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Alaska

26, Weiblich

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Re: 🎲 Adventskalender 2024 🎲

von Alaska am 16.12.2024 03:11

Tür 16 Wie würde das Buch heißen, wenn dein Charakter ein eigenes Buch in der Weihnachtszeit rausbringen würde? 

„Weihnachten für Leute, die kein Lametta mögen"

Ein humorvoller, zynischer Ratgeber über das Überleben der Weihnachtszeit aus der Perspektive eines Mannes, der mit Zuckerstangen, Baumkugeln und Chorgesang nichts anfangen kann. Beinhaltet:

  • „Warum Dämonenjagden entspannter sind als die Weihnachtsfeier im Hunter HQ"
  • „Geschenke: Warum es okay ist, einfach einen Gutschein zu kaufen"
  • „Wenn es glitzert, könnte es gefährlich sein"
  • „Der Kater nach dem Glühwein: Ein Survival-Guide"

IF THERE'S A GOD I'M GOING TO MAKE HIM CRY

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Alaska

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Re: 🎲 Weihnachtlicher Schreibwettbewerb 🎲

von Alaska am 15.12.2024 23:51

Alaska: EXCUSE ME ich war gestern 23:30h traurig, dass ich die Deadline verpennt habe und musste dann logischerweise heute die zweite Chance nutzen.... und ich schreibe spät abends / nachts einfach besser als tagsüber, darum a lil late. xD

hehe, kein thema, man sollte auch nicht so dreist sein wie ich und ganz offensichtlich die deadline ignorieren XD


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Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.12.2024 23:57.

Alaska

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Re: 🎲 Weihnachtlicher Schreibwettbewerb 🎲

von Alaska am 15.12.2024 23:18

Dann gebe ich auch mal meine Vermutungen ab 👀 in der Annahme, dass gleich nicht plötzlich noch eine Einsendung kommt 😂

(LMAO ICH GEH LESEN SORRY GWENY)

Guess 1

Titel: Snowy Symphony
Autor: Lapislazuli
Das Lied: Ganz eindeutig Let it Snow von Dean Martin 🌜

Guess 2

Titel: Weite Wege
Autor: random.xme
Das Lied: Schneeflöckchen Weißröckchen

Guess 3

Titel: a dying candle is a dream alive
Autor: Gweny
Das Lied: All I Want For Christmas Is You von Mariah Carey

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.12.2024 23:36.

Alaska

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Re: 🎲 Weihnachtlicher Schreibwettbewerb 🎲

von Alaska am 15.12.2024 02:31

Titel: Ein Weihnachtsversprechen

TW: Keine

Geschichte:

In einem kleinen, verschneiten Dorf, das von schimmernden Tannen und frostigen Hügeln umgeben war, lebte ein Schneemann, der mehr war als nur aus Schnee geformt. Er war ein Wunder des Weihnachtszaubers – zum Leben erweckt von dem Wunsch eines einsamen kleinen Mädchens namens Clara. Clara hatte den Schneemann an einem eisigen Dezembernachmittag gebaut, ihre kleinen Hände zitterten vor Kälte, während sie jede Kugel Schnee sorgfältig formte. Eine alte Karotte diente als Nase, zwei glänzende Steine als Augen und ein roter Schal ihres verstorbenen Vaters schmückte seinen Hals. Als sie ihm den letzten Schliff verlieh, flüsterte sie: „Ich wünschte, du wärst mein Freund."
In dieser Nacht, als die Sterne über dem Dorf funkelten, fiel eine besonders helle Sternschnuppe vom Himmel. Ihr Licht traf den Schneemann, und plötzlich bewegte er sich. Seine steinernen Augen leuchteten vor Leben, und ein Lächeln zog sich über sein Schneegesicht. „Hallo, Clara", sagte er mit sanfter Stimme, die klang wie das Knirschen von frischem Schnee.
Clara, die am Fenster ihres Zimmers gewartet hatte, weil sie tief in ihrem Herzen an Magie glaubte, lief hinaus. Sie rannte barfuß durch den Schnee, ohne die Kälte zu spüren, und umarmte den Schneemann. Von diesem Moment an wurden sie unzertrennlich. Jeden Tag verbrachten sie miteinander, rollten durch die Felder, spielten Verstecken im Wald und bauten andere Schneemänner, die jedoch nie zum Leben erwachten. Der Schneemann erzählte Clara Geschichten von der Kälte des Winters, von der Schönheit des Frosts und vom Flüstern der Winde.
Doch der Winter war nicht ewig. Die Tage wurden länger, und die ersten warmen Sonnenstrahlen kündigten den Frühling an. Clara wusste, was das bedeutete: Der Schneemann würde schmelzen.
„Du darfst nicht gehen!", rief Clara eines Abends, als sie ihn mit tränenverschmiertem Gesicht ansah.
„Ich habe keine Wahl", sagte der Schneemann sanft. „Aber keine Sorge, Clara. Ich habe ein Versprechen für dich."
Er bückte sich und nahm den roten Schal von seinem Hals. „Solange dieser Schal existiert, werde ich immer bei dir sein. Der Weihnachtszauber hält ewig, wenn du nur daran glaubst."
Clara nickte, auch wenn ihr Herz schwer war. Gemeinsam beschlossen sie, den letzten Wintertag zu feiern. Sie tanzten im Mondschein, sangen Weihnachtslieder und erzählten sich Geschichten, bis Clara schließlich vor Erschöpfung in seinem Schoß einschlief. Am nächsten Morgen war der Schneemann verschwunden. Alles, was blieb, war der rote Schal, der ordentlich zusammengelegt auf dem Hügel lag, wo sie zuletzt gesessen hatten.
Jahre vergingen, und Clara wurde älter. Doch sie trug den Schal immer bei sich, auch als sie erwachsen war und selbst eine Familie hatte. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit erzählte sie ihren Kindern die Geschichte vom Schneemann, der ihr bester Freund gewesen war.
An einem besonders kalten Heiligabend, als ihre eigenen Kinder draußen spielten, sah Clara plötzlich aus dem Fenster. Im Garten stand ein Schneemann, genauso wie damals – mit einem breiten Lächeln und dem gleichen roten Schal um den Hals. Sie spürte eine vertraute Wärme in ihrem Herzen, obwohl es draußen eisig war. Der Schneemann neigte leicht den Kopf, als wollte er ihr sagen: „Ich halte mein Versprechen. Ich bin zurück."
Und Clara wusste, dass der Weihnachtszauber wirklich ewig war.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.12.2024 02:50.

Alaska

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Re: 🎲 Adventskalender 2024 🎲

von Alaska am 15.12.2024 02:00

Tür 14 Über welches Weihnachtsgeschenk würde dein Charakter sich am meisten freuen?

Sehr schwierige Frage. Ausgehend davon, dass er jeden Dezember Ivys von Geistern gestrickten Weihnachtspullover und eine leere Flasche Amaretto entstaubt und auf der Fensterbank seines Zimmers ausstellt, ist er grundsätzlich pflegeleicht. Von der richtigen Person würde er sich über alles freuen, würde diese Freude allerdings nicht übermäßlich oder sogar etwas unbeholfen zur Erscheinung bringen. : D


Tür 15
 Dein Charakter wird gefragt, ob er die christliche Weihnachtsgeschichte mit der Geburt von Jesus kenne. Was ist seine Antwort?

Amaro saß in einem altmodischen Sessel in einer kleinen Bibliothek im Hauptquartier der Hunter. Vor ihm knisterte ein Feuer im Kamin, und er hielt eine dampfende Tasse schwarzen Kaffees in der Hand. Die Frage kam unerwartet, fast deplatziert, gestellt von einem der jüngeren Hunter, einem Neuling, der kaum älter als zwanzig war. 
Er zog lediglich die Brauen hoch, als ihm die Frage gestellt wurde, und ein schiefes Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. Er lehnte sich zurück, nachdem er die Tasse auf dem Couchtisch vor sich abgestellt hatte und ließ sich einen Moment Zeit, bevor er antwortete.
Klar kenne ich die Geschichte," begann er, die Stimme ruhig, aber mit einem Hauch von trockenem Humor. „Maria, Josef, eine lange Reise, kein Platz in der Herberge, ein Stall und dann... das Kind in der Krippe. Engel, Hirten, der ganze Chor. Und später kommen die drei Weisen aus dem Morgenland mit Geschenken."
Er zuckte leicht mit den Schultern, als würde er sich selbst nicht allzu ernst nehmen. „Meine Familie kommt aus Spanien, da kommst du um die Geschichte kaum herum. Jede Weihnachtszeit wird sie in der Kirche erzählt, in Krippenspielen nachgestellt, und bei meiner Großmutter stehen auch heute mindestens ein Dutzend Figuren von Maria und Josef auf der Fensterbank. Sie hat mich früher dazu verdonnert, das Jesuskind an Heiligabend in die Krippe zu legen."
Der Neuling musterte ihn neugierig. „Und? Glaubst du daran?"
Sein Blick wanderte zu der Schwärze in seiner Tasse, wurde einen Moment weicher, fast nachdenklich. Mit einem Mal huschte ein Schatten über sein Gesicht, kaum wahrnehmbar, aber spürbar. „Glauben?" wiederholte er, als koste er das Wort aus, bevor er es aussprach. „Das ist ein kompliziertes Konzept, besonders für jemanden, der sich nachts mit Werwölfen, Dämonen und Höllenhunden rumschlägt."
Er ließ die Frage für einen Moment in der Luft hängen, dann fuhr er fort: "Ich weiß nur, dass die Leute damals an etwas Größeres geglaubt haben, etwas, das Hoffnung gebracht hat, um ihr Leben zu ertragen. Und wenn ich mir die Welt heute anschaue, denke ich, dass sich nichts geändert hat."
Dann lehnte er sich nach vorne, legte die Ellbogen auf die Knie, sein Lächeln wurde wieder ein wenig spitzbübisch. „Und darum sollte man sich vielleicht weniger um alte Geschichten und mehr um guten Whiskey kümmern. Nur so ein Gedanke."

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Re: 🎲 Adventskalender 2024 🎲

von Alaska am 14.12.2024 04:08

Tür 13 Welches Weihnachtsgeschenk würde dein Charakter jemandem kaufen, in den er verliebt ist? Oder würde er sogar selbst etwas kreieren?

Der Regen hatte aufgehört, und die Stadt lag in einer feuchten, kühlen Stille, als Amaro die Treppen zu Ardens Wohnung hinaufging. In seinen Händen hielt er ein kleines, schlichtes Paket, sorgfältig in dunkelgrünes Papier gewickelt und mit einer schlichten Kordel verschnürt. Es war schwerer als es aussah – oder vielleicht wog einfach die Bedeutung, die er ihm beigemessen hatte, schwerer. 
Er hob eine Hand, um an die Tür zu klopfen, doch hielt er inne. Seine Finger schwebten kurz vor dem Holz, bevor er sie langsam wieder sinken ließ. Was würde er sagen, wenn sie öffnete? Dass er dachte, sie könnte sich an nichts erinnern und deshalb ein Buch voller gemeinsamer Augenblicke brauchte? Was sollte er sagen, wenn sie registrierte, wie viel Zeit er damit verbracht hat?
Stunden, Tage und Nächte hatten seine warmen, rauen Hände den Ledereinband gehalten.
Ein leises Lachen entglitt ihm, trocken und selbstironisch. Worte waren nicht sein Ding. Und bei Arden... es fühlte sich nie an, als wären sie genug.
Stattdessen legte er das Buch vorsichtig auf die Fußmatte vor ihrer Tür. Einen Moment lang betrachtete er das Paket. Die Gravur auf dem Ledereinband – Erinnerungen – schien ihn für einen Augenblick durch das Papier hindurch anzusehen, als ob sie ihn ebenfalls fragen wollte, ob das wirklich eine gute Idee war.
Amaro holte tief Luft, fuhr sich mit einer Hand durch das dunkle Haar und trat einen Schritt zurück. Dann noch einen. Schließlich drehte er sich um und ging. Seine schweren Stiefel hinterließen ein leises Echo auf den Treppen, und er drückte die Schultern gegen die Kälte nach oben.
Er wusste, dass sie das Buch finden würde. Und er wusste, dass sie wissen würde, von wem es war. Das war genug.
Die ersten Seiten, auf die ihr Blick fallen würde, waren leer. 
Doch dann folgten die Einträge. Es waren Skizzen, schnelle Bleistiftzeichnungen von Orten, an denen sie zusammen gewesen waren – eine verlassenes Geisterhaus, eine höllisch aufgeheizte Bar, die engen, dunklen Straßen von San Franciscos Suburbs. Ein alter Buchladen, Regale voller Staub und vergilbter Seiten. Arden blättert in einem Buch, während Amaro sie beobachtet, ein halb verborgenes Lächeln im Gesicht. Daneben standen kurze, handgeschriebene Notizen. Kein Wort zu viel, immer nur genug, um die Erinnerung aufleben zu lassen.

[„Arden – am Küchentresen. Maggies Bratapfellikör in der Hand. Blut auf ihrem Shirt"]

Das Blut auf ihrem Shirt war eingetrocknet, dunkle Flecken, die wie kleine Karten auf der hellen Baumwolle verteilt waren. Es war nicht ihr eigenes, das wusste Amaro sofort, als er die Tür hinter sich ins Schloss fallen ließ. Er hatte keinen Schlüssel, aber Arden hatte nicht abgeschlossen. „Ich hätte klopfen können", sagte er, die Stimme ruhig, fast ein bisschen schärfer, als er es beabsichtigt hatte. Es war seine Art, die Sorge zu überspielen, die ihm in die Knochen kroch, sobald er die Blutflecken auf ihrer Kleidung sah. Sie hatte irgendetwas geantwortet, womit Amaro sich nicht zufrieden geben konnte. „Arden." Sein Ton wurde weicher, fast beschwörend. Er trat näher, lehnte sich leicht an die gegenüberliegende Seite des Tresens, sodass nur die kalte, glatte Oberfläche zwischen ihnen lag. Für einen Moment war alles still. Amaro atmete tief durch und verschränkte die Arme vor der Brust. „Weißt du, Arden, selbst du kannst nicht alles allein tragen."
Er zog den Stuhl zurück und setzte sich, ohne ein weiteres Wort zu sagen. Es war eine stumme Übereinkunft zwischen ihnen, eine, die keine Worte brauchte. Amaro griff nach der Flasche und schenkte sich selbst ein Glas ein. Der Likör war süßer, als er erwartet hatte, aber er ließ die Hitze in seiner Kehle zu, während sie schweigend dasaßen.
Und für einen Moment war das genug.


[„Regen. Lächeln. Der Moment, als wir nicht wussten, ob wir lebend rauskommen."]

Ardens Zähne blitzten weiß durch die Dunkelheit, als sie schwer atmend grinste.
Amaro konnte nicht anders, als zu lachen. Es war ein leises, heiseres Lachen, das er kaum unter Kontrolle halten konnte. Der Schmerz in seinem Arm, die Dunkelheit, die Gefahr – all das fiel für einen Moment von ihm ab, als er sah, wie Arden mitten in diesem Chaos lächelte. Ein weiterer Blitz ließ den Himmel erstrahlen, und in diesem Moment fiel der Regen wie ein Vorhang aus Glas zwischen sie und ihre Verfolger. Die Schreie der Bestien hallten irgendwo in der Ferne, aber sie hatten es geschafft. Sie hatten sie abgehängt. Vorerst.
Amaro streckte die Hand aus und hielt sie zurück. Für einen Augenblick standen sie da, atmeten schwer, der Regen tropfte von ihren Kinnladen, und die Welt um sie herum verschwand in einer rauschenden Stille.
„Einen Moment." Seine Stimme war ruhig, fast sanft. Arden runzelte die Stirn, aber sie blieb stehen. Amaro lehnte sich zurück an die Wand und sah sie an – sah sie wirklich an, mit einer Intensität, die sie vielleicht aus dem Konzept brachte. „Wir sind noch am Leben." Er hob eine Augenbraue und ließ einen Hauch eines Lächelns auf seinen Lippen spielen. „Das ist doch einen Moment wert, oder?"
Es war ein Augenblick zwischen Leben und Tod, ein Lächeln mitten im Sturm – und keiner von ihnen wusste, ob sie je wieder etwas Ähnliches erleben würden.
Doch in diesem Moment war das genug.

[„Tiefe und Dunkelheit. Du bist der einzige Weg hinaus."]

Die Dunkelheit war so dicht, dass sie wie eine lebendige Wand wirkte. Kein Lichtstrahl drang durch den engen Tunnel, in dem sie gefangen waren, nur das Rauschen ihres Atems und das leise Tropfen von Wasser durchbrachen die erstickende Stille.
Amaro presste seinen Rücken gegen die kalte Steinwand, sein Puls schlug wie ein Trommelwirbel in seinen Ohren. Irgendwo in der Finsternis vor ihnen bewegte sich etwas. Langsam. Lautlos. Wie ein Raubtier, das sie jagte, ohne sich auch nur im Geringsten zu beeilen. Arden stand direkt neben ihm, sie hielt eine Lampe in der Hand, aber das Licht war ausgegangen, als sie tiefer in den Tunnel vorgedrungen waren. Jetzt hielt sie sie nur noch wie einen Talisman, als könnte der kalte, nutzlose Metallkörper sie vor dem Unheil schützen, das sich in den Schatten verbarg. Ein dumpfes Geräusch drang durch die Dunkelheit, ein schweres, schleifendes Grollen, das die Wände um sie herum erzittern ließ. Sie teilten einen Moment der Verzweiflung. Amaro schwieg für einen Moment. In der Dunkelheit war seine Stimme fest, klar, als er murmelte: „Wenn ich dich nicht hier rausbringe, dann hat das alles keinen Sinn." Stille legte sich über sie, nur unterbrochen vom leisen Tropfen des Wassers und dem näherkommenden Grollen. Dann bewegte Amaro sich, seine Finger fanden Ardens in der Dunkelheiten und hielten sie fest. „Wir kommen hier raus. Weil ich dich hier rausbringe." Er drückte ihre Hand, bevor er sich abwandte, ihre Finger losließ und mit seiner anderen Hand nach der Wand tastete. Der Weg würde nicht leicht sein, das wusste er. Aber er würde ihn finden. Nicht für sich, sondern für sie. Und in einer Welt, die nichts als Tiefe und Dunkelheit kannte, war er bereit, diese Rolle zu spielen – und das war damals genug.

Hinter ihm blieb die Tür von Ardens Wohnung dunkel und verschlossen, doch auf der Fußmatte wartete eine Geschichte – ihre Geschichte. Und während Amaro die kalte Nacht hinunterschritt, fühlte er sich seltsam leicht, als hätte er einen kleinen Teil von sich selbst hinterlassen, wo er hingehörte.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 14.12.2024 04:11.

Alaska

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Re: 🎲 Adventskalender 2024 🎲

von Alaska am 12.12.2024 21:22

Tür 11 In welchem Land würde dein Charakter am liebsten die Weihnachtszeit verbringen?

Amaro brilliert am meisten unter Druck und in hochintensiven Situationen. So ist es keine große Überraschung, dass er ruhe und menschenarme Umgebungen als kostbare Rückzugsorte besonders schätzt. Wenn er sich also dazu entscheiden sollte, die Festtage woanders zu verbringen, wäre seine ideale Vorstellung eine abgelegene Hütte in Finnland, Norwegen oder Schweden, den Ländern der tiefen Wälder, der klaren, frostigen Nächte und der stillen, magischen Winterlandschaften. Er würde die kleinen Freuden daran lieben – das Knistern des Holzofens, während draußen der Schnee unberührt bleibt, und die Chance, unter dem Nordlicht den Kopf frei zu bekommen sowie eine Menge heißem Glögg zu selbstgemachtem Gulasch.


Tür 12 Wie stressig oder gemütlich ist für dein Charakter die Weihnachtszeit? Stehen besondere Arbeiten oder Projekte an? Oder ist der Dezember ein Monat wie jeder andere – nur halt in kalt?

Für Amaro ist die Weihnachtszeit ein zweischneidiges Schwert. Einerseits hat er keine tiefe persönliche Bindung an das Fest und lässt sich normalerweise nicht vom Trubel der Feiertage anstecken. Allerdings ist die Weihnachtszeit wiederum auch nicht völlig bedeutungslos, er schätzt die kleinen, warmen Momente, wie das zünden einer Kerze in seinem Zimmer oder heißen Kakao mit Sahne in seinen Händen.
Andererseits ist die dunkle und kalte Jahreszeit eine Hochsaison für übernatürliche Aktivitäten – was bedeutet, dass der Dezember für ihn oft alles andere als ruhig verläuft. Dennoch bleibt sie in erster Linie ein arbeitsreicher Monat, der für ihn kaum anders ist als jeder andere – nur eben mit mehr Schnee, mehr Glühwein und ein bisschen mehr Chaos.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 12.12.2024 21:24.

Alaska

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Re: 🎲 Adventskalender 2024 🎲

von Alaska am 10.12.2024 23:17

Tür 10 Wie würde dein Charakter die Piste hinabkommen? Mit Skiern, mit einem Snowboard, mit einem Schlitten, mit Schneeschuhen, im Purzelbaum, in einer Lawine oder auf eine andere lustige Weise?

kursiv = meine Narration 

Amaro ist nicht der Typ, der sich für Winterurlaube oder Freizeit auf Skiern begeistert, weil er es als Snobhobby abtut. Wenn er aber unter irgendwelchen Umständen in den Bergen wiederfinden würde, würde er Skier wählen, um die Piste hinunterzukommen.

Die eisige Bergluft schnitt wie ein Messer durch Amaros Jacke, als er auf dem Gipfel der Skipiste stand. Die Sonne hing tief über dem Horizont und tauchte den Schnee in strahlendes weiß. Eine sanfte Brise ließ kleine Schneewirbel über die makellos präparierte Strecke tanzen. Es war ein Anblick, der fast friedlich hätte sein können, wenn Amaro nicht so überaus genervt gewesen wäre.
Warum tue ich mir das an?", murmelte er und zog die schwarzen Handschuhe stramm, während er skeptisch auf die Skier an seinen Füßen blickte. Sie fühlten sich wie Fremdkörper an, unbeholfen und widerspenstig.

Er wäre überraschend gut darin, rein aus einer Mischung aus körperlicher Kontrolle, Intuition und Sturheit. Allerdings wäre sein Stil weniger elegant, sondern eher effizient.

Er atmete tief durch, beugte sich nach vorne – und machte einen kleinen, zögerlichen Ruck nach unten. Die Skier gehorchten sofort, beschleunigten schneller, als er erwartet hatte, und der Schnee begann unter ihm zu knirschen. Seine Knie arbeiteten im Rhythmus mit den Unebenheiten des Geländes, während er den Hang hinunterraste. Links, rechts, links – die Schwünge waren allerdings grob, nicht so flüssig wie die eines erfahrenen Fahrers. Der Schnee spritzte unter seinen Kanten hoch, kleine Kristalle glitzerten in der tief stehenden Sonne.
Ich bin kein verdammter Tänzer", fluchte er, während er sich den Hang hinunterarbeitete, so steif wie ein Brett.

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Re: 🎲 Adventskalender 2024 🎲

von Alaska am 09.12.2024 16:07

Tür 8 Wie hat dein Charakter die Weihnachtszeit seiner Kindheit in Erinnerung? Hat er ein bestimmtes Geschenk bekommen?


Amaro wuchs in einer kleinen spanischen Stadt auf, wo Weihnachten traditionell, aber bescheiden gefeiert wurde. Die Häuser wurden mit einfachen, handgemachten Lichtern geschmückt, und die Straßen waren erfüllt vom Duft nach Kastanien, die an kleinen Ständen geröstet wurden und Polvorón, der in Mengen bei Bäckern gebacken wurde. Die Familie Alvarez war nicht mehr reich, wie vor vielen Generationen, aber seine Mutter bemühte sich, die Festtage für ihn so besonders wie möglich zu machen.
Der Weihnachtsabend war geprägt von Liedern, die seine Mutter sang, während sie eine traditionelle „Nochebuena"-Mahlzeit vorbereitete – häufig nur mit den einfachsten Zutaten, aber mit viel Liebe. Amaro erinnert sich daran, wie seine Mutter die Familie ermahnte, dass es nicht auf das Geschenkpapier oder die Größe der Päckchen ankam, sondern auf die Gedanken, die dahinterstanden. 
Ein prägendes Geschenk aus seiner Kindheit ist ein kleiner, geschnitzter Holzritter, den sein Vater für ihn gefertigt hatte, als sie bereits nach Amerika ausgewandert sind. Amaro war etwa neun Jahre alt und die Zeiten waren besonders schwer. Sein Vater, der oft monatelang abwesend war, um als Wanderarbeiter Geld zu verdienen, hatte den Ritter aus einem Stück Eichenholz geschnitzt und ihm persönlich überreicht. Der Ritter hatte ein Schwert in der Hand und ein stoisches, leicht rau gearbeitetes Gesicht. Für Amaro wurde die Figur schnell zu einem Symbol von Stärke. Er trug sie lange Zeit bei sich, selbst als er älter wurde und das Schnitzwerk schon vom Gebrauch abgenutzt war.
Heute denkt Amaro mit gemischten Gefühlen an diese Zeit zurück. Der geschnitzte Ritter ist längst verloren gegangen, irgendwo durch die ständige Bewegung seines Lebens. Doch die Lektion, die dahinterstand – dass Stärke in den kleinen, aufrichtigen Momenten liegt – ist ihm geblieben.
Weihnachten war für ihn nie nur eine Zeit der Freude, sondern auch eine Zeit des Durchhaltens. Dies ist der Grund, warum er die übertriebene Kommerzialisierung des Festes heute ablehnt. Doch irgendwo tief in ihm lebt noch der Junge, der an Heiligabend unter einem schief stehenden Baum saß, den geschnitzten Ritter in der Hand, und daran glaubte, dass Mut und Hoffnung stärker sein konnten als jedes Hindernis.


Tür 9Welche Weihnachtskost würde dein Charakter jetzt grad vernaschen?

Amaro ist kein großer Freund von süßen, überzuckerten Leckereien, aber er hat eine Schwäche für einfache, traditionelle Weihnachtskost, die für ihn mit einem gewissen Nostalgiefaktor behaftet ist. 
Dazu gehören spanische Turrón, Polvorónes und geröstete Kastanien. Amerikanische Weihnachtsüßigkeiten wie Zuckerstangen, bunte Weihnachtskekse oder Eggnog lässt er meist links liegen. Sie sind ihm zu künstlich und zu süß.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.12.2024 16:12.

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Re: 🎲 Adventskalender 2024 🎲

von Alaska am 09.12.2024 03:10

Tür 7: Das absolute Minimum unter absoluten Schmerzen

Amaro würde jegliche Art von Weihnachtsbekleidung nur in äußerst spezifischen und außergewöhnlichen Situationen tragen, und selbst dann widerwillig oder mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Am wahrscheinlichsten wäre ein Szenario, in dem Ivy oder Arden ihn aus irgendeinem Grund dazu überreden – etwa als Teil einer Wette, eines Deals oder schlichtweg durch hartnäckige Überredungskunst. Besonders Ivy könnte ihn mit ihrer eigenwilligen Art dazu bringen, es „nur dieses eine Mal" zu tun, vielleicht sogar unter dem Vorwand, dass es jemand anderem Freude bereitet.
Auch wenn jemand ihn darüber hinaus wiederholt beschuldigt, „absolut keinen Weihnachtsgeist" zu haben, würde er aus purem Trotz beschließen, eine Mütze aufzusetzen, nur um das Gegenteil zu beweisen.


Download.jpg


Bonus:
Was mit Amaro geschieht, wenn man "whiskey bottle" in die description mit reinnimmt:


whisky-amaro.png


https://perchance.org/ai-character-generator



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Antworten Zuletzt bearbeitet am 09.12.2024 03:27.
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