Bauch war nur noch verkohlt als w├Ąre sie mit dem Bauch ins Feuer gesto├čen worden... Cassim war an seiner Seite, Cayden neben ihm. Er fuhr sich fahrig durch die Haare. Ein Polizist. Er machte beinahe einen Hechtsprung auf ihn zu. ÔÇ×Haben sie meine Schwester gesehen? Die Dutchess of Rothesay..." meinte er eindringlich. Der Mann sch├╝ttelte den Kopf. ÔÇ×Sie muss hier sein..." meinte er und riss den Kopf herum als er hektisches Rufen h├Ârte. ÔÇ×DA SIND NOCH LEUTE IM GEB├äUDE!!!" schrie einer der Feuerwehrm├Ąnner. ÔÇ×GEH NICHT ZU NAH RAN!" schrie ein anderer. Er sah sich um. Was sollte er tun? Es durfte so nicht kommen. Er hatte sie gezwungen... doch seine Gedanken wurden J├Ąh unterbrochen, als das Geb├Ąude einen markersch├╝tternden Laut von sich gab ÔÇô die einzige Warnung, ehe es in sich zusammenst├╝rzte. Man h├Ârte so nur sehr gedrungen die Schmerzensschreie, die dann als das Dach auf dem Boden aufkam auch mit einer schrecklichen Endg├╝ltigkeit verstummten. Er stand wie erstarrt an Ort und Stelle und starrte in die Feuersbrunst, die gerade so viel zerst├Ârt hat. Die hei├če, beinahe schmerzhafte Luft um waberte ihn. Er konnte und wollte sich nicht vorstellen, wie es in den letzten Minuten der Menschen dort drin war... ÔÇ×Ich muss sie finden, sie ist eine McAllister, sie stirbt nicht einfach so! Sie...ich..." er sah sich um. Er bemerkte, dass Kutschen Verletzte bereits in die Krankenh├Ąuser verteilten... Nochmal begann er durch die Verletzten zu laufen. Er h├Ârte, dass Cassim auf ihn einredete, aber er verstand sie nicht. Seine verdammte Aufgabe war es, auf Alessia aufzupassen und ihr ein bequemes, sicheres Leben zu bieten und er schickte sie geradewegs in die H├Âlle!! ÔÇ×Wir m├╝ssen in den Krankenh├Ąusern suchen..." meinte er und sah zu Cassim und Cayden. ÔÇ×Wenn ihr nicht wollt... ich..." doch beide sahen ihn entschlossen an und er biss die Z├Ąhne hart aufeinander. Nickte leicht. Sie ritten jedes der 7 Krankenh├Ąuser ab. Es waren die reinsten Schlachtfelder und es war fruchtbar diesen Anblick zu ertragen. Doch wie musste es nur Alessia gehen. Vielleicht genauso ├╝bel zugerichtet, alleine in irgendeinem Krankenhaus.... Nach dem 4. Krankenhaus hatte er die Farben der B├Ąnder am Bett verstanden. Schwarz hie├č, ├╝berleben nicht, hier waren nur noch Priester, die die letzte Salbung gaben. Rot waren die, die eigentlich auch nicht ├╝berleben konnten, aber vielleicht ein Wunder retteten ÔÇô hier fand man vor allem bem├╝hte Nonnen, die versuchten die Schmerzen zu lindern. Dann gab es Gelb, hier schwirrten die ├ärzte um das Leben vor sich zu retten.... "Wo soll sie denn sein? Sie wird sich doch nicht in Luft aufgel├Âst haben!" schrie er den Oberarzt an und packte ihn am Kragen. St Bartholomew's Hospital war das letzte der Krankenh├Ąuser in London. Aber auch hier fanden sie Alessia nicht. Nur, weil Cayden eingriff und ihn von dem Mann wegzerrte, wurde er nicht richtig handgreiflich. Dieser richtete seine Nickelbrille, strich sich den wei├čen Kittel glatt und r├Ąusperte sich. ÔÇ×Vielleicht suchen sie an der falschen Stelle MyLord..." meinte der Mann mittleren Alters vorsichtig. ÔÇ×Was wollen sie damit sagen? Gibt es ein Krankenhaus von dem ich nichts wei├č" explodierte Aidan erneut. Der Morgen graute. Er war m├╝de, von Schuldgef├╝hlen zerfressen und absolut nicht in der Stimmung f├╝r dumme R├Ątsel! ÔÇ×Nun... es sind viele gestorben... alle Leichen werden bis zur Identifikation im Leichenschauhaus aufgebahrt..." murmelte er und als Aidan sich gerade abermals auf ihn st├╝rzen wollte hielten ihn nur die starken Arme von Cayden und Cassims beruhigendes auf ihn einreden davon ab, dass er dem Arzt nachsetzte und ihn verpr├╝gelte. Irgendwie brachten ihn beide auch hier raus... drau├čen tummelten sich die Schaulustigen, die Polizei musste absperren, dass nur Angeh├Ârige reinkamen, denn jeder wollte die armen feinen Herrschaften sehen, die so leiden mussten... er kniff sich in den Nasenr├╝cken. Sein Blick flog zu dem Batholomew's Friedhof und dem kleinen Haus, von dem er geh├Ârt hatte, dass es in den Boden gebaut wurde, um Leichen kalt zu halten, bis sie beerdigt wurden... ÔÇ×Ich kann da nicht rein..." kam es gebrochen.... Zu gro├č war die Angst, dass er sie dort finden w├╝rde... was w├╝rde es bedeuten, wenn er sie nicht fand... war das letzte was er von ihr je h├Âren w├╝rde, einer der Schreie, als das Dach zusammenbrach und die Menschen Lebendig um Feuer begrub? W├Ąre es nicht gn├Ądiger, dass sie dann lieber dort w├Ąre... Er lehnte sich an die Wand des Krankenhauses. Versuchte stark und optimistisch zu sein, aber das war alles vernichtet... er f├╝hlte sich vernichtet... Ein Zeitungsjunge schrie und pries den Leitartikel an. 300 Menschen waren im Zirkus, 140 Leichen habe man bis jetzt gefunden... davon ├╝ber 100 Frauen... er schauderte und raufte sich die Haare. Diese Informationen lie├čen ihn in noch tiefere Verzweiflung gleiten. Was sollte er nur tun... er war verantwortlich.... Er hatte seine Schwester auf dem Gewissen....welchen anderen Grund sollte es geben, dass sie Alessia nicht gefunden hatten....#Endspoiler#

Reaktionsbeitrag von Shirty (mit den Charakteren Cayden und Cassim):

Cassim: #Spoiler#Die Dunkelhaarige hatte sich neben Alessia ins Bett gelegt nur die Schuhe ausgezogen und die J├╝ngere dann in ihre Arme gezogen. Und so waren sie beide eingeschlafen. Sie hatte nicht einmal ein schlechtes Gewissen gegen├╝ber Aidan und so war sie am n├Ąchsten Morgen auch zun├Ąchst v├Âllig neben der Spur als die T├╝r mit einem solchen Knall gegen die W├Ąnde schallte. Bei Aidans Worten und Alessias folgendem Verhalten hob sie nur warnende eine Augenbraue und sah Aidan an der sogleich ihre Widerworte im Keim zu ersticken wusste. Da sie noch viel zu verschlafen war lie├č sie ihm dies f├╝r den Moment durchgehen und war ganz froh sich den Bauch mit Fr├╝hst├╝ck vollzuschlagen. Danach flogen die n├Ąchsten Stunden auch nur so an ihr vorbei und sie be├Ąugte die Herrichtung von Alessia kritisch, war immer f├╝r sie da und lie├č sie kaum aus den Augen, als Aidan sich dann doch mal an sie heranschlich und sie necken wollte sah sie ihn nur mit blitzenden Augen an, ÔÇ×Eine muss sich ja wenigstens um Alessia k├╝mmern. Aber ich h├Âre da so etwas wie Eifersucht in deiner Stimme", zog sie ihn nur mit vorgerecktem Kinn auf. Sie konnte Alessia so gut verstehen und wollte ihr einfach nur helfen, daher war sie f├╝r sie da und hoffte inst├Ąndig, dass dieser Abend schnell und reibungslos vorbei ging. Als Cayden schlie├člich eintraf sah sie sofort wie Alessia von ihren Gef├╝hlen hin und hergerissen war und als sie diese wenig sp├Ąter nach unten f├╝hrte konnte der Dunkelblonde kaum die Augen von ihrer Erscheinung nehmen. Das Kleid welches Aidan ausgesucht hatte war einfach wundersch├Ân und sie sah darin aus wie eine Elfe. Cassim brach es fast das Herz als Alessia jedoch an Cayden vorbeilaufen musste um den Arm von diesem alten Mann zu nehmen der sie mit diesem gierigen Blick betrachtete und sie dann in die Kutsche geleitete. Dabei sah sie Caydens hochgezogene Brauen als Alessia sich etwas m├╝hevoller bewegte.
Sie griff nach seinem Arm und dr├╝ckte ihn sanft aber bestimmt, als seine Augen sich auf sie richteten sch├╝ttelte sie nur leicht den Kopf und er legte die Stirn in Falten, sagte jedoch nichts. Es war schwierig f├╝r die Dunkelhaarige die M├Ąnner zusammen zu halten und Aidan davor zu bewahren, dass sein bester Freund auf ihn los ging. Denn Cayden kochte innerlich. Das merkte sie bei jeder Bewegung des anderen denn diese waren blitzschnell und pr├Ązise und doch zuckten die Muskeln unter dem enganliegenden Hemd. Erst als Alkohol ausgeschenkt wurde schien sich die Anspannung ihres Freundes zu verbessern und so sch├Ąkerte sie ein wenig mit ihnen, schlug die beiden M├Ąnner pausenlos in jedwelchem Gl├╝cksspiel und grinste diabolisch. ÔÇ×Ihr k├Ânnt mich niemals schlagen...", lachte sie nur und horchte auf, als der Trubel von drau├čen lauter wurde. Auch wenn Aidan die Aufruhe als Nichtigkeit abtun wollte, so hatte die junge Frau ein unwohles Gef├╝hl im Bauch und dieses wurde nur binnen weniger Minuten auch schon best├Ątigt als der Hausverwalter sie bei ihrem gem├╝tlichen Beisammensein st├Ârte. ÔÇ×Feuer...", diese Worte trieben der Dunkelhaarigen eine Klinge mitten in den Bauch und sie schnappte schockiert nach Luft als auch schon der Stuhl krachend zu Boden fiel auf welchem bis dato noch Aidan gesessen hatte. Sie sah seine Panik und sp├╝rte wie sie die ihre einholen wollte. Doch sie dr├Ąngte diese aufwallenden Gef├╝hle zur├╝ck und dr├╝ckte den R├╝cken durch, folgte Aidan eilig nach drau├čen und blieb einen Moment lang im T├╝rrahmen stehen als sie die Rauchs├Ąule erkannte die von dem Standort aus in dem Himmel empor stieg wo sie das Geb├Ąude f├╝r den Zirkus vermutete. Aidan war schon bei den Pferden und sie rannte ihm hinterher, wurde auch schon hinter ihn auf sein Pferd gezogen und blickte sich schockiert und gleichzeitig irritiert nach Cayden um, doch der Earl war bereits neben ihnen. Hatte sich im Eifer des Gefechts einfach ohne jegliche Z├Ąumung auf seine Scheckstute geschwungen und so preschten sie zu dem in flammen stehenden Geb├Ąude. Die Hitze die ihr entgegen schlug versengte ihr Haut und Haar und sie hielt sich sch├╝tzend die Hand vor den Mund, war ├╝berall Rauch der ihr in den Lungen zu schmerzen begann. Aidan war bereits abgestiegen und sie rutschte von dem nerv├Âsen Wallach hinunter und m├╝hte sich ab ihm durch die riesigen Menschenmassen zu folgen. Von ├╝berall her vernahm man das Wehklagen, Schmerzensschreie und die pure Verzweiflung lag beinahe zum Greifen in der stickigen Luft. ├ťberall waren Verletzte, die Feuerwehr und die ├ärzte kamen nicht hinterher sich um die verbrannten Menschen zu k├╝mmern. Es war ein einziges Schlachtfeld und die junge Frau sah auf den lodernden Zirkus, war stehengeblieben w├Ąhrend Aidan weiter durch die Reihen der Verletzten eilte um Alessia zu finden. Cassim jedoch starrte in die lichterlohen Flammen und war wie erstarrt. Erinnerungen prasselten auf sie hinein und sie konnte sich nicht bewegen. Das bedrohliche Knacken des Holzdaches vernahm sie nicht mehr. Auch die warnenden Rufe. Erst als es bereits zu sp├Ąt war realisierte sie, dass sie in Gefahr war und es zu sp├Ąt war so schloss sie nur die Augen, doch da sp├╝rte sie Arme die sie fortrissen und sie stolperte ein paar Schritte, hustete den aufgewirbelten Rauch aus ihren Lungen und sah sich blinzelnd um. Sturmblaue Augen blitzten sie an, ÔÇ×Nicht jetzt Cassim! REI├č DICH ZUSAMMEN!", die gepressten Worte von Cayden rissen sie aus den letzten Fetzen ihrer Erinnerung und sie nickte nur mit zusammengepressten Lippen. Er deutete auf den v├Âllig verzweifelten Aidan und sie beide holten tief Luft, eilten zu ihm und waren auch bereits im n├Ąchsten Augenblick schon wieder unterwegs um die Krankenh├Ąuser abzuklappern. Es war schrecklich, was sie vorfanden und je weiter sie kamen, je erfolgloser sie waren, denn bisher war Alessia wie vom Erdboden verschluckt, desto mehr sp├╝rte sie selbst wie die Verzweiflung sie ├╝bermannen wollte doch sie lie├č es nicht zu. Stattdessen versuchte sie f├╝r Aidan da zu sein und blendete die Menschen um sich herum so gut sie konnte aus. Cayden war derjenige von ihnen der von Au├čen her wirkte als w├Ąre er vollkommen unbewegt, als w├╝rde ihn all das nicht mehr schocken. Vermutlich war es sogar eine Tatsache, dass er schon weitaus schrecklichere Dinge gesehen hatte. Doch sie sah den Sturm der in seinen Augen tanzte und dieser war gewaltiger als der von Aidan. Nur war er so viel kontrollierter. Zumindestens noch! Inzwischen waren sie bei dem letzten Krankenhaus angekommen und sie versuchte gerade verzweifelt Aidan Verstand in sein verzweifeltes Hirn einzuh├Ąmmern w├Ąhrend Cayden ihn festhielt um den Chefarzt zu sch├╝tzen. Doch als dieser erw├Ąhnte, dass Alessia Tod sein k├Ânnte sah sie wie bei beiden M├Ąnnern etwas zu brechen schien. Dennoch konnten sie Aidan vor die T├╝r des Krankenhauses bringen und Cassim stellte sich vor ihn als er so beinahe irre vor sich her starrte. Sein Anblick versetzte ihr einen Stich ins Herz und sie hatte ebenfalls Angst um Alessia, doch Cayden hatte recht, sie konnte jetzt nicht kopflos sein. Sie musste f├╝r Aidan da sein!
Sanft aber bestimmt nahm sie sein Gesicht in ihre H├Ąnde, ÔÇ×Aidan? Aidan sieh mich an...", beschwor sie ihn und atmete kurz erleichtert auf als sich sein Blick endlich auf sie zu fokussieren schien, ÔÇ×Wir werden sie finden okay?!", fl├╝sterte sie eindringlich und er nickte ersch├Âpft. Sie k├╝sste ihn nachdr├╝cklich ehe sie sich Cayden zuwand. ÔÇ×Ich gehe hinein...", erkl├Ąrte der Dunkelblonde pl├Âtzlich und deutete nur auf das Leichenschauhaus. Seine Miene war unbewegt und lediglich das heftig Zucken an seinem Unterkiefer lie├č vermuten, was in ihm los war. Cassim biss sich auf die Unterlippe nickte jedoch nur kurz, ÔÇ×Okay... wir gehen zur├╝ck zum Zirkus. Vielleicht ist sie irgendwo noch dort und wir haben sie ├╝bersehen... Komm dort hin, wenn...", sie brach ab, doch der andere nickte nur kurz ehe er in den Menschenmassen verschwunden war.
Die Dunkelhaarige griff nach den Z├╝geln von dem bereits klatschnass geschwitzten Wallach und sah dann zu Aidan, ÔÇ×Komm...#Endspoiler#

Cayden:
#Spoiler#.Der Tag hatte schlimm angefangen, warum h├Ątte er glauben sollen, dass er gut endet?! Er dachte an Alessia, dieses wundersch├Âne Kleid, sie war eine wahre Augenweide gewesen als sie im Nachmittag die Treppen neben Cassim hinunter geschwebt war und er hatte kaum seine Augen von ihr lassen k├Ânnen. Doch dann hatte dieser sch├Ąbige Mann sie mit sich genommen und sein Verstand malte sich die schlimmsten Szenen vor seinem inneren Auge aus. Verdammt er musste sie vergessen! Aber wie sollte das gehen wenn sie ihm jedes Mal wenn er die Augen schloss in seinen Gedanken herumtanzte?!
Der Earl war Cassim dankbar gewesen, dass sie da war, vermutlich hatte nur ihre Anwesenheit ihn davon abgehalten sich erneut mit Aidan zu streiten. Der Alkohol hatte ihn dann irgendwann ein wenig ruhiger gemacht. Doch nun war die Ruhe vorbei. Nun war das Schlimmste passiert, was er sich je h├Ątte vorstellen k├Ânnen! Der in flammen stehende Zirkus hatte sich in sein Ged├Ąchnis gebrannt, sowie die Worte des Zeitungsjungen. So viele Frauen waren tot. Und nun trugen ihn seine F├╝├če zu dem Leichenschauhaus. Aidan und Cassim waren zur├╝ck zum Ort des Ungl├╝cks geritten und er hatte gesagt, er w├╝rde nachschauen. Das er selbst kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, sah ihm niemand an und er war sehr darauf bedacht sich zu kontrollieren, hatte er selbst Cassim dazu angehalten die sich nach seiner Ansage wieder gefangen hatte. Nicht zuletzt deshalb, weil er wusste, was sie so hatte erstarren lassen bei dem Anblick des in flammen stehenden Geb├Ąudes. Kopfsch├╝ttelnd schob er sich durch die Menge der Schaulustigen und betrat den dunklen Raum der nur von sp├Ąrlichem Kerzenlicht erhellt war. Es waren nur wenige Menschen hier anwesend, hatten die meisten vermutlich noch nicht die Hoffnung aufgegeben um ihre Liebsten doch noch lebend zu finden. Was leider bei dem, was er hatte sehen m├╝ssen ziemlich unwahrscheinlich war. Und er wusste, das auch die ├ťberlebenschance von Alessia mit jedem Atemzug schwand in der sie sie nicht lebendig fanden. Er knirschte zornig mit den Z├Ąhnen, warum hatte er sie blo├č dort hin geschickt. Es war seine Schuld. Schon wieder...! Seine sich selbst zerst├Ârerischen Gedanken wurden im n├Ąchsten Augenblick unterbrochen als er eine Gestalt vor sich wahrnahm. Er blinzelte und dann durchfuhr ihn unb├Ąndige Wut und er war mit wenigen schnellen Schritten bei ihm, riss ihn am Kragen hoch und knallte den schlacksigen Mann an die n├Ąchstgelegene Wand sodass eben dieser erschrocken nach Luft japste. ÔÇ×DU! WO IST SIE?!", seine Stimme war nur ein dunkles Grollen und der Mann sah ihn mit vor Schock geweiteten Augen ├Ąngstlich an, ÔÇ×W..ww.ass?", japste er und Cayden knurrte nur, ÔÇ×WO IST ALESSIA?!"
Der Marques zuckte bei diesen Worten zusammen und schlug die Augen nieder, ÔÇ×Ich... i..iich wei├č nicht..", stotterte er und Cayden knallte ihm mit voller Wucht die Faust ins Gesicht sodass der Mann taumend zu Boden ging. Der K├Ârper des kr├Ąftigen jungen Mannes bebte nur so vor Wut und er baute sich bedrohlich vor dem anderen auf, ÔÇ×Ihr habt sie im Stich gelassen?! Das wird ein Nachspiel haben..", er trat ihm mit voller Wucht den Fu├č in die Seite und ein Knacken war zu h├Âren, doch er wandte sich nur ab und eilte durch die aufgebahrten Leichen, lie├č seinen Blick ├╝ber die einzelnen Toten gleiten w├Ąhrend sein K├Ârper nur so bebte, doch er musste hier so schnell wie m├Âglich raus, sonst w├╝rde ein weiterer Toter in dieser Halle aufgebahrt werden, dieser war dann nur kein Opfer des Feuers.. Nach einer schieren Ewigkeit stapfte er endlich hinaus ins Freie. Cayden wusste nicht, ob er erleichtert sein sollte, dass er Alessia nicht hier gefunden hatte. Denn konnte sie eben so gut unter den Tr├╝mmern begraben sein. Nein. Er konnte jetzt nicht aufgeben. Er schwang sich auf ein frei umherlaufendes Pferd und ritt zur├╝ck zu dem Ungl├╝cksort. Es dauerte einige Augenblicke, bis er Cassim und Aidan fand und ihnen in knappen Worten berichtete, dass er Alessia nicht gefunden hatte. Dann gingen sie gemeinsam weiter die Umgebung ab. Eine kleine Menschentraube vor einem Geb├Ąude erregte seine Aufmerksamkeit und die drei blieben stehen. Sahen zu den paar M├Ąnnern die soeben jemanden aus einem Dienstbotengang hinauf schleppten. Er sah das blitzen von Seidenstoff der ziemlich verbrannt aussah, als sich die Person zu regen schien. Cassims Blick ging ebenfalls dorthin und sie sah rotes Haar was bei beiden einen Herzschlag lang aussetzen lie├č, ÔÇ×Alessia?!", rief Cassim und das B├╝ndel in den Armen der M├Ąnner regte sich heftiger. Der Dunkelblonde sah den Haarschopf und dann ihr Gesicht, so wie ihr Blick ├╝ber Cassim und ihren Bruder glitt und schlie├člich an ihm h├Ąngen blieb. Ein Schluchzen war zu h├Âren, dann riss sie sich los und stolperte auf sie zu. Cayden sprang vor und fing sie auf, ehe sie den Boden h├Ątte auch nur ber├╝hren k├Ânnen. Sein Herz schlug ihm wild in der Brust als er ihren zitternden K├Ârper an seine feste Brust zog. Sie war schwer verletzt, aber sie lebte! Sie atmete! ÔÇ×Alles wird gut! Ich bin da...", murmelte er an ihrem Haar und barg ihren Kopf an seiner Schulter, hielt sie ganz fest und atmete tief ein.
Langsam und vorsichtig hob er sie auf seine Arme und nahm die Decke dankend entgegen die ihm von einem der vorherigen Helfer ├╝berreicht wurde. Vorsichtig wickelte er die Rothaarige darin ein ohne sie auch nur eine Sekunde aus den Armen zu geben. Sein sturmblauer Blick war unabl├Ąssig auf sie gerichtet und er sah nur kurz zu Aidan und Cassim, ÔÇ×Wir brauchen sofort einen Arzt.."#Endspoiler#

Alice asked the Cheshire Cat, who was sitting in a tree, "Can you show me the right direction?" The cat asked, "That depends on where you want to end up?" "I don't know where I want to end up" Alice answered. "Then," said the cat, "it really doesn't matter which direction you take, does it?"

~Lewis Carroll, Alice's Adventures In Wonderland~

Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.05.2021 10:34.

Silence

26, Weiblich

  12. Famous Novelist

Event-Begeisterter

Beitr├Ąge: 14420

Re: ­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

von Silence am 06.05.2021 21:23

Wer ist Dein Schreibpartner: Die liebe @Kidaliya
Wann ist das Play entstanden?
August 2018
Genre:
Drama, Real Life

Was ist davor passiert:
#Spoiler#
Shannon und Ace haben sich bereits in ihrer Jugend kennengelernt, als sie noch aufs College gingen. Es dauerte nur wenige Tage, da waren die beiden bereits ein Herz und eine Seele, doch alles kam anders, als sie es sich erhofft hatten. Ace, der aus einer wohlhabenden, traditionellen Familie stammte, wurde schon seit Beginn seiner Collegezeit von seinem Vater dazu gedr├Ąngt dem Milit├Ąr beizutreten und den Berufsweg eines Soldaten einzuschlagen, wie es alle M├Ąnner der Familie Thynne bereits getan hatten. Shannon hingegen war strikt gegen die Pl├Ąne, die sein Vater f├╝r ihren Freund hegte, weswegen die beiden mit der Zeit immer ├Âfter Diskussionen ├╝ber das F├╝r und Wider von Ace Zukunft hatten. Schlie├člich gab Ace dem Druck nach und entschied sich den W├╝nschen seines Vaters zu entsprechen, um ihn stolz zu machen. Vor seiner Abreise in ein Ausbildungslager stritten sich die zwei Liebenden und trennten sich dabei. Es brach beiden das Herz.
Die n├Ąchsten sechs Jahre verbrachte Ace zu Anfang mit seiner Ausbildung und wurde dann nach Afghanistan versetzt, wo er die restlichen zwei Jahre seiner aktiven Laufzeit als Soldat verbracht hatte und den Krieg hautnah miterlebte. Erst mit zwei Schussverletzungen im Bereich seiner Schulter und dem oberen Brustkorb wurde er aus dem Mittleren Osten abgezogen und nach Hause geschickt.
Noch immer in ├Ąrztlicher Behandlung, aber zu dickk├Âpfig um den ganzen Tag in einem Krankenhaus zu liegen, hatte sich der inzwischen erwachsene Mann bei seinem befehlshabenden Offizier in der Stadt zum Dienst gemeldet, allerdings wurde er als kampfunf├Ąhig gemustert, weswegen er seither dem Milit├Ąr nicht mehr als aktiver Soldat dient.
Shannon hatte sich in den letzten sechs Jahren ebenfalls zu einer inzwischen erwachsenen und selbstst├Ąndigen Frau weiterentwickelt, die einen Platz als Dozentin f├╝r Psychologie an der ├Ârtlichen Universit├Ąt bekommen hat. Um in einer ihrer Vorlesungen mehr Tiefe und besonders auch praktische Einblicke in die Psyche eines Menschen f├╝r ihre Studenten zu erhalten hatte sie sich an die US Army gewandt und gebeten, dass man ihr einen Soldaten schickte, der von seinen Erlebnissen aus dem Krieg erz├Ąhlen k├Ânnte. Ace war dieser Soldat und so standen sich die beiden vollkommen unerwartet gegen├╝ber. Seit seiner Abreise hatten sie keinen Kontakt zueinander und nach der Vorlesung, die sie beide m├Âglichst professionell hinter sich gebracht hatten, trat der Kriegsveteran den R├╝ckzug an. Er war verwirrt, wusste nicht wie er damit umgehen sollte und Shannon f├╝hlte sich, als w├╝rde man ihr, wie damals, den Boden unter den F├╝├čen wegrei├čen. Allerdings schien so, als w├╝rde das Schicksal noch mehr f├╝r sie geplant haben, denn kaum eine Stunde nach ihrem Wiedersehen im H├Ârsaal, begegneten sie sich erneut auf der kleinen Lichtung im Wald, wo sie sich das erste Mal getroffen hatten und nun eigentlich beide dort hingekommen waren, um in Ruhe ├╝ber das eben erlebte nachdenken zu k├Ânnen. Bereits ├╝berfordert mit der Situation, entlud sich Shannons gesamte Wut, ihre Trauer und die Angst, dass er h├Ątte tot sein k├Ânnen mit einem Mal...
#Endspoiler#
Aktionsbeitrag - Kidaliya:

Der Mann war vollkommen ├╝berrumpelt, als ihn die Ohrfeige unerwartet traf und schlie├člich auf seiner Brust herum geh├Ąmmert wurde. Er sah zu Shannon, konnte nicht fassen das sie hier war und h├Ârte nur still ihren Worten zu und er verstand, was sie empfand. Er war die erste Zeit w├╝tend auf Shannon gewesen, wieso sie so uneinsichtig gewesen war, mit der Zeit allerdings hatte sich das ge├Ąndert. Er war traurig, dass sie sich damals so getrennt hatten und w├╝tend auf sich, nicht zu verstehen, wieso Shannon so dachte. Er hielt ihre rechte Hand fest, damit sie mit dieser nicht weiter auf die verletzte Brust- und Schulterseite einschlagen konnte, denn der, bis eben noch ignorierte, Schmerz wurde nun schlimmer. "Shannon..." Ace zog die Frau an sich und hielt sie in seinem Arm. Als er sich sicher sein konnte, dass sie ihn nicht mehr mit der rechten Hand schlagen w├╝rde, lie├č er auch diese los und legte den anderen Arm auch noch um sie. "Es tut mir leid. Ich war damals so dumm..." wisperte er leise. "Ich habe mich nie getraut dir zu schreiben oder dich anzurufen, als ich noch in Norfolk war... Ich..." Der Mann vergrub sein Gesicht in ihren dunklen, langen Haaren und merkte wie mehrere Tr├Ąnen sich aus seinen Augenwinkeln l├Âsten und in ihre ebenholzfarbene M├Ąhne sickerten. "Ich dachte du w├╝rdest mich hassen und ich hatte Angst..." Er lie├č sie nicht los und auch nachdem er sich wieder beruhigt hatte und nur noch sein Kinn auf ihrem Schopf lag, blieb er mit ihr auf der Lichtung stehen, wo alles angefangen hatte. Nach einer ganzen Weile, wie sie nur so dort in diesem Wald standen und nichts sagten, lie├čen Ace Knie langsam nach und er sank mit ihr auf den Waldboden. Odin hatte sich einen Platz im Schatten unter einem Baum gesucht und wachte jetzt ├╝ber die beiden. "Shannon... Ich wollte blo├č sagen, dass du es warst, an die ich mich in den zwei Jahren erinnert habe. Ich habe manchmal von dir getr├Ąumt..." Er zog aus seiner Jackentasche dann die Kette, die sie ihm damals geschenkt hatte. "Ich hatte sie immer bei mir...und hab gehofft, dass sie mich besch├╝tzt." Er sah die Frau vor sich nicht an, er konnte nicht. Es war ihm so peinlich wie er sich damals benommen hatte, wie sehr er sie verletzt hatte und nun sa├č er hier vor ihr und wusste schlie├člich auch nicht mehr, was er sagen sollte. Ein Stich in der Schulter erinnerte ihn wieder an die Wunde und den Schmerz, den er bis eben noch gesp├╝rt hatte und der jetzt mit Wucht zur├╝ckkam. Ace dr├╝ckte seine linke Hand leicht auf die L├Âcher, die sich unter T-Shirt und Verband verbargen.

Aktionsbeitrag - Silence:

Ein lautes Klatschen schallte durch den dichten Wald, das von ihrer Ohrfeige ausgel├Âst wurde. Erst im n├Ąchsten Moment wurde ihr bewusst, was sie angestellt hatte. Ihre Hand kribbelte und schmerzte leicht. Kein Wunder, wenn man bedachte, dass sie sonst nicht zu solch gewaltt├Ątigen Handlungen f├Ąhig war. Doch sie konnte nicht dar├╝ber nachdenken, denn sie wollte den tiefsitzenden Schmerz in ihrer Brust loswerden. Allein deswegen klopfte sie weiter auf seine Brust ein, mit der leisen Hoffnung ihm die Qual zu ├╝bertragen. Abrupt h├Ârte alles auf, als er sie festhielt und sie sich nicht mehr bewegen konnte. Ihre Brust hob und sank sich schnell, w├Ąhrend ihr Atem raste und sie ihn aufgebracht mit Tr├Ąnen auf den Wangen anfunkelte. Langsam kam sie wieder zu sich und die tosende Wut in ihr verblich, sobald sie ganz in seinen starken Armen versank. Neue Gef├╝hle machten sich in ihr breit, was sie dazu bewegte, sich verzweifelt in sein Shirt zu krallen, um Halt zu finden. Sie wollte sich nicht geborgen bei ihm f├╝hlen, aber genoss die N├Ąhe. Es heilte ihre gebrochene Seele. ÔÇ×Du bist so ein Idiot", murmelte sie leise und lehnte ihren Kopf an seine Schulter. Vielleicht w├Ąre alles anders gekommen, wenn er den Mut aufgebracht h├Ątte. Leider war er gegangen und hatte sie ziehen lassen. Pl├Âtzlich nahm sie die Feuchtigkeit seiner Tr├Ąnen wahr und dr├╝ckte sich automatisch fester an ihn, wobei sie ihre eigenen stumm im Einklang flie├čen lie├č. Wieso hatte er nicht auf sie h├Âren k├Ânnen? Es war unfair und trotzdem konnte sie froh sein, dass er lebte und gesund vor ihr stand. Ob sie jemals erfahren w├╝rde, aus welchem Grund er wieder hier war? Langsam sank sie mit ihm zu Boden und blieb bei ihm. Sie wollte ihn nicht loslassen. Was w├Ąre, wenn er erneut vor ihren Augen verschwand? Angst schlich sich in ihren K├Ârper hinein. Seine n├Ąchste Offenbarung ber├╝hrte ihr Inneres und sie wagte es den Kopf langsam zu heben, um die Kette anzusehen. ÔÇ×Anscheinend hat sie ihre Aufgabe erf├╝llt", hauchte sie und l├Ąchelte leicht. Vorsichtig hob sie ihre Hand und strich, wie in Trance, ├╝ber die silbernen Engelsfl├╝gel, die sie ihm damals zu ihrem ersten Jahrestag schenkte. ÔÇ×Ich habe auch an dich gedacht und gehofft, dass du noch irgendwo da drau├čen lebst", murmelte sie leise und warf ihm einen intensiven Blick zu, der schon bald von seiner n├Ąchsten Bewegung abgelenkt wurde. Aufmerksam beobachtete sie, wie sich seine Hand von ihrem K├Ârper l├Âste und diese auf sein T-Shirt dr├╝ckte. Nachdenklich sah sie zu der Stelle, die von ihren vorherigen Schl├Ągen getroffen wurde. ÔÇ×Was hast du? Bist du verletzt?", fragte sie besorgt nach und sp├╝rte die Gewissensbisse in ihr aufkommen. Ohne gro├č zu ├╝berlegen, stie├č sie seine Hand zur Seite und hob sein Shirt hoch, um selbst nachzuschauen. Dabei ignorierte sie seinen ausgepr├Ągten sch├Ân anzusehenden Oberk├Ârper und konzentrierte sich auf den Verband im oberen Bereich seiner Brust. Der Anblick war erschreckend. ÔÇ×Es tut mir leid...ich wollte dir nicht weh tun...", sagte sie bek├╝mmert und sp├╝rte das Bed├╝rfnis sein Leid zu lindern. ÔÇ×Was ist nur mit dir passiert, Ace?", fragte sie und lie├č ihre Hand sinken. Doch im gleichen Zuge wurde ihr klar, dass die Antwort nicht positiv ausfallen w├╝rde. Wie hatte es nur so weit kommen k├Ânnen?

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We loved with a love that was more than love...

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eunoia

24, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Ambitionierter Teilnehmer

Beitr├Ąge: 1256

Re: ­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

von eunoia am 08.05.2021 12:11

Wer ist Dein Schreibpartner:
Rogers aka Schimpanse
Wann ist das Play entstanden?
25.12.2020 
Trigger Warnung (sofern ben├Âtigt):
FSK 18+ - Feuer, Gewalt, Kraftausdrücke, Nahtoderfahrung?? 
Genre:
Drama, Real Life, 40s, Strangers to Lovers
Was ist davor passiert:
Montgomery Jones wird wegen Verdacht auf f├╝nffachen Mordes notgedrungen im Keller einer Nervenheilanstalt untergebracht. Krankenschwester Priscilla Carter bringt ihm regelm├Ą├čigen sein Essen herunter und erweist ihm auch gleich beim ersten Zusammentreffen einige intimere Gef├Ąlligkeiten. Es entwickelt sich schnell eine absurde Liebschaft, in der f├╝r den anderen Grenzen als Liebesbeweis ├╝berschritten werden.┬á
In dieser Szene ist in der Nervenheilanstalt ein Feuer ausgebrochen. Priscilla wurde allerdings kurz davor von dem leitenden Arzt der Klinik dazu angewiesen, einige Hilfsmittel f├╝r eine Behandlung zu besorgen. So verirrt sie sich ausgerechnet in der N├Ąhe der Feuerquelle, w├Ąhrend Montgomery von einer Wache vor dem Geb├Ąude festgehalten wird.┬á
Als er jedoch droht, sich so oder so loszul├Âsen und in Kauf nimmt, erschossen zu werden, gestattet ihm der Leiter seinen heroischen Lauf in die qualmende Anstalt.┬á┬á
Zu Priscillas Flashback - sie war auch w├Ąhrend des 2. Weltkrieges als Krankenschwester t├Ątig und wird mit dem Feuer an die Zeit zur├╝ckerinnert.
__

Aktionsbeitrag (Priscilla/Rogers):
"Rei├čen Sie sich verdammt nochmal zusammen! Sie wurden auf eine so ernste Lage ausgebildet! Das ist ein verfickter Weltkrieg! Und Sie sind hier, um Leben zu retten!"
"Sir, ich ..." Mir war ├╝bel, als ich den zerfetzten, leblosen K├Ârper vor mir sah. Wenn ich kotzte, w├╝rde er mich entlassen, obwohl er mich h├Ąnderingend brauchte. Au├čerdem wollte ich nicht weg hier. Ich wollte helfen, so grausam es hier auch war.
"Die Deutschen werden sich alle M├╝he geben, uns in Grund und Boden zu stampfen. Das hier wird nicht das erste Mal, dass eine Bombe in der N├Ąhe des Lagers einschl├Ągt." Kaum waren die Worte gefallen, ert├Ânte sie wieder. Die Sirene, die ank├╝ndigte, dass weitere Flieger ├╝ber den Horizont flogen und dieses Schlechtfeld weiter zerrissen.
"Los, bringen Sie sich in Sicherheit, bis der Bombenhagel aufh├Ârt, und dann k├╝mmern Sie sich um die Verletzten. Seine Sie egoistisch. So etwas fordert ein Krieg." Er entfernte sich schon von mir, als ich mich langsam in Bewegung setzte. Ich wusste nicht, wie meine Beine mich trugen, aber unter einer Vorrichtung fand ich meinen Schutz; zitternd, ver├Ąngstigt, verst├Ârt. Die Schreie zerrissen einen, gingen einem bis ins Mark. Weinende M├Ąnner, sonst stark genug, um B├Ąume auszurei├čen. Lautes Gewinsel, ohrenbet├Ąubende Sch├╝sse und explodierende Bomben. Ich hielt mir die Ohren zu, kniff die Augen zusammen und betete. Ich war keine gl├Ąubige Frau, aber vielleicht w├╝rde mir Gott heute helfen. Vielleicht w├╝rde er mich am Leben lassen, damit ich helfen konnte. Und als der Bombenhagel eine gef├╝hlte Ewigkeit aufh├Ârte und ich mich endlich aus meinem feigen Versteck erhob, war ich in einem Meer aus Leichen. Eine Hand packte nach meinem Bein, und ich zuckte erschrocken zusammen. Sah einem beinlosen K├Ârper dabei zu, wie er nach den richtigen Worten rang.
"B-Bitte, helfen Sie mir ..." Er kam nicht sehr viel weiter. Seine Stimme versagte, sein K├Ârper sackte zusammen. Panisch sch├╝ttelte ich seine Hand von meinem Bein. Jeder Schritt war schwer wie Blei und ich dachte, ich w├╝rde gleich ebenfalls einfach zu Boden gehen und sterben, aber sie brauchten mich und jeden, der nicht verletzt war, um zu retten, was noch zu retten war.
Ich ├Âffnete die Augen. ├ťber mir schwebte Rauch. War noch eine Bombe eingeschlagen? Aber der Boden unter mir war kalt und hart und hatte nichts mit dem blutbefleckten Kiesboden auf dem Feld zu tun, auf dem ich gedient hatte. Langsam erhob ich mich. Qualm und Rauch brannte ungesund in meinen Augen und lie├č mich husten, w├Ąhrend ich meinen geschw├Ąchten K├Ârper auf die Beine hievte. Ich konnte nicht sehen, wo ich war, aber ich war mir sicher, dass es kein gutes Zeichen war. Meine Finger tasteten durch den Rauch hinweg nach etwas, an dem ich mich festhalten konnte. Nach irgendeiner T├╝r, die mir die Flucht erm├Âglichte. Es war schwer, zu atmen. Die hei├če Luft schmerzte in meinen Lungen und jeder Schritt schmerzte.
Mein benebeltes Hirn bemerkte erst nach einer gef├╝hlten Ewigkeit, dass ich auf der Arbeit war. Im Lucia. Meine Finger umfassten die Klinke der T├╝r dr├╝ckte sie herunter, doch die T├╝r ├Âffnete sich nicht. Panik ├╝berkam mich. Es war die selbe Panik wie vor einigen Jahren noch; sie fra├č mich von innen auf und machte es schwer, noch rational zu denken.
Monty. Der Name schwirrte mit einem Mal urpl├Âtzlich in meinem Kopf herum und ich hatte das Gef├╝hl, jemand riss mir die Welt unter den F├╝├čen weg. Ich musste zu ihm. Musste zusehen, dass es ihm gut ging. Sicher gehen, dass er bei mir war. Dass sie ihn nicht hier zur├╝cklie├čen, wie sie es mit mir taten. Meine Schulter kollidierte immer wieder schmerzhaft mit der Holzt├╝r, doch sie gab nicht nach.
Mein K├Ârper hingegen geriet bald schon an seine Grenzen. Es war schwer, mich auf den Beinen zu halten. Ich sah nichts, h├Ârte nichts. Die Luft brannte weiterhin in meinen Lungen, ein unguter Vorbote, dass mir der Sauerstoff hier drin nicht reichen w├╝rde. Ich sollte am Boden bleiben ÔÇô irgendwo musste es brennen. Ich bildete mir sogar ein, dass ich das Knistern h├Ârte. Aber noch w├Ąhrend ich meine Versuche, die T├╝r zu ├Âffnen, stoppte, gaben meine Beine unter mir nach.
Ich liebe dich, Montgomery Jones.
Es waren die letzten Worte, die mir durch mein verwirrtes Hirn schossen, als ich mich der Schw├Ąrze umgab, die den Schmerz in meiner Lunge und in meinem Kopf endlich beenden sollte.
__

Reaktionsbeitrag (Montgomery/eunoia):

Die Rauchschwaden schienen sich bereits im Sekundentakt dunkler zu f├Ąrben, w├Ąhrend vereinzelt noch Personen aus dem Geb├Ąude str├Âmten. Diese wirkten bereits von dem Qualm angeschlagen und ben├Âtigten St├╝tzen.
Mein Herz f├╝hlte sich derweil so an, als w├╝rde es jeden Moment zerrei├čen. Nun hielt ich auch nach den verd├Ąchtigen roten Lampen der Feuerwehr Ausschau, doch noch war von diesen nichts zu sehen.
'' Sie m├╝ssen mich losmachen. '', kam es leise von mir, die Augen starrten dabei ins Leere und ich sp├╝rte eine Angst in mir aufsteigen, die ich in der Form schon ewig nicht mehr hatte f├╝hlen m├╝ssen. '' Wie war das, Gefangener? '' - '' Mach' mich los! '', keifte ich Fletcher kurzerhand an, als ich zu ihm herum geschnellt war und ihm meine H├Ąnde hinstreckte.
Wieder hatte der dickliche Mann jedoch nicht mehr als ein makabres Grinsen f├╝r mich ├╝brig, kratzte sich am Bart. '' F├╝r wie dumm h├Ąltst du mich? '' Meine H├Ąnde ballten sich derartig zu F├Ąusten, dass sich meine Fingerkuppen schmerzhaft in meine Handinnenfl├Ąchen dr├╝ckten.
'' Prisc- Schwester Carter ist immer noch im Geb├Ąude. Jemand muss sie rausholen! '', knurrte ich. '' Jetzt mach' schon, du verfluchter Schei├čkerl! '', konnte ich es mir schon im n├Ąchsten Atemzug nicht l├Ąnger verkneifen, als Fletchers Augen zu funkeln begannen und er seinen Kn├╝ppel z├╝ckte.
Die Wachm├Ąnner waren bereits mit den angeschlagenen Patienten und Personal besch├Ąftigt und Fletcher sah sich in der unersch├╝tterlichen Aufgabe, mich zu bewachen.
'' Meinetwegen erschie├čen Sie mich, aber ich werde hier nicht l├Ąnger tatenlos rumstehen! '' - '' Sch├Ân, l├Âsen Sie seine Fesseln, Fletcher. '', seufzte Dr. Lloyd letztlich in gr├Â├čter G├╝te, w├Ąhrend der W├Ąrter weitere Zeit mit seiner schockierten Miene verschwendete. '' Aber er- '' - '' Sollte er sich vom Geb├Ąude wegbewegen, schie├čen Sie eben. '', kam es k├╝hl vom Arzt zur├╝ck. Ungeduldig schritt ich von einem Fu├č auf den n├Ąchsten, als Fletcher endlich die Schl├╝ssel z├╝ckte und meine Fesseln damit l├Âste. '' Wo sollte die Schwester das Ger├Ąt besorgen? '', wollte ich von Lloyd wissen, der sich jedoch viel zu sehr an meinem Sinneswandel aufzuh├Ąngen schien.
'' Erdgeschoss, den Gang durch und dann nach rechts. Die vorletzte T├╝re. Aber das Feuer kommt aus der Richtu- '', noch eher der Arzt seine Warnung aussprechen konnte, kehrte ich ihnen den R├╝cken zu, um auf das Geb├Ąude zu zulaufen, h├Ârte da gerade die Sirenen, die noch in weiter Ferne zu lagen schienen.
Im Erdgeschoss war es schwer, die eigene Hand vor Augen zu sehen und der Rauch begann bereits in meiner Lunge zu kitzeln, meine Augen zu reizen. '' Priscilla! '', rief ich durch den Gang, versuchte nicht zu tief zu atmen.
Ich erreichte das Ende des Ganges und sah von rechts die tiefschwarzen Rauchschwaden, die immer mehr in den Eingangsbereich str├Âmten. Unter dem Spalt der letzten Fl├╝gelt├╝ren wiederum leuchtete es verr├Ąterisch und verriet das Feuer. Desto n├Ąher ich der Quelle der Hitze kam, desto schneller wurden meine Schritte.
Inmitten des Qualms konnte ich meine Augen kaum noch offenhalten und meine H├Ąnde griffen gar orientierungslos nach dem Knauf der T├╝re, von der Lloyd gesprochen hatte. '' Priscilla? Baby, kannst du mich h├Âren?! '', rief ich, als sich auch diese T├╝re nicht sofort ├Âffnen lie├č. Ob Lloyd mich angelogen hatte? Doch so b├Âsartig k├Ânnte er doch nicht sein, die Rettung einer Kollegin zu sabotieren, um einem M├Ârder eins auszuwischen?
Es musste an der Verzweiflung liegen, die meinen K├Ârper erzittern lie├č, dass es mir erst nach dem dritten Tritt gelang, das Schloss zu sprengen. Meine Augen brannten wie Feuer, doch ich erkannte gerade noch die zusammen gekauerte Gestalt auf dem Boden. '' Priscilla.. '', meine Stimme war heiser, ausgetrocknet, kaum sackte ich auf meine Knie. Ihr K├Ârper war schlapp, leblos.
Eilig hob ich die Krankenschwester auf meine Arme, sp├╝rte jedoch, dass ich selbst langsam zu schw├Ącheln begann. Der Rauch setzte mir mehr zu, als ich es mir eingestehen wollte und ich untersch├Ątzte die Gefahr, in einem Moment wie diesem schlichtweg selbst ohnm├Ąchtig zu werden.
Schmerzhaft fest pochte mein Herz gegen meinen Brustkorb, schien das Knochenger├╝st darum mit jedem Schlag zum Erzittern zu bringen, als ich vor mir schwach das Licht der Stra├čenlampen erkennen konnte. Und das Flackern roter Lichter. '' Wir haben es gleich geschafft, meine S├╝├če. Nur noch ein St├╝ck, ja? '', keuchte ich atemlos, biss die Z├Ąhne fest aufeinander und zog Priscilla nochmals dicht an mich heran, als meine Beine nachzugeben drohten.
Noch ehe ich fallen konnte, wurde ich jedoch von zwei M├Ąnnern in Uniformen abgefangen. '' Wir haben sie. Ist schon gu- '' - '' Nein! '', brummte ich lediglich, als sie mir die Krankenschwester aus den Armen abnehmen wollten. '' R├╝hrt sie nicht an. ''
Ich machte die letzten Schritte selbst, als es endlich frische Luft war, die ich einatmen konnte. Meine Augen mussten rot sein, verweint wirken und tats├Ąchlich war ich nicht einmal weit davon entfernt, tats├Ąchlich die Nerven zu verlieren. Vor der ersten Treppenstufe fiel ich schlie├člich auf die Knie, blickte auf Priscilla hinab.
'' Oh, mein Baby.. '', hauchte ich mit Schmerz in der Stimme, strich ihr die Haare aus dem Gesicht. '' Wach auf. '', fl├╝sterte ich, k├╝sste ihre Wange und bemerkte meine Tr├Ąne, die auf ihre Haut fiel, erst, als ich die N├Ąsse auf meinem Daumen sp├╝rte, kaum wischte ich sie wieder weg.
'' Mister, wir m├╝ssen Sie beide ins Krankenhaus bringen - bitte. '', redete einer der Feuerwehrm├Ąnner weiter auf mich ein, als sich kurz darauf H├Ąnde um meine Arme legten. '' Dieser Mann ist ein Gefangener. Wir werden ihn daher begleiten m├╝ssen. '', h├Ârte ich Fletchers Stimme hinter mir.
'' Ein Gefangener? '', der Mann in Rot wirkte ├╝berrascht, erwiderte weiter aber nichts, als ich sp├╝rte, wie sie mir mehr und mehr Priscilla aus den Armen zogen, die W├Ąrter mich auf die Beine zwangen. Bastarde.
'' Bitte, ich muss bei ihr sein! '', verlangte ich, zerrte an der Umklammerung der W├Ąrter, doch der Rauch hatte mir zu stark zugesetzt, als dass ich mich ernsthaft wehren konnte. '' Oh, du wirst bei ihr sein - in Ketten. '', schnaubte Fletcher, ehe die Handschellen meine Gliedma├čen wieder zusammen zwangen, w├Ąhrend meine Augen dabei zusahen, wie Priscilla in einen der Rettungswagen getragen wurde.

__'' You know the story about the scorpio and the frog? '' __

Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.05.2021 12:11.

passionfruit
Gel├Âschter Benutzer

Re: ­čÄ▓ #1 Special Scene ­čÄ▓

von passionfruit am 08.05.2021 12:59

- gel├Âscht -

Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.12.2021 10:21.
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