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Rose342

25, Weiblich

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Re: PRS | Shadowhunters | Fanta & Rose

von Rose342 am 16.05.2018 17:42

Alteriel
Die kleine Nephilim vor ihm redete tatsächlich wie ein Wasserfall - er hatte anderen schon für weniger die Zunge herausgerissen. Da sie jedoch keinerlei Anstalt machte, ihre Waffen gegen ihn zu richten, beschloss auch der Dämon des Todes das Ganze friedlich anzugehen. Zumindest vorerst.
Immerhin schien die Nephilim kein Blatt vor den Mund zu nehmen und machte auch keinerlei Hehl aus ihrer persönlichen Feindseligkeit ihm gegenüber. Beides sprach dafür, dass ihr heiliger Rat zumindest über einen winzigen Rest von Intelligenz besaß - und nicht versuchen würde, ihn innerhalb des Peithos in eine Falle zu locken.
Dabei hatte er sich fast schon gefreut, einem der anderen Fürsten ein weiteres Souvenir mitzubringen. 
Als er sich nun erneut auf Karou konzentrierte, merkte er, dass sie noch immer vor sich her plapperte - und offensichtlich nun zu dem für ihn interessanteren Teil ihren Deal betreffend gekommen war. In aller Öffentlichkeit. 
Entweder war sie nicht gerade die hellste - was er nach ihrer Vorgeschichte jedoch bezweifelte. Oder aber sie wollte, dass er den Deal des Rates ablehnte, er gar nicht erst zustande kam. Das traute er der kleinen Kröte schon eher zu.
Bevor sie daher jedoch noch weitere Informationen ausplaudern konnte, packte er sie kurzerhand an der Kehle. Sein Griff war fest, doch nicht so fest, als dass sie keine Luft mehr bekommen oder bleibende Schäden davongetragen hätte. Einzig ihr ewiges Geplapper sollte dadurch zuverlässig ein Ende finden.
Noch in derselben Bewegung pinnte er sie jedoch mit seinem Körper an die Wand in ihrem Rücken, das irritierende Kribbeln in seinen Nervenenden ignorierend. Alles in seinem Körper schrie auf, während er der Nephilim derart nahe kam. Es war auf jeden nur denkbare Art falsch. Dennoch wich er nicht einen Zentimeter zurück, als er sein Gesicht nun vor ihres brachte und ihr in die Augen sah.
Entgegen seiner insgesamt fast schon aggressiven Haltung war die Stimme des Todesdämons samtweich, als er nun zu der Nephilim direkt vor sich sprach: "Lass mich zunächst klarstellen: Sollten dein heiliger Rat und du versuchen, mich in irgendeiner Form zu hintergehen, werde ich mich an vorderster Front an Liliths Einmarsch beteiligen. Ich werde jeden einzelnen Dämon auf eure verdammte Dimension loslassen und jeden einzelnen großzügig entlohnen, der euer Dasein in eine lebende Hölle wandelt und mir letztendlich euren Kopf bringt."
Während er sprach, verzogen sich seine Lippen zu dem Hauch eines angedeuteten Lächelns, während er seine Lippen schließlich noch näher an die der Nephilim vor sich brachte. Hätte er oder sie nun auch nur geringfügig ihren Kopf bewegt, so hätten sich ihre Lippen wohl berührt: "Nur deinen würde ich mir selbst holen, kleiner Engelsspross. Nachdem du für ein, zwei Jahrhunderte ein hervorragenden Zeitvertreib für einen jeden Fürsten abgegeben hättest, versteht sich."
Noch kurz verharrte Alteriel mit ihr in dieser Position, bevor er sie genauso schnell losließ, wie er sie gepackt hatte. Jede Spur eines Lächelns verschwand von seinen Zügen, zurück blieb nichts als eine fast schon gelangweilte Gleichgültigkeit. 
Er wand sich praktisch bereits von der Nephilim ab, bevor er noch einmal über seine Schulter zu ihr zurück sah: "Wenn dein Rat wirklich einen Deal will, komm mit nach oben. Ich bespreche Geschäftliches nicht in der Ecke irgendeiner Party vor aller Augen."

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Rose342

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Re: PRS | Shadowhunters | Fanta & Rose

von Rose342 am 13.04.2018 02:01

Alteriel
Seine Suche stellte sich relativ schnell als erstaunlich einfach heraus:
Zum einen machten selbst die Schattenblütler, die sich auf Reeds Party eingefunden hatten, einen weiten Boden um ihn.
Zum anderen fand er Karou direkt inmitten der ersten Unruhe nahe einer der Tanzflächen. Als hinge ihr Leben davon ab, stürmte sie aus einer Gruppe Elfendamen, die in ihr scheinbar ein neues Spielzeug für sich sahen.
Ein Umstand, bei dem selbst Alteriel nicht umhin kam, ihn mit einer gewissen Belustigung zu verfolgen. Die Gerüchte über ihre klare Abneigung gegenüber so ziemlich jede Person, jeden zwischenmenschlichen Kontakt, schien dabei sogar noch eher unter- denn übertrieben zu sein. 
Bevor die Nephilim daher jedoch die erfolreiche Flucht ergreifen konnte, trat er ihr kurzerhand in den Weg - noch bevor sie den rettenden Ausgang erreichen konnte. Obgleich er sie jedoch kaum mehr als den Bruchteil einer Sekunde berührte, spürte er sogleich, wie sich seine dämonische Natur an die Oberfläche kämpfte. Keine ungewöhnliche Reaktion und hätte er sich nur etwas weniger im Griff, hätte er sich wohl direkt vor ihren Augen gewandelt - doch wann hatte sein innerer Dämon zuletzt derart stark reagiert? Alteriel wusste es nicht. Und hatte im Moment auch andere Sorgen.
Denn so amüsant der Dämon des Todes ihre kleine Showeinlage auch finden mochte, war er doch vor allem daran interessiert, ihr Angebot zu hören. Oder, genauer genommen, das Angebot ihres sich ewig aufspielenden Rates.
Vielleicht sollte er Lilith doch noch einmal in ihrem Kreuzzug gegen die Nephilim unterstützen? Zwar hatte er sich bereits erklärt, sich mit Karou zu treffen - doch auf eine richtige Partnerschaft mit den Nephilim war er eigentlich nicht aus. Zu viel war zwischen ihnen geschehen, die Nephilim ein ewiges Hindernis in den Plänen der andere Fürsten für diese Dimension. 
Allerdings konnte er sich damit wohl auch später noch befassen - zunächst einmal sollte er sich wohl anhören, was die Kratzbürste vor ihm genau zu sagen hatten. Vielleicht betraf es ja auch Abbadon? Damit hätte er zumindest für den Moment eine bedeutende Sorge weniger. 
"So sehr ich es normalerweise genieße, wenn sich mir Frauen an den Hals werfen - mich praktisch über den Haufen zu rennen ist dann doch etwas zu viel des Guten, Nephilim", entgegnete er gegenüber Karou schließlich, als auch sie sich wieder von ihrem Zusammenstoß erholt zu haben schien. Einzig sie kannte die Antwort auf seine Fragen, wie er wohl wusste. Und er hatte nicht vor, die Party ohne einige Antworten zu verlassen. Allen voran die nach dem genauen Angebot der Rates - und ihrem möglichen Wissen über Abbadons Verbleib.

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Rose342

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Re: PRS | Shadowhunters | Fanta & Rose

von Rose342 am 18.03.2018 00:18

Alteriel
Der Blick aus den stechend grünen Augen des Dämonenfürsten traf nur kurz den des Türstehers - wenn man den schmächtigen Vampir denn als solchen bezeichnen wollte -, bevor dieser die Pforte in Reeds' Partyhöhle ohne ein weiteres Wort praktisch so schnell aufstieß, dass er sie einem jeden mit weniger guten Reflexen als Alteriel an den Kopf geknallt hätte. Da der Blutsauger allerdings augenblicklich auf die Knie vor ihm fiel, ersparte sich Alteriel jeden weiteren Kommentar, sonderbarerweise tatsächlich amüsiert von dessen ungeschickter Art. Jeder, der ihn auch nur flüchtig kannte, wusste wohl, wie untypisch dies für ihn war. Normalerweise hätte das den Schattenblütler zumindest einen Arm gekostet. Für mehr als nur einen Abend.
Doch heute schien alles anders, war seine Laune doch um einiges von Lynns Ankündigung verbessert worden. Als beschwingt oder glücklich würde man ihn wohl nie bezeichnen können, aber zumindest würde er niemanden foltern oder hinrichten. Zumindest für den Moment.
Direkt nach ihrem Gespräch - und damit Lynns Ankündigung - hatte er sich nach einigem weiteren Geplänkel über den allgemeinen Tratsch in den Reichen auf den Weg zum Peitho gemacht. Der Club, geführt von einem Hexenmeister, der sich einen Ruf für seine mehr als exessiven Partys gemacht hatte, lag im Herzen New Yorks und war unlängst auch über die Stadtgrenzen hinweg bekannt. Dennoch hatte der Kronpinz der Hölle New York nach den letzten Vorkommen zunächst meiden wollen - erst recht, da Abbadons Abwesenheit nach wie vor ungeklärt war.
Normalerweise hätten dabei auch Lynns Worte ihn nicht umstimmen können, doch gab ihm das Verhalten der Nephilim schon länger mehr als einige Fragen auf. Als besonders offen gegenüber Dämonen konnte man die Schattenjäger, wie sie sich nannten, wohl kaum bezeichnen. Eigentlich konnte Alteriel sich an keinen Dämonen, weder Fürst noch niedrig rangiges Schoßtier, erinnern, der jemals eine Art Angebot von ihnen erhalten hatte.
Wie kam es also dazu, dass sie sich nun ausgerechnet mit ihm treffen wollten? Dem Dämon des Todes? Gerade auch zum Zeitpunkt des Verschwindens eines ihrer Fürsten? 
Obwohl Lynn mehr als deutlich ihre Zweifel an einer etwaigen Beteiligung der Nephilim geäußert hatte, konnte Alteriel diese für sich nicht vollkommen ausschließen. Abbadon war zwar alles andere als ein Schwächling, doch sein Verschwinden zeitgleich mehr als untypisch für den Rachedämon und seine Beschwörung rund einem Dutzend Hexenmeister bekannt.
Natürlich konnte es sich bei diesem Angebot heute Abend auch um eine Falle für ihn, den Dämon des Todes, handeln - doch er bezweifelte ernsthaft, dass die Nephilim so dumm sein würden. 
Liam Reed veranstaltete ausschließlich Partys für Unterweltler, die einen gewissen Ruf besaßen. Erst so hatte er sich auch in den höheren dämonischen Kreisen einen Namen machen können. Sollten die Nephilim etwas in dieser Art versuchen, würden sie mehr als eine Handvoll ihrer Schattenjäger einbüßen.
Auch sein erster Blick, den er nun nach Eintritt ins Peitho über die Gäste schweifen ließ, bestätigte den allgemeinen Ruf des Peithos. Trotz der zuckenden Lichter, untermalt von Liams eigener - höllischer - Techno-Musik, erkannte er bereits auf den ersten Blick ein Vampirduo, das bekannt für exzellente Auftragsmorde war, sowie eine Gruppe Werwölfe, die regelmäßige Menschenjagden veranstalteten. Obgleich es auch das Gerücht gab, das sie von Zeit zu Zeit durch Vampire, Elfen oder gar Dämonen für Abwechslung sorgte. 
"Alteriel? Kann das denn sein?" - Die zuckersüße, glockenhelle Stimme unterbrach seine Gedanken, bevor er sich auch nur kurz nach der Nephilim hatte umsehen können. Eigentlich hatte er bereits damit gerechnet, an diesem Abend wohl mehr als einmal angesprochen zu werden. Immerhin er war alles andere als unbekannt in der Unterwelt und pflegte darüber hinaus auch nicht gerade den Lebensstil eines Mönch. Doch dass es kaum mehr als eine Minuten dauern würde, bis man ihn anzwitscherte - nun, damit hatte er dann doch nicht gerechnet.
Seine Unterbrechung stellte sich dabei als eine Wewölfin in hautengem Kleid heraus, das wirklich nichts der Fantasie überließ und die sich auch sogleich nicht zu schade war, ihren Körper der Länge nach an den seinen zu schmiegen. Während ihre Finger über seine Brust glitten, schenkte sie ihm ein vermeintlich verführerisches Lächeln und gekonnten Augenaufschlag. 
"Candice", begrüßte er die Blondine knapp - mehr als froh, dass ihn sein Namensgedächtnis nur selten im Stich ließ, hatte ihm das doch schon mehr als eine Peinlichkeit erspart. 
Besagte nahm dies offensichtlich als Einladung ihre Arme um seinen Hals zu schlingen, während er einmal mehr froh war, an diesem Abend auf seine Flügel verzichtet zu haben. Mit einem erstaunlich bestimmten Ruck aber einem verheißungsvollen Lächeln auf den Lippen zog sie ihn dabei zu sich heran, ein Bein um seine Hüfte geschlungen, während sie ihren Kopf leicht zur Seite neigte.
Er war wenig überrascht, als die gehauchten Worte "Beiß mich" ihre von Gloss leicht schimmernden Lippen verließen. Bereits relativ früh hatter er herausgefunden, dass sein Biss in seiner Wirkung um einiges aphrodisierender als der von Vampiren war. Da er aus dem Blut anderer jedoch ungemein weniger als Vampire gewinnen konnte, war er unlängst zurückhaltender in dieser Richtung geworden. Wie die Blondine, die sich nun an schmiegte, bewies, konnte diese ganz besondere Form der Lust süchtig machen - und hatte ihm damit zu früheren Zeiten des Öfteren mehr Probleme als zuvor Spaß bereitet. 
Trotzdem hätte er sie unter normalen Umstände wohl nicht abgewiesen: Von ihr getrunken hatte er offensichtlich irgendwann bereits einmal und alles an ihr schrie in gleichem Maße wie Beiß mich auch Fick mich.
Doch der Dämon des Todes wusste noch immer nicht, was genau die Nephilim für diesen Abend geplant hatten. Daher löste er sich lediglich sanft aber geschickt von ihr, um ihr stattdessen einen kurzen Kuss auf die vollen Lippen zu hauchen - bei dem er sich sogleich auch einen Moment an ihrer Lebensenergie bediente. Im Vergleich zu Menschen hatten Schattenblütler jeder Art um einiges mehr zu geben. "Später vielleicht, meine Schöne", beantwortete er daher ihre nur halb ausgesprochene Frage, als er sich schließlich zurückzog. 
Es wurde Zeit, dass Alteriel sich auf die Suche nach Karou machte, die laut Lynn Teil des Angebots sein sollte - ausgerechnet. Vorausgesetzt, es war etwas Wahres an dem Angebot des Rates. 
Und wenn er die Nephilim richtig einschätzte, so sollte er sie eher am Rand als mitten auf der Tanzfläche suchen.

~
'Tschuldige nochmal wegen der späten Antwort, aber wie ich dir auf WhatsApp geschrieben hatte, war bei mir auf der Arbeit einfach alles unheimlich stressig und ich hatte praktisch keine freie Minute mehr. 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 07.04.2018 22:49.

Rose342

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Re: Namen von A-Z

von Rose342 am 03.03.2018 01:36

Ursula

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Re: Hochzählen bis ins Unendliche

von Rose342 am 03.03.2018 01:36

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Re: Rosenspiel

von Rose342 am 03.03.2018 01:33

Ocho (8)

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Re: Ping - Pong

von Rose342 am 03.03.2018 01:33

Pong!

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Re: Rosenspiel

von Rose342 am 01.03.2018 23:07

Tres (3)

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Re: Ping - Pong

von Rose342 am 01.03.2018 23:06

Ping!

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Re: PRS | Shadowhunters | Fanta & Rose

von Rose342 am 27.02.2018 03:37

Alteriel
Er unterdrückte den Fluch, der ihm über die Lippen hatte kommen wollen, als er sich augenblicklich in Abbadons Thronsaal wiederfand. Zwar hatte er beabsichtigt, dessen Reich aufzusuchen - den direkten Weg in den Thronsaal hätte er allerdings vermieden. Abbadon hasste jegliche Form der, in seinen Augen, respektlosen Störung und strafte diese entsprechend. Und ein Körperteil würde er in seiner momentanen Situation nur ungern missen, brannte die Magie des Engels Sab doch auch nachträglich noch wie Feuer in seinen Adern. Was für einen irrsinnigen Zauber hatte die elende Schlampe nur, mit der Hilfe ihrer Tochter, bei ihm anwenden wollen? Sabs Magie gab ihm damals wie heute Rätsel auf, obgleich er ihr zumindest mittlerweile entgegen wirken konnte. 
Blieb daher nur Abbadon, den er sich mit seinem neuen Spielzeug würde gewogen machen können. In dieser Beziehung war der Dämon der Rache relativ einfach gestrickt.
Ein kurzer Rundumblick hatte ihm dabei jedoch schnell gezeigt, dass Alteriel sich umsonst Gedanken um die mögliche Strafe des Dämonenfürstens gemacht hatte. Wider Erwarten lag dessen Thronsaal leer vor dem Dämon des Todes, der erhöhte Thron war verlassen. Nicht einmal ein einfacher Bediensteter oder eines von Abbadons Schoßtieren hielt sich in dem riesigen Saal auf, der einem gehauenen Kunstwerk aus Lavagestein glich. Lediglich die blauen Flammen der scheinbar nie erlöschenden Fackeln an den Wänden tauchten den Raum in ein Wechselspiel aus Licht und Schatten, sodass er nicht vollkommen verlassen schien. 
Ein Wimmern durchbrach die Stille und lenkte Alteriels Aufmerksamkeit zurück auf das Halbblut zu seinen Füßen, weg von der Frage über Abbadons Aufenthalt. Zwar war dessen Abwesenheit mehr als ungewöhnlich, gerade zu dieser Zeit, doch wer verstand den Dämon der Rache schon? Vermutlich vergnügte er sich einfach mit irgendeinem seiner Spielzeuge, übertraf sich selbst erneut in Bezug auf seine Folterkünste. Oder er vögelte eines seiner bereits gebrochenen Haustiere, die ihm unlängst auf's Wort gehorchten.
Weder das eine noch das andere interessierten Alteriel. Zwar verband ihn mehr mit Abbadon als mit den meisten der anderen Fürsten. Doch letztendlich machte jeder Fürst seine eigenen Regeln und duldete keine Einmischungen. 
Er würde den Magier einfach in eine der freien Zellen werfen und dem Dämon der Rache viel Spaß wünschen, sollte er ihn doch noch treffen. Andernfalls würde eine Botschaft den Zweck ebenso gut erfüllen. 

Timeskip

"Wenn du mich fragst, solltest du deinen Arsch dort hinverfrachten. Seit wann bist du dir für eine Party, genau genommen die Party des Jahres, zu schade, alter Mann?" 
Alteriel hörte den Spott aus Lynns Stimme, ihr unterdrücktes Lachen, während sie sich gut gelaunt auf die schwarze Couch in seiner Wohnung warf. Er hatte es schon lange aufgegeben, ihr noch mehr als einen kühlen Seitenblick und ein kurzes, unwilliges Knurren für einen ihrer Kommentare als Antwort zu geben. In ihrer Gegenwart wäre er schlichtweg zu nichts anderem mehr gekommen.
Wenig unerwartet schallte unmittelbar auf sein Knurren hin Lynns Lachen durch die Wände seiner Wohnung, sie selbst schien einmal mehr zu strahlen wie ein verdammtes Glühwürmchen.
"Du strahlst schon wieder wie ein Christbaum, Shadow", entgegnete er ihr lediglich, noch immer ein unwilliges Knurren unterschwellig in seiner Stimme mitschwingend. Zwar wusste er, dass Lynn es nur gut meinte - doch für eine Party fehlten ihm die Nerven. Doch Lynn wäre nicht Lynn, wenn ihr sein abweisenden Verhalten nicht direkt am Arsch vorbeiging. Seine älteste Freundin - noch immer ein Begriff mit seltsamen Beigeschmack für Alteriel, auf den sie jedoch schon lange bestand - war stets direkt, hatte praktisch kein Gefühl für ihre Sterblichkeit und schien ironischerweise gerade deswegen stets aus allen unmöglichen Situationen wieder herauszukommen. Sogar Lilith schätzte seine engste Vertraute, obgleich der Mutter der Dämonen genauso wie ihm klar war, dass Lynns Loyalität an aller erster Stelle dem Kronprinzen der Hölle, ihm, galt. 
Umso seltsamer erschien es ihm daher, dass sie auf seine Worte hin tatsächlich für mehr als eine Handvoll Sekunden schwieg. Hatte er sich gerade noch auf ein in aramäisch verfasstes Werk zu uralten Beschwörungen von Dämonen vertiefen wollen, richtete Alteriel nun seine Aufmerksamkeit auf die Schattenblütlerin schräg vor sich. Erneut musterte sie ihn nachdenklich von oben bis unten, wie sie es bereits direkt nach Betreten seiner momentanen Residenz in der irdischen Welt getan hatte. Ihr Lachen hing kaum mehr als Erinnerung in der Luft, ihre Miene hatte den unbeschwerten Eindruck gegen den in ihren Zügen so selten zu findenden Ernst eingetauscht. 
Während er sie so, vor allem aber ihren untypischen Gesichtsausdruck, musterte, fiel Alteriel dabei auf, wie einzigartig doch die strahlend goldene Farbe ihrer Iriden war. Ebenso selten und ausgefallen wie ihr Wesen selbst. Lynn bestand gemeinhin auf die Bezeichnung als Schattenblütlerin, obgleich sie als Hybridin nicht direkt als solche bezeichnet werden konnte.
Als Tochter einer Elfe und eines Hexenmeisters war sie ebenso einzigartig wie Karou. Sobald der Gedanke in seinen Kopf kam, erstarrte er für einen Moment, der Fokus auf Lynns sonderbares Verhalten schien vergessen. Wie waren seine Gedanken denn nun auf diese verdammte Engelsbrut gekommen? 
Er hatte sie bereits vor zwei Jahren recht erfolgreich aus seinen Gedanken verbannen können, doch zumindest im Moment scheiterte er daran kläglich. Es war bereits das zweite Mal heute, dass er an das Nephilimmädchen denken musste, dass ihn damals in Marokko fast getötet hätte und ihm auch gestern wieder gegenüber getreten war. Kurz warf er einen Blick auf seinen linke Hand, seinen linken Unterarm, doch von der Verletzung durch die Magie der Nephilim war natürlich nichts mehr zu sehen. Doch war es wirklich ausgeschlossen, dass diese ihn in keiner Form hatte beeinflussen können? Wie er sich selbst gegenüber immer wieder zugeben musste, wusste er kaum etwas über Sabs Kräfte, sehr zu seinem persönlichen Ärger. Konnte also tatsächlich sein und in irgendeiner Form wirkte Sabs Einfluss nun doch auf ihn? Der Dämon des Todes wusste es nicht, ein Fakt, der seinen Zorn erweckte. Doch wohlwissend, dass ihm dieser nicht weiterhelfen würde, unterdrückte er die aufkeimende rasende Wut.
Dabei verbannte Alteriel sogleich auch jeglichen Gedanken an die Tochter von Sab aus seinem Kopf. Mit einem Seufzen wand er sich stattdessen nun vollends Lynn zu. Zeitgleich schlug er den alten Hexenkodex, der ihm vermeintlich eine Antwort auf die Frage nach seiner Beschwörung hatte geben sollen, zu. Der alte Schinken hatte ihm nicht weitergeholfen, obgleich er sich rund zwei Stunden in die altertümlichen Aufzeichnungen vertieft hatte. Genauso wie er sich davor einige andere Werke näher angeschaut hatte. Doch nirgendwo ließ sich auch nur etwas erahnen, dass seiner Beschwörung nahe kam. Wie war es diesem nichtsnutzigen Zauberer also gelungen, ihn zu beschwören? Einer weitere Frage, auf die Alteriel wohl so schnell keine Antwort finden würde. 
Doch ging er nach Lynns sonderbaren Benehmen, so hatte zumindest sie etwas herausgefunden.
"Du hast deine Zunge noch, als dürfte Abbadon zumindest gute Laune haben. Was genau hast du herausgefunden, wo befindet er sich zurzeit?", wand er sich daher nun direkt an Lynn, die noch immer auf seiner Couch ausharrte. Noch kurz schien sie ihn nur anzustarren, bevor ihr ein Seufzen entwich und sie sich endlich hinsichtlich ihres kleinen Auftrags äußerte: "Ehrlich gesagt weiß noch immer keiner, wo genau sich Abbadon aufhält. Er scheint genau wie zwei seiner engsten Berater vom Erdboden verschluckt und niemand will wissen, wo er zuletzt gesehen wurde. Langsam werden bereits erste Gerüchte über seinen Sturz laut, doch die spürbare Macht in seinen Gemächern widerspricht dem ... zumindest irgendwie. Einerseits schien das alles Abbadon zu entsprechen, andererseits war das irgendwie nicht mehr er." 
Während ihrer Beschreibung hatten Alteriels Augenbrauen sich ohne großes Zusammentun zusammengezogen, wunderte er sich doch sehr über das für Abbadon eher unpassende Verhalten. Der Dämon der Rache duldete eigentlich nicht einmal Gerüchte über seinen Sturz. Genauso sonderbar schien die Bezeichnung von der Tatsache, dass er nicht mehr zu erkennen gewesen sei. Dämonenfürsen ließen sich leicht an ihrer Macht erkennen, die einer einzigartigen Signatur glich. 
Doch bevor er dazu ansetzen konnte, etwas auf die Worte seiner engsten Vertrauten zu erwidern, fuhr Lynn bereits fort: "Davon abgesehen habe ich mich noch ein wenig in der irdischen Welt umgehört, nachdem die Neuigkeiten aus den Dämonenreichen derart zurückhaltend sind. Angeblich will der Rat selbst mit dir verhandeln, gar zusammenarbeiten, und bietet dir dafür im Gegenzug sogar etwas: Den Gürtel der Aphrodite und ein neues kleines Spielzeug, die ach so liebliche Karou. Ein Partybesuch könnte sich also tatsächlich lohnen, mein Großer." Wieder mehr sie selbst, zwinkerte Lynn ihm vielsagend zu und schlug dabei mit der angeborenen Anmut einer Elfe ihre Beine übereinander. Alteriel selbst schenkte sie dabei ein süffisantes Grinsen.
Der Rat wollte also tatsächlich mit ihm verhandeln? Das war ebenso neu wie ungewohnt. Viel irritierender schien dabei aber noch ihr Angebot zu sein, ihm einen Nephilim - noch dazu Sabs Tochter - anzubieten. Die vorhin noch vergleichsweise langweilige Party schien sogleich um einiges interessanter geworden zu sein.
Und wenn Alteriel nun derjenige sein sollte, der diese Party mit Karou als Haustier verließ ... Es wäre zumindest mit einer gewissen Ironie verbunden.

~
Letzter Part ist nur so halb korrekturgelesen, also entschuldige mögliche Tippfehler oder fehlende Buchstaben beziehungsweise Worte. Es ist spät. 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 27.02.2018 06:19.
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