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IWAN ON ICE

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yamato

17, Weiblich

  Fan-Fiction Verfasser

Beiträge: 214

IWAN ON ICE

von yamato am 28.12.2016 03:19

Yuri !!! On Ice Fanfiction mit eigenen Charakteren.
Und nein, es wird zu keinem Geschlechtsakt kommen. (romy, i am looking at you)

_____________________________________________________________________________________________________________ 

Skate America: 21-23.Oct
Skate Canada International: 28-30.Oct
Rostlecom Cup: 4-6.Nov
Trophée de France: 11-13.Nov
Cup of China: 18-20.Nov
NHK Trophy: 25-27.Nov
Grand Prix Finale: 8-11.Dec

 Name: Iwan Nikolaj Makarov
Alter: 20
Nationalität: Russland
Geburtstag: 17.März
Aussehen: Schon seit Kindesbeinen an war das, was einem an Iwan sofort ins Auge fiel, seine auffällig roten Wangen, die besonders in den kalten Jahreszeiten in den tiefsten Rottönen zu leuchten begangen. Durch seine blasse Haut und dem Fakt, dass Iwan immer noch wirklich jung aussieht, brachte ihm das unter seinen Fans den Namen "Белоснежка" ein, was so viel wie Schneewittchen bedeutet. Sein zierliches Gesicht wird dabei von kurzen, braunen Haaren umrandet, das keinen wirklichen Schnitt besitzt, was seine Mutter und seinen Coach immer wieder verärgert, da sie der Meinung sind, ein richtiger Haarschnitt würde sein gutes Aussehen noch ein wenig mehr untermalen. Sein jugendliches Aussehen wird noch einmal von den großen, dunklen Augen betont, die tatsächlich so dunkel sind, dass man den Übergang von Iris zu Pupille nur schwer ausmachen kann. Abgerundet wird das Ganze von seinen langen, dunklen Wimpern um welche ihn viele seiner weiblichen Fans immer wieder beneiden. Iwan's Nase ist relativ schmal und klein, durch einen Unfall auf dem Eis im Alter von 12 Jahren jedoch etwas schief, was jedoch nicht sonderlich auffällt. Ein weiteres Erkennungsmerkmal Iwans ist sein breiter Mund mit den geschwungenen Lippen und dem ausgeprägten Philtrum über seiner Oberlippe. Da er außerdem viel lächelt, ist sein Grübchen in der rechten Wange auch in aller Welt bekannt.
Durch das jahrelange Training hat sich Iwan einen schlanken, aber auch athletischen Körper angeeignet, welchen die Öffentlichkeit aber nicht oft zu Gesicht bekommt. In seiner Freizeit präferiert Iwan in Sachen Mode gemütliche und einfache Kleidung, welche er teilweise aus dem kleinen Second-Hand Shop von nebenan kauft oder ihm von seiner Mutter geschenkt werden. Auf dem Eis bevorzugt Iwan Kostüme in der Kombination von schwarz und rot oder schwarz und orange, ohne viel Glitzer oder anderem Schnick-Schnack.
Charakter und Entwicklung: Iwan ist ein eigentlich sehr offener, junger Mann der gerne neue Menschen kennenlernt und viele Dinge ausprobiert, nur um sie einmal gemacht zu haben. Dennoch ergreift er in solchen Sachen nicht wirklich die Initiative, sondern benötigt die Hilfe seiner besten Freundin Rita, die ihn in diesen Angelegenheiten ermutigt. In seiner Familie sowie auch unter Freunden und Fans wird er durch seine freundliche und zuvorkommende Art sehr geschätzt. Das liegt unter anderem an der liebevollen Erziehung mütterlicher- und der etwas strengeren Erziehung väterlicherseits. Schon früh wurde ihm dadurch vermittelt, wie er sich wo, wann zu benehmen hatte. Iwan erinnert sich sehr gerne an seine Kindheit zurück, da er von seinen Eltern von klein auf bei all seinen Vorhaben unterstützt wurde und sie es auch heute noch tun. Im Alter von 5 Jahren entdeckte Iwan seine Leidenschaft für das Eislaufen und besuchte auch schon kurz darauf regelmäßig mit seiner Mutter die lokale Eishalle, bis er ein richtiges Training erhielt und mit der Zeit an zahlreichen Wettkämpfen teilnahm. Nach einem Unfall im Alter von 12 Jahren, hatte Iwan für einige Monate aussetzen müssen, kam früher als geplant auf's Eis zurück und verschlimmerte seine noch nicht vollständig verheilte Verletzung am Fuß, was dazu führte, dass er damals nun ein ganzes Jahr aussetzen musste. All das erschütterte Iwan sehr und er kehrte mit erst fast 14 Jahren unsicher auf das Eis zurück, wo es erst schon so erschien als hätte er jegliche Motivation verloren. Wenig später jedoch besuchte Iwan zusammen mit seiner Familie den alljährlichen Cup of Russia als Teil des Grand Prix, für welchen sich dieses Mal der 20 jährige Eisläufer José Hierro Marquez qualifiziert hatte. Dieser begeisterte ihn schlagartig und er nahm sich von da an vor, hart zu trainieren um eines tages gegen ihn bei dem Grand Prix of Figure Skating anzutreten.
Im Alter von 16 Jahren qualifizierte er sich dann auch schon für die Junior Worlds, wo er, bis auf seiner letzten Teilnahme im Alter von fast 19 Jahren, wo er den dritten Platz erreichte, nie eine Medaille gewonnen hatte. Die folgenden Monate verbrachte er eigentlich ausschließlich in der lokalen Eishalle mit seinem Coach. Seine Anstrengungen zahlten sich aus und er konnte sich für die alljährliche Grand Prix Serie qualifizieren, für die auch José sich das sechste mal in Folge qualifizieren konnte.

 


Name: José Hierro Marquez
Alter: 25
Nationalität: Spanien
Geburtstag: 23.Juli
Aussehen: José kann sich an einer Vielzahl weiblicher Fans erfreuen, was sicherlich nicht allein an seinem Können auf dem Eis und seinem charismatischen Auftreten liegt. Neben diesen Sachen segneten ihn seine Eltern nämlich noch mit einem wirklich guten Aussehen. Besonders auffällig an José sind die hellen, grauen Augen umrandet von dichten Wimpern, die bei seiner leicht gebräunten Haut besonders zum Ausdruck kommen. Zudem scheinen José's Augen stets verführerisch zu funkeln, was seine unzähligen Fans andauernd zum Schmelzen bringt. Sieht man genau hin, zeichnen sich auf seiner schmalen, langen Nase einzelne Sommersprossen ab, die jedoch wirklich nur bei genauem Hinsehen zu entdecken sind. Unter der Nase befindet sich der Mund, dessen Lippen meist zu einem charmanten Lächeln verzogen sind. Neben seinen Mundwinkeln zeichnen sich beim Lachen kleine Falten ab, die ihn nur noch sympathischer wirken lassen. Sein dunkles, welliges, fast schon gelocktes Haar fällt ihm locker ins Gesicht und reicht ihm knapp über die Ohren. Dem Training vom Kindesalter an folgte der durchtrainierte, aber dennoch grazile Körper mit dem José ganz genau weiß, wie er ihn auf dem Eis einzusetzen hat.
Charakter und Entwicklung: José war von Kindesbeinen an schon immer ein aufgeweckter und fröhlicher Junge gewesen, der seinem Vater in allem was er tat, nacheiferte und in ihm sein großes Idol sah. Deshalb fing José schon früh mit dem Eislaufen an, Journalisten nennen ihn auch gerne "den Jungen, der auf dem Eis stehen konnte noch bevor er das laufen lernte." Nach dem frühen Tod seines Vaters, als José gerade 10 Jahre alt war, kehrte er dem Eis zunächst den Rücken zu und verbrachte ein ruhiges Jahr bei seiner Tante, bevor er auf die Eisfläche zurückkehrte und schon nach wenigen Jahren die ersten Medaillen in den verschiedensten Junior Wettkämpfen im Eislaufen gewann. Über die Jahre hinweg konnte José die Leute immer mehr mit seinem charmanten und unterhaltsamen Auftreten für sich begeistern und auch privat galt er schon immer als guter Mensch, welchen seine Freunde und Familie nicht missen wollen. Größere Aufmerksamkeit erlangte er nach seiner ersten Teilnahme der Grand Prix Serie, in der in jedem Wettkampf die höchste Punktzahl erreichte. Im Alter von 24 Jahren brach er dann den seit Jahren bestehenden Rekord und wurde von seinen Fans von nun an als "Goldjunge" gefeiert."
Auch in diesem Jahr konnte sich José für die Grand Prix Serie qualifizieren, in der er wie jedes Jahr als Topfavorit für die Goldmedaille startet. Neben seinem Vater galt auch Viktor Nikiforov als sein großes Vorbild, welcher nun schon seit einigen Jahren, zusammen mit seinem Ehemann Yuuri Katsuki, junge Eisläufer in einer Schule für Eiskunstlauf in Russland trainiert.





Prolog


Ich ließ mich in den harten Plastiksitz zurück fallen, als der japanische Eisläufer winkend vom Eis glitt. Er war bei einem seiner Sprünge gestürzt, war danach zwar sofort wieder auf die Beine gekommen, hatte bei dem nächsten Sprung jedoch mit der Hand das Eis berührt. Es erinnerte mich an meine letzten Trainingseinheiten nach dem Unfall, in denen ich ständig stürzte und Schrittfolgen verpatzte, weil ich dem Ganzen nicht meine völlige Aufmerksamkeit schenkte. Ich reckte ein wenig das Kinn und verschränkte die Arme vor der Brust. Meine Mutter und Rita hatten mich gezwungen, hier her mit zu kommen und nun saßen sie begeistert neben mir und klatschten johlend in die Hände, als der Läufer eine doch noch ansehnliche Anzahl von Punkten für seine Kür erreichte, da er mit seinen Schrittsequenzen noch einiges heraus holen konnte. Ich legte seufzend den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Die Wut über mein eigenes Versagen kochte wieder in mir hoch und ich ärgerte mich über meine eigene Dummheit, damals so früh wieder aufs Eis gegangen zu sein.
"..José Hierro Marquez, der dieses Jahr das Mindestalter für die Grand Prix Serie erreicht hat! In den vorherigen Einzelwettbewerben Skate America, Skate Canada, Cup of China als auch Trophée Eric Bombard erreichte der junge Spanier die höchste Punktzahl der gesamten Teilnehmer und gilt als diesjähriger Favorit für die Goldmedaille!"
Ich horchte auf und richtete meinen Blick nach vorne auf das Eis. ,,Oh mein Gott! Er sieht so gut aus! Iwan, schau!" Rita fasste mich am Arm und zog mich ein Stück nach vorne. Wie gebannt blickte ich auf den riesigen Bildschirm, der von der Decke hing und sah in das Gesicht des Eisläufers, der dem Publikum lächelnd zuwinkte. Langsam und mit eleganten Bewegungen, zog er kleine Runden auf dem Eis, bevor er in der Mitte der Eisfläche zum Stehen kam, den Kopf ein wenig senkte und die Augen schloss.
,,Er verwendet für seine Kür die Arie, "Stammi Vicino." Der Applaus im Publikum verstummte langsam und das Licht wurde gedimmt. Mir war nicht bewusst, dass mir der Mund offen stand und ich mich an dem Geländer vor mir fest klammerte. Als die Musik einsetzte und der junge Eisläufer die ersten Meter über das Eis glitt, wurde mir sofort klar, dass er kein gewöhnlicher Eisläufer war. Nach schon 15 Sekunden, setzte er zum ersten Sprung an. Er landete diesen perfekt, hatte die Arme beim Sprung über dem Kopf, lächelte in das johlende Publikum. So wie er sich bewegte, wie er über das Eis glitt. Ich schluckte schwer, spürte wie mein Herz gegen meine Brust hämmerte. Noch ein Sprung! Und noch einer! Und auch dieses Mal schaffte er es, einen Arm über den Kopf zu bringen. Eine perfekt durchgeführte Sprungkombination! Mein Griff um das Geländer wurde fester, ich starrte auf diesen jungen Mann, der sich so anmutig über das Eis bewegte. Die Minuten verstrichen, er drehte zahlreiche Pirouetten, landete noch einige einfache Sprünge. Die Kür neigte sich dem Ende zu. Ich konnte sehen, dass er zu einem weiteren Sprung ansetzen wollte und umklammerte das Geländer nur noch fester. Los, du schaffst es!
Das Eis machte das typische Geräusch, als er sich von der Eisfläche abdrückte und ich schoss erstaunt in die Höhe. Ein begeistertes Raunen und Johlen füllte die Halle und das Publikum brach in tosenden Applaus aus. War das eben ein quadruple Loop gewesen?!
Eine Gänsehaut überzog meinen gesamten Körper und ich schlug erstaunt eine Hand vor den Mund. Das war es, was ich wollte. Dieser Mann dort unten war genau das, was sich jeder Eisläufer wünschte zu sein. Als er schwer atmend aber dennoch mit einem Lächeln auf dem Gesicht zum Stehen kam und die Musik verstummte, wischte ich mir mit dem Handrücken schnell über die Augen. Es war so wunderschön gewesen, meine Gefühle drohten mich zu übermannen. Ebenfalls gerührt von seiner Performance legte mir meine Mutter eine Hand auf den Rücken. Rita sprang begeistert auf und ab und schrie immer wieder, wie viele andere in der Halle auch, seinen Namen.
Das war es, was ich wollte. Ich wollte so sein wie er, so gut sein wie er. Nein.
Ich starrte auf den Bildschirm, der den jungen Mann mit einigen Geschenken und Blumensträußen von Fans neben seinem Coach zeigte. Es überraschte mich nicht, als er eine extrem hohe Punktzahl zugeteilt bekam. Während sein Coach ihm stolz auf die Schulter klopfte, lächelte der junge Mann in die Kamera und bedankte sich bei dem Publikum. Meine Hände ballten sich zu Fäusten und ich nickte dem Abbild des Mannes auf dem Bildschirm zu, als hätte sein Lächeln mir gegolten.


Ich würde von nun an hart trainieren, alles daran setzen, um irgendwann gegen ihn bei dem Grand Prix antreten zu können.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 31.01.2017 01:43.

yamato

17, Weiblich

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Re: IWAN ON ICE

von yamato am 28.12.2016 14:49

6 Jahre später, 16.Oktober

Tief einatmen. Tief ausatmen.
,,Na los, Iwan, nur noch einmal und dann war's das für heute!" Die Stimmes meines Coaches drang nur gedämpf an mein Ohr. Einatmen. Ich spannte meinen gesamten Körper an, drückte mich mit meinem linken Fuß ab. Ausatmen. Rückwärts glitt ich über das Eis, formte die feuchten Hände zu Fäusten und löste sie wieder. Ausatmen! Ich öffnete die Augen, verlagerte das Gewicht in der Kurve auf mein rechtes Bein, sprang ab! Ich schaffte nicht mal drei ganze Umdrehungen, stürzte und raffte mich erst nach wenigen Sekunden wieder auf. Wütend bis ich die Zähne zusammen und fuhr an den Rand der Eisfläche, wo ich mit den Händen hart gegen das Geländer stieß. ,,Verdammt!", brachte ich nur hervor und sah betrübt auf das Eis unter meinen Füßen. Seit Jahren übte ich nun schon den Sprung, den bisher nur José gemeistert hatte und brachte es nicht mal annähernd zu stande, in die vierte Umdrehung zu kommen. In wenigen Tagen würde die Grand Prix Serie starten und ich war noch immer nicht zufrieden mit meiner Kür und würde es erst sein, wenn ich diesen Sprung hinbekam.
,,Iwan, sei nicht so hart mit dir. Lass den Sprung einfach weg und ersetz ihn mit einer guten Kombination. Das wird dir fast genau so viele Punkte bringen."
"Nein!", blaffte ich meinen Coach an, der erschrocken die Hände vor den Oberkörper hielt. Ich schüttelte den Kopf und sah ihn entschuldigend an. ,,Tut mir leid, Boris. Aber du weißt doch, dass es mir nicht um die Punkte geht." Wieder richtete ich meinen Blick nach unten, starrte auf meine Schlittschuhe und ließ die Schultern hängen.
Erinnerungen an die Tage vor dem Fernseher kamen zurück, an denen ich zusammen mit meiner Mutter oder Rita, Jahr für Jahr den Grand Prix of Figure Skating verfolgte, nur um José anzufeuern und wie jedes Mal über seine Performances zu staunen. Über die Jahre hinweg hatten wir ihm zusehen können, wie er sich immer mehr steigerte und sich immer wieder selbst übertraf. Tag für Tag hatte ich hart trainiert, um auch nur annähernd so gut zu werden wie er, doch ich war noch weit davon entfernt. Für meine Verhältnisse hatte ich mich in den letzten Jahren natürlich enorm gesteigert, hatte bei meiner letzten Teilnahme der Junior Worlds den dritten Platz erreichen können und damit meinen Coach und Familie stolz machen können. Und es freute mich, wirklich. Kurz darauf erhielt ich auch schon die Nachricht, dass ich mich für den Grand Prix qualifiziert hatte, was natürlich groß gefeiert wurde. Doch die Freude hielt nicht lange an, denn schon bald stieg der Druck immer mehr an und je näher wir dem ersten Einzelwettbewerb in New York kamen, desto nervöser wurde ich und desto öfter verpatzte ich einfache Sprünge während des Trainings. Aber war es wirklich der Grund für meine Nervösität, dass ich an dem Grand Prix teilnahm? Oder lag es wohl eher an der Tatsache, dass ich gegen José antreten würde und die Möglichkeit bestand, ihm zu sagen wie sehr er mich inspirierte? Wieder einmal konnte ich spüren, wie mein Herz spürbar schneller zu schlagen begann. Es lag eindeutig an ihm, das war sicher.
,,Iwaaaaaaan!" Ich hörte wie die schwere Eingangstür zu fiel und sich die mir bekannte Stimmte mit klackenden Schritten dem Eis näherte. Ihr blondes Haar war zu einem zerzausten Dutt zusammen gebunden und ihr Körper war in einem langen, schwarzen Mantel umhüllt. ,,Was bist du denn schon wieder hier? Du warst doch die letzten Tage schon ständig auf dem Eis, du musst dir mal eine Pause gönnen - kein Wunder, dass du deinen heißgeliebten Loop nicht hinbekommst, jeder weiß das man sich auch mal Ruhe gönnen muss!" Ich lief hochrot an und deutete mit dem Finger auf Rita, die mit verschränkten Armen vor der Eisfläche stand und an ihrem rotlackierten Fingernagel puhlte. ,,Woher weißt du, dass ich meinen Sprung nicht hinbekomme, du warst schon seit Monaten nicht mehr bei meinem Training dabei gewesen!" Ihr Blick huschte kurz hinüber zu Boris, der sich bloß räusperte und sich augenblicklich daran zu schaffen machte, die Schließung der Halle vorzubereiten. ,,Boris, wieso erzählst du Rita davon das ich es nicht hinkriege - wieso redet ihr überhaupt?!" Ich konnte sehen wie die Ohren meines Trainers rot anliefen und er schweigend in einem anderen Raum verschwand, woraufhin Rita nur laut lachte. ,,Mit wem ich wann und wo rede, kann dir doch wohl egal sein, Iwan! Fakt ist, dass du deinen Sprung immer noch nicht hinbekommst aber ihn immer noch völlig verbissen in deine Kür aufnehmen willst." Sie zog deutlich verärgert eine Augenbraue in die Höhe. ,,Dir ist bewusst, dass dich das eine Menge Punkte kosten kann?"
Nun ebenfalls verärgert trat ich von der Eisfläche und lief hinüber zu einer der Bänke, auf der ich meine Kufen mit einem Tuch trocknete und dann die Schoner auf den Kufen befestigte. ,,Ja, ich weiß das ich dadurch Punkte verlieren könnte, deswegen werde ich es ja auch bis zum Beginn vom ersten Wettkampf hinkriegen!" Rita kam mit langsam Schritten zu mir hinüber gelaufen, ließ sich dann seufzend neben mir auf die Bank fallen.
Meine Hände lagen auf meinen Oberschenkeln und ich blickte wütend auf den Boden zwischen meinen Füßen. ,,Iwan. Ich versteh ja, dass du José zeigen möchtest was du kannst, aber denkst du nicht, dass es etwas riskant ist? Vielleicht .. vielleicht nimmt er es ja gar nicht so wahr." Nun noch wütender schnürte ich meine Schlittschuhe auf und zog sie mir von den Füßen, stopfte sie achtlos in meine Sporttasche und schlüpfte in meine Sneakers. Wie vom Blitz getroffen, sprang ich auf und wollte schon los rennen, drehte mich aber noch einmal kurz zu ihr um.
,,Du hast doch überhaupt keine Ahnung, Rita!", schrie ich sie an und rannte los. Im Hintergrund konnte ich nur noch meinen Trainer hören, der Rita fragte was denn los sei. Was sie ihm antwortete, bekam ich schon nicht mehr mit da ich im nächsten Moment in die kalte Abendluft stürzte, woraufhin sofort kleine Wolken aus meinem Mund in den Nachthimmel hinauf stiegen. Unachtsam rannte ich nun über die kleine Brücke, die zu der Eishalle führte und übersah beinahe ein Auto, welches laut hupend bremste, als ich über die Straße flitzte. ,,Verzeihung!", rief ich dem fluchenden Fahrer bloß zu und rannte weiter die Straße entlang bis zu meiner Wohnung, die sich nicht weit entfernt von der Halle befand. Inzwischen waren meine Ohren schon völlig kalt und meine Nase und Wangen leuchteten in einem tiefen rot. Vor dem 3 stöckigen Haus trat ich ungeduldig auf der Stelle während ich den Schlüssel aus meiner Tasche heraus suchte, bis ich den passenden in das Schloss steckte und die Tür aufriss, um schnell in die Wärme zu kommen. Als ich die Treppen in den zweiten Stock hochstürmte, rempelte ich einen meiner Nachbarn an der lautstark anfing zu fluchen. ,,Tut mir leid!", meinte ich nun das dritte Mal an diesem Abend und schloss leise meine Wohnungstür hinter mir. Schweratmend lehnte ich mich mit dem Rücken gegen diese, sank langsam auf den Boden und vergrub das Gesicht in meinen kalten Händen.
Hatte Rita vielleicht recht und José würde meine Leistung vielleicht gar nicht anerkennen? Waren meine ganzen Bemühungen vielleicht wirklich umsonst? Ich zog die Knie an und vergrub die Finger in meinen Haaren. Was wenn ich völlig versagte, dem Druck nicht standhalten konnte?
Fragen und Zweifel überkamen mich in dieser Nacht und ich hatte Angst vor dem, was noch kommen sollte.

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yamato

17, Weiblich

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Re: IWAN ON ICE

von yamato am 30.12.2016 03:23

17.Oktober

Am Morgen des nächsten Tages wachte ich durch penetrantes Klingeln an meiner Wohnungstür auf. ,,Was zum ..", verschlafen zog ich mir die Decke vom Kopf und rieb mir mit der Hand über die Augen. Sonnenstrahlen fielen durch die Gardinen in mein Zimmer und tauchten es in ein orangenes Licht. Schlaftrunken schleppte ich mich zur Tür, an der das Klopfen und Klingeln erst aufhörte, als die Person davor meinen Schlüssel im Schloss hörte. Ich öffnete die Tür einen Spalt, diese wurde jedoch sofort mit voller Wucht aufgedrückt. Erschrocken taumelte ich einige Schritte zurück und fiel letztlich hin, stieß mir den Kopf an einer Kommode. ,,Ah!", meine Hände schnellten an meinen Hinterkopf und ich sah hinauf zu der Person, die gerade eben so brutal meine Tür aufgestoßen hatte. Vor mir stand Rita, die sich mit den Händen in den Hüften gestemmt zu mir hinunter beugte. Ihre langen, blonden Haare kitzelten mich an der Nase, weshalb ich den Kopf ein wenig wegdrehte. ,,R-Rita, was machst du hier? Es ist doch erst früher Morgen, bist du verrü-", "Früher Morgen, bist du bescheuert?! Es ist bereits 3 Uhr nachmittags und alle warten schon auf dich!" Verwirrt sah ich sie einige Sekunden bloß an, blinzelte dann jedoch mehrmals und krallte meine Hand mit der ich meinen schmerzenden Hinterkopf rieb, in mein Haar.
,,Oh nein!", sofort stemmte ich mich vom Boden hoch, stolperte dabei noch einmal und stürmte dann sofort in das Badezimmer, wo ich mich unter die Dusche stellte und mich mehr oder weniger gründlich wusch. Heute war der Tag, an dem meine Familie und einige meiner Freunde eine Feier für mich organisiert hatten, da ich am nächsten Tag schon abreisen musste. Und ich hatte verschlafen, weil ich mir bis spät in die Nacht noch Videos von José und anderen Teilnehmern angesehen hatte, in denen sie beim Training für den Grand Prix zu sehen waren. Das Ganze hatte mich ziemlich deprimiert, weil sie alle weitaus besser als ich zu sein schienen. Als ich aus der Dusche zum Waschbecken für meine Zahnbürste sprang, stand Rita mit vor der Brust verschränkten Armen im Türrahmen und hatte sich kopfschüttelnd ihr Handy hinter das Ohr geklemmt. ,,Rita!", stotterte ich verlegen und riss mein Handtuch von der Halterung, um mich darin einzuwickeln. ,,Ja, Nastasja, er hat tatsächlich noch geschlafen! Ich weiß, ich weiß - unverschämt dieser Junge." Ich verschluckte mich fast an meiner Zahnpasta in meinen Mund, als Rita den Namen meiner Mutter erwähnte. ,,Rita!", meinte ich wieder, dieses Mal mit vollem Mund.
Ich streckte den Arm nach ihrem Telefon aus, erwischte es nach einem kurzen Kampf und drehte mich schnell von ihr weg. ,,мáмочка! Tut mir leid, dass ich verschlafen habe .. i-ich habe gestern noch so lange trainiert, deshalb war ich so müde, und-", Rita riss mir das Telefon wieder aus den Händen, ,,Von wegen! Nastasja, glaub ihm nicht, erst ist gestern flennend nach Hause gerannt, weil er so verliebt in José ist." Rita verdrehte kichernd die Augen und mir liefen die Ohren hochrot an. ,,Ich bin nicht verliebt in José, hör auf so einen Scheiß zu erzählen!" Wütend wischte ich mir die Zahnpasta vom Mund und rannte in mein Zimmer, wo ich mir eine Jeans und Pullover überzog, bevor ich in den Flur stolperte und dort meine Füße, die in dicken Socken eingehüllt waren, in meine Sneakers quetschte. Schnell griff ich nach meinen Schlüsseln und zog Rita aus dem Badezimmer.
,, ..Nastasja, ich muss jetzt auflegen! Wir sind in 20 Minuten da. покá!"
Ungeduldig wartete ich darauf das Rita aus meiner Wohnungstür trat, damit ich diese hinter ihr zu schlagen und abschließen konnte, bevor ich mit ihr, sie laut lachend, die Treppen hinunter stürmen und mich in ihrem Auto neben ihr platzieren konnte. Als ich mir den Gürtel umschnallte, fasste ich mir an die Brust und atmete tief durch. ,,Wow, das ging ja jetzt schnell. Sonst hab ich dich nur so rennen sehen, wenn es hieß, José ist im Fernsehen zu sehen." Wütend boxte ich ihr gegen die Schulter und verschränkte die Arme vor der Brust. ,,Das ist ewig her, da war ich vielleicht 15 Jahre alt, so bin ich schon lange nicht mehr."
Wieder lachte Rita nur und startete den Motor. ,,Na wenn du das sagst." Grinsend zwinkerte sie mir zu und fuhr los.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 30.12.2016 03:28.

skiper
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Re: IWAN ON ICE

von skiper am 30.12.2016 16:53

Iwan ist so gay. <3
Ich shippe die beiden jetzt schon!  

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yamato

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Re: IWAN ON ICE

von yamato am 30.12.2016 17:05

Iwan ist so gay. <3Ich shippe die beiden jetzt schon!  

Oh mein Gott ja, wenn du wüsstest was ich sonst schon geschrieben habe. XD
Jetzt brauchen wir nur noch einen Shippingname, hahah.

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skiper
Gelöschter Benutzer

Re: IWAN ON ICE

von skiper am 30.12.2016 20:16

Jowan.

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yamato

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Re: IWAN ON ICE

von yamato am 30.12.2016 23:20

Jowan.

Und für Benedict und Ava, Benva. Wobei wir die nicht shippen sollten, wäre irgendwie ekelig. XD

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skiper
Gelöschter Benutzer

Re: IWAN ON ICE

von skiper am 30.12.2016 23:27

Hahahahahha, genau. Da bin ich eher für Ava und Niska, aber das wäre auch gruselig. Aviska oder so.

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yamato

17, Weiblich

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Re: IWAN ON ICE

von yamato am 31.12.2016 00:54

Niska ist für Ava nur ein Vorbote. 

_________________________________________

Ich atmete noch einmal tief ein, als ich die Autotür hinter mir schloss und den Blick nach vorne, auf das Haus meiner Eltern richtete. Ehrlich gesagt, hatte ich nicht wirklich Lust auf eine Feier zu gehen, die extra für mich veranstaltet wurde, doch ich wusste das es meinen Eltern viel bedeutete. Überrascht blinzelte ich mehrmals, als Rita mir ein Blech voll mit wunderschön verzierten Muffins in die Hand drückte. ,,Woah, Rita! Die sehen fantastisch aus!", meine Augen fingen an zu leuchten, als ich das Blech vor mein Gesicht hob und den leckeren Geruch der Muffins in mich aufsog. ,,Denk ja nicht dran, dir welche davon zu nehmen. Die kannst du schön an die Gäste verteilen, immerhin bist du auch schon viel zu spät zu deiner eigenen Party." Mit vorgestreckten Kinn hakte sie sich bei mir unter und zog mich mit in Richtung Eingangstür, die aufgerissen wurde bevor wir die Treppen zur Veranda überhaupt ganz hochgestiegen waren. ,,Iwan! Wie kannst du es wagen, deine Gäste warten zu lassen!" Völlig empört trat meine Mutter aus der Tür und baute sich mit ihren 1,65m vor mir auf. Ich sah nur eine Weile auf sie hinunter und versuchte irgendwelche Worte zu finden, streckte ihr dann aber doch nur das Blech mit den Muffins entgegen. ,,Tut mir leid, Máma." Kopf schüttelnd und mit zusammen gepressten Lippen, nahm sie mir das Blech aus den Händen und lief zurück in das Haus. Verlegen rieb ich mir den Nacken, als ich mit Rita zusammen das Haus betrat und sich mir sofort die Tochter von Ritas Bruder um meine Beine warf. ,,Iwan! Du bist doch gekommen, Rita meine nämlich du hättest Liebeskummer, wegen diesem supertollen Eiskunstläufer gegen den du antreten musst!"
Verärgert ballte ich eine Hand zur Faust und löste diese wieder, bevor ich vor Sofja in die Knie ging und ihr lächelnd den Kopf tätschelte. ,,Nein, nein - mach dir keine Sorgen, Sofja. Mir gehts gut, ich war nur ein wenig müde." Sofja nickte mir aus großen, besorgten Augen zu und ich hörte Rita nur amüsiert kicherten, welches jedoch sofort verstummte, als ich ihr einen warnenden Blick zuwarf. Ich lächelte Sofja zu, als sie meine Hand in ihre nahm und zu ihrem Vater zog, der mir grinsend die Hand reichte. ,,Glückwunsch, kleiner Mann. Wir werden dich beim Wettkampf hier in Russland auf jeden Fall besuchen." Lächelnd nickte ich ihm zu und ging dann weiter zu meinem Vater - Sofja blieb dabei bei Rita und ihrem Bruder.
,,отéц.", meinte ich leise, als ich ihm gegenüber trat. Dieser sah mich eine Weile nur an, griff dann nach meiner Hand und zog mich in eine feste Umarmung. ,,Wir sind so stolz, Iwan." Überrascht stand ich stocksteif da und starrte auf die Wand hinter ihm. Meine Mutter stand, den Tränen nahe, gerührt daneben und knipste mit einer uralten Kamera ein Foto. Es war sehr selten, dass mein Vater seine sanfte Seite zeigte, weshalb mir diese Umarmung viel bedeutete. ,,Danke, па́па." Behutsam, aber auch mit einer gewissen Härte, lehnte mein Vater sich wieder von mir zurück und umfasste meinen linken Unterarm. Ich konnte ein schwaches Lächeln auf seinen Lippen ausmachen, als auch ich seinen Unterarm umfasste und ihm zunickte.
Danach versammelten wir uns auch schon am Tisch, aßen Golubtsi, Kotlety und, insbesondere ich, Borschtsch. Nach jedem Gericht füllte mein Vater den Vodka in den kleinen Gläsern nach und schon nach kurzer Zeit klatschten sich mein Vater und Ritas Bruder lachend in die Hände, als Oskar die vierte Runde in Folge gegen Rita im Kartenspiel Durak gewann. ,,Das Spiel langweilt mich, deswegen gebe ich mir sowieso keine Mühe!", meinte Rita, mit der Nase beleidigt in die Luft gerichtet und den Armen vor der Brust verschränkt. ,,Ha, von wegen! Seit du klein bist versuchst du ständig, gegen mich zu gewinnen - du bist einfach zu schlecht!" Oskar schlug lachend auf den Tisch und mein Vater füllte erneut die Gläser auf, welche Rita und Oskar sofort wieder leerten, als wäre es irgendeine Art von Wettkampf. ,,Jetzt haltet alle mal den Mund und schaut hier her! Iwan, Schatz, das hier ist unser Geschenk für dich, pack es aus, los!" Lächelnd überreichte mir meine Mutter das in silbernfarbene Papier gewickelte Geschenk, welches ich verlegen in meinen Händen hielt. ,,Ihr müsst mir doch nichts schenken.", meinte ich leise während ich spürte, wie meine Ohren wieder warm wurden. ,,Jetzt halt den Mund und mach schon auf.", drängte Rita mich und sah nun gespannt zu mir hinüber, den Kopf auf eine Hand gestützt.
Peinlich berührt riss ich zögerlich das Geschenkpapier auf und zog den Inhalt, der noch einmal in Plastikfolie verpackt war, hervor. Ungläubig öffnete ich den Mund und starrte auf den Stoff zwischen meinen Händen. ,,Máma ..", brachte ich nur hervor als ich zu ihr hinüber sah - sie zu Tränen gerührt und einer Hand vor den Mund geschlagen. Grinsend schlug mir Rita auf den Rücken und deutete auf den Stoff, den ich immer noch festumklammert in den Händen hielt. ,,Das ist genau das selbe Design, wie von dem Kostüm das José damals getragen hat, als wir ihn das erste Mal gesehen haben! Naja - es hat nicht genau die selben Farben, wir haben es in schwarz und orange anfertigen lassen, so wie du es magst!" Ich presste das Kostüm fest gegen meine Brust und sprang von meinem Stuhl auf. Erstaunt sahen mich alle, und auch Sofja die etwas weiter hinten am Sofa mit ihren Puppen spielte, die am Tisch saßen an. ,,Ich weiß nicht, wie ich euch dafür genug danken kann! Vielen, vielen Dank!" Plötzlich wurde es ganz still, bis Rita lachend aufstand und mich in eine Umarmung zog. In der Umarmung behielt ich das Kostüm immer noch fest an mich gedrückt. Alle Zweifel aus der letzten Nacht schienen zu verpuffen und ich konnte es kaum noch erwarten, beim Grand Prix gegen José anzutreten.

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skiper
Gelöschter Benutzer

Re: IWAN ON ICE

von skiper am 14.01.2017 19:39

Haaaaaalllllooooo, schreib mal weiter. 

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