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What could have been - Sting, Ray Chen

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Alina

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Kapitel 3 - Episode 13

von Alina am 05.08.2026 08:52





Er war bereits im Begriff zu gehen und hatte sich schon umgedreht. Als er das Geräusch der Tür hört, schaut er über seine Schulter und lächelt zurück. "Hallo."
Sie steht nur in der Tür und wirkt nicht einmal überrascht. Es sieht nicht so aus, als würde er stören – höchstens ihre Augen verraten, dass sie sich fragt warum er bei ihr klingelt.
"Ich hab' gehofft, Du bist noch... noch unten wenn ich wiederkomme, aber Du... Du warst schon weg." Er stottert ein wenig, atmet einmal tief durch und versucht sich zu sammeln. Für einen Moment ist er über sich selbst verwundert – es ist ja nicht das erste Mal, dass sie miteinander reden. Sie kennen sich nun sicher schon zwei Monate. Aber noch nie hatte er bei ihr geklingelt, um Zeit mir ihr zu verbringen. Es kommt ihm seltsamerweise so vor, als würde er damit eine Grenze überschreiten. Dabei hatte er ihre Wohnung doch bereits einmal betreten.

Ihr Lächeln ändert sich nicht als er das sagt. Sie nickt nur. "Ich dachte Du kommst nicht mehr; da bin ich schon hochgegangen."
Er schüttelt den Kopf und berichtet ihr kurz von der Fahrt und dem Unfall auf der Strecke. Sie hört ihm zu, ohne eine Regung zu zeigen. Als er fertig ist, schenkt sie ihm wieder ein kurzes und unverbindliches Lächeln.
"Naja...", er zuckt kurz mit den Schultern, "...hast Du vielleicht Lust, die gemeinsame Zigarette für heute nachzuholen?"
Sie nickt. "Möchtest Du eintreten?", fragt sie, was ihn überrascht. Dabei sieht sie selbst etwas unsicher aus, unwissend ob sie das Richtige gesagt hat.
Auch er schaut kurz etwas verwirrt. Er hat damit gerechnet, dass sie hinausgehen.
"Klar, gerne." Er tritt einen Schritt in Richtung Tür.
Sie geht zurück in die Dunkelheit, durch den kleinen Flur den er schon kennt und tritt durch eine offene Tür; der Raum dahinter ist ebenfalls stockdunkel.
"Ähm...", er klingt etwas immer noch unsicher, "...ist Dein Strom wieder ausgefallen?" Er folgt ihr ein Stück weit in die Wohnung. Seine Augen gewöhnen sich nur langsam an die Dunkelheit. Stockdunkel ist es im Raum aber nicht, etwas Licht des Mondes und der Großstadt fällt durch das Fenster hinein. Sie selbst stellt sich auch ans Fenster. "Der Strom? Ich weiß nicht...", sagt sie mit gleichgültiger Stimme.
"Hm... ich frage nur, weil Du gar kein Licht angemacht hast." Er geht mit ihr ans Fenster und schaut hinaus in den Schnee.

Sie öffnet das Fenster langsam und stellt sich neben ihn. Sie beantwortet die Frage nicht und schaut ebenfalls hinaus. Ihm fällt auf, dass in diesem Raum nichts steht – keine Möbel, nichts. Nur eine einsame Matratze liegt an der Wand und ein paar Plastiktüten stehen in der Ecke. Keine Schränke, keine Tische oder Stühle. Es ist nicht schmutzig, doch alles wirkt sehr alt und staubig. An den Wänden hängen alte Tapetenreste herab. Es gibt nicht einmal eine Lampe. Nur nackte Drähte hängen von der Decke. Neben der Matratze steht noch eine kleine Kerze, nicht angezündet.
Er stützt sich auf das Fensterbrett und schaut sie an Dann sieht er sich noch einmal im Raum um. "Hier wohnst Du?" Er versucht wirklich, nicht entsetzt zu klingen. Er will sie nicht verletzen, aber die Frage kann er sich nicht verkneifen. Der Anblick des Zimmers überrascht ihn sehr, um nicht zu sagen, er schockiert ihn.
"Ja", sagt sie lächelnd und nicht ohne Stolz, wie er bemerkt. Dabei sieht es aus, als wäre hier vor zehn Jahren jemand ausgezogen und seitdem ist nichts mehr passiert.
Er schaut sich noch einmal um und kann es irgendwie nicht recht glauben. "Hmm... wo hast Du denn... Deine Sachen?" Seine Stimme klingt weiterhin leicht schockiert.
Sie zeigt auf die Plastiktüten in der Ecke. "Dort." Ihrem Lächeln nach zu urteilen ist sie wirklich froh, sogar stolz auf diesen Ort.
"Keine Stühle, keinen Tisch?" Es tut ihm mittlerweile schon leid, dass er immer weiterfragt.
Ihr Lächeln wird schwächer. "Nein, habe ich nicht", sagt sie und klingt sogar leicht bedauernd, dass sie ihn enttäuschen muss.

Er schaut sie kurz nachdenklich an. Er weiß ja dass sie nicht arbeitet, und denkt, dass sie sich das wahrscheinlich nicht leisten kann. Er hört auf weiter nachzuhaken und schaut wieder zum Fenster hinaus. "Eli, sag mal..." Er wendet sich ihr zu.
Sie schluckt. Die Situation ist ihr mittlerweile unangenehm. Sie schaut ihn fragend an.
"Möchtest du vielleicht einen Tisch und zwei Stühle haben?" Er lächelt sie an. "Ich habe unten im Kellerraum noch alte Möbel stehen, ich brauche sie nicht mehr."
Sie denkt einen Moment nach und wirkt hin- und hergerissen. "Was ist, wenn ich wieder fort muss?", fragt sie mit trauriger Stimme.

Er schaut sie ebenfalls fragend an, mit dieser Antwort hatte er nicht gerechnet. Dann antwortet er ebenfalls mit bedauernder Miene. "Ich hoffe, das musst Du nicht... und wegen der Sachen brauchst Du Dir wirklich keine Sorgen machen. Du darfst sie behalten wenn Du willst." Nun lächelt er sie an. "Ich schenk' sie Dir."
Sie nickt. "Danke, dann nehme ich sie gern..."
"Sehr gut...", grinst er, "...wenn Du möchtest, können wir sie beide gleich holen gehen."
Es sieht ihr an, dass es ihr irgendwie unangenehm ist, auch wenn sie die nette Geste zu schätzen weiß. Wieder nickt sie.
"Stimmt irgendwas nicht mit Dir? Du siehst gerade nicht so glücklich aus." Er legt den Kopf schief.
Sie versucht zu lächeln. "Nein, alles in Ordnung, wir können gehen."
"Okay." Es fällt ihm etwas schwer, ihr das zu glauben. Aber er will sie nicht weiter bedrängen, zumal er sich denken kann, dass es ihr unangenehm ist die Sachen von ihm anzunehmen. "Dann komm' mit, wir holen das Zeug schnell hoch."

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.08.2026 09:04.

hazelandpine

25, Weiblich

  13. Award Winning Author

Neuling

Beiträge: 26696

Re: Zählt bis 1000

von hazelandpine am 05.08.2026 08:44

 139

I know the rain like the clouds know the sky
I speak to birds and tell them where to fly
I sing the songs that you hear on the breeze
I write the names of the rocks and the trees

Antworten

arlekina

29, Weiblich

  4. Writer's Assistant

Beiträge: 407

Re: Ja ODER Nein

von arlekina am 04.08.2026 19:21

Nein, niemals.

Bist du schon mal auf einer bunten Hochzeit gewesen, weil der Betroffene sich gewünscht hat, das sich jeder farbenfroh kleidet wie auch das Brautpaar?

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.08.2026 22:30.
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