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Polythea

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Re: 🎲 Retro-Rollenspielhimmel 🎲

von Polythea am 07.10.2026 17:13

RETRO TEXT


AEL · 2024
Schwere, schnelle Schritte hallten durch den dicht bewachsenen Wald, hinterließen eine irreführende Fährte sowie komisch aussehende Trittsiegel im laubbedeckten Boden.
Sie gehörten zweifelsohne einem Hirsch – einem ziemlich großen, wenn man sich die Spuren ansah. Verwunderlich, da seit Anbeginn der Verderbtheit sämtliche Wildtiere in den Süden geflohen waren.
Doch die Aussicht darauf, einige hungernde Bäuche zu füllen, war das Risiko wert. Der Jäger war ihm dicht auf der Spur, versuchte an gute Omen zu denken. Vielleicht bedeutete es die langersehnte Rückkehr der Wildtiere rund um die Grenzen von Nemeah?
Oder suchte es einen neuen Lebensraum für die Hirschkühe und verirrte sich hierher?
Alles Fragen, um die er sich im Dorf kümmern würde, sobald er das Tier erlegt hatte. Eine erste Anlaufstelle wäre die Magiergilde, die einen magischen Ursprung ausschließen sollte, um gegebenenfalls ein durch die Verderbtheit mutiertes Wesen sofort zu vernichten. Sie sollte, nein, durfte, sich nicht in Nemeah ausbreiten.
Es wäre ihr Untergang, wenn man den Berichten aus den anderen Regionen von Evarion Glauben schenkte.

Vor einer Klippe stoppte der Hirsch abrupt, sein Blick auf das darunterliegende Dorf gerichtet. Hinter ihm lud der Jäger sein Jagdgewehr, zündete es so leise wie möglich und richtete anschließend seinen Schaft auf das Tier.
Noch nie hatte er so ein schönes, majestätisches Wesen aus nächster Nähe erlebt. Das Fell war silbrig-weiß, einzelne Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne, die auf ihn herabschienen, ließen es sanft schimmern. Das Geweih, prachtvoll und riesig, passte sich seiner Fellfarbe an, ging jedoch mehr in silbrige Töne über.
Eindeutig zu schön, um es zu erlegen – wenn er nicht in der Verantwortung für sämtliche Menschenleben stand.
Im Kopf zählte er die Sekunden ab, bis die Zündschnur das Säckchen mit Schießpulver erreichte, welches an einem Gürtel an seiner Hüfte befestigt war. Gerade als er den Schuss abgab, blickten die dunklen Augen des Wesens ihn an, bevor es im selben Moment über die Klippe sprang.
"Was zum?!", keuchte der Jäger auf und rannte zum Rand der Klippe, um nach dem Tier zu schauen.
Plötzlich öffnete sich direkt hinter ihm ein verzerrtes Portal und der weiße Hirsch spazierte aus diesem hervor – sichtbar unberührt von der Tatsache, was gerade geschehen war.
Langsam trat es auf den Jäger zu, doch dieser griff panisch nach seinem Gewehr und dem Schießpulver, um in letzter Sekunde noch schnell …!
Ein scharfer Schuss fiel, dessen Echo durch den gesamten Wald hallte und allerlei Vögel in der Nähe verschreckte, die über die bunt gefärbten Baumkronen hinwegflogen.
Die Hand des Jägers zitterte stark, während er die ganze Zeit die Augen fest zugekniffen hatte. Vor Angst hatte er es nicht einmal gewagt, zu atmen.
Langsam öffnete er die dunkelbraunen Augen und zu seiner Überraschung fehlte jede Spur von dem Hirsch. Der Schaft seines Gewehres zeigte auch nicht mehr nach vorne, sondern nach oben. Von einer Hand gehalten.
Moment mal, eine Hand …?
Vor ihm hockte statt des Tieres ein junger Mann, dessen violette Augen ihn ruhig musterten. Ungeniert blieb der Blick des älteren Jägers an den auffällig spitzen Ohren hängen … und an dem silbrigen Geweih, welches oberhalb seiner Stirn wie eine Krone emporragte.
"Guter Mann, Sie hätten mich beinahe umgelegt", sprach der unbekannte Elf ihn an, sein Gesichtsausdruck wechselte zu einem Schmunzeln, woraufhin der Jäger ihn nur schockiert anstarrte.
"Noch nie einen Gestaltwandler gesehen?", fuhr der junge Mann mit den auffälligen Augen fort, richtete sich auf und half dem anderen auf die Beine. Er überragte ihn um mindestens einen ganzen Kopf und war in schicken, dunklen Roben mit violetten Akzenten gekleidet, doch am auffälligsten war der silberne Schmuck, der wie das Fell zuvor das Licht reflektierte.
Langsam fand der Jäger seine Stimme wieder, schluckte stark und konnte dem Elfen nicht in die Augen schauen. Auch wenn dieser ihm bereits erklärt hatte, was er war, brauchte er noch einen Moment, um zu sich zu finden.
"Verzeihen Sie, aber Sie sind nicht von hier, oder?"
Verdutzt blickte der junge Mann ihn einen Moment zu lang an, bis er an sich hinabschaute und nur verpeilt lächelte.
"Oh, ja, auf meiner Reise hatte ich nicht die Möglichkeit, mich umzuziehen."
"D-Das ist nicht das, was ich meine, werter Herr. Seit Beginn der Verderbnis ist der Wald hier wie ausgestorben. Weshalb sind Sie hier?"
Seltsam, denn ausgerechnet sein magischer Kompass hatte ihn in dieses Gebiet geführt. Der gesamte Norden, der durch den Gebirgspass vom Rest des Landes abgetrennt war, war bereits vollständig verdorben und sämtliche Lebewesen waren in den Süden geflohen. Laut seinen Quellen war dieses Gebiet noch unangetastet, was sich als falsch herausstellte, wenn er den Worten des Jägers vertraute.
"Dürfte ich erfahren, wer Sie sind?", fragte dieser schließlich, als er sich wieder aufgerichtet hatte und sein Gewehr um den Oberkörper hing.
Sofort lag die Aufmerksamkeit des jungen Elfen auf ihm, ein leichtes Funkeln war in seinen Augen zu erkennen.
"Ael Ardian, Hüter, Magier, Gelehrter. Ich untersuche den Ursprung der Verderbnis, guter Mann", erwiderte dieser beiläufig, als er sich der Klippe näherte und das Dorf von oben noch einmal beobachtete.
"Sicherlich wissen Sie, welche Umstände ganz Evarion, abgesehen von Fanatikern, plagen?", wandte sich der Jäger an ihn und bemerkte, wie der Elf sein Zuhause betrachtete.
Vorsicht und Zurückhaltung spiegelten sich in seiner Körpersprache, ebenso in seinen Worten. Er wollte sich vergewissern, dass Ael keine Gefahr für Nemeah war.
Ael bemerkte dies, als er einen Seitenblick auf den Jäger warf und dessen Blick auffing. Es würde sicherlich nicht leicht sein, sein Vertrauen zu gewinnen.
"Neben meiner Pflicht als Hüter meines Stammes bin ich arkaner Forscher. Meine Reisen dienen dazu, die korrupte Magie in den anderen Regionen zu vergleichen und weiterzuverarbeiten. Mehr als mein Wort kann ich euch nicht geben, dass ich euch nichts Böses will."
Der ältere Jäger würde sich selbst nicht als guten Menschenkenner bezeichnen, doch irgendwas in den Augen des ungewöhnlichen Magiers sprach dafür, dass er die Wahrheit sagte. Und wenn er die Verderbnis studierte, vielleicht … vielleicht würde sie endlich von diesem Kontinent ablassen.
"Nun gut, ich werde euch nach Nemeah führen. Sucht dort Lyssa auf. Ihre Schwester und sie können euch mehr helfen als ich", seufzte dieser und führte den Weg entlang aus dem Wald zurück. Vor den Toren zog der Gestaltwandler sich seine Kapuze über, um weniger Aufmerksamkeit auf sich zu erregen. Nicht, dass spielende Kinder unbedingt sein Geweih anfassen wollten.
Ael folgte dem Jäger auf den örtlichen Marktplatz, der recht gefüllt mit Menschen war und dessen Stände reichlich mit verschiedensten Lebensmitteln bestückt waren.
Für eine Ortschaft, deren Wald verlassen war, schienen die Bewohner des Dorfes in recht guter Verfassung.
Der Jäger verabschiedete sich von Ael mit einem kurzen Nicken und wandte sich wieder seiner Arbeit zu. Ael hingegen zog seine Kapuze tiefer ins Gesicht, während er durch das geschäftige Treiben auf dem Marktplatz ging. Der Geruch von frischem Brot und Kräutern, vermischt mit dem erdigen Aroma von feuchtem Holz, hing in der Luft. Die Menschen hier schienen in ihrer Routine gefangen, und doch war da eine unterschwellige Nervosität spürbar. Die Verderbnis mochte zwar noch weit entfernt sein, aber die Gerüchte reichten aus, um eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen.


MEINE ZWEI CENTS DAZU

Die eigentliche Idee und das Play stammen aus 2024 mit einer süßen Maus (I miss you, corpse-girlypop, wenn du das lesen solltest) und verliebte mich da gleich direkt in das Worldbuilding, die Charaktere, die wir zusammen erschaffen hatten und generell in den ganzen Plot.

Ael ist vermutlich einer meiner "interessantesten" Charaktere (äußerlich) gewesen, eben dadurch, dass er ein Elf ist, ein Gestaltenwandler (no, don't come at me HP-Fans, weil das war nicht die Inspo für den Hirsch, grr) und basically seinen gesamten Stamm durch die Verderbnis verloren hat.

Trotzdem hat er nicht aufgegeben, als er alles verloren hatte, sondern versuchte, die Welt von Evarion von dieser mysteriösen Plage zu befreien. :')

Hab' das Ganze noch einen herbstlichen Touch verpasst und voilà – here we are.


From her light, eternity.


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Polythea

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Re: 🎲 Hot Cocoa vs. Café Crèma 🎲

von Polythea am 17.09.2026 15:06


From her light, eternity.


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Re: 🎲 Hot Cocoa vs. Café Crèma 🎲

von Polythea am 15.09.2026 20:24

WO SIND MEINE KAFFEE-TEMPLER


From her light, eternity.


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Re: 🎲 Hot Cocoa vs. Café Crèma 🎲

von Polythea am 12.09.2026 16:27

Herbstzeit is eindeutig Kakao-Zeit, da kann mich niemand vom Gegenteil überzeugen xD

Wart' ab, im Play geh' ich mit dir einen KAFFEE trinken. :b


From her light, eternity.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.09.2026 16:27.

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Re: 🎲 Hot Cocoa vs. Café Crèma 🎲

von Polythea am 12.09.2026 15:45

stand tall against the cocoa mafia 


From her light, eternity.


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Re: 🎲 Hot Cocoa vs. Café Crèma 🎲

von Polythea am 12.09.2026 13:52

Ich brauch' mein Koffein ... 🍂🧸🥐☕🍪


From her light, eternity.


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Re: Du bist ein Rollenspieler, wenn...

von Polythea am 08.09.2026 16:16

... wenn du ein 30-seitiges Dokument für eine RP-Idee anfertigst und anstelle einen Blog zu posten, um jemanden dafür zu begesitern, findest du noch irgendwas zum Verbessern 




From her light, eternity.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.09.2026 16:17.

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Re: • Blog Design Service •

von Polythea am 27.08.2026 21:23

Du hast aber auch ein Talent dafür 💕✨ love the idea!!


From her light, eternity.


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Re: # was lest ihr gerade?

von Polythea am 11.08.2026 04:10

Twisted Dreams von Ana Huang

Alex gibt mir harte Gary Sue Vibes, aber maybe wird es besser ...



From her light, eternity.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 11.08.2026 04:10.

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Re: 🎲 Pick-Up Lines 🎲

von Polythea am 14.02.2026 15:03

Ich bin zwar kein Innenausstatter, aber ich könnte dein Bett besser aussehen lassen. 



From her light, eternity.


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