Fashion
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Re: Fashion
von Wanja am 04.10.2026 01:05Jetzt gebe ich als sonst stille Mitleserin auch mal meinen Senf dazu, ich liebe diesen Thread!
@Adani und genauso sehr liebe ich diesen emoji hihi
@Luthulhu das dark academia outfit fand ich schon mega, die Schnitte der einzelnen Teile harmonierten so gut miteinander, kudos!! looking gorgeous!! LIEBE auch das bunte Tuch, solche trage ich selbst auch oft 
@SkidRow Liebe den Ansatz, bewährte wenige Teile mit neuen Accessoires zu kombinieren. Der Chiffon-Schal als Gürtel ist super schick und girl dein taschen game ist strooong!! muss die pinterest funktion deiner verlinkten beiträge mal näher anschauen, hab ich noch gar nicht so für mich entdeckt
#Pucci ok woman of culture I see 
Noch zum Thema Seidentuch: Meine Brüder meinen immer ich sehe aus wie unsere Oma (ich habe nur Tücher in gedeckten Farben und diesen typischen alte-dame-mustern if you all know what I mean, ungefähr wie diese beiden Diven) und checken nicht, dass ich genau das erreichen möchte und Omas mit Seidentüchern total chic finde... kleine brüder können wirklich die größten hater sein
aber wenn die beim outfit was zu meckern haben weiß Frau, dass sie alles richtig gemacht hat!!
Habe diesen Sommer auch ByPeris für mich entdeckt, finde die Tücher mit den Fransen soo cool und habe selbst zwei Stück. Große Empfehlung, weils einfach mal was anderes ist und lassen sich auch als Taschen-Accessoire oder als Top tragen. Einziges Manko: leider sind die Tücher in der Pflege nicht ganz einfach
Lassen sich bestimmt auch einfach slebst machen – gibt es hier Nähmäuse?
Meine eigentliche Empfehlung: Staple Pieces, aber first and foremost: Beim Kleiderschrank-Ausmisten super ehrlich sein. Habe vor ein paar Wochen in einer klitzekleinen manic panic um 2 Uhr nachts meinen Kleiderschrank total verschmälert und bereue es kein Stück. Ich habe mir bei jedem einzelnen Teil die Frage gestellt, wann ich es zuletzt getragen habe und dementsprechend radikal aussortiert. Lässt sich natürlich nicht auf (Abend-)Kleider o. Ä. anwenden und dieser Rat ist grundsätzlich wohl mit Vorsicht zu genießen, aber ich empfand es als sehr befreiend!
Habt ihr einzelne Personen, an denen ihr euch fashionwise orientiert? Wenn ja, welche? Ich erinnere mich bspw an die Carolyn Bessette-Kennedy Mania (die Lady Di der Gen Z??) Oder Blogs? Soziale Medien? Alltag? Zeitschriften?
Re: Fashion
von SkidRow am 04.10.2026 04:14@Wanja: Oh schön, es gibt noch weitere Menschen auf dieser Seite, die sich für diesen Thread interessieren. Naw, ich freue mich sehr!
Dankeschön - auch für das Taschen-Game! Ich habe das, was du bereits unten beschrieben hast - um mir mal selbst vorwegzugreifen -, schon viel zu oft selbst erlebt und bereue es ebenso wenig, den Inhalt meines Schrankes schonungslos auf ein Minimum reduziert zu haben (nur um ihn mit ein paar neuen, hochwertigen Pieces zu füllen). 😅 Das musst du unbedingt, diese Kollagenfunktion ist wirklich super, wenn man nicht stundenlang (hello darkness, my old friend!) vor Photoshop oder ähnlichem sitzen und jedes einzelne Teil ausschneiden möchte.
Pucci betreffend: Ich war früher mal ein Fan, doch seit dem großen Socials-Hype und die Prints als unabdingbares "Summer-Musthave" zu betrachten, ist die Freude daran erheblich abgeflacht. Ebenso wie die an Carolyn Bessette-Kennedys Stil, gleichwohl ich ihn im Grunde immer lieben werde; vor allem ihr Gespür für Yohji Yamamoto Pieces, Calvin Klein, Prada, ihre Cartier Tank (dream watch!) und (die, die sie hatte) Farben zu kombinieren. Solange Knowles' Stil mag ich nicht minder.
Leider kann ich deine Links nicht aufrufen, mit wird lediglich nur "Fehler" und dass ich eventuell die Adresse überprüfen sollte angezeigt. Was jedoch deine Brüder ob des Tuch-Themas betrifft: Ouch, fühle ich sehr. :lol Insbesondere italienische Omas mit Tüchern! 🤩
Oder Tücher als Taschen umfunktionieren (siehe: The Row Ascot Bag und Bildtutorials von Hermes, deren Tücher zu allem möglichen zu knoten. Ziemlich inspirierend!)
Habe mir die von By Peris mal angeschaut (dankeschön, ich kannte die Marke noch gar nicht! Und jede neue Site hilft mir, mein Wissen zu erweitern. 😍) - die Muster und Fransen gefallen mir sehr, die sind echt schön.
Fashion-wise lasse ich mich hier und da von Scandi-Influencern, Rosie HWs älteren Looks, alten (Streetstyle-)Bildern aus meinen Ordnern (teilweise noch von WeHeartIt) auf dem Handy, Kunst, Architektur (Zaha Hadid, my beloved) oder Technik (neulich war es das leuchtende Plasma in Fusionsreaktoren wie dem Tokamak) und Wissenschaft inspirieren. Da gerade jedoch die Women's Fashion Weeks der SS27 sind, screenshotte ich selbstredend auch während den Livestreams viel zu viele Looks (Und uralte Fotos von Häusern, die es nicht mehr gibt - wie bspw. Madelaine Vionnet, Paul Poiret, Charles James, Halston uvm). Summa summarum würde ich meinen eigenen Stil als eine bunte Mischung aus Scandi, subtil futuristischen Elementen und zeitlosen Klassikern benennen. Und meine alten Vogues von 2015-2017, von denen ich mich nicht trennen kann; habe noch immer einen kleinen Haufen ausgeschnittener Pieces wie eine silberne Audemars Piguet Skeleton oder ein Modell mit Pavé, verschiedene Schuhe vergangener Kollektionen sowie eine auf privat gestellte Sammlung von alten Fashion Shows aus den 90ern oder 2010ern auf Youtube. Hach, ich vermisse Olivier Rousteings Balmain, bestimme Ären von Creative Directors in Givenchy, McQueens Sensationen... und viele mehr. Bedauerlich finde ich auch, dass bspw. Marken wie Unravel Project etc nicht länger existieren. Wie du siehst, gibt es so gut wie nichts, was mir nicht irgendwie etwas Inspiration gibt.
Auch noch zu nenne, wären Hedi Slimanes runs für YSL und Celine. Und diese FW-Kollektion von Khaite - die ist to die for.
Edit: Es tut mir furchtbar leid, ich fürchte, ich bin ein klitzekleines Bisschen eskaliert. 
Fare theE well! thus disunited, Torn from every nearer tie. Seared in heart, And lone, and blighted, More than this I scarce can die.
Re: Fashion
von Luthulhu am 05.10.2026 09:31Freue mich grade auch sehr, dass der Thread so ankommt und vor allem so tiefe Diskussionen entstehen.
Zum Thema Seidenschal:
Pucci kenne ich tatsächlich auch und feier ich, würde trotz des Hypes aber nichts kaufen. Das Tuch auf dem Bild ist tatsächlich ein Geschenk von der Schneiderin meines Bruders. Die geht leider jetzt in Rente. Er hat der guten Frau so ein lohnendes Geschäft beschert jeden Monat. Wir werden sie vermissen.
Das Stewardessen-Ding, das Adani erwähnt hat, hatte ich am Anfang bei solchen Sachen auch immer, aber irgendwann sieht man es nicht mehr. Mir ist aber inzwischen voll wichtig, dass das Tuch auf keinen Fall geknotet wird. Ich schiebe entweder einen dieser ganz dünnen Plastikhaargummis für geflochtene Zöpfe drauf oder einen zu eng gewordenen Ring. weil finde durch einen Knoten wird es schnell zu eng und so starr. Zumindest bei meinem Halsumfang.
Bei den ganzen großen Brands kann ich leider nicht mitreden, weil die meisten nicht in Plus Size Produzieren. Ich finde ansich Versace schön. War mit meinen Eltern auch häufiger mal im Store, aber sadlyyy haben die meine Größe leider gar nicht. Habe das Gefühl, dass die da bei den großen Modehäusern nochmal sehr viel mehr nur schlanke Kunden bzw. halt die unteren Normgrößen ansprechen und da falle ich leider aktuell noch raus. Deshalb stecke ich in dem Thema leider gar nicht drinnen, aber es ist für mich sehr interessant, mal Leute zu treffen, die da im Game sind.
Sonst ist meine Inspo viel mein Bruder, weil der Typ insane ist. Der kauft halt viel wirklich altes Zeug gebraucht, 3 Nummern zu groß und lässt es sich dann anpassen. Da fehlt mir allerdings häufig Zeit, Lust und Geld dafür. Sieht aber trz sehr geil aus. Sonst schau ich viel auf Pinterest. Ein bisschen auch auf Social Media, aber hab da nicht so wirklich Creator, die ich aktiv verfolge.
Weil ichs jetzt erst sehe, zum Thema Nähen:
Tücher sind echt ziemlich easy! Die schneidest du halt aus und machst nen Saum um die Enden. That´s it. Ich trag meine Seidentücher tatsächlich nur als Halstuch, weshalb Waschen kein so großes Thema ist, weil es Notfalls locker von Hand geht.
Was aussortieren angeht hat "Wann hast du es zuletzt getragen?" bei mir nie was gewirkt. Ich trag seltsamer Weise fast alles, aber eben dann nur 1x im Jahr, was auch schade ist. Ich habe dann den guten - wenn auch leicht ekligen - Tipp bekommen: Stell dir vor, dir kotzt im Bus ein Baby drauf und du könntest das Teil reinigen, aber halt nur mit sehr viel Aufwand. Würdest du? Wärst du traurig drüber? Und wenn die Antwort Nein lautet, dann kannst du es ausmisten, wenn du dir unsicher bist. Es ist weird, ich weiß. In meinem Fall klappt es aber echt gut.

Re: Fashion
von SkidRow am 05.10.2026 14:45Die Schneiderin hat ein gutes Auge.
Hier kann ich dir erneut zustimmen: Ging mir anfangs genauso. Vor allem zum Dreieckstuch gefaltet und mit einem Sweatshirt, Jeans und Loafern oder zu Converse kombiniert, hat man das Stewardess-Ding überhaupt nicht mehr. Aber ja, die Idee mit dem Ring ist super, mit langen/twillyartigen Tüchern insbesondere; hat dann fast etwas von einer Bolo-Tie.
Bezüglich der immer dünneren Models: This! Da sagst du was! Fiel mir zum einen selbst auf, zum anderen wird es von entweder Aktivist:innen oder Kritiker:innen aufgezeigt, wie viel tatsächlich an Körperdiversity in den letzten Jahren rückläufig ist - sowohl auf den Runways als auch in Editorials auf Magazincovern. Die Vielfalt von 2016 haben wir länger nicht mehr und alles geht zusehends auf die Heroin Chic Zeit der u.a. 90s zurück. Sieht man ja nicht nur am Modelcasting. 
Ehrlich gesagt würde ich mir selbst auch, mit allem Geld der Welt, nicht allzu viel von Designern kaufen, in erster Linie wegen der Qualität. Ich habe über die Jahre einiges gehört und dass manche Kund:innen eben jenes angekreidet haben, weil der hohe Preis in keiner Weise gerechtfertigt war aufgrund der schiefen Säume, schlechten Nähte/unsauberen Verarbeitung wie sichtbarer Kleber, rasches Verkratzen oder Abreiben des Metalles/der Goldbeschichtung an der Hardware an Taschen, dass Steine schon nach zwei- oder dreimaligem Tragen von den Sneakern abfielen... Chanel Taschen sollen da wirklich an Qualität verloren haben. Früher, ich glaube bis zu den frühen 2000s?, war u.a. das CC anscheinend aus solidem Gold, jetzt jedoch nur noch beschichtet. Zimmermann und Max Mara beispielsweise genauso: nicht mehr dieselbe Qualität wie zuvor.
Aber auch weil italienische und französische Größen tricky AF sind und ich beispielsweise eine Birnenfigur habe: breite Hüften und Oberschenkel zu einem relativ schmalen Oberkörper. Damit bekäme ich Probleme, plus, dass ich nur eine Normfigur habe und genauso wenig in die erforderlichen kleinen Größen passe. Daher: 🤷♀️ Eher versuche ich die Ästhetik der Brand nachzumachen.
Und was Versace angeht: Nicht meine Abteilung, finde oder fand jedoch immer mal ein paar Teile richtig gut. Bin dagegen aber ein riesiger Fan von 90s Versace oder generell Gianni Versaces Arbeiten. Dario Vitales mochte ich nicht so sehr und wie weit die mit dem neuen Creative Director sind, weiß ich nicht.
Eben! Sich seine Kleidung anpassen zu lassen, ist teurer als man erwartet. Bedauerlicherweise. Pinterest ist aber auch DIE Inspo. Ich sehe da täglich stundenlang Outfits und speichere sie ab. Love it (Dennoch vermisse ich WeHeartIt)!
So habe ich das noch gar nicht betrachtet, der Ansatz gefällt mir aber. 😂
Bis anhin habe ich mich nämlich eher nach Marie Kondōs "Does it spark joy?" orientiert oder Dinge weggegeben, die mir zu groß, ausgewaschen/-getragen oder ähnliches waren.
Und nähen? Ich kann nicht einmal einen Knopf gerade annähen, eher reichen meine Skills maximal für kleinere Löcher oder gerissene Nähte, aber mir eigene Stücke nähen? Never (sagt die Person, für die früher als kleines Mädchen feststand, dass sie einmal Modesesignerin wird, ironisch I know).
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Re: Fashion
von Luthulhu am 05.10.2026 17:20Absolut! Mein Arzt hat neulich sehr zufrieden meine Figur gelobt (heißt also, gesund bin ich wohl) und dabei angemerkt, dass "andere Frauen in Amerika ja tausende von Dollar in OPs stecken würden, um meinen Shape zu haben". Ich habs nicht übers Herz gebracht, ihm zu sagen, dass der BBL kein Trend mehr ist. Ich beobachte in der Fitnessszene aber grade bei den Athletinnen viel den wechsel zum klassischen Kraftsport. Aus "ich möchte 100 Kilo Hip Thrusten" wurde "hihi Pilates macht dünn und man baut keine Muskeln auf". Pilates btw auch Kraftsport und eigentlich ne ganz tolle Sache. Aber gut ... es ist wies ist. Ich denk immer an das Weihnachten zurück, als meine Mutter im Versace Store mit einem Kleid Größe 40 kam und ich richtig fertig war, dass ich da nicht reinpasse, bis eine Freundin später am Telefon meinte: "Maus. Das sind italienische Größen. Die fallen deutlich kleiner aus."
Habe übrigens auch eine Birnenform, plus seit Neustem tatsächlich merklich Probleme mit Bizeps/Trizeps und Lat und ich glaub selbst nach reduziertem KfA würde das bei mir keine 34 mehr werden. An den Beinen sicher nicht.
Zur Qualität kann ich bei den wirklich großen Modehäusern recht wenig sagen. Ich erlebe es aber bei Gym Brands. Da habe ich eine Zeit gerne mal nach Marken gesucht, weil die Teile halt beim Sport was können müssen und ich trage halt nichts so viel wie meine Sportkleidung. Da braucht es halt was Bequemes, Robustes mit Halt. Junge, junge ... da tun sich Abgründe auf.
Aktuell trainiere ich in einer Breathe Divinity Kompression (Gebraucht gekauft, weil neu unbezahlbar) und die sind zwar wunderschön und aus tollem Stoff, aber leider gehen die Säume recht schnell flöten. Weiß nicht, ob ich es falsch gewaschen habe, aber da stand auch nichts explizit dabei und hab es halt wie andere Sportsachen auch behandelt.
Hatte auch mal eine Oceans Appart Leggins (2,50 von Caritas, zum Glück) und darf die regelmäßig an der Innenseite flicken, was bei Sportkleidung wegen der Nähte bissi ungeil ist. Also ja, nichtmal das birgt leider mehr für Qualität.
@SkidRow, weil ichs in dem anderen Thread gesehen habe und interessant finde, wenn du schreibst du bist virtuelle Stylistin: Was genau tust du? Arbeitest du für einzelne Kunden oder ist es eher wie ein Blog? Wirst du dafür bezahlt? Wie sieht der Ablauf aus? Erzähl mal bisschen davon, ich hab das noch nie gehört und finde es spannend!

Re: Fashion
von SkidRow am 06.10.2026 17:31Sehr gut!, das freut mich zu hören! Ich war ja noch nie in der Nähe einer Gym oder habe je einen Fuß in eine gesetzt, doch höre ich das vermehrt von mir bekannten Menschen und besagten Aktivist:innen des öfteren, dass sich der "Trend" da wandelt (ich mag das Wort Trend in dem Zusammenhang überhaupt nicht, da Körper kein Trend sind 🥴).
Samesies! Nicht in einem Luxus-Store, doch in kleinen Boutiquen in den 2010s in der Innenstadt bekam ich jedesmal die Krise und Vertrauensprobleme was meine Erwartungshaltung vs Realität betrifft. Ist mit Jeans in zig Läden heute nicht anders. Aber ja, italienische, französische oder gar koreanische etc. Größen sind der final boss, wenn man nicht hundert Prozent dem vermittelten Körperideal entspricht. Big eww. Fashion sollte inclusive sein.
Hat mir eine Freundin früher ebenso erzählt, dass sie wegen dem ein paar Problemchen bekommen hat.
Ich lese und höre es auch nur von Menschen, die Reviews drehen/schreiben, daher ist alles, was ich hier tippe, leider Wissen nur aus zweiter Hand. Mit Mid-Range kann ich da eher dienen. 😅
Da kann ich nun wenig dazu sagen, doch kann ich mir vorstellen, dass die Qualität da genauso schwankt wie bei "regulärer" (Straßen-)Kleidung. Besonders, da man sie so strapaziert, sozusagen, muss sie halten und vor allem bequem sein. Ich google die Marke mal, sagt mir nämlich nichts. Muss nicht unbedingt an dir und dem Waschen liegen, vermute mal, dass es im Vornherein schon an der Verarbeitung lag? Ich weiß nicht, rate da jetzt nur.
Für 2,50? Woah.
Noch (!) bin ich unbezahlte, hobbymäßige Bloggerin, die auf Instagram (shameless plug: dort heiße ich saskiasnowstylist) ihre Looks und Moodboards postet, plane aber auch einen "richtigen" Blog auf Substack zu führen, auf dem ich längere Artikel verfassen und alles posten kann, was mich interessiert.
Man hat basically das gleiche Prozedere wie mit Real Life Stylisten, die für ihre Kund:innen in die Läden und Malls hüpfen und Outfits zusammenstellen, weil diese keine Zeit oder nicht genug Ahnung haben, die Vorstellung umzusetzen. Der Kontakt läuft rein virtuell, das heißt entweder weder Videocall oder Chat und die/der Kund:in erhält neben einem Vorgespräch einen detaillierten Fragebogen mit essenziellen Fragen wie wie der Alltag aussieht, Größe, Figurtyp, Lieblingsläden, Lieblingsfarben und Stylevorbilder. Manch einer lässt den Kunden auch eine Woche lang Outfits zeigen, um zusätzlich die Gewohnheiten zu verstehen und nochmal konkreter zu erfassen. Einige erstellen mit oder ohne dem Kunden auch ein Moodboard, in das sie Bilder hineinwerfen. Ist das fertig, zeigt man es dem Kunden zum Absegnen und kreiert virtuelle Looks und Moodboards (was Real Life Stylisten auch machen, nur fügt man da keine shopable Links hinzu), für die der Kunde auch nochmal das OK gibt und entweder zufrieden alles nachshoppt oder um Revisionen bittet, Dinge zu ändern o oder so. Zu den Moodboards erhält der Kunde auch noch Stylingtipps, zusätzliche Ideen zu den Teilen und eine Nachbesprechung, in der alles Übrige geklärt und weitere Fragen beantwortet werden, wie zum Styling der Teile miteinander, wenn es eine Capsule war, oder sowas in der Art. Natürlich beläuft es sich nicht nur hierauf, sondern hat verschiedene Angebote: wie oben beschrieben, dann gibt es noch Wardrobe Aussortierung, gemeinsames Styling via Videocall, in dem der Stylist der Person hilft, Looks der vorhandenen Garderobe zusammenzustellen oder auch Teile zu integrieren hilft, die der Kunde zwar hat, aber nicht weiß, wie ms sie stylen soll. Auch renommierte (ehemalige) Celebrity-Stylisten wie Allison Bornstein (u.a. Katie Holmes) bieten seit Längerem sowas an und benutzen Kalenderseiten wie Calendly fürs Buchen.
Zudem hat man Pakete, die man anbietet. Beispiele wären: Capsules, (kennt man sowieso), Saisonale Capsules in verschiedenen Größen (heißt: große Capsule mit 15+ Teilen und vielen Looks oder Mini-Capsule mit max. 10 Pieces), City Breaks, Holiday-Looks oder Looks für besondere Events, Home Looks etc etc. Was es jedoch noch gibt, sind Pakete nach Stunden zu haben, Pakete ohne Kategorie und mit einer festen Anzahl von Outfits oder einen Retainer. Retainer bedeutet lediglich, dass der Kunde den Stylisten dauerhaft hat und quasi auf "Speed Dial" für X-Anzahl an Monaten, also eine Art Abo.
Mehr fällt mir gerade nicht mehr ein, was relevant wäre, da Content Creation/ virtuelles Styling in Brand Collabs nochmal etwas anderes ist, aber letztlich ähnlich abläuft. Ich hoffe, der Einblick beantwortet deine Fragen weitgehend und ja... that's it von meinem Traumjob. :)
Edit: Leute greifen auch auf Plattformen wie Indyx zurück, auf denen man seine eigenen Teile aus dem Schrank hochlädt und entweder sich selbst Outfits kreiert oder es Stylisten machen lassen kann. Der Stylist empfiehlt zusätzlich Teile, bastelt dann mit vorhandenen und den neuen Pieces Looks zusammen, die der Kunde immer abrufen und darüber hinaus selbst kombinieren kann (könnte).
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Re: Fashion
von Luthulhu am 06.10.2026 18:15Danke dir auf alle Fälle für die detaillierte Beschreibung. Drück dir die Daumen, dass du da ggf. Fuß fassen kannst. Hab das nur mal so am Rande über ein Mrs. Vlog Video mitbekommen, wo sie halt mal zeigt, dass sie sich eine Stylistin holt. Aber da wirkte das für mich halt wie sone Sache, die ich mir eh nie leisten kann.
Eine Freundin von mir war tatsächlich auch mal bei einer. Fand für sie hat die Dame sie auch ganz gut beraten. Also es hat echt ihren Geschmack getroffen und sie konnte ihr wertvolle Tipps geben. Mein Geschmack war es am Ende nicht, aber man muss dazu sagen, wir sind einfach so sehr unterschiedliche Typen und meine Freundin hat sich total gefreut.

Re: Fashion
von SkidRow am 07.10.2026 00:19Gern geschehen! :) Dankeschön, das hoffe ich auch.
Stylisten kommen i.d.R wirklich nicht so günstig, ich kenne die Preise selbst, die einige für ihre Pakete berechnet haben, daher lohnt es sich - kann es sich lohnen, Anfänger zu buchen, die sich noch ein Portfolio aufbauen und jede/r Kund:in zählt, auch für die Erfahrung zu sammeln. Sollte es jemand in Betracht ziehen und nicht 200+ Euro ausgeben wollen. Recht hast du natürlich.
Freut mich jedoch sehr für deine Freundin, dass die Person ihr tatsächlich weiterhelfen und Tipps und Tricks weitergeben konnte, das ist schön zu hören!
Anderes Thema, da ich mit meiner besten Freundin kurz darüber gesprochen habe, anlässlich ein paar Reels auf Instagram: Späte 2000s und frühe 2010s Cluboutfits. Seitdem schwelge ich in Erinnerungen und wundere mich, wie ich in circa 9-10 Zentimeter Schuhen bis in den Morgen tanzen und bei Eis, Schnee und Minusgraden in dünnen Strumpfhosen, sehr kurzem Ledermini, Lederjacke und dünnem Mantel herumlaufen konnte. Ich kann mich nicht mehr jedem Teil entsinnen, aber 2010s Clublooks waren super cool! 
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