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Alina

-, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Beiträge: 180

Kapitel 8, Episode 14

von Alina am 08.12.2021 16:05

Paris Pigalle hôtel de passe
Le mardi 5 novembre 1968



Quelle des Bildes


  Der rote Lichtschein fällt in schrägem Winkel ins Zimmer, die Laterne hängt ziemlich genau neben dem Fenster. Es konnte kaum klischeehafter wirken. Monsieur Gabin hatte das Stundenhotel bezahlt nachdem er sich zum wiederholten Male mit Cathy getroffen hatte und sie Interesse signalisiert hatte. Sie hatte seine bewundernden Blicke damit erwidert dass sie sich auf die Unterlippe biss, ihm zuzwinkerte und über seine Witze lachte. Cathy hatte dieses Treffen so geplant denn der ermittelnde Polizist rückte ihr zu nah auf die Pelle.

Er windet sich und seufzt glücklich. Unter seinem dicken, weissen Bauch hatte Cathy ein Schwänzchen gefunden bei dem sie fast das Bedürfnis hatte es zu trösten. Sie ging davon aus, dass Gabin schon längere Zeit auf Prostituierte zurückgriff denn er war nicht verheiratet. Auf allen Vieren beugt sie sich über seinen Schoss und lutscht den kleinen Schwanz mit der gebotenen Leidenschaft, um Gabin gerade an nichts anderes denken zu lassen als an sie.


Monsieur Gabin hatte sie ja vor zwei Tagen in ihrem Zimmer aufgesucht. Danach hatte sie ihn direkt angerufen nachdem er wieder aufs Revier zurückgekehrt war. Sie hatte darum gebeten ihn noch am gleichen Abend wieder zu treffen. Es kostete sie viel Zeit und Überwindung sich so zu schminken dass sie nicht wie ein Wrack aussah. Dann hatten sie sich in einer kleinen Bar getroffen, in der Rue de Grenelle. Dort hatte Cathy ihm unter Tränen gestanden dass sie sich als Shauna McMahon ausgegeben hatte und sie hatte ihn gebeten diese Information zu vergessen. Gabin war ein Polizist und sie wusste dass sie schwere Geschütze auffahren musste um ihn dazu zu veranlassen. Natürlich erklärte sie sich, sie redeten sicher eine Stunde – aber beide wussten, dass es keine Argumente waren die ihn endgültig überzeugen würden. Auf seine Frage hin ob sie noch woanders hingehen wollten, bat Cathy ihn um einen oder zwei Tage Geduld. Sie wollte sich erst erholen und wieder zu Kräften kommen und das sah Gabin natürlich ein.


Sie hatte ihm erklärt dass sie ohne das Wissen ihrer sehr wohlhabenden Familie in Frankreich war und deshalb fast panische Angst davor hatte irgendwo aktenkundig zu werden. Natürlich war das riskant und sie konnte nicht ausschliessen dass Gabin nicht doch irgendwann anfangen würde zu recherchieren. Wichtig war nur dass er bis zu seinem Tode nicht dazu kam – weil er damit beschäftigt war grunzend seinen Samen in Cathys Mund zu spritzen. Genau das tut er gerade denn Cathy hatte darauf gesetzt dass ihn ihr Mund besonders verrückt machen würde, vor allem der Augenkontakt den Cathy immer wieder aufgenommen hatte. Ihre Katzenaugen hatten ihn bereits vorher schon süchtig gemacht, das wusste sie.

Sein Bauch gluckert und wabbelt als er kommt und Cathy stöhnt leise, simuliert ihre eigene Erregung. Wenn Gabin es gewohnt war zu Prostituierten zu gehen, dann mochte er sicher ein schönes Schauspiel. Sie schluckt seinen Samen herunter und lässt ihn dabei zusehen und dann küsst sie sein Schwänzchen mehrere Male und leckt sich dann sogar noch grinsend die Finger ab. Auch Gabin grinst wie ein Honigkuchenpferd. Dann schmiegt sie sich in seine Arme.


„Du bist wie gemacht für Paris, meine Liebe", sagt Gabin, noch etwas ausser Atem. Cathy schmunzelt und spielt mit seinen Brusthaaren.

„Sehen wir uns denn wieder, Cathy?", fragt er. Cathy sieht zu ihm auf und nickt lächelnd.

„Ich weiss, du erwartest einen Gefallen von mir. Und es war sehr schön. Ich würde dich sehr gern wiedersehen, Cathy."

Sie versucht so gleichgültig wie möglich zu wirken.

„Natürlich sehen wir uns wieder. Ich habe keinen Freund hier, ich arbeite fast immer. Und ich mag... Daddies." Sie grinst ihn schelmisch an und küsst seine Brust.

Auch Gabin grinst zufrieden. Wenn es um das Bauchpinseln ging, noch dazu von einer schönen Frau, dann wurde auch der schärfste Ermittler oft ein zahmer und auch blinder Idiot.


Gabin steht auf, zieht sich an und legt Geld auf den Tisch. Cathy winkt ab aber er sagt:

„Nimm es ruhig, es war wirklich bezaubernd. Kauf dir etwas Schönes. Hauptsache, wir sehen uns wieder, liebe Cathy."

Cathy nickt und lächelt ihn dankbar an. Das war ein gutes Zeichen. Damit zeigte er dass er den Gefallen des Stillschweigens nicht so hoch wertschätzte wie sie. Und somit vermutete er wohl keine Betrügerin oder gar Mörderin hinter ihrem hübschen Gesicht. Sie wirft ihm einen Luftkuss zu, bevor er die Tür hinter sich zuzieht.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 08.12.2021 16:08.

Alina

-, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Beiträge: 180

Kapitel 8, Episode 13

von Alina am 07.12.2021 19:37

Paris Marriott Champs- Élysées Hotel, chambre de Cathy
Le dimanche 3 novembre 1968



Quelle des Bildes (bearbeitet von Alina)


  Es klopft an der Tür zu der kleinen Kammer. Cathy liegt nackt und zusammengerollt im Bett und hat die müden Augen geschlossen. Sie war völlig erschöpft gewesen vom Weinen. Als sie ins Hotel zurückgekehrt war, hatte Morel sie gesehen und sie hatte unter Tränen berichtet, sie hätte einen 'Flashback' gehabt und dann hatte sie Morel erklären müssen was das war. Sie hätte den Angriff auf sich im Park in Gedanken wieder erlebt und dann hatte Morel sie auf ihre Kammer gebracht. Er war äusserst besorgt gewesen über ihren Zustand.

Danach hatte sie sich ganz besonders schäbig gefühlt. Anuschka war nicht so glimpflich davongekommen und nun verhöhnte sie sie mit dieser Art von Ausrede. Sie war hin- und hergerissen zwischen absoluter Wut, Hilflosigkeit, aber auch einem schlechten Gewissen, wie sie es seit Jahrzehnten nicht kannte.

Cathy erwidert nichts als es klopft. Erst als sie eine fremde und männliche Stimme hört schreckt sie etwas auf. Das ist nicht das Essen, keine Kollegin und auch nicht Morel.
„Ja?", ruft sie fragend mit belegter Stimme.
Monsieur Gabin tritt ein und macht gleich wieder einen Schritt zurück.
„Madame? Ich... soll ich draussen warten? Oder sind sie bettlägerig?"
„Kommen Sie bitte herein. Ich... stehe nicht auf. Kommen Sie herein."
Cathy spricht leise, ihre Stimme klingt zerbrochen in diesem Moment. Sie wundert sich dass ihre Stimme nicht versagt. Jetzt war die Polizei doch gekommen. Sie sollten sie am besten gleich mitnehmen. Besser es würde hier und heute enden.
Monsieur Gabin betritt die Kammer. Er schaut sich etwas betreten um und fragt: „Soll ich kurz lüften, Madame?"
Cathy ist zu schwach um sich zu schämen und sie nickt. „Danke sehr, Monsieur..."
„Gabin. Monsieur Gabin. Pariser Polizei. Sie erinnern sich an mich?"
„Ja. Ich wusste... nur der Name war mir entfallen, Monsieur." Sie setzt sich im Bett auf und schaut den dicken, gemütlichen Mann an.

Gabin zieht einen Stuhl heran und setzt sich ans Bett.
„Geht es Ihnen gut, Madame? Was ist passiert? Beim letzten Mal waren Sie noch wohlauf, von den Kratzern abgesehen."
„Schon gut, es ist nichts. Nur ein... Nervenzusammenbruch oder so etwas. Ich weiss nicht... ich verstehe nichts davon. Aber morgen geht es mir sicher wieder gut."
Gabin nickt und betrachtet Cathy. Selbst jetzt sieht Cathy noch zum Anbeissen aus, denkt er in diesem Moment.
„Ich bin gekommen, um Ihnen ein paar Fragen zu stellen. Es dauert nicht lang."
„Bitte fragen Sie, Monsieur Gabin." Cathy nickt nur.
„Ist Ihnen noch etwas zur Täterbeschreibung eingefallen, Madame? Es gab mittlerweile noch so einen Fall und dieses Mal...", Gabin macht eine kleine Pause, „dieses Mal ist ein Mensch gestorben. Ein junges Mädchen, so wie Sie. Bestimmt war es derselbe Täter."
Cathy schluckt und schüttelt den Kopf. Mit echtem Bedauern in der Stimme antwortet sie:
„Leider nicht. Ich habe mir den Kopf zermartert als ich davon las. Ich hätte sehr gern verhindert dass sich das wiederholt, aber ich habe den Mann wirklich nicht erkennen können. Ich würde Ihnen alles sagen... alles!"
Gabin nickt leicht betrübt, sicher konnte der ansonsten recht fröhlich wirkende Mann diese Mimik sofort abrufen wenn sie gebraucht wurde.
„Natürlich, Madame. Es ist eine Schande. Wir wollen nur froh sein dass Sie relativ heil davongekommen sind. Sie verstehen schon... im Gegensatz zu dem..."
Cathy nickt überdeutlich – ein Zeichen dass er nicht fortfahren muss, nicht fortfahren soll.
„Dann noch eine Frage, Madame. Ist es möglich, dass Sie der Polizei vor Ort den Namen der Toten gesagt haben? Und dass Sie auch wussten wo sie gerade wohnt, nämlich hier im Hotel?"
Cathy hatte nicht damit gerechnet, aber sie war ja bereits in Alarmbereitschaft versetzt. Sie hatte viel zu viel mit der Polizei zu tun – mehr als ihr lieb sein konnte.
„Wie kommen Sie darauf, Monsieur Gabin?"
„Nun, ein Mädchen auf welches Ihre Beschreibung passt, hat dem Polizisten vor Ort diese Information gegeben. Wir haben gehofft dass Sie es waren. Das würde eine wichtige Lücke in unseren Ermittlungen schliessen."
Cathy schüttelt genauso bedauernd den Kopf.
„Nein, das war ich nicht. Ich war... im Bett, nehme ich an. Oder ich war kurz draussen und habe mir eine Schachtel Zigaretten geholt. Im Park war ich nicht mehr seitdem. Das können Sie sicher verstehen, Monsieur Gabin."
„Das kann ich sehr wohl verstehen, Madame O'Brien. Nun, ich wollte es zumindest gefragt haben."
Er steht nun auf und zieht sich seinen Anzug gerade der natürlich an einigen Ecken etwas spannt.
„Ich verabschiede mich wieder, Madame. Bitte ruhen Sie sich aus. Und ich lege Ihnen hier meine Karte hin. Rufen Sie mich bitte an wenn Ihnen noch etwas einfällt. Es ist wichtig."
Cathy nickt wieder, ihr Kopf tat weh vom vielen Nicken.
„Danke, Monsieur. Ich hoffe, Sie finden dieses... Schwein!"

Gabin lächelt. „Das werden wir. Es ist eine Schande dass ein Fräulein wie Sie Paris auf eine solche Weise kennenlernen muss. Paris ist die Stadt der Liebe. Bitte, geben Sie sie nicht auf. Es ist wunderschön hier."
Jetzt lächelt auch Cathy, zum ersten Mal. „Paris ist wunderschön. Das vergesse ich nie, Monsieur Gabin."


Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.03.2022 16:37.

Alina

-, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Beiträge: 180

Kapitel 8, Episode 12

von Alina am 06.12.2021 15:38

Paris rue Chateaubriand
Le dimanche 3 novembre 1968



Quelle des Bildes


  Cathy schluckt als sie das Tuten hört. Es klingt sehr fern. Mit fester Hand wärmt sie den ausgiebigen Münzenvorrat in ihrer Manteltasche. Sie hatte sich ein ruhiggelegenes öffentliches Telefon in einer Nebenstrasse ausgesucht und es hatte bereits etliche Zeit gedauert bis sie überhaupt zu dieser Nummer hatte durchgestellt werden können – eine Nummer, die sie nicht hatte und die sie erst von der Auskunft hatte herausfinden lassen müssen.

Dann wird der Hörer abgenommen; es klingt so als würde der Hörer zunächst einmal irgendwo gegengehauen. Cathy hält die Luft an und presst den Hörer ans Ohr. Atmen, dann eine Stimme, eine Kinderstimme: „Ja? Wer ist da?"
Cathy räuspert sich und fragt zurück: „Wer ist denn da?"
„Linda!" antwortet die recht euphorische Kinderstimme. Cathy hatte sich schon kurz vorher festgelegt und vermutet dass es sich um ein Mädchen handelt.
„Linda, gibst du mir bitte mal deine Mutter? Ich würde..."
Erneutes Klopfen und Knistern, dann eine klare Stimme, die aber immer noch weit entfernt wirkt.
„Ja, wer ist da? Hier ist Familie Hasselmann."
Cathy wird etwas schwindelig.
„Ja, hier... ist auch Hasselmann. Hier ist Cathy. Ich... ich würde gern wissen ob... kennen Sie den Schorsch? Oder Inge, meine Mutter?
Schweigen am anderen Ende der Leitung.
„Ist das ein Scherz? Wer sind Sie?"

„Cathy... Cathy Hasselmann. Und das ist kein Scherz. Ich... Inge ist meine Mutter. Vielleicht lebt sie noch, sie müsste um die 90 Jahre alt sein."

Wieder Schweigen, dieses Mal länger. Dann hört sie ein Gespräch im Hintergrund und dann wird der Hörer wieder weitergereicht, so klingt es wenigstens. Eine Männerstimme fragt plötzlich:

„Wer ist da bitte? Ich hoffe, Sie erlauben sich keinen Scherz mit uns!"

Die Stimme klingt nicht mehr freundlich und Cathy schluckt wieder.

„Ich bin es, Cathy, die Tochter von Inge und Schorsch. Ich habe Baltimore in den Zwanzigern verlassen. Ich will nur wissen ob Sie Inge oder Schorsch kennen. Vielleicht waren wir nicht die einzigen Hasselmanns in Baltimore.

„Hören Sie... ich weiss von dieser Cathy. Das wollen Sie sein? Und selbst wenn Sie es sind... wissen Sie wieviel Schande Sie über unsere Familie gebracht haben? Wissen Sie dass Schorsch schon lange gestorben ist, weil er es nie überwunden hat dass seine Tochter ohne ein Wort verschwunden ist? Und wenn Sie diese Cathy sind, dann wissen Sie sicher auch dass Inge erst vor wenigen Monaten gestorben ist. Ihre Familie hat sich um sie gekümmert. Wir Hasselmanns halten zusammen. Aber ihre Tochter war nie da wenn ihre Mutter sie gebraucht hat. Scheren Sie sich zum Teufel, Ma'am. Wir glauben nicht an eine Cathy Hasselmann. Schorschs Tochter ist schon lange tot."

Cathy schluchzt, längst laufen ihr Tränen die Wangen herunter. Sie will etwas sagen und überlegt, es muss etwas Kluges sein – doch dann hört sie schon das Tuten. Der Mann hat aufgehängt.


Sie starrt den Apparat an; sie spürt ihre Lippen beben und ihr Blick ist leer. Ihre Augen haben sich zu engen Schlitzen verzogen – dann schmettert sie den Hörer so hart gegen den Apparat, dass man befürchten muss dass Cathy diesen in einen Zustand der Funktionslosigkeit versetzt hat. Ein Fussgänger auf der anderen Straßenseite bleibt fassungslos stehen und starrt Cathy an und geht dann schnell weiter. Cathy entgleiten die Gesichtszüge und ihre Knie geben nach... sie sinkt auf die Knie und beginnt bitterlich zu weinen. Ihr Oberkörper droht umzufallen und sie lehnt sich an den Apparat und hält sich an der Schnur des Telefonhörers fest.


„NEEEEIIIIN!!!", schreit sie plötzlich während sie auf dem schmutzigen Boden des kleinen, roten Häuschens kauert. Sie kann nicht verhindern dass sie leicht umkippt, nun auf dem Po sitzt in der Ecke der schützenden Zelle. So dicht am Boden riecht es nach Urin und sie sitzt auf einigen aufgeweichten Zigarettenstummeln. Normalerweise würde sie sich ekeln aber dies hier war das perfekte Umfeld um den Zustand ihres Seelenlebens zu umrahmen. Sie weint und weint, untröstlich und wissend dass sie grössere Macht über die Zeit hat als alle anderen – aber eben nicht genug.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.12.2021 15:42.

Alina

-, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Beiträge: 180

Kapitel 8, Episode 11

von Alina am 05.12.2021 14:06

Paris Marriott Champs- Élysées Hotel, chambre de Cathy
Le samedi 2 novembre 1968



Quelle des Bildes

  Der nächste Tag bringt Klarheit für Cathy. Eine versuchte Vergewaltigung mit Todesfolge wurde als Grund in der Tageszeit genannt. Sie hatte sich „Le Parisien" gekauft und hatte den Artikel im Lokalteil der Zeitung gefunden.
Sie hatte einen verzweifelten Abend in ihrer Kammer verbracht. Sie hatte sich maßlos betrinken wollen und sie hatte nicht wenig Lust gehabt, ihren Zorn auf die Welt an einem Mann abzureagieren – und die Folgen für diesen mit einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis zu nehmen. Sie hatte Lust jemanden sterben zu sehen. Dafür würde die Welt büssen, zu der sie augenscheinlich nicht gehören durfte.
Sie hatte noch einen Whiskey getrunken, hatte dem Wirt ebenfalls einen zersplitterten Toilettenspiegel bezahlt und war dann zurück ins Hotel gegangen. In solchen Momenten brachte man sich in Teufels Küche wenn man sich nicht disziplinierte.

Dort sass sie dann mit der Angst, die Polizei ja selbst zum Hotel geschickt zu haben. Sie brauchte sich nicht wundern wenn man Eins und Eins zusammenzählte und schlussfolgerte dass dieses fremde Mädchen, welches nicht zur Beweisaufnahme ins Revier gekommen war und über die Identität und den zeitweiligen Wohnort der Toten Bescheid wusste, selbst im Hotel wohnte oder arbeitete. Aber selbst dafür war die französische Polizei zu dumm – so ihr nüchternes Fazit am nächsten Tag.

Sie liegt stundenlang im Bett und starrt an die Decke. Dieser Mann oder die Männer die das getan haben, die mussten sterben. Dieses Mal war es persönlich. Sie würde jagen und zwar mit Hass in den Augen – nicht mit dem gleichgültigen Blick einer Löwin die sich ihrer Beute nähert.

                                                                   ***

Monsieur Gabin kratzt sich am Kinn und legt die Stirn in Falten.

„Ein Mädchen sagen Sie? Mit roten Haaren? So etwas hatten wir diese Woche schon mal... auch drüben im Marriott."
Martins Blick hellt sich etwas auf. Er gehörte zu der Sorte Polizeibeamter die sich niemals von einer Nachricht richtig begeistern liessen. Dafür hatte er schon zuviel gesehen – und auch zu oft seine Hoffnung begraben müssen.
„Was genau ist im Marriott passiert, Gabin?", fragt er nach einer Kunstpause die Gabin wohl zur Steigerung der Spannung bereits eingeplant hatte. Doch der zuckt nur mit den Schultern und antwortet:
„Das hat sicher nicht viel zu bedeuten. Auch ein Mädchen welches beinahe vergewaltigt worden ist. Sie hatte rote Haare, ein hübsches Ding. Sicher eine Irin, vielleicht auch Engländerin. O'Brien hiess sie, ja genau."
„Mein rothaariges Mädchen heisst McMahon, aber ansonsten passt die Beschreibung." Nun kratzt sich Monsieur Martin auch am Kinn. „Vielleicht schaue ich sie mir mal an. Jetzt habe ich aber erst einmal noch genügend Schreibkram zu erledigen. Der Professor im Marriott, zu dem die Tote gehörte, ist ausser sich vor Wut und verflucht Frankreich den ganzen lieben Tag lang. Aber immerhin hat er die Aufgabe übernommen, die Familie zu informieren."
„Sie sind ein Glückspilz, Martin", erwidert Gabin. „Das ist von allen Aufgaben immer die unangenehmste."
„Wem sagen Sie das? – Danke für den Kaffee, alter Freund." Martin schlägt Gabin freundschaftlich auf die Schulter und verlässt dessen Büro. Diese informellen Kaffeepausen waren wohl die eigentlichen Brutstätten diverser Ermittlungserfolge, denkt er wieder mal in diesem Moment und lächelt auf dem Weg in sein eigenes Büro.
Auch Gabin grübelt. Diese O'Brien, sie war auch immer noch seine Zeugin. Und es war sicher ein Augenschmaus sie wiederzusehen. Er schmunzelt und rückt sich seine Krawatte gerade und dreht sich einmal halblinks und halbrechts, um sein Profil in den grossen Fenstern seines Büros zu begutachten.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.03.2022 16:33.

Alina

-, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Beiträge: 180

Kapitel 8, Episode 10

von Alina am 03.12.2021 18:37

Lyon, Bureau de Interpol
Octobre 1968 moitié du mois



Quelle des Bildes


  Nun begann also die Sisyphusarbeit. Eigentlich war es ja unmöglich diesen Fall allein zu bearbeiten, schon allein aufgrund der schieren Menge an Material. Jedoch war das Interesse an diesem Fall nicht gross genug als dass Hill wenigstens Mitarbeiter hätte anfordern können oder gar eine Sonderkommission hätte einrichten dürfen. Auf der anderen Seite war er froh dass Interpol ihm freie Hand liess und es tolerierte dass er sich ausschliesslich nur mit diesem Fall beschäftigte. Er war im Haus auch bekannt als „der heisse Draht nach Washinton", aber davon wurde recht selten Gebrauch gemacht. Falls die Beamten eine Anfrage hatten erledigten sie sie lieber allein, das sparte Zeit und man ersparte sich den mürrischen Blick von Hill der von seinen Akten aufsah.

Hill starrt die zugegebenermaßen nicht komplett leere Wand an und nimmt wieder den Telefonhörer zur Hand. Es ist Zeit für ein erneutes Gespräch mit Donahan. Das Gespräch vor einigen Tagen war erfreulich nüchtern verlaufen nach Hills Ansicht. Sie hatten sich nur kurz einander vorgestellt und dann vereinbart dass Hill sich wieder melden würde wenn er die Vorsortierung der Akten vorgenommen und sich einen ersten Überblick verschafft hatte. Sie waren nicht ins Plaudern geraten und hatten den Fall selbst nicht mal erwähnt.

Dank der Zeitverzögerung rief Hill gern erst am Nachmittag in den USA an. Diese Sache berücksichtigte er eher als seine französischen Kollegen die sich manchmal wunderten „warum denn bloss niemand abhebt". Er schmunzelt und rechnet sieben Stunden zurück, es musste jetzt 9 Uhr morgens sein in St. Louis.
Er lässt sich wieder durchstellen und nach einigen Minuten hört er wieder Donahans Stimme, etwas kratzig und zeitverzögert, aber es war immerhin eine transatlantische Verbindung. Ein Hoch auf die moderne Technik.

„Guten Morgen, Mr. Donahan. Ich habe ja versprochen mich wieder zu melden. Ich habe die Akten soweit gesichtet."

„Guten Tag, Mr. Hill." Donahan ist aufmerksam, denkt Hill. „Ja, ich erinnere mich. Sie arbeiten am Fall 'Cathy Hasselmann', für Interpol, nicht wahr? Sie machen dort weiter wo Evans aufgehört hat."

„Genau, Mr. Donahan. Ich komme nicht umhin Sie zu fragen, was Sie denken. Immerhin arbeiten sie seit dreissig Jahren an diesem Fall."

Es soll nicht nach einem Vorwurf klingen, aber das tut es auf eine leicht verstörende Art und Weise. Man kann so einen unfassbaren Satz nicht sagen ohne dass er irgendwie vorwurfsvoll klingt.

„Seit 32 Jahren um genau zu sein, Mr. Hill. Ich bekam den Fall zum ersten Mal 1936 zu Gesicht. Mein Chef bat mich diese Story zu übernehmen und das auch ohne Zeitdruck. Ihm war klar dass man so einen Fall nicht über Nacht löst. Nun ja, er hat Recht behalten."

Donahan klingt nicht beleidigt oder brüskiert. Er hatte sich wohl mit der Realität abgefunden, schon lange.

„Es klingt verrückt, Mister. Das geht mir genauso", erwidert Hill. „Man fragt sich wie das sein kann. Nun, wie sehen Sie diesen Fall? Nichts interessiert mich mehr als diese Frage. Sie haben sich bestimmt eine Menge Gedanken gemacht... in diesen 32 Jahren."

Die Zahl lässt Hill nicht los. Es war ausserdem die Anzahl seiner Lebensjahre und damit verliess die Dauer den Rahmen dessen, was er sich leicht vorstellen konnte.

„Das ist wahr. Es ist in etwa so als würde man Sokrates' Lehre ständig vor sich sehen: 'Ich weiss, dass ich nichts weiss'. Es ist deprimierend aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wenn man erkennt dass man die gleiche Chance hat wie ein Schneeball in der Hölle, dann entspannt man sich."

Hill schmunzelt wieder. So spricht nur ein Amerikaner; er kennt das Sprichwort.

„Sie machen mir nicht gerade Mut, Mister. Aber das dachte ich mir schon bereits vor unserem Gespräch. Ich dachte auch daran dass ich unsere Fahndungsmethoden sehr schätze. Vielleicht finden wir wirklich heraus, wo diese Cathy überall war, aber...", er bricht ab.

„Aber...?", fragt Donahan nach.

„Sie wird uns immer einen Schritt voraus sein. Ich weiss, mehr kann man eigentlich nicht tun und es ist auch keine Kritik an den bisherigen Methoden."

„Ich weiss was Sie meinen", erwidert Donahan. „Ich habe auch keine Ahnung wie ich näher an sie herankommen soll, schon seit drei Jahrzehnten geht mir das so. Es ist sehr viel wahrscheinlicher dass der ganze Spuk irgendwann aufhört, ganz von allein. Oder sie wird geschnappt, an irgendeinem Bahnhof oder Flughafen, wegen irgendeines dummen Fehlers. Und alles was wir getan haben war völlig bedeutungslos. Wir können uns dann nur noch einen einzigen Erfolg zuschreiben: das Interesse an diesem Fall über die Jahre nicht verloren zu haben."

Hill schweigt und seufzt leise.

„Melden Sie sich wieder im neuen Jahr, Mister Hill. Dann habe ich wieder den Anwalt getroffen und vielleicht ändert sich etwas für uns. Ich wünsche noch einen schönen Abend."

„Ich wünsche einen guten Tag, Mr. Donahan. Danke für die Einschätzung."

Dann klickt es und Hill hört nur noch das Tuten einer toten Leitung.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.12.2021 13:25.

Alina

-, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Beiträge: 180

Kapitel 8, Episode 9

von Alina am 03.12.2021 18:25

Paris, Square Marigny
Le vendredi 1 novembre 1968



Quelle des Bildes


  „Sie kennen Madame Frejnik, Mademoiselle?", fragt der Mann in Zivil nachdem er einige Instruktionen gegeben hatte und dann zu Cathy geeilt war.
Cathy schluckt hart, sie steht kurz davor sich zu erbrechen. Der Mann sieht ihre Not und winkt einen Kollegen herbei.

„Wasser für das Mädchen und... holen Sie bitte eine Decke", dann zu Cathy gewandt: „Vielleicht fahren wir sie gleich ins Revier, da kann man sich besser unterhalten."

Cathy sieht hoch und schüttelt den Kopf. „Bitte, keine Umstände, Monsieur. Ich... ich, ja. Ich kenne sie. Ist sie... tot?"

Der Mann zuckt mit den Schultern und nickt dann. „Leider ja, Mademoiselle. Wir haben sie auch erst vor einer halben Stunde geborgen. Wir können sonst keine Fragen beantworten, noch nicht. Was können Sie uns über die Tote sagen?"

Cathy atmet tief durch und sagt: „Studentin... sie arbeitet für Professor Gantzburg... sie wohnen derzeit drüben im Marriott. Mehr weiss ich nicht, ich wusste nicht mal ihren Nachnamen. Wir waren hier verabredet, auf eine Zigarette."

„Ich verstehe. Nun, ich danke Ihnen, Mademoiselle. Wir nehmen Sie kurz mit, dann können Sie gleich Ihre Aussage machen und unterschreiben."

Cathy nickt zähneknirschend und sieht sich kurz um. Dann schaut sie dem Mann in Zivil wieder in die Augen.

„Wie ist Ihr Name? Ist es möglich, dass ich mich kurz frisch mache? Ich muss auch eine Toilette aufsuchen. Ich würde gern in einer Stunde aufs Revier kommen. Ich brauche etwas Zeit für mich. Das verstehen Sie sicher, Monsieur."

„Ich bin Martin, Monsieur Martin. Wie ist Ihr Name?"

„McMahon... Shauna McMahon", sagt Cathy mit einer nur sehr unwesentlichen Verzögerung. Der Name einer Lehrerin in der Grundschule, damals in Baltimore. Ein irischer Name der ebenso gut zu ihr passte wie ihr aktueller falscher Name.

Monsieur Martin nickt und schaut sich um, dann gibt er ihr seine Visitenkarte.

„Sie würden uns sehr helfen wenn das ohne grosse Verzögerung passiert. Ich danke Ihnen für Ihre Kooperation."

Cathy nickt fast mechanisch, macht dann auf dem Absatz kehrt und geht langsam davon.


                                                                   ***


Sie hatte nicht vor zum Polizeirevier zu gehen. Sie wollte unter allen Umständen wissen was Anuschka passiert war, aber das würde sie wohl auch aus der Zeitung erfahren können. Die ersten Meter waren von Entsetzen und Furcht begleitet, aber dann ändert sich ihre Stimmungslage mit jedem Schritt den sie sich weiter vom Tatort entfernt. Anuschka war tot! Warum? War sie sich nicht sicher gewesen? Wie konnten die Stimmen das zulassen? Sie muss die Augen schliessen und ihre Lippen beben vor Wut, sie fühlt einen ungeheuren Druck im Kopf. Sie will schreien aber dafür ist sie am falschen Platz. Sie beschleunigt ihr Schritttempo, zurück auf dem Weg ins Hotel. Aber was sollte sie da? Sie stösst ein verzweifeltes Knurren aus und biegt dann ab. Sie will in eine Bar und raus aus diesem Teil der Stadt.

Sie nimmt die Metro und fährt bis Pigalle wo sich zu jeder Tages- und Nachtzeit eine geöffnete Bar finden lässt. Sie setzt sich ohne den Namen der Bar zu lesen und bestellt sofort zwei doppelte Whiskeys. Den ersten stürzt sie sofort herunter und den zweiten trinkt sie nach etwa einer Minute. Der Wirt schaut sie kurz besorgt an, sagt aber nichts. Ganz sicher sieht er sowas nicht zum ersten Mal – nur dass es kein versoffener Penner oder ein gestresster Mitfünfziger war der gerade eben nochmal Vater geworden ist, sondern ein junges und hübsches Mädchen.
Cathy stiert auf die vollen Regale hinter dem Tresen und sie beisst die Zähne so fest zusammen wie sie nur kann. Dann steht sie abrupt auf – so abrupt dass der Wirt schon den Mund öffnet und sie ermahnen will doch erst zu bezahlen bevor sie geht, doch sie stapft in Richtung der Toilette und verschwindet da.
Der Wirt und seine zwei Gäste die ebenfalls an der langen Theke sitzen, hören Cathy dumpf im hinteren Teil des Hauses hinter Wänden schreien und heben die Augenbrauen. Dann zucken sie die Schultern und nehmen einen Schluck... auch der Wirt.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.12.2021 18:57.

Alina

-, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Beiträge: 180

Kapitel 8, Episode 8

von Alina am 02.12.2021 19:18

Paris Marriott Champs- Élysées Hotel, chambre de Cathy
Le vendredi 1 novembre 1968



Quelle des Bildes


  Cathy liegt auf dem Bett und starrt an die Decke. Sie hatte lange geschlafen und sie freute sich auf das baldige Treffen mit Anuschka. Wieder kehrte die Frage zurück ob sie wohl in der Lage wäre eine Frau zu lieben. Ein Weg aus der Einsamkeit – das war ein grosses, aber erstrebenswertes Ziel. Gerade weil sie Erfahrungen mit Frauen gemacht hatte, war sie sich recht sicher dass ihnen nichts passierte. Es spielte keine Rolle was Cathy tat. Den Stimmen schienen Frauen aus irgendeinem Grund egal zu sein. Natürlich hatte sie dazu keine Studien durchgeführt aber sie war sich recht sicher. Gerade die Affäre in Brest hatte sie dahingehend beruhigt. Der Sex mit dieser Frau war ausschweifend und auch sehr leidenschaftlich gewesen und Cathy hätte ihre Hand dafür ins Feuer gelegt dass bei einer gleichartigen Beziehung zu einem Mann dieser nicht lange überlebt hätte. Ein halbes Jahr wäre die maximale Lebensdauer gewesen während die Dame in Brest sich noch immer bester Gesundheit erfreute. Vielleicht war das ein Zugeständnis der Stimmen die wohl wussten dass der Mensch ein so schwaches Wesen war, dass er nicht für alle Zeiten allein sein konnte. Und schon Gott sprach: „Es ist nicht gut dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gefährtin machen, auf dass er nicht allein sei." Cathy schmunzelt. Eine gewisse Bibelfestigkeit würde sie nie verlieren, eine gute Bildung machte sich das ganze Leben lang bezahlt – wie lange es auch immer dauern mochte.

Sie schwingt die Beine aus dem Bett, nimmt ein Bad und dann ist bereits Zeit loszugehen. Sie würde wieder als Erstes da sein aber das stört sie nicht. Wer die Tugend der Pünktlichkeit besitzt, der lernt die Tugend der Geduld ganz nebenbei.

Das Wetter an diesem Tag ist milder als gestern und Cathy bedauert kein Brot für die Enten dabeizuhaben, die sich recht zutraulich am Rande der Teiche bewegen und nur darauf zu warten scheinen. Sie schliesst die Augen, kratzt sich am Schopf und gähnt. Man konnte sich an dieses Lotterleben gewöhnen erst gegen 9 oder 10 Uhr aufzustehen.
Sie lässt sich die Novembersonne ins Gesicht scheinen, wenigstens die Sonnenstrahlen bringen etwas Wärme an diesem noch immer kalten wenn auch milderen Tag. Sie beginnt zu dösen – Anuschka würde sie schon finden, vielleicht würde sie sie erschrecken oder sich ein wenig lustig machen aber das ist Cathy die Sache wert. Wie lang und wie schön so ein Tag ohne Arbeit doch ist!

Als Cathy hochschreckt weiss sie nicht wie spät es ist. Sie schaut nach der Sonne. Leider hatte die sich den Stand nicht gemerkt aber es war definitiv Zeit vergangen, das spürt sie. Vielleicht eine Stunde? Die Sonnenstrahlen fallen jedenfalls nicht mehr direkt auf sie sondern sie sind weitergewandert. Sie steht auf und streckt sich um wieder schnell beweglich zu sein. Und dann endlich fällt es ihr wieder ein: wo ist Anuschka geblieben?

Sie macht sich auf den Weg, nicht in Richtung des Hotels sondern sie versucht den direkten Weg zur Innenstadt zu finden – dort wo es die meisten Geschäfte gibt. Mit jedem Schritt kommt ihr diese Idee sinnloser vor, aber sie weiss auch nicht was sie sonst tun sollte. Einfach zum Hotel zurückkehren, das wäre vielleicht die bessere Idee. Vielleicht haben sie sich nur verpasst. Sie geht noch ein paar Schritte weiter und schaut nochmal um eine Ecke wo ein dichtes Gebüsch die Sicht versperrt. Dort sieht sie einen Polizeiwagen stehen, mitten im Park und darum ein paar Beamte. Sie atmet tief ein und schüttelt dann etwas ärgerlich den Kopf. Nur den Teufel nicht an die Wand malen, denkt sie.

Sie geht weiter, es war besser sich schnell selbst zu überzeugen. Wenn sie ins Hotel zurückkehren würde und Anuschka dort nicht antreffen würde, dann würde sie sich wünschen sie hätte nachgeschaut. Ihre Schritte werden schneller.

Sie kommt näher und dann sieht sie noch einen Wagen – einen Leichenwagen. Fussgänger werden gebeten doch bitte weiterzugehen. Gerade in diesem Moment wird eine leblose Gestalt unter einer Decke aus dichtem Gebüsch ans Tageslicht geholt, von vier Beamten wo sicher auch zwei gereicht hätten. Es ist eine eher kleine Person und es schauen zwei Füsse unter der weissen Decke heraus. Kennt sie diese dunklen kurzen Stiefel nicht etwa? Cathy wird heiss und ihr wird flau im Magen. Längst ist sie stehengeblieben und gerade kommt ein Polizist auf sie zu und seiner Miene nach zu urteilen würde er sie gleich wohl recht barsch darauf hinweisen zügig weiterzugehen. Cathy hebt sofort abwehrend die Hände und fragt: „Liegt dort drüben... ist das Anuschka?"
Der Polizist hält inne, hebt die Augenbrauen und sieht Cathy fragend an. Dann sagt er:
„Bitte gehen Sie nicht weg, Madame. Bleiben Sie hier stehen."
Dann geht er mit schnellem Schritt zurück und unterhält sich mit einem Mann in Zivil der kurz herübersieht. Cathy spürt wie ihr schlecht wird.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 02.12.2021 19:18.

Alina

-, Weiblich

  10. Wannabe Poet

Beiträge: 180

Kapitel 8, Episode 7

von Alina am 01.12.2021 16:43

Lyon, Bureau de Interpol
Octobre 1968, au début du mois


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  Hill starrt eine leere Wand an und knackt mit seinen Fingern. Über eine Sache musste er immer wieder nachdenken. Und dies ärgerte ihn sehr, denn er glaubte nicht an übernatürliche Phänomene. Immer wieder stellte er sich diese eine Frage:
Was wäre wenn er diese Cathy irgendwann finden würde und sie ihm ins Gesicht sagen würde dass sie Unfälle auslösen konnte, er aber nichts dagegen tun könne. Was würde er tun? Wäre es nicht besser so ein Monster einfach zu erschiessen und es so zur Strecke zu bringen weil kein Gericht der Welt in der Lage wäre es zu verurteilen? Bliebe am Ende alle Ermittlungsarbeit über Jahrzehnte erfolglos, nur weil es kein Werkzeug geben würde, einen allerletzten Beweis zu erbringen – ja, weil es einfach keinen rationalen Beweis gab?
Diese zugegebenermaßen schwere und auch moralische Frage war aber etwas für Hills Freizeit. Den Luxus dieser Gedanken konnte er sich bei den sehr praktischen Ermittlungen nicht erlauben. Er ermahnte sich dann, einen Schritt nach dem anderen zu tun.

Er versuchte zu sammeln was er ganz sicher wusste. Er suchte nach einer Person die wohl seit dem Jahr 1919 mordete. Ob es diese Person wirklich gab wusste er nicht.
Diese Person hielt sich eigentlich immer in grossen bis sehr grossen Städten auf. Es gab Ausnahmen aber generell konnte man das feststellen. Sicher ging es hier darum die Anzahl der Todesfälle nicht auffallen zu lassen. Er wusste nicht ob das dieser Person bewusst war oder nicht. Aber es war ein Muster.
Viele Todesfälle waren in und um Hotels herum passiert. Dies schärfte das Täterprofil etwas, es lagen mehrere Indizien vor dass es sich dabei um eine Angestellte handeln konnte.
Die Opfer waren alle Männer. Diese Tatsache verlangte natürlich eine nähere Betrachtung.
Es starben auch Frauen auf der Welt und es starben auch Frauen bei Unfällen. Trotzdem konnte man folgende Beobachtung machen: jedes Land, jede Stadt verfügte über Todesraten die wiederum in speziellen Berichten aufgegliedert waren nach der Todesursache. Jeder Platz auf der Welt hatte seine eigene Todes- und Unfallrate. Je kleiner man den Fokus machen konnte, umso eher fielen Unregelmäßigkeiten auf.

Wenn nun in einer kleineren Stadt oder in einem bestimmten Bezirk einer grossen Stadt die Unfälle mit Todesfolge bei Männern exorbitant stiegen, dann waren das genau die Indizien die Hill brauchte. Das waren noch lange keine Beweise – nur Spuren die ihn vielleicht zu dieser Person führen konnten. Und genau das war auch schon passiert. Genau damit hatten sich Evans, Doyle und Donahan beschäftigt. Sie hatten über Jahrzehnte diese Häufungen gesucht, untersucht und mit eventuellen Fahndungen der lokalen Polizei abgeglichen.
Es gab Querverbindungen zwischen dieser Häufung von Unfällen bei Männern und dem immerwährenden Auftauchen eines jungen und rothaarigen Mädchens. Und Hill ging es nun zu Anfang vor allem darum, ob dieses Mädchen nicht nur eine Konstruktion war, eine Wunschvorstellung damit der menschliche Geist, der immer nach einer Erklärung suchte, nicht völlig verzweifelte. In der Geschichte der Welt hatte sich der Mensch schon immer mit der Konstruktion eines Sündenbockes anfreunden können – besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Darum ging es jetzt und Hill würde eine ganze Wand freimachen um alle Verbindungen darzustellen. Und es würde nur das an der Wand einen Platz finden, was absolut unzweifelhaft war. Er seufzt und schüttelt leicht den Kopf. Vielleicht brauchte er doch keine Wand sondern nur ein Blatt Papier.

Nach diesen Gedanken beginnt er damit das grosse Plakat mit den bisherigen Querverbindungen zu entfalten und nach einer kleinen Anleitung, die wohl Evans beigelegt hatte, wieder komplett zu rekonstruieren. Manche Photos und Anmerkungen waren auf Zetteln angebracht die erst wieder angepinnt werden mussten. Zur Sicherheit lag noch ein Photo des Plakates bei, leider sehr klein und nur im äussersten Notfall zu gebrauchen.
Hill staunt nicht schlecht – das sah nach guter Arbeit aus. Zuviel auf diesem Plakat kam ihm hypothetisch vor aber es war ein sehr guter Anfang. Und wie bei einem Kreuzworträtsel musste man manchmal Wörter eintragen, auch wenn man sich nicht hundertprozentig sicher war. Wie sollte man sonst weitermachen? Er würde das Plakat als Arbeitshypothese gelten lassen und aufhängen und seine Wand wäre dann die Theorie, die nur stichfeste Beweise zuliesse. Den Umständen entsprechend zufrieden macht er sich an die Arbeit.



Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.12.2021 23:21.

Alina

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Kapitel 8, Episode 6

von Alina am 30.11.2021 17:38

Lyon, Bureau de Interpol
Octobre 1968, au début du mois


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  Hill sitzt in seinem Büro und schaut kurz aus dem Fenster. Es wird gerade hell und es dampft bereits eine Tasse Kaffee auf seinem Schreibtisch. Er mochte diese ruhige halbe Stunde bevor die Kollegen das Gebäude fluteten. Dann schaut er wieder in eine bereits geöffnete Akte.

Ein Detective in New York hatte die erste Querverbindung zwischen einem Todesfall in Baltimore und in New York gezogen. Welcher Detective das war, das konnte gar nicht mehr festgestellt werden. Hill hatte nirgends einen Namen gefunden und es spielte auch keine grosse Rolle. Dies musste Anfang der 1920er Jahre geschehen sein und wenn man annahm dass ein erfahrener Detective sicher damals bereits um die dreissig und vierzig Jahre alt war, dann war er sicher mittlerweile auch ein Greis oder vielleicht sogar tot. Aber es existierte eine kleine Akte mit dem Namen "Cathy Hasselmann" und Zeugenbefragungen, ausserdem Details zu den Fällen in beiden Städten.

Dann gab es auch Akten zu vielen anderen Todesfällen die aber alle mehr oder weniger kryptisch angelegt waren. Die Darstellung der Fälle war nicht selten eratischer Art; man spürte beim Lesen der Akten beinahe körperlich das Unbehagen des Detectives, gewisse Unfälle mit einer Tat in Verbindung zu bringen. Niemand hatte die vermeintliche Täterin am Unfallort oder am Tatort gesehen. Und so sahen die Akten dann auch aus: dünn, lückenhaft und mit einem sehr unbefriedigenden Abschlussvermerk in fast allen Fällen: "investigation has been discontinued", die Ermittlungen wurden eingestellt.

Erst in den 1960er Jahren kam Schwung in die Ermittlungen. Hill wusste nicht zu sagen ob es an den erweiterten Möglichkeiten der Ermittlung lag oder ob es individuelle Gründe hatte wie beispielsweise die Überschreitung einer kritischen Masse an Todesfällen oder eben das persönliche Interesse und den Ehrgeiz von Einzelpersonen sich wieder dieses Falles anzunehmen. Er selbst gehörte ja augenscheinlich auch dazu. Dieser Fall war so faszinierend wie aussichtslos. Und es gab immer einen winziger Prozentsatz an Polizisten den das faszinierte, während sich ein überwältigender Teil der Kollegen von der Aussichtslosigkeit eines Ermittlungserfolges abschrecken liess. Und um ehrlich zu sein: den meisten Ermittlern inklusive deren Vorgesetzten war der Fall einfach völlig egal.

Je mehr die immer moderner werdenden und technisch vorzüglich ausgestatteten Nationen in der Lage waren Informationen miteinander zu teilen und somit Wissen zu kombinieren und Lücken zu schliessen, umso eher wurde gute, weltumspannende Polizeiarbeit möglich und nicht zuletzt begann wohl damit auch der Aufstieg von Interpol zu einer ernstzunehmenden Organisation, die zunehmend durch Verträge und Abkommen an Prestige und Möglichkeiten gewann.
Diese Kombination und Vervollständigung von Wissen war für die Polizeiarbeit vor allem immer dann interessant, wenn es sich um Massenphänomene handelte: der Betrug bei Finanzgeschäften, die Drogenkartelle mit ihren Lieferrouten und dem verzweifelten Waschen von Drogengeldern, der Mafia und nicht zuletzt auch bei Serienmördern. Wo immer sich gehäuft bestimmte Phänomene ereigneten, konnte man diese durch quantitative Forschungsmethoden – durch Statistik – aus der Dunkelheit an Tageslicht bringen.

Im Falle von Cathy Hasselmann war dies die einzige Methode welche über die Jahrzehnte ein wenig Erfolg verzeichnete. All die unvollständigen Akten der Polizeibehörden verschiedener Städte und Länder ergab für sich allein gesehen kein Bild. Nur zusammen waren sie eine Hilfe und das hatten Evans/Doyle, beziehungsweise Donahan schneller erkannt als jede lokale oder internationale Polizeibehörde. Sie hatten auch Daten gesammelt die weit über das Aktenmaterial hinausgingen: Todesanzeigen, Zeitungsartikel. Damit konnte man nun etwas anfangen, diese Dinge waren Gold wert.

Hill hatte sich vorgenommen ganz von vorn anzufangen. Ganz von vorn, so als wäre er ein ganz neuer und junger Ermittler der einen Haufen Kartons auf den Schreibtisch gestellt bekommen hatte und sich nun einen Überblick verschaffen musste. Er wollte diese Unvoreingenommenheit zurückerlangen, die man zwangsläufig in Jahren der Ermittlungen, vor allem bei einem einzigen Fall, langsam aber sicher verlor. Und am Anfang einer Ermittlung wie dieser, die sich nicht auf Augenzeugen oder Beweise stützen konnte, stand immer eine sehr profane und doch alles entscheidende Frage.

Gab es einen Zusammenhang? Gab es einen Zusammenhang zwischen einer Person namens Cathy Hasselmann und etwa 1.500 Todesfällen?

Wie schnell konnte man schon hier verzweifeln? War es denn tatsächlich so dass sich überall dort aussergewöhnlich viele Unfälle und rätselhafte Todesfälle ereigneten, wo Cathy Hasselmann aufgrund von Indizien und Hinweisen nicht weit gewesen war? Es war sehr leicht einen Wunsch Vater dieses Gedankens werden zu lassen. Sehr schnell fanden sich schon immer in der Kriminalgeschichte allzu eifrige Ermittler die einen solchen Zusammenhang einfach konstruierten. Es ging darum wirklich stichhaltige Beweise in wenigstens ein paar dieser Fälle zu finden wo Cathy Hasselmann unmittelbar einen Mord verübt oder den Tod eines Menschen ausgelöst hatte – am besten durch ihre eigene Hand. Und es mussten wirkliche Beweise gefunden werden dass sich nicht nur ein hübsches, rothaariges Mädchen immer zu der Zeit an einem Ort aufgehalten hatte an dem überraschenderweise gerade viele Leute eines ungewöhnlichen Todes starben, sondern wirklich diese eine Cathy Hasselmann.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.11.2021 17:39.

Alina

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Kapitel 8, Episode 5

von Alina am 29.11.2021 18:31

Paris Marriott Champs- Élysées Hotel, bureau de Monsieur Morel
Le jeudi 31 octobre 1968


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  Monsieur Gabin ist schon etwas älter, er schiebt einen dicken Bauch vor sich her und lauscht aufmerksam als Cathy ihre Geschichte erzählt. Morel hatte inzwischen sein Büro verlassen. Er hatte zuhören wollen doch es gab zuviel zu tun. Es war unterwegs im Haus und er hatte Cathy und den französischen Polizisten allein gelassen.

Cathy scheut sich nicht ihren Worten mehr Ausdruck zu verleihen, indem sie dem Polizisten ihren Körper zeigt der mit blauen Flecken übersät ist. Monsieur Gabin macht sich Notizen, nickt nur knapp und versucht sich seine Erregung nicht anmerken zu lassen. Selten hatte er so ein Teufelsweib gesehen, nicht mal in den Freudenhäusern von Paris.
Natürlich konnte es Cathy nicht recht sein dass ihre Identität von der Polizei festgestellt wurde. Vielleicht war das wieder ein grosser Fehler gewesen – das Hotel nicht zu verlassen und sich nicht eine neue Anstellung gesucht zu haben. War diese Stelle hier so wichtig gewesen dass sie dieses Risiko auf sich genommen hatte? Sie seufzt so leise wie möglich während Monsieur Gabin in seinem speckigen Notizbuch herumkritzelt.

"Nein, wirklich, Monsieur. Ich konnte nichts sehen. Es war so dunkel... der Mann trug keine Maske, aber ich habe trotzdem nichts sehen können. Ich weiss nur noch dass er sehr stark war. Als ich ihn wegstossen wollte und kratzen wollte hielt er mich eisern fest. Er muss recht stark sein."
Cathy beendet den Satz mit einem Schulterzucken. Je weniger Informationen sie sich aus den Fingern sog umso weniger konnte sie sich in Widersprüche verwickeln.
Monsieur Gabin nickt nun und erhebt sich.

"Ich denke das reicht, Madame. Ich habe alles notiert und ich lasse Sie wissen falls wir einen Erfolg in diesem Fall verbuchen können. Ich bin jedoch nicht besonders optimistisch."
Cathy nickt langsam. "Ich verstehe. Ja, das ist sehr wenig. Ich verstehe schon."
"Passen Sie auf sich auf und meiden sie die dunklen Ecken im Park. Diese Dinge passieren dauernd, Madame. Guten Tag." Er nickt Cathy zu und verlässt das Büro des Monsieur Morel. Cathy bleibt noch sitzen und denkt nach. Der Polizist hatte ihren Namen, ihre Adresse im Hotel, ihre Beschreibung. Das war nun nicht mehr zu ändern. Es brauchte nur noch einen kleinen Fehler ihrerseits und sie würde Paris verlassen müssen.

                                                               ***

Cathy hatte glücklicherweise eine spätere Stunde des Tages gewählt und sie hatte es eigentlich wegen Anuschka getan; sie ging davon aus dass die Assistentin lange würde arbeiten müssen. Nun ist sie selbst spät dran und sie ist dankbar dass es sich so gefügt hatte. Sie verbringt nach der Befragung noch eine Stunde in ihrer Kammer und dann bricht sie auf und das Ziel ist dieses Mal wirklich der Park.

Sie wartet einige Minuten und raucht eine Zigarette. Soviel war passiert in den letzten vierundzwanzig Stunden. Immer wieder schaut sie sich um, überprüft alle Wege die zu ihrer Bank oder daran vorbei führen. Dann endlich erspäht sie Anuschka und steht auf.

Sie war wirklich gekommen und sie erschrickt sehr als sie einen von Cathys blauen Flecken sieht. Cathy bleibt auch gegenüber der Studentin bei ihrer Geschichte der versuchten Vergewaltigung. Es war zu gefährlich Anuschka davon zu überzeugen, dass diese Geschichte nur nötig war um ihre Arbeitsstelle zu retten, nachdem sie die Nacht mit ihr verbracht hatte. Es würde auch nicht unbedingt dazu führen dass Anuschka ihr wegen anderen Dingen vertrauen würde. Von Anfang an wäre sie eine schlimme Lügnerin. Nur von der Polizei erzählt sie nichts – davon brauchte Anuschka nicht wissen. Und diese ist auch zu aufgewühlt, um danach zu fragen.

Wie würde es nun weitergehen? Darüber sprechen sie in diesen frühen Abendstunden nicht. Beide versuchen erst jetzt sich näher kennenzulernen, unter der Prämisse dass sie sich privat wiedersehen wollen und nicht aus beruflichen oder eben rein sexuellen Gründen. Als es dann kalt wird gehen sie zusammen zurück zum Hotel und verbringen noch etwas Zeit zusammen in Anuschkas Zimmer. Sie sind beide der Meinung dass dort eine geringere Gefahr besteht. Professor Gantzburg würde die beiden mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit stören als es in Cathys Kammer der Fall wäre mit Monsieur Morel. Sie küssen sich aber schlafen nicht miteinander. Cathy will ihr Glück nicht herausfordern und verabschiedet sich bevor es kein Zurück mehr gibt.

Anuschka schlägt vor sich am morgigen Tage wieder im Park zu treffen. Ein glücklicher Umstand hatte dazu geführt dass morgen keine Termine für sie anstanden. Aber sie wollte in der Stadt einkaufen gehen und dann würde sie Cathy gern wieder im Park treffen. Danach würde man weitersehen. Cathy ist einverstanden. Mit einer anderen Frau einkaufen zu gehen stellte sie sich sowieso nicht besonders spannend vor und so konnte sie wieder ausschlafen. Das würde ihr und ihrem malträtierten Körper gut tun.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.11.2021 18:34.
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