Wir werden unterstützt von:


[Privat] In Death we trust. [FSK18]

Erste Seite  |  «  |  1  |  2 [ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


Gonzilla

24, Weiblich

  Fan-Fiction Verfasser

Beiträge: 10

Re: [Privat] In Death we trust. [FSK18]

von Gonzilla am 31.03.2019 05:08

Troy Harrington.

Vermutlich war der Schwarzhaarige nicht sehr diskret in seiner selbstauferlegten Aufgabe, den jungen Arzt näher zu betrachten. Nicht, dass er unbedingt etwas Großartiges herausfinden wollte. Vielmehr genoss er das Aussehen vor ihm. Irgendetwas sagte ihm, dass Ilay nicht groß anders als Troy war. Zumindest spürte er jedes Mal eine Bindung zwischen ihm, sobald sich ihre Blicke wieder trafen. Doch, bis auf den intensiven Blick und das leichte Stirnrunzeln vom Weißhaarigen, bekam er nicht viel als Antwort auf seine brennende Frage, die in seinem Kopf seit er ihn das erste Mal erblickt hatte, herumschwirrte. Weshalb er sich bemühte nebenbei dem Gesprächslauf zu folgen und die ruhige Zeit, sowie das gute Essen zu genießen. Beinahe darauf vergessend, zog er für einen Moment sein Handy heraus, um Andrew mit einem Daumen Hoch Emoji zu antworten, ehe er sich wieder seinem Team widmete. Früher oder später würde er noch eine Antwort bekommen.

Es war bereits Nachmittag, als er auf den Nachhauseweg noch kurz im Supermarkt reinsprang, um sich frischte Zutaten für die nächsten Tage zu kaufen. Er grüßte seine üblichen Freunde und Nachbarn auf der Straße, ehe er die Treppe hoch zu seinem Apartment ging und die Tür zu seiner Wohnung aufschloss. Ein ihm bekanntes Geräusch war bereits vom Wohnzimmer aus zu vernehmen, als er die Schuhe auszog und die paar Schritte ging, bis sich ein großes Zimmer vor ihm erstreckte. Die Wand vor ihm bestand aus Fenstern, die das Tageslicht hindurchließen und das Zimmer auf natürliche Weise erhellte. In der Mitte stand eine gemütliche Couch, sowie ein Tisch und gegenüber davon ein Flachfernseher. Die restlichen Ziegelwände boten mit dem dunkelbraunen Parkettboden einen warmen Touch, während überall verstreut Gegenstände herumlagen. Er war zwar keineswegs faul, allerdings konnte man ihn nicht als eine ordentliche Person bezeichnen. Dafür genoss er viel zu sehr das Hier und Jetzt. Auf der Couch haben es sich Lady und Andrew bereits bequem gemacht. Nicht, dass der Brillenträger wirklich ein offizieller Mitbewohner war, allerdings hatte Troy ihm bereits seit Längerem ein Schlüsselduplikat überreicht, im Falle, wenn Andrew vorbeischauen wollte, der Schwarzhaarige allerdings noch nicht zuhause war. Es kam nicht selten vor, dass der Braunhaarige länger draußen auf ihn warten musste, so war es deutlich praktischer für sie beide gewesen. Lady schien ihren Kopf auf Andrews Oberschenkel geruht zu haben, während beide wohl am fernsehen waren, als sie Troy im Zimmer wahrnahmen. „Hallo mein Schatz, ich bin wieder zurück!“, sagte der Schwarzhaarige freudig bei dem Anblick, der sich ihm vorne anbot, als Lady glücklich hechelte und in Troys ausgestreckte Arme zurannte. Leise prustend, versuchte er sein Gesicht von den Abschleckangriffen zu retten, während er durch ihr Fell wuschelte. „Oh, und hey Andrew.“, sagte er beiläufig an seinen Arbeitskollegen gewandt, neckisch wie immer. „Wir hatten es uns gerade richtig gemütlich gemacht…“, murmelte dieser zurück und nahm ein Schluck von seiner Bierdose, ehe er seine Brille zurechtrückte und zu den beiden sah. „Na Gott sei Dank, bin ich dann rechtzeitig gekommen. Ich kann unmöglich zulassen, dass du mir meine Lady wegnimmst.“, erwiderte Troy gespielt geschockt und umarmte seine Hündin noch enger. Andrew prustete bei dem Satz leise auf, ehe er zu einer Antwort ansetzte. „Das kannst du nicht für sie entscheiden. Irgendwann wird sie merken, dass ich viel besser zu ihr passe und dann kannst du Abschied von ihr nehmen.“, das brachte den Schwarzhaarigen nun auch zum Lachen, bevor er mit einem „Träum weiter.“ aufstand und sich neben Andrew auf die Couch hinsetzte. Sein Blick schweifte für einen Moment auf die kalte Bierdose, ehe er sein Ellbogen auf den Couchrücken abstützte und seinen Kumpel näher betrachtete. „Bier am Nachmittag? Scheint, als würde es hier wieder um Madison gehen. Was ist passiert? Hat sie dir wieder den Kopf verdreht?“, fragte er grinsend und kraulte nebenbei seiner Lady das Öhrchen. Andrew sah für einen kurzen Augenblick nachdenklich auf seine halbleere Dose, ehe er mit seiner Hand frustriert durch seine eigenen Haare fuhr. „Sie macht mich noch wahnsinnig. Sie weiß, dass sie mich bereits um ihren Finger gewickelt hat, und trotzdem quält sie mich weiterhin mit der ganzen Warterei.“. Troy hörte wie jedes Mal ehrlich interessiert zu. Er und Andrew kannten sich seit seinem Antritt als assistierender Strafverteidiger. Sie wussten praktisch alles voneinander und gaben sich auch keine Mühe etwas zu verbergen. Sie mögen zwar enge Freunde sein, aber den Titel ‚Beste Freunde‘ teilten sie dennoch nicht. Dafür war ihr Verhältnis zueinander etwas komplexer gestrickt. „Das ist nicht wirklich etwas Neues.“, sagte er deshalb nüchtern und schmunzelte seinen Freund neben ihn an. „Was hat sie heute gemacht? Dir wieder die kalte Schulter gezeigt?“, bei der Frage schnaubte sein ehemaliger Vorgesetzter. „Nein, genau das Gegenteil. In der heutigen Verhandlung war sie viel zu sehr beschäftigt gewesen, mir Blicke zuzuwerfen, statt dem Anwalt zuzuhören. Nicht, dass es mich gestört hat. Ich dachte, das war ihre Art mir zu signalisieren, dass wir uns wieder nähern können.“, er stoppte für einen Moment, weshalb Troy ihn mit einem „Aber?“ zum weitermachen forderte. „Nachdem sie den Fall vertagt hat, bin ich nach draußen gegangen, um sie abzufangen und was macht sie?! Schmeißt sich an ihrem neuen Lover ran. Warum sind Frauen so kompliziert?“, fragte er geschlagen und der Schwarzhaarige konnte nicht anders, als daraufhin leise aufzulachen. Es war bei weitem nicht der erste Frustrationsausbruch, den er von Andrew erlebte. „Du kannst nicht alle Frauen in eine Schublade reinstecken nur weil deine Ex-Frau so tickt, Drew. Außerdem…“, mit seinem Zeige- und Mittelfinger näherte er sich seinem Freund schrittweise über den Couchrücken, bis seine Hand auf Gesichtshöhe war, ehe er mit seinem Zeigefinger die Wange des Braunhaarigen drückte. „Du bist auch nicht unschuldig.“, antwortete er verschmitzt und hob anspielend eine Augenbraue. Ihre Blicke trafen sich für einen längeren Moment, ehe Andrew seufzend nach der Dose schnappte und diese exte. „Du bist die letzte Person, von der ich das hören möchte.“, erwiderte er gelassen, bevor er sich wieder Troy widmete.

„Aber genug von mir. Wie liefs bei dir? Wie fühlt es sich nach all der Zeit an, wieder beim FBI zu sein?“, fragte er stattdessen und der Schwarzhaarige musste unweigerlich lächeln so wie er sich den heutigen Tag nochmal durch den Kopf gehen ließ. „Aufregend. Sowohl positiv als auch negativ. Rogers hat ein gutes Team zusammengerufen, ich bin mir sicher, dass wir den Fall erfolgreich beenden können.“, sagte er zuversichtlich. Nicht, weil er der unglaublichen Überzeugung war, dass er es allein mit der gegenwärtigen Gefahr aufnehmen könnte. Vielmehr vertraute er auf die Fähigkeiten seiner Leute. Er fühlte sich hoffnungsvoll und dass allein reichte ihm an den Erfolg zu glauben. Nicht überraschend wanderten dabei seine Gedanken wieder zu dem weißhaarigen, stoischen Arzt. Er musste es ihm auch noch beweisen. Vielleicht würde er so eine zufriedenstellende Reaktion von ihm bekommen, wenn sich Dr. Foster mehr auf ihn einließ. „Oh nein… ich kenne diesen Blick. Wer hat es dir dieses Mal angetan?“, ertönte wieder die Stimme von Andrew, die ihn wieder zurück zur Gegenwart holte. Das Lächeln wuchs zu einem breiten Grinsen, als er den kritischen Blick des Braunhaarigen wahrnahm. „Dr. Foster. Miles hat ihn als unseren Blutspurenanalytiker ins Team geholt. Drew, ich schwör es dir… Der Moment, in der er das Zimmer betrat, ich dachte mein Herz setzt für einen Augenblick aus. Er sieht so verdammt heiß aus, ich weiß nicht, wie lange ich mich da wirklich noch zurückhalten kann.“, gab er ehrlich zu und summte zufrieden vor sich her, während er nur beiläufig das Augenrollen von Andrew registrierte. „Das kommt mir so seltsam bekannt vor. Vielleicht täusch ich mich, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass hast du zu der Rothaarigen von vor paar Tagen auch gesagt. Oh und war da nicht auch noch der Brünette vom Friseur letztens? Und wenn wir schon dabei sind, was ist mit d-“, zählte der Brillenträger trocken fort, ehe Troy ihm mit der flachen Hand den Mund zuhielt. „Nein, nein. Das hier ist ganz anders. Es war…die Art wie er sich verhielt. Du hättest in seine Augen sehen sollen, so festgefroren und stoisch.“, schwärmte er los, während er das Gesicht von Ilay wieder vor Augen führte. Der Braunhaarige ergriff derweil die Hand von Troy, um seinen Mund wieder zu befreien und starrte nichtssagend zu dem Schwarzhaarigen. „Ich will so gern wissen wie er aussieht, wenn er all die Arbeit um sich herum einfach vergessen und an nichts anderes außer mich denken kann…“, fuhr er lechzend fort und sein Blick fiel auf seine Hand, die von Andrew noch immer umgriffen war. Dabei erinnerte er sich wieder an seine Vorstellung, nachdem er die Finger des Weißhaarigen begutachtet hatte. Zögernd verschränkte er seine Finger mit der von dem Braunhaarigen ineinander. „Obwohl er so viel Stärke ausstrahlte, war es so leicht mir vorzustellen, wie es wäre, seine Hände einfach zu packen und ihn unter mir gefügig zu machen-“, bevor er in seiner Tagträumerei weiterkam, wurde er kräftig nach vorne gezogen und ehe er sich versah, lag er mit halbem Körper auf der Couch. Seine verbundene Hand wurde hinter seinem Kopf auf der Armlehne gedrückt, während seine Beine über Andrews Schenkeln lagen. Das Gesicht des Strafverteidigers ruhte knapp vor Troys, ein leichtes Lächeln war zu bemerken. „So in etwa?“, fragte er mit rauer Stimme und der Agent konnte nicht anders, als bei dem Anblick vor ihm schwer zu schlucken, gefolgt von einem leisen prusten. „Nicht ganz… eigentlich müsste ich oben liegen, aber diese Chance bietest du mir ja nie an.“, erwiderte er leiser, während er mit seiner freien Hand die leichten Gesichtskonturen des Mannes vor ihm abging, ehe er langsam seine Brille abnahm. Ein schiefes Lächeln begrüßte ihn. „Sorry, aber andersrum ist einfach nicht mein Revier. Ich bin mir sicher, du kannst das Ganze nochmal mit Dr. Foster wiederholen, wenn es soweit ist… Bis dahin…“, mit diesen zugeflüsterten Worten, schloss Andrew die letzte Distanz mit einem fordernden Kuss. Zufrieden seufzend gab sich Troy dem aufblühenden Lustgefühl hin und nahm, was er im Moment kriegen konnte.

tumblr_p9nkl3Rga21ugyrreo1_540.gif

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.03.2019 05:15.

Tetsl

23, Weiblich

  Fan-Fiction Verfasser

Beiträge: 12

Re: [Privat] In Death we trust. [FSK18]

von Tetsl am 31.03.2019 11:27

Ilay Foster

Obwohl Ilay mit diesem Job etwas wirklich Wesentliches für die Gesellschaft beitrug, so empfand er es trotzdem irgendwie als falsch, als er sich wieder in sein Auto setzte. Die Akten hatte er sorgfältig auf den Beifahrersitz abgelegt. Es war später Nachmittag und hiermit war sein erster Arbeitstag offiziell vorbei. Er warf einen flüchtigen Blick auf seine Armbanduhr. Je nachdem wie stressig es im Krankenhaus wäre, würde er jetzt grade mal zum essen kommen. Schnell überlegte er, was er mit der Zeit anfangen konnte und entschied sich dazu einkaufen zu gehen, bevor er nach Hause fuhr.

Zu Hause angekommen, räumte er kurzerhand die Einkäufe weg. Von da an hatte er noch zwei Dinge zu tun. Erstens: Kaffee. Zweitens: Die Akten. Seit er sich von den anderen verabschiedet hatte, gingen ihm diese nicht aus dem Kopf. Ilay würde sich erstmal auf das konzentrieren. Er hatte es mit sich vereinbart nicht zu sehr über eine neuen Teamkollegen nachzudenken, er würde sie im Laufe der Zeit schon kennenlernen. Hoffentlich im positiven Sinne. Als er sich mit seinem Kaffee in sein Arbeitszimmer setzte legte er alles sorgfältig aneinandergereiht auf den Tisch, was er an Fakten hatte. Dabei warf er einen akribisch genauen Blick auf die Fotos. Normalerweise folgte der Arzt immer dem Tod. Dort wo dieser war, wurde auch er gebraucht. Jetzt suchte er nach etwas Lebenden. Mit einem gesunden Herzschlag und einem so verdrehten Verstand welcher dazu imstande war so etwas anzurichten. Jetzt wo er darüber nachdachte, wusste er gar nicht mehr warum er die Blutspurenanalyse überhaupt als zweiten Studienzweig gewählt hatte. Vermutlich wollte er alle Möglichkeiten ausschöpfen. Tief durchatmend ging er die einzelnen Opfer durch und als er damit anfing sie als eine Art ‚Patienten‘ zu sehen, fiel es ihm erstaunlich leicht sich alles einzuprägen. Es bestand kein Unterschied zu seiner alten Arbeit, dass war ein Protokoll wie jedes andere auch. Wie kam es eigentlich, dass er von dem Season Killer so wenig gehört hatte? Immerhin griff der Täter damit genau seine Leute an. Vor allem wenn die Opfer so schwer misshandelt wurden. Da waren einige tiefe Wunden und er konnte anhand der Fotos sehen, dass sich die Opfer gewehrt haben mussten. Da waren Blutergüsse sowohl an Händen als auch an den Füßen und die Wunden waren sehr grobmotorisch. Als hätten sie sich – gefesselt woran auch immer – wirklich versucht zu befreien, selbst als das Schlimmste schon stattfand. Ungefähr eine Woche ertrugen sie dies. Wie regelmäßig die Misshandlungen stattfanden war schwer zu sagen, auf alle Fälle hatte es gereicht, um sie zu töten. Ilay empfand Mitleid mit Ihnen. Das heißt, sollte es den Nächsten erwischen, konnte man nur auf zwei Dinge hoffen. Entweder dass sie das Opfer rechtzeitig finden würden oder wenn nicht, dass es wenigstens schnell vorbeigehen würde. Ein eigenartiger Gedanke, mit dem Ilay nicht wirklich vertraut war.

Dem Arzt kam es so vor, als würde er wieder in seinem Büro im Krankenhaus sitzen, bis er seinen Kopf hob und sah, dass es schon stockdunkel war. Ihm war es nicht so lange vorgekommen aber scheinbar hatte er sich länger als nötig in den Akten verloren. Ein Blick auf die Uhr über der Tür, verriet ihm, dass es auch schon relativ spät war. Grübelnd rieb er sich die Stirn. Letztendlich hatte er doch einige Gedanken an seine Kollegen verschwendet. Inwiefern sie miteinander kooperieren würden und inwieweit jeder einzelne sich mit seinem Wissen einbringen konnte. Ob ihm das was brachte? Keineswegs. Vielleicht lag es daran, dass Ilay für den Moment keine Lösung für das Problem hatte. Sein bisheriger Karrierelauf lebte von Lösungen, die am besten so schnell und effizient kamen wie nur möglich. Jetzt hatte er keine. Seufzend räumte er die Dokumente weg und verstaute sie ordentlich in einer Schublade, bevor er sich dazu entschloss sich mit seinem Abendessen vor den Fernseher zu setzen. Vermutlich war es nicht schlecht, den Kopf etwas frei zu kriegen. Obwohl ihm das Essen auf dem Sofa oft missfiel, würde er heute eine Ausnahme machen. Der Stoff der Sitzgarnitur war so weiß, wie das meiste in seiner Einrichtung, weswegen er aufpassen musste, dass nichts dreckig wurde. Er war kein Bakterien Fanatiker, er mochte es einfach nur ordentlich und sauber. Vermutlich wäre er auch kein Arzt, wenn das nicht so wäre.

Kaum hatte er es sich mit seinem Salat gemütlich gemacht, klingelte sein Handy. „Elly.“, Ilay sprach in den Hörer, ohne seinen Blick vom Fernseher abzuwenden. „Hallihallo Bruderherz!! Und wie geht es meinem großartigen super Agenten?“, quietschte seine Schwester munter am anderen Ende der Leitung. Der Arzt runzelte die Stirn.
„Ich bin kein Agent-„
„Blabla, ja ich weiß. Trotzdem bist du in einem Team! Und wie wars!?“ Diese Frau war vermutlich einer der wenigen Menschen auf der Welt, die ihn auf diese Art unterbrechen durften. Lustigerweise musste er als erstes an Troy denken. Komischer Vogel. „Gewöhnungsbedürftig. Es ist komisch in einem Team zu arbeiten.“, währenddessen legte er die Gabel wieder in die Salatschüssel. „Wow… es ist als wäre ich dabei gewesen.“, scherzte sie sarkastisch. Ilay wusste, dass sie damit seinen fehlenden Enthusiasmus tadelte, wenn es darum ging Dinge zu erzählen.
„Wie sind die Leute? Kommst du mit ihnen klar? Lass dir nicht alles aus der Nase ziehen!“ Ilay seufzte hörbar.
„Du tust so als hätte ich gerade meinen ersten Schultag hinter mir. Meine Arbeitskollegen kenne ich kaum. Sie sind sehr eigen. Ich kann sie noch nicht einschätzen.“
„Du fühlst dich unwohl in einem Team zu arbeiten, oder? Dabei wird dir das sooo guttun! Du wirst sehen. Ich bin froh, dass du mal was anderes siehst außer dieses Krankenhaus. Wenn ich dich schon so kaum zu etwas überreden kann.“, sie sprach mit überzeugender Ehrlichkeit. „Ich hatte auch in der Praxis konstanten Menschenkontakt.“ Ellys Lachen übertönte beinahe seine Stimme. „Du meinst die alten Patienten und deine Schwestern die du schon seit zig Jahren kennst? Oh wow, Ilay, du beeindruckst mich. Ich rede von was neuem, Dummerchen.“
„Gleich leg ich auf.“
„Nein! Warte noch! Du hast mir noch gar nicht erzählt an welchem Fall du jetzt arbeitest!“, ihr hektischer Ton, entlockte Ilay ein Grinsen. „Tut mir leid, diese Information ist für Außenstehende nicht vorgesehen.“, lächelte er. „Ach komm schon! Na dann sag mir wenigstens, ob ein paar heiße Typen dabei sind! Ist irgendjemand dabei der es wert wäre? Männer in Uniformen?“, diese Frage war so typisch Elly, dass Ilays Lächeln nur noch breiter wurde.
„Tut mir leid, diese Information ist für Außenstehende nicht vorgesehen.“ Als sie ihn daraufhin beschimpfte, verhielt er sich ein Lachen.

Als er am nächsten Morgen die Augen aufschlug, wusste er, dass er noch reichlich Zeit hatte bevor die Arbeit losgehen würde. Ein Blick auf seinen Wecker bestätigte seine Theorie. Sein erster Wecker würde in zwanzig Minuten gehen, diesen schaltete er ab, bevor er aus dem Bett stieg. Er würde die Zeit nutzen, um joggen zu gehen. Jetzt konnte er dem regelmäßig nachgehen, sollten sich seine Arbeitszeiten nicht ändern. Als er die Fenster in seinem Schlafzimmer aufriss konnte er, trotz der frühen Zeit, schon das rege treiben auf den Straßen bewundern. Autos die an der Kreuzung hielten, überall Menschen im hektischen Tempo. Von weiter Ferne konnte er eine Polizeisirene hören. Noch etwas müde ließ er seinen Blick gleiten. Schräg gegenüber von ihm befand sich eine Bäckerei. Einer der Mitarbeiter war gerade dabei den Müll rauszutragen. Nachher würde er dort vorbeischauen, dann würde er nicht hungrig zur Arbeit fahren. Gähnend fuhr er sich durch die zerzausten Haare und trat vom Fenster weg. Nur im Pyjama war es doch etwas frisch, vor allem wenn der Körper noch nicht auf Hochtouren lief. Das würde sich aber gleich ändern, dachte er sich als er seine Joggingklamotten aufs Bett legte und sich im Badezimmer etwas frisch machte. Während der Kaffee lief, zog er sich seine Funktionsjacke über und schlüpfte mit seinen Fingern durch die Daumenlöcher am Ende des Ärmels. Heute hatte er sich für das komplett schwarze Trainingsoutfit entschieden. Als er den ersten Schluck von dem köstlichen Lebenstrank genommen hatte, band er sich seine Armbanduhr um. Diese enthielt einen Schrittzähler, damit konnte er einfacher berechnen auf wie viel er pro Stunde kommen würde. Als er seinen Kaffee zu Ende getrunken hatte, wusch er diesen schnell in der Spüle und verstaute ihn im Geschirrspüler, bevor er losging. Die Kopfhörer im Ohr und sein Handy gut verstaut, ging er durch die Haustüre.



Everything affects everything. 


DNA negativ

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.03.2019 13:44.

Gonzilla

24, Weiblich

  Fan-Fiction Verfasser

Beiträge: 10

Re: [Privat] In Death we trust. [FSK18]

von Gonzilla am 17.04.2019 01:33

Troy Harrington.

Wohlig seufzend, atmete der Schwarzhaarige auf, als er aus seinem Traum erwachte und sein Bewusstsein sich wieder auf die Realität einstellte. Obwohl er seine Augen noch geschlossen hielt, konnte er eine Lichtquelle von seinem Fenster aus erkennen. Es war bereits Morgen, vermutlich früh genug, um noch etwas länger Zeit für sich zu haben, bevor er seiner üblichen Morgenroutine folgte, schließlich ging der Alarm des Weckers noch nicht an. Für einen Moment spannte er seinen Körper an, streckte seine Arme unter seiner Decke aus und entspannte sich mit einem weiteren seufzen, ehe er langsam die Augen aufmachte. Troy war schon immer ein Morgenmensch gewesen. Liebte es zu sehr, den Tag in vollen Zügen auszukosten. Selbst nachdem die letzte Nacht etwas kurz für ihn ausfiel, so fühlte er sich neben seiner leichten Trägheit trotzdem energisch genug an. Nachdem eine weitere Minute vergangen ist, drehte er seinen Kopf nach hinten. Andrew schlief immer noch auf seine Seite des Bettes, mit dem Rücken zum Schwarzhaarigen gekehrt. Bemüht ihn nicht aufzuwecken, schlich er sich leisen Schrittes aus dem Zimmer. Dabei schnappte er sich vorher noch seine Trainingsklamotten, bevor er sich im Bad ein wenig frisch machte. Duschen würde er nach dem Joggen. Fürs Erste reichte es nur sich um sein Gesicht zu kümmern, ehe er mit nassen Fingern durch seine Haare fuhr und sich zur Küche begab, wo bereits Lady freudig auf ihn zurannte. „Morgen, Lady... Sorry, dass ich gestern so wenig mit dir gespielt habe.", streichelte Troy ihr gespielt durchs Fell und genoss die unbändige Liebe, die er von seinem Hund bekam. Während sein Shetland Sheepdog sich an ihr Trockenfutter ranmachte, brühte der Schwarzhaarige in der Zwischenzeit Kaffee und holte sich den gestern gepressten Orangensaft aus dem Kühlschrank. Sich an der Theke zurücklehnend, blickte er zur Fensterwand des Wohnzimmers, die sich vor ihm erstreckte. Er hatte gestern kaum Zeit gehabt, um sich wirklich auf den heutigen Arbeitstag vorzubereiten. Wobei er sich gleichzeitig sicher war, dass er dies kaum brauchte. Schließlich war er nicht auf sich allein gestellt und er bezweifelte, dass heute was Großartiges passieren würde.

Im nächsten Augenblick hörte er die Tür zu seinem Schlafzimmer öffnen, bevor der Braunhaarige in seinem Sichtfeld kam und noch sichtlich müde war. Seine Haare standen chaotisch in einem zerzausten Zustand ab, sein Shirt hing etwas träge, während eine Hand sich drunter befand und leicht die Seite seines Bauches kratzte. Amüsiert beobachtete der Schwarzhaarige das kleine Schauspiel vor sich, ehe Andrew sein Blick etwas hob und erschöpft blinzelnd Troy wahrnahm. „Morgen!", fing der Agent an, als er ein brummendes „Morgen zurück.", als Antwort bekam. „Hab ich dich aufgeweckt?", fragte er weiter, während er Andrew dabei zusah, wie er sich auf einen Barhocker der Kücheninsel Platz nahm. Es folgte ein leichtes Kopfschütteln, gefolgt von einem zurückgehaltenen Gähnen. „Nein... ich muss sowieso etwas früher los, von dem her passts.", ertönte nochmals die schlaftrunkene Stimme des Braunhaarigen, während Troy sein Glas Orangensaft auf die Theke abstellte und seinem Freund eine Tasse Kaffee füllte, ehe er diese ihm überreichte. Andrew brauchte ständig eine Tasse Koffeinschub bevor er wirklich zu funktionieren begann. „Alles klar. Ich werde dann gleich losgehen, soll ich dir etwas von unten mitbringen?", erwiderte Troy mit einer Frage und exte sein Glas. Er hatte das Glück, dass die wichtigsten Supermärkte und Geschäfte in unmittelbarer Nähe waren. Es kam hin und wieder vor, dass Troy für sie etwas zum Frühstücken holte. „Nicht nötig. Ich werde bis dahin schon weg sein, aber danke.", antwortete Andrew zufrieden seufzend und nahm ein Schluck von seinem Kaffee. Der Schwarzhaarige ging um die Kücheninsel herum, beobachtete Lady dabei, wie sie von ihrer Schüssel trank, ein Zeichen dafür, dass sie auch gleich fertig war und sah zur Seite wo Andrew neben ihm saß. „Na gut. Übernimm dich aber nicht zu sehr. Melde dich jederzeit, falls du meine Hilfe benötigst.", erinnerte ihn Troy und tätschelte dabei leicht Andrews Kopf. Er nahm ein Daumen Hoch von dem Braunhaarigen wahr, da er zu beschäftigt war, sein Kaffee zu genießen, ehe der Schwarzhaarige sich zur Eingangstür begab und in seine Sportschuhe schlüpfte, Lady folgte ihm kurz darauf freudig. „Bis später, Drew. Viel Glück mit Madison!", rief er noch nach, und erhielt ein „Dir auch mit deinem Doc." zurück, bevor die Tür ins Schloss fiel.

„Sooo... du hast lang genug gewartet, mein Schatz. Tob dich nun aus.", murmelte er an Lady gerichtet, während er sie von ihrer Leine befreite und sie ungeduldig hin und her hüpfte. „Geh aber bitte nicht so weit weg, ja?", obwohl er wusste, dass sie ihn nicht verstand, so hatte er das Gefühl, als wüsste sie was Troy von ihr wollte. Hechelnd rannte sie bereits los, aber nie aus seiner Sichtweite. Zufrieden joggte auch er los, ging seine üblichen Runden ab. Genoss das warme Sonnenlicht, die frische Windbrise und den Geruch von leichter Natur des Central Parks. Gerade war er dabei die Teichbrücke zu überqueren, als er auf der anderen Seite eine in schwarz gekleidete Silhouette wahrnahm, die ihm furchtbar bekannt vorkam. Selbst nachdem er einige Male geblinzelt hatte, schien er nicht aus seinem Tagtraum zu erwachen, was bedeutete... Das genau der Mann seiner Träume, niemand anderer als Ilay Foster, die Strecke zu ihm hinlief, sichtlich in Gedanken versunken. Troys Herz machte Freudensprünge bei dem Anblick vor ihm. Die sacht zurückgewehten, hellen Haare, der intensive Gesichtsausdruck, das leichte Glänzen seines Gesichtes, dass vermutlich durch die Schweißperlen entstanden sind. Plötzlich fühlte er sich so, als würde er einen großen Kloß runterschlucken müssen, bevor sich ein positiv überraschtes Lächeln auf sein Gesicht zeigte. Er lehnte sich an die Brückenwand hinter ihm, nachdem er die Brücke vollends überquert hatte und steckte eine Hand in seiner Trainingshose, während er die andere zum Gruß hob, um Ilay auf ihn aufmerksam zu machen. Er hätte nicht gedacht, ihn schon so früh zu sehen und das außerhalb der Arbeit. Irgendwie ließ ihn das heißer wirken. Obwohl sich ihre Blicke flüchtig trafen, vermutlich durch die hochgehobene Hand Troys, schien Ilay nicht wirklich zu begreifen, dass er damit gemeint wurde. Doch obwohl der Weißhaarige sein Blick wieder auf den Weg vor sich wandte, so konnte der Schwarzhaarige praktisch sehen, wie Ilay reflexartig sein Blick wieder auf Troy richtete. Seine Augenbrauen hoben sich minimal, als er endlich erkannte, wer vor ihm stand. Seine Schritte verlangsamten sich zögerlich, bevor er ein wenig außer Atem auf den Agent zuging. Er schien seine Aufmerksamkeit kurz seiner Armbanduhr zu schenken, ehe er die Kopfhörer abnahm und sie um seinen Nacken legte. Unbewusst biss sich Troy dabei leicht auf die Unterlippe, eine natürliche Reaktion bei ihm, wenn er sich von jemanden hingezogen fühlte. "Mr. Harrington.", hörte er Ilay sagen, merkte nebenbei wie er noch ein paar Mal tief einatmete. Zugegeben, eigentlich hätte er nicht überrascht sein sollen, dass der Weißhaarige immer noch seine professionelle Front aufrechterhielt, selbst außerhalb der Arbeitszeit. Aber es änderte nichts daran, dass er es dennoch war. Vermutlich war das einfach seine Art, etwas womit sich Troy arrangieren musste, schließlich wollte er dem Blutanalytiker nichts aufzwingen. Außerdem wenn man in Betracht zog, dass sie sich erst gestern kennengelernt haben, war das auch nicht sonderlich ungewöhnlich. „Morgen, Ilay!", grüßte er deshalb freudig zurück, nicht drum kümmernd ihn zu korrigieren. „Ich hab dich von der anderen Seite aus gesehen, deswegen wollte ich kurz Hallo sagen.", erklärte er sich und deutete mit dem Finger auf seine bereits zurückgelegte Strecke. „Sag bloß nicht, du joggst öfters hier?!", fragte er daraufhin neugierig. Ilay warf einen Blick hinter Troy, doch er war viel zu sehr damit abgelenkt gewesen, den Arzt vor sich zu betrachten, als sein Blick zu folgen. „Sofern es die Zeit erlaubt, ja. Dieser Park ist ja so ziemlich der einzig vernünftige Ort für sowas.", erwiderte der Weißhaarige. „Über solche Dinge hat eher meine Arbeit entschieden, als ich.", hing er hintendran und ließ sein Blick wieder zu Troy wandern. Wie konnte jemand in seiner Art so steif wirken und trotzdem Coolness ausstrahlen? Der Schwarzhaarige konnte nicht anders, als wie so oft in seiner Gegenwart schwer zu schlucken. Bevor er darauf etwas antworten konnte, wurde er erneut von Ilay unterbrochen. "Ich vermute, du bist wegen deiner Begleitung hier?", dieses Mal war es der Arzt gewesen, der mit dem Finger auf eine Stelle hinter ihm deutete. Verwirrt starrte Troy ihn einen Moment lang an, ehe er seinem Finger folgte. Lady schien bereits wieder zurück zu seiner Seite gefunden zu haben, etwas außer Atem hechelnd und dennoch so gut erzogen wie sie nun mal war hinter ihm sitzend, während sie neugierig zu ihrem Herrchen hochsah. Der Schwarzhaarige musste bei dem Anblick schmunzeln, ehe er breit grinsend sich zu Ilay umdrehte. „Auch, ja. Aber nicht nur. Ich lege viel Wert darauf meine Ausdauer zu trainieren.", erklärte er mit einem verschmitzten, anspielenden Ton, bevor er zurückschalten konnte. Erst nachdem es raus war, schien sein Gehirn zu begreifen und er räusperte sich kurz, um seinen automatischen Flirt-Versuch zu unterspielen. „Darf ich dir vorstellen...", lenkte er deshalb ab, und sah kurz zu Lady, die sofort verstand und sich neben Troy gesellte. „Meine große und einzige Liebe im Leben, Lady.", sagte er übertrieben stolz und kniete sich ein wenig runter, um ihren Kopf zu streicheln. Sie bellte leicht zustimmend auf. „Gib Pfote.", forderte er sanft auf, als der Shetland ohne zögern seine rechte Pfote hochhob. Zufrieden sah Troy wieder zurück zu Ilay. „Es sei denn unser neuer Freund hier ist kein Fan von Tieren?", fragte er mit einer Mischung aus Verspieltheit und Nachsicht an den Weißhaarigen gewandt. „Auch wenn ich hoffe, dass du zumindest dieser Dame nicht das Herz zerbrichst.", hängte er noch zögerlich lächelnd an.

tumblr_p9nkl3Rga21ugyrreo1_540.gif

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.04.2019 23:29.
Erste Seite  |  «  |  1  |  2

« zurück zum Forum