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KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

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Ithoughtiwa...

26, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Event-Begeisterter

Beiträge: 739

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von Ithoughtiwasanalien am 03.11.2026 13:14

@ Anticonformist 


- LONG AGO THERE WAS A
CAT,
WHO SWALLOWED A BALL OF YARN,
AND WHEN THE CAT HAD KITTENS,
THEY ALL HAD SWEATERS ON. -

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Blumentopf

-, Weiblich

  7. Columnist

Neuling

Beiträge: 556

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von Blumentopf am 03.11.2026 13:07

Der ursprüngliche Inhalt dieses Beitrags wurde durch das RSH-Team entfernt.



Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.11.2026 13:53.

Polythea

28, Weiblich

  9. Employed Writer

Neuling

Beiträge: 565

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von Polythea am 03.11.2026 12:58

Oh boy, here we go again, C.J.




Vorab an der Stelle: Ich schätze mal, dass jeder hier definitiv seine Meinung preisgeben darf und dafür eine sachliche und respektvolle Antwort bekommen sollte. Einige Passagen meiner Meinung können überspitzt dargestellt sein, richten sich aber nicht gegen eine oder mehrere Personengruppen. Vielleicht spricht da auch mein unterdrücktes Selfloathing. x)

Mir geht es nicht darum, irgendwen an den Pranger zu stellen, sondern das Phänomen der künstlichen Intelligenz, das mittlerweile seit gut zwei Jahren auf RSH angekommen ist, auszudiskutieren. KI wird zunehmend zu einem Standard, der meiner Meinung nach mit größter Vorsicht gehandhabt werden sollte – im Grunde genommen advocate ich für eine höhere KI-Sensibilität, i guess?
Im selben Atemzug sollten sich Menschen nicht dafür schämen müssen, dass sie in der Vergangenheit auf künstliche Intelligenz gesetzt haben und damit mittlerweile clean kommen. Look, here I am, standing for the (right) side.

1.) Wie steht ihr zum Thema Nutzung von KI im kreativen Bereich? Das umfasst für mich Themengebiete wie Musik, Kunst und kreatives Schreiben (Rollenspiele zB).

Wie oben bereits erwähnt, bin ich mir ziemlich sicher, dass viele von uns irgendwann mit (generativer) KI herumgespielt haben, als sie für das gemeine Fußvolk wie uns zugänglich gemacht wurde. Daran sehe ich jetzt per se nichts Dramatisches, weil es schlichtweg in der Natur des Menschen liegt, sich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen, die seemingly den Alltag vereinfachen, no?
Mein vergangenes Ich experimentierte beispielsweise gern mit den Bildgeneratoren von Midjourney und ChatGPT herum. Auch deshalb, weil künstliche Intelligenz zu diesem Zeitpunkt in meinem beruflichen Umfeld zunehmend an Bedeutung gewann. Ich war im Marketing der Immobilienbranche tätig und wir beschäftigten uns unter anderem damit, wie KI für die Vermarktung von Büroflächen, Mockups und andere Visualisierungen eingesetzt werden konnte und irgendwann ist es auch privat auf Bilder zu Plays übergeschwappt.
Damals habe ich mir über die Hintergründe noch nicht sonderlich viele Gedanken gemacht, wollte meine Ideen und Vorstellungen durch eine Maschine visualisieren lassen, um etwas Greifbares zu haben. Etwas, das diesen bestimmten Vibe auffängt, den man sich im eigenen Kopf bereits ausgemalt hat zu einer bestimmten Story, die man sich nach seinen Vorstellungen "einfach machen" lassen kann durch einen chaotischen Prompt.
Durch meinen Freundeskreis begann ich allerdings, mich zunehmend kritischer mit der Generierung solcher Bilder und der künstlichen Intelligenz im Allgemeinen auseinanderzusetzen. Dabei wurde mir erst wirklich bewusst, welche ethischen, gesellschaftlichen und ökologischen Fragen mit ihrer Nutzung einhergehen und begann, mich intensiver darüber zu befassen.
Mittlerweile wissen wir schließlich auch deutlich mehr darüber, mit welchen Daten generative KI trainiert wurde und welche Rolle dabei urheberrechtlich geschützte Werke spielen. Musik, Kunst, Literatur und andere kreative Arbeiten wurden teilweise ohne ausdrückliche Zustimmung ihrer Urheber:innen für das Training entsprechender Modelle verwendet. Gerade gegenüber Menschen, die ihre Existenz auf ihrer künstlerischen Arbeit aufgebaut haben, halte ich das für äußerst problematisch. (-> In dem Sinne, support your local artists ... auch ohne eine Menge an Geldsummen auszugeben. c:)

Speaking of pictures:
Da hier in meinen Blogs noch Überbleibsel aus dieser Zeit vorhanden sind, bin ich gerade dabei, jeden meiner Blogeinträge, der noch über KI-generierte Bilder verfügt, durch eine lizenzfreie Alternative anzupassen. Einfach, weil ich diesen Schandfleck aus meinem Profil entfernen möchte. x)

Ich finde allerdings, dass man Menschen zugestehen sollte, ihre Einstellung zu ändern oder einen Weg zu ebnen, den eigenen Horizont zu erweitern. Niemand muss von Anfang an alles richtig gemacht haben oder die Nutzung von KI ist grundlegend falsch, grr! Entscheidend ist für mich eher, ob man bereit ist, sich mit neuen Erkenntnissen auseinanderzusetzen und gegebenenfalls Konsequenzen daraus zu ziehen – vor allem mit dem eigenen Verhalten und der Ansicht, wie man diese Thematik angeht.
Und genau da beginnt für mich das eigentliche Problem, was ich hier seit längerer Zeit beobachte:

Was ich in den vergangenen zwei bis zweieinhalb Jahren zunehmend beobachtet habe, ist die Selbstverständlichkeit, mit der KI-generierte Inhalte auf RSH präsentiert werden, ohne dass für Außenstehende immer ersichtlich ist, wieviel davon tatsächlich auf die Eigen(hirn)leistung der jeweiligen Person zurückzuführen ist.
Ob es Bilder, HTML-Codes, Designs, Steckbriefe, Blogeinträge oder sogar ganze Storylines sind → jup, damit lehne ich mich ganz schön aus dem Fenster, it is what it is.
Es geht mir dabei nicht darum, dass jemand seine Ideen mit einer KI bespricht, sich beim Brainstorming unterstützen lässt oder beispielsweise Hilfe bei einem technischen Problem sucht. Zwischen einer unterstützenden Funktion und der vollständigen Übernahme eines kreativen (Denk)prozesses liegt für mich ein meilenweiter Unterschied.
Mir geht es vielmehr um die Anerkennung, die Menschen für Arbeiten erhalten, an denen sie selbst möglicherweise nur einen Bruchteil der eigentlichen kreativen Leistung erbracht haben.
Wir haben hier Leute, die sich stundenlang mit ihren Charakteren, Designs, HTML-Codes und Geschichten auseinandersetzen und damit ins Leben rufen. (shoutout hier besonders an @skidrow, bless your brain, weil mir das immer positiv auffällt, aber damit meine ich wirklich every single one, der stundenlang daran sitzt.)
Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die sich ähnliche Ergebnisse innerhalb weniger Minuten 'stumpf' generieren lassen und dafür dieselbe Anerkennung erhalten, ohne diesen Umstand transparent zu machen.
Natürlich kann auch hinter einem Prompt eine eigene Vorstellung stehen oder eine Idee zu haben und diese vollständig selbst umzusetzen, sind für mich allerdings zwei unterschiedliche Dinge (persönliche Meinung hierzu, undso, don't get me wrong).
Das Problem ist nicht einmal zwingend das Ergebnis selbst, sondern die Darstellung der eigenen Leistung. Wenn ich etwas als mein Werk präsentiere und dafür Lob entgegennehme, sollte zumindest erkennbar sein, welche Teile tatsächlich von mir stammen ... am besten wirklich das Gesamtpaket.
Gerade im Rollenspielkontext find' ich das für außerordentlich wichtig.

3.) Nutzt ihr KI in eurem Alltag? Sei es zur Recherche oder zu anderen Zwecken.

RSH ist basically ein Teil meines Alltags geworden und für mich ist es schließlich kein Ort, an dem wir ausschließlich für uns allein kreativ sind. Wir suchen uns Schreibpartner:innen, entwickeln gemeinsam Geschichten, investieren Zeit in Charaktere und bauen teilweise über Jahre hinweg ganze Welten miteinander auf.
Wir reden hier von einem zeitintensiven Hobby, einem gemeinschaftlichen Hobby, das wir mit anderen auf dieser Seite teilen, die wir vielleicht sogar schon als Freund:in, Partner:in oder ähnliches bezeichnen.
Wenn ich mehrere Stunden damit verbringe, einen Beitrag zu schreiben, mir Gedanken über die Handlung, die Emotionen meiner Figur oder die nächste Entwicklung unserer Story zu machen, möchte ich nicht im Gegenzug einen lieblos generierten KI-Text erhalten.
Ja, ist mir bereits passiert und ich wette, den meisten von euch ebenfalls – ob unsicher als Verdacht in der Luft oder tatsächlich offen kommuniziert.
Ich möchte nicht grundsätzlich unterstellen, dass jeder KI-generierte Text schlecht ist (ob's überhaupt an erster Stelle einer ist) oder dass die Person dahinter überhaupt keine eigenen Ideen besitzt.
Für mich jedoch geht in erster Linie ein wesentlicher Bestandteil dieses Hobbys verloren: die persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Schreiben und das 'Besser' werden.
Es geht um den Willen, sich selbst weiterzuentwickeln und stolz darauf sein, was wie sehr man sich verbessert hat in den letzten Jahren. (Alte Texte zu finden ist wirklich jedes Mal ein McDonalds-Moment, ngl)
Eigene Worte für Gedanken und Räumlichkeiten zu finden, anstatt sich zunehmend darauf zu verlassen, dass eine Maschine diese Aufgabe übernimmt ... und nein, ich meine jetzt nicht diejenigen, die Google für Synonymsuche nutzen (schuldig).
Natürlich investiert nicht jeder gleich viel Zeit in einen Beitrag, das war auch vor der Existenz generativer KI so und ist vollkommen in Ordnung und erwartet keiner.
(13k Wörter RP-Beitrag sag ich nur.)
Es macht aber für mich einen Unterschied, ob jemand selbst geschrieben hat oder ob ein erheblicher Teil des Textes von einer KI stammt, ohne dass ich davon weiß.
Denn letztlich suche ich mir eine:n Schreibpartner:in aufgrund seiner Ideen, seiner Art zu schreiben und seiner Kreativität aus. Wenn genau diese Eigenschaften überwiegend von einer Maschine übernommen werden, bekomme ich möglicherweise einen vollkommen falschen Eindruck davon, mit wem ich eigentlich schreibe.
Das empfinde ich als irreführend und sorta unehrlich.

Was @nightlight bereits auf den Punkt gebracht hat: neben der kreativen und zwischenmenschlichen Ebene gibt es allerdings noch einen weiteren Punkt, der meine Einstellung zur generativen KI maßgeblich verändert hat und zwar ihre Auswirkungen außerhalb unserer kleinen RSH-Bubble.
Wir befinden uns bereits mitten im Klimawandel, gleichzeitig entstehen immer größere Rechenzentren, deren Betrieb erhebliche Mengen an Energie benötigt + beträchtliche Wassermengen beanspruchen kann.
Die ökologischen Auswirkungen unterscheiden sich natürlich je nach Modell, Infrastruktur und Energieversorgung. Trotzdem finde ich es fragwürdig, wie selbstverständlich wir immer neue Inhalte generieren lassen, ohne uns überhaupt Gedanken über den Ressourcenverbrauch dahinter zu machen ...
Die gesellschaftlichen Folgen sollte man meiner Meinung nach nicht ignorieren, wenn man mal einen Blick in die USA wirft: dort wird beispielsweise darüber diskutiert, wie sich der Ausbau von Rechenzentren auf ohnehin benachteiligte Gemeinden (namely POCs) auswirkt. Dazu gehören Fragen der Energieversorgung, des Wasserverbrauchs und möglicher zusätzlicher Umweltbelastungen.
(Q1: https://islandpress.medium.com/data-centers-threaten-black-communities-heres-how-to-fight-back-f11082a7f42a
(Q2: https://blog.nwf.org/2026/05/the-ai-data-center-boom-is-an-environmental-justice-crisis/
Q3: https://kaporfoundation.org/datacenters-envt-health/)

Das alles erscheint uns vielleicht ziemlich weit entfernt, wenn wir lediglich ein hübsches Charakterbild oder einen Blogeintrag generieren lassen und hinzu kommen die wirtschaftlichen Auswirkungen.
Wie vorher erwähnt, habe ich selbst im Marketing der Immobilienbranche gearbeitet und in den vergangenen Jahren wurden wir zunehmend dazu angehalten, künstliche Intelligenz in unsere Arbeitsprozesse zu integrieren, unter anderem bei der Erstellung von Mockups, Visuals und anderen Marketingmaterialien, you name it.
Anfangs wurde uns die Technologie vor allem als Unterstützung präsentiert → etwas, das Prozesse vereinfachen und Arbeitsabläufe beschleunigen sollte.
Mittlerweile erleben wir allerdings auch, wie Unternehmen die Tätigkeiten automatisieren, Aufgabenbereiche verändern/anpassen oder sogar menschliche Arbeit zunehmend durch KI ersetzen möchten.
Gerade deshalb fällt es mir schwer, diese immer wandelnden Technologien vollkommen unkritisch zu betrachten.
Denn hinter den Bildern, Texten und Co., die wir uns innerhalb weniger Sekunden generieren lassen können, stehen auch Menschen, deren Arbeit dadurch unter Druck geraten kann oder schlimmer

2.) Wie soll der Umgang mit KI auf RSH aussehen?

Damit komme ich zu dem Punkt, der mir innerhalb dieser Diskussion eigentlich am wichtigsten ist und wie meine Vorredner:innen auf den Punkt gebracht haben: Transparenz.
Ich möchte niemandem verbieten, künstliche Intelligenz zu verwenden, da jeder selbst entscheiden kann, welche tech. Werkzeuge er für seine kreativen Projekte nutzen möchte.
Allerdings sollte diese Entscheidung nicht ungefragt auf die Leute übertragen werden, mit denen man gemeinsam schreibt.
Soweit ich mich erinnere, hatte das Team bereits vor etwa eineinhalb bis zwei Jahren darum gebeten, KI-generierte Inhalte entsprechend zu kennzeichnen – ohne wirklichen Erfolg.
Ist auch ein bitterer Beigeschmack, öffentlich etwas mit KI zu kennzeichnen, aus Angst vor backlash.
Dennoch will ich hier einmal einen wichtigen Aspekt vorführen:
Warum sollte ich erst herausfinden müssen, ob der Text meines potenziellen Schreibpartners tatsächlich von ihm stammt? Warum sollte ich rätseln müssen, ob die beeindruckende Gestaltung eines Profils eigenständig entstanden ist oder überwiegend durch eine KI generiert wurde? (Profil ist literally not that deep, but you get the point.)
Ich finde, eine entsprechende Kennzeichnung sollte daher selbstverständlich sein – zumindest irgendwann in naher Zukunft.
Hier geht es mir nicht um jemanden outcallen, der seinen Text auf Rechtschreibfehler überprüfen lässt oder sich bei einem HTML-Problem Unterstützung holt. Vielmehr würde ich zwischen einer unterstützenden Nutzung und der tatsächlichen Generierung kreativer Inhalte unterscheiden wollen.
Wenn ein erheblicher Teil eines Bildes, Textes, Designs oder einer Storyline von KI erstellt wurde, sollte das auch offen kommuniziert werden.
Nicht, um jemanden bloßzustellen, sondern damit andere selbst entscheiden können, ob sie sich damit auseinandersetzen möchten.
Ich persönlich möchte beispielsweise keine RP-Beiträge lesen oder beantworten müssen, die überwiegend KI-generiert sind, während Andere damit vielleicht überhaupt kein Problem haben. Beide Einstellungen hierzu sollten respektiert werden.
Finde nicht, dass Transparenz in diesem Zusammenhang zu viel verlangt ist.

Nutzt ihr KI auf Arbeit? Sei es zur Recherche oder zu anderen Zwecken.
Hab' ich mal hier zweigeteilt.
Jau, habe ich und das möchte ich auch gar nicht abstreiten.
Ich habe die KI in meinem beruflichen Umfeld kennengelernt und selbst mit unterschiedlichen Anwendungen experimentiert. Selbst heute sehe ich durchaus sinnvolle Einsatzmöglichkeiten, insbesondere wenn es um Recherche, technische Hilfestellungen, das Erklären komplexer Sachverhalte oder die Unterstützung beim Lernen geht – alles valide Gründe, für die man für die KI argumentieren kann.
KI kann ein nützliches Werkzeug sein und das möchte ich ihr keineswegs absprechen.
Gerade deshalb halte ich es allerdings für wichtig, ihre Einsatzbereiche komplexer zu betrachten und nicht jede Form der Nutzung automatisch miteinander zu vergleichen.
Zwischen einer KI, die mir erklärt, weshalb ein HTML-Code nicht funktioniert, und einer KI, die mir einen vollständigen Rollenspielbeitrag schreibt, liegen für mich Welten.
Natürlich verschwimmen diese Grenzen manchmal und nicht jede Hilfestellung lässt sich eindeutig pauschalisieren.
Umso wichtiger finde ich es, dass wir darüber sprechen, anstatt die Problematik entweder vollständig zu ignorieren oder uns gegenseitig moralische Überlegenheit vorzuwerfen.

Abschließend dazu mal noch eine persönliche Note:
Ich möchte KI nicht grundsätzlich verteufeln und ich möchte auch niemandem seine bisherigen Erfahrungen oder kreativen Projekte absprechen, nur weil dabei künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen ist.
Schließlich habe ich selbst damit experimentiert und meine Einstellung erst mit der Zeit verändert & kritisch hinterfragt.
Was ich mir allerdings wünsche, ist ein bewussterer Umgang mit der generativen KI.
Mehr Eigenverantwortung, Transparenz und vor allem mehr Sensibilität für die Konsequenzen, die über unseren eigenen Bildschirm & vier Wände hinausgehen.
Wir sollten uns bewusst machen, dass nicht alles, was technisch möglich ist, automatisch bedenkenlos genutzt werden muss.
Gerade in einem kreativen Hobby, das davon lebt, dass wir alle unsere eigenen Gedanken, Ideen und Storys miteinander teilen, halte ich es für wichtig, die menschliche Eigenleistung nicht aus den Augen zu verlieren.
Ich möchte mich schließlich nicht darüber freuen, wie gut jemand eine Maschine mit seinen Ideen gefüttert hat, sondern darüber, was diese Person selbst kreiert hat.

In dem Sinne:
Ich möchte mit euch kreativen Köpfen schreiben, und nicht mit einer Maschine. ♥️


From her light, eternity.


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Adani

-, Weiblich

  9. Employed Writer

Beiträge: 1898

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von Adani am 03.11.2026 12:47

Okay, ich sehe, dich scheint also konkreterweise  hier auf RSH uu stören, dass man generierte Bilder von KI nutzt.
Klar, ist das nicht schön, dass man Kunst anderer klaut und KI es etwas verändert wiedergibt, sodass man es als eigene Kunst betiteln kann.
Da wäre dann wieder die Frage, wo ist die Grenze? Wir alle haben früher für die Schule Text aus Büchern oder Internetseiten gelesen und in eigenen Worten verändert wiedergegeben. Der Inhalt ist jetzt auch von jemanden genommen oder in eurem Fall 'geklaut' worden - nur eben anders wiedergegeben. So, und jetzt? Was machen wir da? Dann müsste man die Leute alle auch respektlos behandeln und mit Füßen treten, oder was?

Dass eine Person entschieden hat für sein Hobby KI zu nutzen - ist deren Sache.
Wenn du einen simpel gestalteten Blog bevorzugst gegenüber einem 'AI-Blog' - dann stay happy with your opinion. Dann ignoriere die 'AI-Blogs' und fokussiere dich auf die Non-AI-Blogs. Und das ist doch auch vollkommen okay, guuurl! Niemand hasst dich dafür - du schadest niemanden und niemand soll dich schaden. 
Ich sage ja: Es wäre schön, wenn man [man könnte schon sagen] als Triggerwarnung angibt: ACHTUNG AI-KONTEXT
damit der User 'vorgewarnt' ist und gar nicht erst den Blog dann anklickt. Genauso gilt dies auch für andere Bereiche, wo KI genutzt wird.

Maaannnn, ich möchte echt nicht, dass wir hier hassen oder dergleichen - du bleibst trotzdem eine coole, nette Userin - wie alle anderen für mich auch. Möchte ich dich nur wissen lassen, okay? Trotz Meinungsverschiedenheiten. 

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nightlight

24, Weiblich

  6. Fanfiction Writer

Beiträge: 203

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von nightlight am 03.11.2026 12:26

Und wenn du dich jetzt mit meinem eben Erwähnten Appell an dich angegriffen fühlst

da kannst du unbesorgt sein, denn ich fühle mich nicht angegriffen. da du aber unmöglich wissen kannst, welche form von aktivismus ich in meinem privatleben vielleicht schon betreibe oder eben nicht, bedanke ich mich an der stelle nur für die originelle idee mit der petition :')

aber es gibt keinerlei Grund dafür, dass man sich hier herablassend gegenüber andere aufführen muss.

prinzipiell stimme ich dir da natürlich zu, aber – und das stelle ich jetzt absichtlich überspitzt dar – wenn jemand durch die nutzung von ki generierten bildern die kunst anderer mit füßen tritt, wieso darf ich dann nicht auch ebendiese vermeintliche kunst genauso behandeln? man kann einfach keinen respekt erwarten, wenn man selbst anderen künstlern gegenüber absolut respektlos handelt. und es ist nun wirklich kein geheimnis mehr, dass die ki durch bereits vorhandene kunst gefüttert wird und sich demzufolge an bereits vorhandenen mustern/ideen/etc bedient. ich verstehe schlicht und ergreifend nicht, wie man als person, die selbst ein kreatives hobby ausübt, zu der schlussfolgerung kommen kann, dass die nutzung von ki eine tolle idee ist.

und ich persönlich werde immer einen simpel gestalteten blog eintrag bevorzugen und mich einfach an dem geschriebenen erfreuen, worum es auf einer rollenspielseite ja primär geht, anstatt von überladenen ki bildern überfallen zu werden, die einen blog eintrag für mich wirklich noch nie anschaulicher oder ansprechender gemacht haben, ganz im gegenteil. 

AND WHEN I FALL APART, PROMISE
IN THE DARK, YOU'LL BE MY
NIGHTLIGHT

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Adani

-, Weiblich

  9. Employed Writer

Beiträge: 1898

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von Adani am 03.11.2026 11:49

Sowohl @FrenzyFlame, als auch @Tintenfeuer - thx, dass ihr Verständnis irgendwo aufruft gegenüber Diejenigen, die eben AI als Hilfsmittel nutzen und nicht diese User direkt als ein Schandfleck der Gesellschaft deklariert.

Transparenz ist hier das Schlagwort - man kann das Forum darauf appellieren AI-Kontext zu markieren, damit sein Gegenüber es einfach weiß. Und die Idee von Tintenfeuer ist auch gut, dass man im Profil ein extra Feld einfügt, wo man angeben kann, ob und wieviel und wofür man AI auf RSH nutzt, damit man vorab schonmal verwiesen [<- sagt man das so? Don't know, hope you understand guys :'D] wird, was auf einem zukommt, wenn man mit diesem User evtl. agieren möchte.

@nightlight - Ja, Klimawandel exists und ganz sicherlich nehme ich mir die Zeit, um über mein eigenes Handeln in meinem Leben nachzudenken und mich zu verbessern, wo ich nur kann.
KI expandiert rasant - das weiß ich ebenfalls und in vielen Branchen gefällt mir dies auch nicht, wofür KI mittlerweile umgesetzt wird. Ich leugne das nicht. Aber ich möchte hier nur mitteilen, dass es keine schöne Sache ist respektlos und provokativ gegenüber anderen zu werden, nur, weil man anderer Meinung ist. Wenn man irgendwo ein Problem hat, dann kann man dies auch gesittet untereinander besprechen, aber es gibt keinerlei Grund dafür, dass man sich hier herablassend gegenüber andere aufführen muss.

Wenn du also kollektiv etwas wirklich bewegen möchtest, dann starte eine Petition und schick die Unterschriften an die Konzerne, die für AI zuständig sind, dass sie einen Shut-Down erzwingen sollen. Damit könntest du dir selbst einen Gefallen tun und ich werde dir herzlichst gratulieren, wenn du etwas erreicht hast.
Aber tu es auf einem Weg, wodurch man nicht andere kleinmacht. Bitte. Denn DAS ist das, was man sich nur hier aktuell wünscht.
Und wenn du dich jetzt mit meinem eben Erwähnten Appell an dich angegriffen fühlst - warum ich dir denn vorschreibe, wie du KI versuchen sollst, zu stoppen, dann solltest du jetzt vllt. verstehen können, wie sich User fühlen, die mies abgestempelt werden und denen indirekt oder direkt gesagt wird, die sollen KI nicht nutzen, weil sie KI nutzen. Ich möchte dir natürlich nichts vorschreiben. Schreibt auch ihr niemanden was vor.
Wikipedia, Word, Youtube, Pinterest - all das sind Hilfsmittel, die ebenfalls früher für Roleplays genutzt wurden. So ist AI einfach nunmal ebenfalls ein Hilfsmittel für andere.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.11.2026 11:55.

Federreich

-, Männlich

  6. Fanfiction Writer

Beiträge: 67

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von Federreich am 03.11.2026 11:28

Sorry, etwas später. War damit beschäftigt Arbeiten zu verrichten, die KI für mich gewöhnlich in letzter Zeit verrichtet hat ;) (btw. hat wie immer trotzdem Spaß gemacht)

So und jetzt erstmal zu den drei Fragen.


 

1.) Wie steht ihr zum Thema Nutzung von KI im kreativen Bereich? Das umfasst für mich Themengebiete wie Musik, Kunst und kreatives Schreiben (Rollenspiele zB).

Wie auch schon vorab gesagt, finde ich es am allerwichtigsten, das alles was mit KI generiert wuirde gekennzeichnet wird. Nicht irgendwo, sondern dick und fett. Das betrifft insbesonders Werke die den Anschein machen, sie seien KEINE KI.Ich hatte vor kurzem noch im privaten Rahmen den Fall, das jemand aufgeregt zu mir gekommen ist und gemein hat "Guck mal, den neuen Song von Adele zusammen mit Damian Marley!" Ja der Song war irgendwie ganz nett, but no.. Just KI stellte sich irgendwann raus. Steht nur nirgendwo dabei. Das kann man jetzt beliebig weiterspinnen und das ist nicht nur nervig sondern auch super gefährlich in meinen Augen. Aber ich schweife ab. Alles was KI und Musik ist, kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. Maximal als generisches Gedudel für irgendwelche Warteschlangen, oder was weiß ich. Das ich aber z.B. indirekt KI Kunst bezahle, weil ich ein Spotify Abo habe, geht für mich zB nicht. Dass muss unterbunden werden.  Ähnlich verhält es sich bei Filmen. Die Idee einen eigenen Film mit KI generieren zu können... okay, klingt erstmal nett. Aber der Preis der dafür bezahlt wird ist mir zu hoch. Lasst die Filme in Holly- Bolly- Lolly- Whateverwood, von Menschen machen. Schaltet den Kram ab, damit man erst gar nicht in Versuchung kommt.....(btw bezieht sich das alles nur auf Veröffentlichungen. Was man privat macht ist mir total egal. Wenn du dir nen eigenen KI Film zu deinem Leben erstellst und den nicht online stellst... your choice).

Kreatives Schreiben. Da bin ich ein wenig offener. Allerdings nur, wen es wirklich KREATIVES Schreiben ist. Ich selber nutze es nicht, aber wenn jemand einfach nicht so gut schreiben kann, aber einen Haufen cooler Ideen hat, stört es mich nicht, wenn er die KI nutzt um seine Texte zu "verbessern". Aber er sollte es klar kommunizieren, dass er es tut. Dann kann ich mit ihm auch offen und ehrlich reden. Sprüche wie "Geile Idee, aber deine KI würd ich noch mal zurechtweisen, dass der Stil nicht ganz passt " oder was weiß ich. Wenn es aber dazu übergeht, dass man das denken nahezu komplett einstellt ala "Hey ChatGPT, ich will nen neuen Rollenspiel machen. Gib mir mal nen paar Ideen" dann geht das für mich auch nicht mehr. Ich persönlich nutze KI im Bereich Text / Ideen für Rechtschreibung und Zeichensetzung. Außerdem selten mal für eine Art Brainstorming. Läuft dann eher so ab, dass ich meine Idee "präsentiere" die KI irgendwas dazu textet und mich dann hier und da noch mal auf andere Ideen oder Ergänzungen komme. Tatsächlich muss ich sagen, dass die Ideen der KI selbst äußerst selten gut sind, aber darum geht es mir auch nicht, es geht um schnellen Austausch, den mir die KI einfach bietet und dadurch Impulse setzen kann, die ich alleine nicht bekommen hätte. Die allermeisten meiner Spiele und Ideen sind aber in Co Produktion mit anderen Menschen entstanden.  

 

 

2.) Wie soll der Umgang mit KI auf RSH aussehen?

Ich denke der Umgang ist grundsätzlich ausreichend. Quellen müssen benannt werden und da beziehe ich eigentlich auch ein, das man seine Textquellen ebenfalls benennt, wenn sie extern sein sollten. Sei es nun KI oder ein Text den ich aus einem Buch abgeschrieben habe. Code finde ich persönlich ein gesondertes Thema. Hier finde ich die Chance, dass jeder ein Profil nach seinen Ideen gestalten kann tatsächlich ziemlich gut. Und ich denke da zählt wirklich die Idee deutlich mehr als die Umsetzung. Wenn ich die Idee habe meinen Avatar quer übers Bild fliegen zu lassen, warum sollte ich das nur umsetzen dürfen wenn ich IT Crack bin oder jemanden kenne der es ist? UND selbst mit KI die Gestaltung nicht so easy. Ich kann Webdesign und wenn ich mir vorstelle, dass ich es nicht könnte will ich nicht wissen wie lange jemand braucht um das mit der KI umzusetzen, was ich teilweise damit gemacht habe oO. KI ist manchmal einfach dämlich....immer gut wenn man weiß was sie da eigentlich tut oder eben nicht tut. 

 

3.) Nutzt ihr KI in eurem Alltag/Arbeit? Sei es zur Recherche oder zu anderen Zwecken.

Tatsächlich seltener als für RS Gestaltungen. Im Job ab und an. Es ist einfach schneller als per Google oder gar Buch. Privat ab und an für irgendwelche Sachen die man eben vorher ergooglet hat. Selten auch mal, um ein Feedback zu Meinungen zu erhalten. Faktenchecks mache ich auch mal ganz gerne per KI. 



Ansonsten noch ein Gedanke, der mir gestern dank einem Austausch via PN gekommen ist. Ich habe mich gefragt, warum ich das tue. Warum nutze ich KI, warum baue ich aufwendige Profile / Charakterbilder / Blogs etc? Die Antwort war erschreckend einfach... um den Lesern meiner Texte eine schöne Impression bieten zu können. Und genau da folgt der zweite Gedanke. Das mag bei einigen, möglicherweise vielen sogar klappen. Aber bei einigen, möglicherweise vielen aber ganz und gar nicht. Und da muss ich persönlich dann sagen. Okay. Danke für das Feedback! Dann verzichte ich lieber auf KI. Und genau das werde ich jetzt tun und habe ich schon getan.

Damit bin ich auch wieder beim Anfang meines Textes. Ich werde ab sofort keinerlei Content mehr hier verbreiten der in irgendeiner Art und Weise KI erstellt ist. Meinem Profil habe ich entsprechend schon einen Reset verpasst und ich werde auch meine Blogs nach und nach von den KI Elementen befreien. Zukünftige werden ohnehin direkt ohne erstellt. Für mich ist ein gutes Miteinander nämlich deutlich wertvoller, als ein paar "schöne" Bilder. Ich hoffe, dass ich damit einen kleinen Beitrag leisten kann. 

In dem Sinne...old but gold:  Make love not war 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.11.2026 11:32.

tintenfeuer

25, Weiblich

  7. Columnist

Neuling

Beiträge: 1450

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von tintenfeuer am 03.11.2026 11:08

Ich würde mir in dem Kontext "KI auf RSH" in erster Linie mehr gegenseitige Toleranz sowie Transparenz wünschen. Meine Gedanken sind folgende:

1. Die Nutzung von KI können wir durch unsere persönlichen Einstellungen, Ängste und Kritik an dieser nicht unterbinden. Genauso schlecht können wir jeden Fall vom Nutzen der KI Tools identifizieren.

2. Es ist gar nicht mal so einfach, Grenzen zu setzen, und zu sagen: "ah, ja das mach ich auch, das ist ja voll ok" und dann aber im selben Zug zu meinen: "Das aber nicht!"

Ich halte es für valide und kann sehr damit relaten, dass man in einem kreativen Bereich gerne das Gefühl haben möchte, mit einem Menschen zu schreiben und dass man sich menschliche Texte wünscht. Ich muss gestehen, dass ich auch die Lust an einem Play verliere, wenn ich das Gefühl habe, es steckt nur noch bedingt ein Mensch hinter den Posts. Allerdings ist das mit KI im Schreiben oft gar nicht mal so Schwarz Weiß wie man denkt. Person A nutzt eine KI, um Rechtschreibung zu kontrollieren. Person B will Fanart für den privaten Kontext generieren, welche er auch legit immer als KI generiert kennzeichnet. Person C sucht nach ein paar netteren Formulierungen. Person D verwendet KI, um die Logik seiner Plotideen zu konformieren (schuldig).
Es ist immer leicht, zu sagen, der eigene Nutzen wäre ja ok - es dann aber mental in die Höhe zu treiben, was ein anderer damit denn macht und dieser Person dann das Gesamtwerk komplett abzusprechen. Letzten Endes können wir halt nie wissen, welche Hilfstools von wem genutzt wurden und in welchem Umfang. Wir können auch nicht wissen, wie viel davon in der finalen Fassung gelandet ist - was aus einem ersten Skript der Autorin entsprang und aufpoliert wurde, und wie doll die Autorin es dann ein zweites Mal abänderte, etc.

Gleichzeitig denk ich mir: es wurden immer schon Hilfstools für's Schreiben genutzt. Wo fängt das an, wo hört es auf? Synonyme und Redewendungen hat manch einer vielleicht einfach selbstständig recherchiert, die Logik der Umstände detaillierter und mit mehr Zeitaufwand erörtert. AI kann bei diesen Dingen mehr Arbeit abnehmen, gleichzeitig mehr Fehler machen. Trotzdessen: muss man sich wirklich vorwerfen lassen, man seie überhaupt nicht mehr kreativ, weil man bspw. manche Rechercheprozesse beschleunigt?

Don't get me wrong. Ich bin dagegen, dass man jetzt so viel AI wie möglich nutzt. Für mich ist Schreiben deswegen so ein hohes Gut, weil ich es als so menschlich betrachte und ich habe den Anspruch, diese menschliche Kunst als solche zu erhalten; sowohl in meinem eigenen Schreiben als auch in dem, was ich konsumiere. Ich will nur den Punkt machen, dass teils ganz schön hart geurteilt wird obwohl man das ganze Bild nicht kennt.

3. AI ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die vielleicht nicht optimal ist, wie ja so vieles. Aber ich mag es wirklich nicht sehen, dass ständig mit dem Finger auf irgendwen gezeigt wird, der sich nicht gänzlich von diesen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen abgrenzt und dagegen stellt. Ich finde es einfach nicht zielführend, irgendwelche random Schreiberlinge für den Wasserverbrauch und den Rassismus und den Kunstklau und was weiß ich verantwortlich zu machen. Ich glaube, dass da gute Intentionen hinterstecken können, gleichzeitig denk ich aber nicht, dass mit diesem Verhalten irgendetwas erreicht wird. 
Ich checke, dass manche Themen einen stören und dass man sich mehr gesamtgesellschaftliche Ablehnung mancher Missstände wünscht, aber Leute: es ist nicht immer leicht, gegen den Strom zu schwimmen. Ihr könnt ja Leuten Alternativen aufzeigen und so, kein Ding, aber ich sag euch wirklich eins: Menschen verändern ihr Verhalten wirklich sehr selten deswegen, weil ihnen von Fremden im Internet vorgewurfen wird, ein schlechter Mensch zu sein, nur, weil sie es grade nicht priorisieren, sich gegen eine ganz bestimmte verteufelte Norm zu stellen - vor Allem, wenn man in einem Forum ist, um zu schreiben und Stress aufzubauen, nicht, um sich für all seine Entscheidungen rechtfertigen zu müssen. Vielleicht muss nicht immer alles zu einer hitzigen Diskussion führen.

Manchmal muss man im Leben Frieden damit finden, dass man in manchen Themen nicht gänzlich mit allen einer Meinung ist. Ich glaube, Ki ist eines dieser Themen. Ich weiß, dass man sich teils denkt, "wer geiler, wenn alle so denken, wie ich". Aber das ist halt einfach nicht fair, weil wir die Gründe anderer Leute nicht kennen. Vor Allem nicht in einem Online-Forum, in denen wir kaum mehr Infos zu einer Person haben, als dass sie, kp, ab und an mal... ein Bild von einem erfundenen Charakter generiert. Mit Urteilen und generellem Entscheiden, was denn jetzt an Nutzung OK ist und was nicht, kommen wir fürchte ich auf keinen gemeinsamen Nenner. Meine Prognose und mein Wunsch für RSH wäre daher ein anderer, welchen ich hier auch schon häufiger rausgelesen habe: Transparenz.

4. Vielleicht ist es doch eigentlich ein guter Mittelweg, sich vorzunehmen, einfach ehrlich zu sein. "Hey. Ich habe in diesem Beitrag KI genutzt, um mir bei dieser markierten Formulierung zu melden." - "Dieser Blogbeitrag wurde mit KI gecoded" - oder ein Kommentar im Profil, "Ich nutze KI, um die Grammatik meines Textes zu kontrollieren"

Darüber hianus hab ich aber einen weiteren Vorschlag ans Team:

Wäre es vielleicht eine Idee, in der Profilbeschreibung ein Feld einzuführen, in dem Nutzer*innen klar beschreiben können, wie sie a) dazu stehen, wenn ihre Partner*innen KI nutzen, und b) wie sie selbst KI auf RSH nutzen? Vielleicht kann es so immerhin gelingen, dass sich Schreiberlinge finden, die ähnliche Einstellungen haben. 

Gleichzeitig wäre mir hierbei etwas wichtig: ich denke, dass die Nutzung von KI im kreativen Bereich bereits stigmatisiert ist. Ich würde mir wünschen, dass niemand angekreidet wird für die Transparenz, mit welcher der eigene Umgang kommuniziert wird, und würde gerne noch einmal an das Forum appelieren, niemanden deswegen anzugreifen oder kleinzureden. Wenn wir das Ganze als krasses Tabu darstellen, ist es viel wahrscheinlicher, dass Menschen sich eben nicht trauen, offen zu sagen, wann und wie sie KI verwenden. Und das fände ich schade. Ich hätte auf RSH nämlich gerne eine Atmosphäre, in der man sich frei austauschen und ehrlich über den eigenen Schreibvorgang sein kann; und in der man darauf vertrauen kann, dass andere zu einem ehrlich sind.

-

EDIT: In diesem Text wurde ebenfalls keine KI verwendet lmao

diva out

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.11.2026 11:39.

FrenzyFlame

30, Weiblich

  6. Fanfiction Writer

Beiträge: 137

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von FrenzyFlame am 03.11.2026 11:07

Kurzum: 

Ich weiß, es gibt größere Probleme in dieser Welt und mit Rollenspiel als Freizeitbeschäftigung werden wir kein großes übel dieser Welt besiegen können. Wir können allerdings diesen Ort zu einem schöneren Ort machen, indem wir über unsere Ansichten und Wünsche sprechen. Ich schätze das Team wird ein sehr genaues Auge auf den Thread haben nach den gestrigen Ausführungen. 

Mein Grund für den Thread war den Leuten einen Platz geben, dass sie ihre angestauten Emotionen vielleicht konstruktiv abbauen können und wir dem Team eine Möglichkeit geben können , wie das Meinungsfeld so ist. 

Ich spreche mich hier klar gegen Hass, Mobbing oder Hetze aus. Wir müssen uns nicht wie Deppen aufführen, nur weil jemand etwas tut, was einem selbst nicht gefällt (solange es im gesetzlichen Rahmen ist). Lasst uns lieber anständig über das Thema reden, ein wenig aufklären und von einander lernen. <3 es gibt Dinge in dieser Welt, die euren Hass mehr verdient haben als Personen, die KI nutzen. 

"I'm not preaching from the fire.
I know it's courage you desire.
I'm the only reason you survived.
All I ever did was make you feel alive."
-Blood For The Blood God - Colm McGuinness

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Ithoughtiwa...

26, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Event-Begeisterter

Beiträge: 739

Re: KI - Die Hinrichtung der Kreativität oder eine helfende Elfe

von Ithoughtiwasanalien am 03.11.2026 10:47

was jucken ein paar user auf rshAND WHEN I FALL APART, PROMISEIN THE DARK, YOU'LL BE MYNIGHTLIGHT

+1 (Edit: er hat nicht alles zitiert irgendwie. 1+ bezieht sich aber auf den gesamten Beitrag von Nichtlight)


- LONG AGO THERE WAS A
CAT,
WHO SWALLOWED A BALL OF YARN,
AND WHEN THE CAT HAD KITTENS,
THEY ALL HAD SWEATERS ON. -

Sterne

Antworten Zuletzt bearbeitet am 03.11.2026 11:42.
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